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Wied (bei Hachenburg)

Gemeinde in Rheinland-Pfalz From Wikipedia, the free encyclopedia

Wied ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Hachenburg an.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Wied (bei Hachenburg)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Wied hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 50° 38′ N, 7° 45′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Hachenburg
Höhe: 305 m ü. NHN
Fläche: 4,68 km²
Einwohner: 537 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 115 Einwohner je km²
Postleitzahl: 57629
Vorwahl: 02662
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 310
Adresse der Verbandsverwaltung: Gartenstraße 11
57627 Hachenburg
Website: www.ww-wied.de
Ortsbürgermeister: Lars Martin
Lage der Ortsgemeinde Wied im Westerwaldkreis
Karte
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Ansicht von Wied

Geographie

Die Gemeinde liegt im Westerwald zwischen Limburg an der Lahn und Siegen im Wiedtal bzw. an der B 413 zwischen Merkelbach und Altstadt (Hachenburg) im Nordosten und Höchstenbach im Südwesten. Umgeben ist der Ort Wied im Osten und Süden vom Hachenburger Stadtwald. Durch den Ort fließt die Wied. Südöstlich des Orts befindet sich das Naturschutzgebiet Oberes Wiedtal.

Zu Wied gehören auch die Wohnplätze Krambergsmühle (teilweise) und Mühlental (Thalmühle).[2]

Geschichte

1461 wurde Wied erstmals in einer Urkunde erwähnt. Ursprünglich hieß Wied Wiede, was so viel wie Weide bedeutete.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Wied, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3][1]

JahrEinwohner
1815204
1835248
1871252
1905261
1939305
1950346
JahrEinwohner
1961387
1970416
1987451
1997497
2005499
2025537

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Wied besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4] Bis 2019 gehörten dem Gemeinderat acht Ratsmitglieder an.

Bürgermeister

Lars Martin wurde am 2. Juli 2024 Ortsbürgermeister von Wied.[5] Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 war er als einziger Bewerber mit einem Stimmenanteil von 86,4 % für fünf Jahre gewählt worden.[6]

Martins Vorgängerin Birgit Hopfinger hatte das Amt seit Sommer 2019 inne. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war sie mit einem Stimmenanteil von 67,34 % für fünf Jahre gewählt worden.[7] Ihre Amtsvorgänger waren Manfred Graulich und Ebba Groenewold-Jacobs, die zum 30. Juni 2015 das Amt aus persönlichen Gründen niedergelegt hatte.[8]

Wappen

Wappen von Wied
Wappen von Wied
Blasonierung: „Durch einen silbernen Wellenbalken schräglinks geteilt; vorne in Rot ein blaubewehrter und -gezungter doppelschwänziger goldener Löwe, hinten eine liegende silberne Mondsichel überhöht von drei silbernen sechsstrahligen Sternen (2:1).“[9]

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Von 1901 bis 1950 verkehrte im Nachbarort Höchstenbach die Kleinbahn Selters–Hachenburg.

Kliniken Wied

Klinik Wied, Haus Mühlental

Im Mühlental, südöstlich des Orts, wo sich vom 18. bis Anfang des 20. Jahrhunderts eine Papiermühle befand, später eine Spinnerei und Weberei sowie ab den 1960er Jahren ein Sporthotel, öffneten 1974 die Kliniken Wied ihre Pforten.[10][11] Dazu zählen das Haus Mühlental in Wied sowie das angeschlossene Haus Sonnenhang im 12 Kilometer entfernten Steimel. In den beiden Rehabilitations-Einrichtungen werden Suchterkrankungen behandelt sowie psychosomatische Beschwerden.

Anfang 2019 übernahm die MEDIAN Unternehmensgruppe beide Häuser mit zu diesem Zeitpunkt zusammen 214 Therapieplätzen und 166 Mitarbeitern.[12]

Persönlichkeiten

  • Wilhelm Fetthauer (1866–1925), Mühlenbesitzer und Abgeordneter des Provinziallandtags der Provinz Hessen-Nassau
  • Richard Spieß (1897–1952), NSDAP-Politiker und Abgeordneter des Provinziallandtags der Provinz Hessen-Nassau

Siehe auch

Commons: Wied (bei Hachenburg) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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