Bölsberg

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Bölsberg (mundartlich: Bilsbisch, Bölsberisch[2]) ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bad Marienberg (Westerwald) an. Bölsberg ist die kleinste Gemeinde der Verbandsgemeinde.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Bölsberg
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Bölsberg hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 50° 40′ N,  55′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Bad Marienberg (Westerwald)
Höhe: 470 m ü. NHN
Fläche: 1,46 km²
Einwohner: 228 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 156 Einwohner je km²
Postleitzahl: 57648
Vorwahl: 02661
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 211
Adresse der Verbandsverwaltung: Kirburger Straße 4
56470 Bad Marienberg (Westerwald)
Website: www.bad-marienberg.de
Ortsbürgermeister: Tobias Rülke
Lage der Ortsgemeinde Bölsberg im Westerwaldkreis
Karte
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Ansicht von Bölsberg

Geographische Lage

Die Gemeinde liegt im Westerwald zwischen Limburg und Siegen auf einem Hochplateau zwischen Wäschbachtal und dem Naturdenkmal Großer Wolfstein.[3]

Nachbarorte sind Kirburg im Norden, der Unnauer Ortsteil Stangenrod im Südwesten und Norken im Westen. Die Stadt Bad Marienberg liegt in sechs Kilometer Entfernung in südöstlicher Richtung.

Geschichte

Bölsberg wurde um das Jahr 1300 erstmals urkundlich erwähnt.[3]

Die Grafschaft Sayn-Hachenburg, zu der Bölsberg gehörte, fiel durch Heiraten 1714 an die in Hachenburg residierenden Burggrafen von Kirchberg und 1799 an Nassau-Weilburg, das 1806 ins Herzogtum Nassau aufging.[4]

An die etwa 200-jährige Geschichte des Eisenerzbergbaus auf der Grube Georgszeche / Schwarze Kauten bei Bölsberg erinnert die Grubenlampe im Ortswappen. Zum Bergbaurevier Dillenburg gehörten auch die Grube Amos und die kurzlebigen Bölsberger Eisensteinwerke (1778–1784).[5][6]

Nach dem Deutschen Krieg von 1866 wurde das Herzogtum Nassau vom siegreichen Preußen annektiert. Der Ort Bölsberg wurde nachfolgend dem Oberwesterwaldkreis zugeordnet.[4]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Bölsberg innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Ein Dorfgemeinschaftshaus entstand in den 1970er Jahren im Ortszentrum.[3] Im Jahr 1981 war der Ort nach starken Schneefällen für mehrere Tage von der Außenwelt abgeschnitten.[7]

Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Bölsberg, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[8]

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
JahrEinwohner
181589
1835145
1871141
1905169
1939215
1950212
1961202
JahrEinwohner
1970258
1987271
1997296
2005273
2011253
2017227
2024228[1]
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Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Bölsberg besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[9]

Bürgermeister

Tobias Rülke (Einzelbewerber) wurde am 10. Juli 2024 Ortsbürgermeister von Bölsberg.[10] Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 hatte er sich mit 75,2 % der Stimmen gegen eine weitere Kandidatin durchgesetzt.[11]

Rülkes Vorgänger Paul Gerhard Krüger hatte das Amt seit 2014 inne.[12] Zuletzt bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 84,00 % für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt worden.[13] Zur Kommunalwahl am 9. Juni 2024 trat er nicht mehr an. Vor Paul Gerhard Krüger hat Georg Otto das Amt von 1999 bis 2014 ausgeübt.[14]

Wappen

Wappen von Bölsberg
Wappen von Bölsberg
Blasonierung: „Gespalten von Silber und Gold, belegt mit einem durchgehenden, facettierten, konisch bearmten lateinischen Balkenkreuz, vorne eine geschlossene, blaue Froschgrubenlampe mit links gewandtem Haken an zwei Scheibchen, Bügel mit Flachtank und links brennender roter, innen silberner Flamme, hinten oben ein blaues Sechseck, unten drei solche, 2:1 gestellt.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Verkehr

Commons: Bölsberg – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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