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Altdorf bei Nürnberg

Stadt im Landkreis Nürnberger Land in Bayern From Wikipedia, the free encyclopedia

Altdorf bei Nürnberg (Ausspracheⓘ/?; amtlich Altdorf b.Nürnberg) (Fränkisch: Alddorf bei Nämberch) ist eine Stadt und ein Mittelzentrum im mittelfränkischen Landkreis Nürnberger Land und zählt zur Metropolregion Nürnberg.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Altdorf bei Nürnberg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Altdorf b.Nürnberg hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 49° 23′ N, 11° 21′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Nürnberger Land
Höhe: 444 m ü. NHN
Fläche: 48,59 km²
Einwohner: 15.527 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 320 Einwohner je km²
Postleitzahl: 90518
Vorwahl: 09187
Kfz-Kennzeichen: LAU, ESB, HEB, N, PEG
Gemeindeschlüssel: 09 5 74 112
Stadtgliederung: 25 Gemeindeteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Röderstraße 10
90518 Altdorf b. Nürnberg
Website: www.altdorf.de
Erster Bürgermeister: Martin Tabor (SPD)
Lage der Stadt Altdorf b.Nürnberg im Landkreis Nürnberger Land
KarteNürnbergNürnbergLandkreis RothLandkreis Erlangen-HöchstadtLandkreis BayreuthLandkreis ForchheimLandkreis Neumarkt in der OberpfalzLandkreis Amberg-SulzbachEngelthaler ForstZerzabelshofer ForstSchönberg (gemeindefreies Gebiet)Rückersdorfer ForstLaufamholzer ForstGünthersbühler ForstForsthof (gemeindefreies Gebiet)Fischbach (gemeindefreies Gebiet)Feuchter ForstBrunn (gemeindefreies Gebiet)Behringersdorfer ForstFeucht (Mittelfranken)Offenhausen (Mittelfranken)Alfeld (Mittelfranken)Altdorf bei NürnbergBurgthannEngelthalHappurgHenfenfeldHersbruckKirchensittenbachLauf an der PegnitzLeinburgOttensoosPommelsbrunnReichenschwandRöthenbach an der PegnitzRückersdorf (Mittelfranken)Schwaig bei NürnbergSchwarzenbruckVelden (Pegnitz)VorraWinkelhaidSchnaittachNeunkirchen am SandSimmelsdorfWinkelhaid (gemeindefreies Gebiet)Haimendorfer ForstNeuhaus an der Pegnitz
Karte
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Geografie

Luftaufnahme aus dem Jahr 2005. Der Blick geht in etwa nach Westen.

Geografische Lage

Die ehemalige Universitätsstadt liegt etwa 25 km südöstlich von Nürnberg (von Stadtgrenze zu Stadtgrenze ca. 10 km) inmitten einer Mittelgebirgslandschaft (400–700 m ü. NHN) mit Rhätschluchten (Rhät, Oberer Keuper) und wald- und wiesenreichem Oberland. Im Winter ist Altdorf sehr schneereich, im Sommer bietet die hügelige Umgebung viele Freizeitmöglichkeiten, wie Radtouren oder Wanderungen. Von Hegnenberg aus kann man bei sonnigem Wetter einen Panoramablick über das mittelalterliche Städtchen genießen.

Gemeindegliederung

Die Stadt Altdorf besteht aus den nachstehend aufgeführten 25 Gemeindeteilen[2]. Ferner werden der jeweilige Siedlungstyp[3] und die betreffenden Einwohnerzahlen[4] angegeben:

Weitere Informationen Gemeindeteil, Siedlungstyp ...
Gemeindeteil Siedlungstyp Hauptwohn-sitze (2025) Gemeindeteil Siedlungstyp Hauptwohn-

sitze (2025)

Adelheim Weiler 33 Prethalmühle Weiler
Altdorf Stadt 10.126 Pühlheim Dorf 134
Au Dorf Rasch Pfarrdorf 930
Eismannsberg Pfarrdorf 350 Raschbach Dorf 41
Fallhaus Röthenbach Dorf 1.050
Grünsberg Dorf 237 Schleifmühle Dorf 120
Hagenhausen Kirchdorf 636 Stürzelhof Dorf
Hegnenberg Dorf 140 Unterrieden Dorf 445
Lochmannshof Einöde Unterwellitz-
leithen
Dorf 109
Ludersheim Dorf 509 Wappeltshofen Dorf 55
Oberrieden Dorf 106 Weinhof Dorf 395
Oberwellitz-
leithen
Dorf 81 Ziegelhütte Dorf 174
Prackenfels Dorf 71
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Es gibt auf dem Gemeindegebiet die Gemarkungen Altdorf, Eismannsberg, Grünsberg, Hagenhausen, Penzenhofen (Gemarkungsteil 0), Pühlheim, Rasch, Rieden und Röthenbach.[5] Die Gemarkung Altdorf hat eine Fläche von 9,811 km². Sie ist in 7049 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 1391,82 m² haben.[6] In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Fallhaus, Lochmannshof, Prethalmühle, Schleifmühle und Ziegelhütte (zum Teil).[7]

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Offenhausen, Lauterhofen, Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz, Burgthann, Schwarzenbruck, Winkelhaid und Leinburg. Altdorf gehört zur Metropolregion Nürnberg.

Leinburg

Offenhausen

Lauterhofen

Winkelhaid

Kompass Berg

Schwarzenbruck

Burgthann

Geschichte

Karte von Altdorf aus der Topographia Franconiae von 1648

Frühzeit und Mittelalter

Bereits für die zweite Hälfte des 7. Jahrhunderts wurde eine Besiedelung Altdorfs anhand von archäologischen Funden in einem Körpergrab (Fundstätte: Albert-Schweitzer-Straße) nachgewiesen. Die Existenz der bereits im Spätmittelalter abgegangenen „St.-Martins-Kapelle“ lässt ferner auf einen fränkischen Königshof schließen, der ab dem Jahre 800 in Altdorf vermutlich bestand.[8]

Im Tafelgüterverzeichnis des Salierkönigs Heinrich IV. der Jahre 1064/1065 wird u. a. der Ort „Botinga“ aufgeführt, der von der Forschung der Stadt Altdorf, als deren früherer Name, zugeordnet wird.[8]

Die erste nachweisliche Erwähnung erfährt Altdorf in einer Urkunde vom 12. November 1129 des Bischofs Gebhard II. von Eichstätt, als dort der Kleriker „Marquardus de Altorf“ als Zeuge auftritt.[8]

Am 6. August 1281 wurde die Hofmark Altdorf reichsunmittelbar und in der Folgezeit vom Nürnberger Burggrafen Friedrich III. verwaltet, der die Executive ortsansässigen Amtsleuten übertrug. Im Jahre 1299 verpfändete König Albrecht I. die Reichshofmark Altdorf an Anna, die Gattin des Grafen Emicho von Nassau-Hadamar.[9]

Der Verkauf des Marktes Altdorf durch den Grafen Johann von Nassau an den Burggrafen Albrecht zu Nürnberg wurde am 27. November 1360 durch Kaiser Karl IV. beurkundet.[10] Die Witwe des Nürnberger Burggrafen Albrecht, Sophia von Henneberg, verlieh dem Ort mit Urkunde vom 6. März 1368 offiziell das Marktrecht.[11]

Mit dem Tode der Sophia von Henneberg am 5. Mai 1372 gingen die Eigentumsrechte an Altdorf an deren Schwiegersohn Swantibor I. von Pommern über. In einer Urkunde dieses Herzogs von Pommern vom 10. November 1387 wurde Altdorf zur Stadt erhoben und gleichzeitig mit dem Bau der Stadtmauer begonnen. Mit Urkunde vom 13. Juni 1393 wurde Altdorf an Ruprecht III. von der Pfalz veräußert.[12]

Im Rahmen des ersten Markgrafenkrieges versuchten in den Jahren 1449 und 1450 Truppen der Freien Reichsstadt Nürnberg die erst 1447 fertiggestellten Stadtmauern zu erstürmen, was ihnen jedoch nicht gelang.[13]

Altdorf wird nürnbergisch

Der 1504 ausbrechende Landshuter Erbfolgekrieg veränderte die Situation Altdorfs dann fundamental. Durch einen Vertrag mit der erbberechtigten Wittelsbacher der Linie Baiern-München wurden der Freien Reichsstadt Nürnberg alle Gebiete zugesprochen, die sie von der gegnerischen Kriegspartei (den Pfalzgrafen der Linie Baiern-Landshut) erobert hatten. Am 23. Juni 1504 rückten die Nürnberger mit einem Kriegsheer von 3.500 Mann, das u. a. über 3 Hauptbüchsen, 3 Kartaunen, 16 Feldschlangen und 36 Hakenbüchsen verfügte, vor die Tore Altdorfs. Nachdem von Seiten der Pfalzgrafen kein Entsatz zu erwarten war, musste sich Altdorf nach viertägigem Beschuss den Angreifern ergeben.[14] Mit dem „Kölner Schiedsspruch“ des Jahres 1505 bestätigte Kaiser Maximilian I. der Stadt Nürnberg die mit Waffengewalt erzwungenen Besitzrechte an Altdorf.[15]

Der zweite Markgrafenkrieg

Albrecht Alcibiades

Markgraf Albrecht Alcibiades von Brandenburg erklärte im Jahre 1552 der Freien Reichsstadt Nürnberg den Krieg. Am 31. Mai 1552 nahm er daraufhin die Stadt Altdorf ein und brandschatzte sie um 12.000 Gulden. Am 2. Juni 1553 kehrte er nach Altdorf zurück und brannte die Stadt „bei versperrten Toren“ nieder, so dass 80 Einwohner, die bis zur Einnahme Altdorfs nicht geflohen waren, bei lebendigem Leibe zusammen mit 396 Häusern der Stadt verbrannten.[16] Der folgende Wiederaufbau der Stadt ging, unterstützt vom Nürnberger Pfleger Balthasar Paumgartner II., rasch vonstatten. Zur Jahreswende 1557/1558 standen bereits wieder 204 Häuser.[17]

Universitätsstadt Altdorf

Albrecht von Wallenstein

Mit seinem Schreiben aus dem Jahre 1556 an den Rat der Stadt Nürnberg gab der Rektor des Nürnberger Ägidien-Gymnasiums Joachim Camerarius den Anstoß für die Verlegung der Schule nach Altdorf. Die Grundsteinlegung des von den Nürnberger Patrizierfamilien finanzierten Schulgebäudes erfolgte am 30. September 1571. Die Hohe Schule wurde bis 1575 fertiggestellt und am 29. Juni gleichen Jahres ihrer Bestimmung übergeben. Kaiser Rudolf II. erhob die Hohe Schule mit Erlass vom 26. November 1578 zur „Academia Norica“.[18]

Albrecht von Wallenstein immatrikulierte sich an der Altdorfer Akademie am 29. August 1599 und verbrachte ein Jahr seiner Studienzeit in Altdorf.[19] 1620 gründete Balthasar Scherff die erste Buchdruckerei der Stadt.[20] Am 3. Oktober 1622 versah Kaiser Ferdinand II. die „Academia Norica“ mit dem Kaiserlichen Universitätsprivileg. Philosophische, medizinische und juristische Baccalaureats-, Magister- und Doktorgrade konnten nun verliehen werden.[21]

Dreißigjähriger Krieg

Bis zum Ende des Jahres 1631 blieb Altdorf von den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges verschont. Am 19. November 1631 zog Johann T’Serclaes von Tilly vor Altdorf und forderte eine Brandschatzzahlung von 550 Reichstalern. Joachim Christian von der Wahl zog 1634 mit 400 Mann vor Altdorf und forderte Untertanenschaft sowie eine wöchentliche Kontribution von 300 Gulden zur Versorgung der Mannschaften.[22] Mit dem am 24. Oktober 1648 geschlossenen Westfälischen Frieden wurde der Dreißigjährige Krieg ohne jegliche Beschädigung der Stadt Altdorf bzw. deren Gebäude beendet.[23]

Blütezeit der Stadt und der Universität Altdorf

Anatomischer Hörsaal

Stadt und Universität wurden in den folgenden Jahrzehnten deutlich ausgebaut. Bereits im Jahr 1650 wurde die Ausbildungsqualität der medizinischen Fakultät durch die Errichtung eines anatomischen Hörsaals deutlich verbessert. Am 8. November 1651 wurde dort von Mauritius Hoffmann die erste öffentliche Sektion durchgeführt.[24] Auf dem Neuen Treuturm wurde 1657 das bereits zweite Observatorium eingerichtet.[25] Die Eröffnung des chemischen Labors folgte 1682. Mit der Einführung des theologischen Promotionsrechts wurde die Altdorfina 1697 eine Volluniversität. In den Jahren 1721–1732 lehrte an der Altdorfer Universität Johann Heinrich Schulze, der mit seinen Forschungen über die Lichtempfindlichkeit von Silbersalzen den Grundstein für die Entwicklung der Fotografie legte.[26]

Die Fortschritte in der Qualität der Ausbildung lockten eine Vielzahl von Studierenden nach Altdorf. Beispielhaft soll hier Gottfried Wilhelm Leibniz genannt sein, der sich am 4. Oktober 1666 an der Altdorfina einschrieb und als 20-jähriger zum „Doctor juris utrique“ promovierte.[27] Auch Franz Daniel Pastorius, der Gründer von Germantown, der ersten deutschen Siedlung in Amerika, studierte in zwei Studienaufenthalten von 1668 bis 1670 und im Jahre 1673 in Altdorf.[28]

Bedingt durch finanzielle Probleme der Grundherrin, der Reichsstadt Nürnberg, die mit der aus dem Dreißigjährigen Krieg resultierenden Schuldenlast zusammenhingen und sich mit Französischen Revolution verstärkten, wurde auch die Entwicklung der Stadt Altdorf und der Universität in der Folgezeit deutlich beeinträchtigt.[29]

Wechselnde Hoheitsrechte

Bereits die 1796 vorgenommene Besetzung der Pflegämter Velden und Hilpoltstein durch das kurpfälzische Bayern schränkte die wirtschaftliche Leistungskraft Altdorfs ein. Hinzu kam im gleichen Jahr die Okkupation des Altdorfer Außenbezirks bis an die Stadttore durch die 1791 preußisch gewordene Markgrafschaft Brandenburg-Ansbach. Ebenfalls 1796 besetzte die 5. Division der französischen Armee Altdorf.[29]

Am 21. September 1806 wurde die Stadt Altdorf Teil des Königreichs Bayern und Sitz eines königlichen Landgerichts, eines Rentenamts (=untere Finanzbehörde) und Forstamts. Die ebenfalls an das Königreich Bayern übergegangene Universität wurde am 24. September 1809 durch König Maximilian I. aufgelöst. Der Altdorfer Bibliotheksbestand von rund 35.000 Bänden, 10.000 Stück „Kleingedrucktem“ und einer Vielzahl von Handschriften wurden der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen übereignet.[29]

Altdorf Stadtansicht um 1830

Am 22. April 1819 wurde in Altdorf die letzte Hinrichtung vollzogen, als der Raubmörder Johann Walliser aus Zerzabelshof mit dem Schwert gerichtet wurde. Das am 9. November eingerichtete Königlich Bayerische Schullehrerseminar stellte zunächst das einzige protestantische Lehrerseminar im rechtsrheinischen Bayern dar.[29]

Im Jahre 1852 wurde das königliche Forstamt Altdorf nach Nürnberg verlegt. Zudem büßte Altdorf im Rahmen der Bayerischen Verwaltungsreform des Jahres 1862, mit der die Trennung von Justiz und Verwaltung vollzogen wurde, den übergeordneten Verwaltungssitz ein, der ebenfalls nach Nürnberg verlegt wurde. Das Amtsgericht hingegen verblieb in Altdorf.[29]

Altdorf in der Moderne

Aus Mitteln eines Vermächtnisses wurde ab dem Jahre 1854, erstmals mit Gusseisenrohren, eine Wasserleitung errichtet. Die umfangreichen Arbeiten fanden am 14. Juli 1885 ihren Abschluss. Die Anbindung an das Bayerische Bahnnetz wurde mit der Inbetriebnahme der Bahnstrecke Feucht–Altdorf am 10. Oktober 1877 vollzogen, wobei das Bahnhofsgebäude Altdorf erst später, am 15. Oktober 1878, eingeweiht wurde. Im Jahre 1885 wurde Altdorf wieder Sitz eines Königlichen Forstamts. Mit Eröffnung des Altdorfer Distrikt-Krankenhauses am 1. Januar 1894 erfuhr die medizinische Versorgung der Altdorfer Bevölkerung eine deutliche Verbesserung. Ein privates Elektrizitätswerk lieferte ab dem 16. Juli 1897 die Energie für die erste elektrische Beleuchtung Altdorfs. 1905 folgte das erste kommunale Elektrizitätswerk.[29]

Am 5. April 1924 wurde das Lehrerseminar geschlossen. Die nunmehr leerstehenden Universitätsgebäude wurden 1925 an die Rummelsberger Anstalten verkauft. Am 25. Oktober 1925 wurde darin das Wichernhaus, eine Einrichtung für Körperbehinderte, eröffnet. Das Altdorfer Finanzamt wurde im Jahre 1933 mit dem Finanzamt-Ost in Nürnberg zusammengelegt.[30]

Ausgabe 8 Mai 1945

Den Zweiten Weltkrieg überstand Altdorf nahezu ohne Schäden, obwohl die Stadt in den An- und Abflugkorridoren der alliierten Bomberstaffeln lag. Panzereinheiten der 7. US-Armee nahmen Altdorf am 17. April 1945 kampflos ein, nachdem die Bevölkerung, entgegen den Anordnungen der nationalsozialistischen Machthaber, alle Panzersperren entfernt hatte. Ab dem 8. Mai 1945 wurde die US-amerikanische Armeezeitung "The Stars an Stripes" für den gesamten US-Sektor in Altdorf gedruckt.[30]

Ab 1945 wurde Altdorf bis 1965 Sitz des Landratsamts Nürnberger Land. Die Bahnlinie Feucht-Altdorf wurde im Laufe des Jahres 1952 elektrifiziert. Am 11. September 1952 erfolgte die Grundsteinlegung für einen Krankenhaus-Neubau auf dem Gelände des bestehenden Distrikts-Krankenhauses. Bereits 1954 erfuhr dieses Gebäude eine erste Erweiterung. Weitere Anbauten folgen in den Jahren 1962 und 1972. Durch den bundesdeutschen Autobahnausbau erhielt Altdorf im Jahre 1971 Anschluss an die beiden Bundesautobahnen A 3 und A 6.[30]

Seit der Gemeindegebietsreform

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Januar 1972 die Gemeinden Eismannsberg, Grünsberg und Rasch sowie Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Penzenhofen eingegliedert.[31] Hagenhausen, Pühlheim, Rieden und Röthenbach bei Altdorf kamen am 1. Januar 1978 hinzu.[32]

Am 21. November 1992 ging die S-Bahn-Linie 2 Nürnberg-Feucht-Altdorf in Betrieb. Altdorf wurde am 28. April 2005 Teil der Metropolregion Nürnberg.[30]

Der Bayerische Ministerrat brachte im Jahre 2012 einen Entwurf für ein neues Landesentwicklungsprogramm in das Gesetzgebungsverfahren ein, in welchem für Altdorf die Einstufung als Mittelzentrum vorgeschlagen war. Angesichts der erheblichen Widerstände zahlreicher Verbände gegen den Gesetzesentwurf war der Ausgang zunächst offen. Inzwischen ist Altdorf ein Mittelzentrum.[33]

Einwohnerentwicklung

Historische Einwohnerzahlen der Stadt Altdorf (nur Hauptort)

Weitere Informationen Berichtsjahr, Einwohnerzahl ...
Berichtsjahr Einwohnerzahl Anmerkungen
1798[34] rd. 1.800 "Ohne diejenigen, welche zur Universität gehören. / 205 "Feuerstellen" ohne die Vorstadt und öffentlichen Gebäude
1850[35] 3.219
1880[36] 3.268
1885[36] 3.107 396 Häuser
1925[30] 2.983 412 Häuser
1939[30] 3.456
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Einwohnerentwicklung

Dargestellt wird hier die summarische Entwicklung der Hauptwohnsitze aller heutigen Ortsteile Altdorfs. Zwischen 1987 und 2025 wuchs die Einwohnerzahl der Stadt Altdorf von 12.612 auf 16.171 um 2409 Einwohner bzw. um 28,2 %.

Quellen: 1840–2015[37] / 2020–2024[38] / 2025[4]

Gebäudeverteilung

Weitere Informationen Gebäude- und Wohnungsbestand am 31.12.2024 ...
Gebäude- und Wohnungsbestand am 31.12.2024
Anzahl der Wohngebäude 4.463
Anteil der Gebäude mit 1 Wohnung 72,8 %
Anteil der Gebäude mit 2 Wohnungen 13,6 %
Anteil der Gebäude mit 3 oder mehr Wohnungen 13,6 %
Anzahl der Wohnungen in Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden 8.119
Durchschnitt Einwohner je Wohnung 1,91
Durchschnittl. Wohnfläche je Wohnung 106,7 m²
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Quelle: 2024[38]

Politik

Abgeordnete

Die Interessen Altdorfs im Bayerischen Landtag vertritt MdL Norbert Dünkel (CSU).

Stadtrat

Der Stadtrat von Altdorf setzt sich aus 24 Stadträten und dem Ersten Bürgermeister zusammen.

CSUSPDGrüneFWG / UNADie LinkeVoltFDPGesamt
2026[39]783411024 Sitze
2020[40]765500124 Sitze
2014[41]883500024 Sitze

Bürgermeister

Bei der Kommunalwahl 2020 wurde Martin Tabor von der SPD zum neuen Bürgermeister gewählt, der Amtsantritt war am 1. Mai 2020. Bei der Kommunalwahl 2026 wurde er wiedergewählt.[42]

Liste der Bürgermeister seit 1818[43]
Weitere Informationen Zeitraum, Bürgermeister ...
Zeitraum Bürgermeister Anmerkung
1818 bis 1830Jakob Neidhartvorher Rendant (~Rechnungsführer)
1830 bis 1833Jakob Waizals Ortsvorstand der Stadtgemeinde
1833 bis 1846Johann Michael AridOekonom
1846 bis 1852Tobias HesselBuchdruckereibesitzer und Gründer des Altdorfer „Boten“
1852 bis 1857Karl Maiervorher königlicher Landgerichtsassessor
1857 bis 1860Karl WoerleinNotar in Oettingen
1860 bis 1863Gottlieb OmeisJurist
1863 bis 1865Friedrich HolzOekonom
1865 bis 1869Georg SpäthGutsbesitzer
1870 bis 1884Georg PfriemCafetier und treibende Kraft bei dem Anschluss Altdorfs an das Bahnnetz
1884 bis 1887Jakob UeblerTierarzt und Landtagsabgeordneter
1888 bis 1899Andreas HeydnerHopfenhändler
1900 bis 1901Jakob ZantnerMaurermeister
1902 bis 1921Karl ZehRechtsanwalt und Justizrat
1921 bis 1924Hans BachingerGerichtssekretär
1925 bis 1933Georg OechsleinOberlehrer
1933 bis 1945Georg PickelOrganisator der gewaltfreien Übergabe der Stadt an US-Truppen
Mai bis 31. Juli 1945Hans DötschIndustriekaufmann, von Militärregierung eingesetzt
1. August 1945 bis 30. April 1948Fritz PranzVerlagsinhaber
1. Mai 1948 bis 30. April 1960Hans DötschIndustriekaufmann
1. Mai 1960 bis 30. Juni 1972Heinrich SpäthRechtsanwalt
1. Juli 1972 bis 31. Oktober 1982Kurt PuruckerJurist
1. November 1982 bis 31. Oktober 1994Friedrich WeißkopfMdL
1. November 1994 bis 31. Oktober 2006Rainer Pohl (SPD)
1. November 2006 bis 30. April 2020Erich Odörfer (CSU)
seit 1. Mai 2020Martin Tabor (SPD)
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Wappen

Blasonierung: „In Schwarz ein rotbewehrter, -gezungter und -bekrönter goldener Löwe, ein gespaltenes Schildchen haltend, darin vorne ein schwarzer Adler am Spalt, hinten fünfmal von Rot und Silber schräg geteilt.“[44]
Wappenbegründung: Der Löwe ist der Pfälzer Löwe, das Schildchen das Wappen der Stadt Nürnberg. Dieses Wappen geht auf die Zeit der Nürnberger Herrschaft von 1503 bis 1806 zurück. In der Geschichte Altdorfs gab es drei weitere Wappen: Das älteste von 1374 zeigt den Hohenzollernschild und die hennebergische Henne, das zweite von 1478 den Pfälzer Löwen vor baierischen Rauten und ein drittes von 1836 den baierischen Löwen und das Nürnberger Wappen.[45]

Städtepartnerschaften

Städtepartnerschaften:

Die St.-Laurentius-Kirche

Kommunale Allianz Schwarzachtalplus

Die Stadt Altdorf ist Mitglied der Kommunalen Allianz Schwarzachtalplus. Zu dieser gehören auch die Gemeinde Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz, die Gemeinde Burgthann, der Markt Feucht, die Gemeinde Leinburg, die Märkte Postbauer-Heng und Pyrbaum, die Gemeinde Schwarzenbruck und die Gemeinde Winkelhaid. Im Rahmen eines integrierten ländlichen Entwicklungskonzepts (ILEK) wird gemeinschaftlich an der Erhaltung charakteristischer Landschaftsräume, an der Stärkung der Siedlungsstrukturen und Ortsmitten sowie an der gemeinsamen Gestaltung der Mobilitäts- und Energiewende gearbeitet. Ziel ist es, auch den Zusammenhalt in der Region zu stärken.[46]

Religion

St.-Laurentius-Kirche

Pfarrkirche Heiligste Dreifaltigkeit

Die evangelisch-lutherische Kirche wurde bis 1407 im Stil der Spätgotik erbaut. Der Chor der Kirche, wie auch Teile des Turms sind bis heute erhalten. 1755 wurde das Hauptschiff im barocken Stil umgebaut bzw. erweitert. Erwähnenswert sind die Orgel in einem barocken Prospekt im Kircheninneren und die aus der Zeit als Universitätsstadt stammenden Gebetsnischen für Lehrpersonen und Studenten sowie das Taufbecken aus Altdorfer Marmor. Seit 1527 ist die Kirche evangelisch.

Pfarrkirche Heiligste Dreifaltigkeit

Die katholische Pfarrkirche Heiligste Dreifaltigkeit wurde 1951 erbaut und ist ein geschütztes Baudenkmal.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Altes Rathaus

Das ehemalige Rathaus, jetzt Kultur-Rathaus

Das Rathaus direkt neben der Kirche wurde im 16. Jahrhundert im Renaissance-Stil erbaut und weist mit einem Zwerchhaus ein für die deutsche Renaissance charakteristisches Architekturelement auf. Das Rathaus ist ein typisches Beispiel für die fränkische Sandsteinbauweise. Im Rahmen einer umfangreichen denkmalgerechten Sanierung wurde die historische Bausubstanz wieder weitestgehend sichtbar gemacht. Mittlerweile ist die Stadtverwaltung jedoch bis auf das Kulturamt in Räumlichkeiten in der Röderstraße gezogen, weshalb das Rathaus jetzt offiziell Kultur-Rathaus genannt wird.

Eismannsberg

Die St.-Andreas-/St.-Bartholomäus-Kirche im Ostteil stammt aus romanischer Zeit und steht an einem Ort einer früheren Kapelle (möglicherweise vom ehemaligen Eismannsberger Schlossherren Ratz). Das Kirchenschiff wurde im 16. Jahrhundert unter Mithilfe von Hedwig von Eyb angefügt und in der Barockzeit von der Patrizierfamilie von Oelhafen renoviert. Den Dachstuhl erneuerte man im 19. Jahrhundert, später wurde der Innenraum der Kirche für den Orgeleinbau verändert. Im Juli 2007 wurde eine Generalsanierung der Kirche abgeschlossen.

Schloss Grünsberg

Schloss Grünsberg bei Altdorf im Nürnberger Land

Das Schloss Grünsberg geht auf eine Burganlage aus dem Mittelalter (13. Jahrhundert) zurück. Die Erweiterung der Burg zu einer Schlossanlage erfolgte im Zeitraum von 1717 bis 1723 mit bedeutenden Stuckdecken. Ab 1754 gehörte Schloss Grünsberg der Patrizierfamilie Stromer von Reichenbach, die es 1999 in eine gemeinnützige Stiftung umwandelte. Das bedeutende Inventar ist an jedem ersten Sonntag im Monat sowie auf Voranmeldung bei Führungen zu besichtigen.

Prethalmühle

Die Prethalmühle war im Mittelalter eine Station an der Handelsstraße Nürnberg – Regensburg. Sie ist im Dreißigjährigen Krieg niedergebrannt. 1643 erfolgte der Wiederaufbau. Heute leben in der Prethalmühle sieben Familien. Die Herkunft des Namens ist nicht eindeutig geklärt. Eine Theorie besagt, dass die Prethalmühle ein königlicher Gutshof war, von dem aus die im Süden der Stadt Altdorf befindlichen „Preitlingsfelder“, ein königliches Lehen, bewirtschaftet wurden. Im Schwarzachtal gelegen, die am südlichen Rand der Prethalmühle fließt, bildete sie damals einen Grenzpunkt zwischen dem Gebiet der Reichsstadt Nürnberg und der Wittelsbacherischen Oberpfalz.

Stadtbefestigung

Das Untere Tor, Ansicht von außen (Feldseite)

Von der ehemaligen Stadtbefestigung sind noch drei Türme und Fragmente der um 1400 errichteten Stadtmauer erhalten. Besonders eindrucksvoll sind die Stadttore an den beiden Enden des Marktplatzes (Unteres und Oberes Tor).

Schloss

Das Schloss wurde 1558 für die Nürnbergischen Pfleger errichtet. 1808 wurde es zum bayerischen Landgericht und 1862 zum Amtsgericht. Es diente von 1945 bis 1965 als Landratsamt und ist seit 1972 eine Polizeiwache. Vor dem Gebäude steht der Wallensteinbrunnen.

Universitätsgebäude (Wichernhaus)

Die Kollegien- und Hörsaalgebäude der vormaligen Universität Altdorf wurden 1575 als Schule für Kinder Nürnberger Aristokratenfamilien im Renaissance-Stil erbaut. Einige Jahre später wurde die Schule zur Akademie erhoben und 1623 in eine Universität umgewandelt. Bekannt wurde die Universität durch ihre Fakultäten für Medizin (insbesondere für die Entwicklung der Chirurgie und das lange Zeit gültige Standardkompendium von Lorenz Heister), Recht und Naturwissenschaften (u. a. Grundlagenforschung zur Lichtempfindlichkeit der Silbersalze, Schulzegraphie, als Grundlage der Fotografie). Neben den (teils rekonstruierten) botanischen Gärten gab es auch ein astronomisches Observatorium und ein chemisches Labor. Die Universität in Altdorf bestand bis 1809 als Hochschule; die Gebäude sind als typische Hochschulanlage ein anschauliches Zeugnis deutscher Hochschulgeschichte, da sie weitgehend unverändert im Zustand des 18. Jahrhunderts erhalten blieben (wie ansonsten nur noch die ebenfalls aufgelassene Universität Helmstedt). Bekannt ist die Universität auch durch Studenten wie Albrecht von Wallenstein und Gottfried Wilhelm Leibniz. Die Bestände der Universitätsbibliothek befinden sich heute in der Universität Erlangen. Übergangsweise diente das Wichernhaus als Lehrerkollegium und wurde schließlich 1925 in ein Behindertenhospital umgewandelt. Heute bietet das von der Rummelsberger Diakonie genutzte Gebäudeensemble als Wichernhaus Wohnmöglichkeiten, eine Schule und ein Internat für Körperbehinderte. Außerdem wird im Hof alle drei Jahre im Sommer das Festspiel Wallenstein in Altdorf aufgeführt; die nächsten Wallensteinfestspiele finden im Sommer 2028 statt.

Wallenstein-Festspiele

Der Pedell kündigt Wallenstein die Relegation an; aus einem Zeitungsartikel von 1894.

Die Wallensteinfestspiele wurden 1894 erstmals veranstaltet und finden seit den 1950er Jahren in der Regel alle drei Jahre im Sommer statt, zuletzt 2025. Sie erinnern an den Feldherren Wallenstein, der einst in Altdorf studierte, und die Zeit des Dreißigjährigen Krieges.

Bau- und Bodendenkmäler

Geotope

Geotop Löwengrube

Auf dem Gemeindegebiet von Altdorf befinden sich sieben vom Bayerischen Landesamt für Umwelt ausgewiesene Geotope.

Schulen und Bildungseinrichtungen

  • Hans-Dötsch-Grundschule
  • Mittelschule Altdorf
  • Leibniz-Gymnasium
  • Musikschule der Stadt Altdorf
  • Schule für Körperbehinderte, Grund- und Hauptschule (Wichernhaus)
  • Sonderpädagogisches Förderzentrum Wichernhaus
  • Fachakademie für Sozialpädagogik
  • Evangelische Erwachsenenbildung Altdorf
  • Katholische Erwachsenenbildung
  • Nürnberger Schule für Baumpflege
  • Technische Akademie Wuppertal Weiterbildungszentrum
  • Volkshochschule Schwarzachtal

Verkehr

Straßen

Durch Altdorf verlaufen:

Unmittelbar südlich liegt die Autobahn A 3, etwa zwei Kilometer nördlich verläuft die A 6. Beide kreuzen im Nordwesten am Autobahnkreuz Altdorf.

Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind:

  • AS 90 Altdorf/Burgthann, 1 km vom Ortszentrum – A 3 Richtung Nürnberg, Regensburg
  • AS 62 Altdorf/Leinburg, 2 km vom Ortszentrum – A 6 Richtung Nürnberg, Amberg

Öffentlicher Nahverkehr

Bahnhof mit einem Nahverkehrszug nach Nürnberg Hauptbahnhof (1991)

Altdorf ist Endpunkt der Bahnstrecke Feucht–Altdorf. Am Altdorfer Bahnhof endet seit 1992 die Linie S 2 (Roth–Altdorf) der Nürnberger S-Bahn, die alle 20 bis 40 Minuten verkehrt und den Nürnberger Hauptbahnhof in 32 Minuten erreicht. Altdorf West, der zweite Haltepunkt der Linie S 2 im Altdorfer Stadtgebiet, dient neben den dortigen Wohngebieten und mehreren Firmen vor allem den Schülern des benachbarten Altdorfer Gymnasiums.

Weitere Informationen Linie, Verlauf ...
Linie Verlauf Takt
S2 Roth – Büchenbach – Rednitzhembach – Schwabach – Schwabach-Limbach – Katzwang – Reichelsdorfer Keller – Nürnberg-Reichelsdorf – Nürnberg-Eibach – Nürnberg-Sandreuth – Nürnberg-Steinbühl – Nürnberg Hbf – Nürnberg-Dürrenhof – Nürnberg-Gleißhammer – Nürnberg-Dutzendteich – Nürnberg Frankenstadion – Fischbach (Nürnberg) – Feucht – Feucht-Moosbach – Winkelhaid – Ludersheim – Altdorf West – Altdorf
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2025
20/40 min (Roth–Schwabach)
20 min (Schwabach–Hauptbahnhof)
20/40 min (Hauptbahnhof–Altdorf)
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Folgende Busse verkehren im Stadtgebiet und den Gemeindeteilen vom Altdorf:

Weitere Informationen VGN-Linie, Betreiber ...
VGN-LinieBetreiberLaufweg
331Reba-EnoAltdorf – Weißenbrunn – Leinburg – Diepersdorf – Röthenbach(Pegnitz)
333SchieleinAltdorf – Weißenbrunn – Gersdorf – Lauf(Pegnitz)
512DB-FrankenbusAltdorf – Berg – Holzheim – Neumarkt(OPf)
550Merz-ReisenAltdorf – Hagenhausen – Wappeltshofen – Traunfeld
551Merz-ReisenAltdorf – Rasch – Schwarzenbach – Großvoggenhof
552Merz-ReisenAltdorf Bf – Marktplatz – Prackenfels – Altdorf
553Merz-ReisenAltdorf – Altenthann – Rummelsberg – Ochenbruck
554Merz-ReisenAltdorf – Hegnenberg – Pühlheim – Raschbach
555Stadt AltdorfBadener Str. – Türkeistr. – Bahnhof – Burgthanner Weg – Badener Str.
558DB-FrankenbusRufbus Altdorf – Berg
Nachtbuslinie 55VAGFeucht – Moosbach – Winkelhaid – Altdorf – Hagenhausen
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In den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag sowie in Nächten vor Feiertagen wird Altdorf stündlich von der Nürnberger Nachtbuslinie (Nightliner) N55 von und nach Feucht angefahren. In Feucht besteht eine Umsteigeverbindung zur Linie N15 vom und zum zentralen Umsteigepunkt am Nürnberger Hauptbahnhof. Die Fahrtdauer bis Nürnberg beträgt 51 Minuten.[47]

Industrie und Gewerbe

Tourismus und Freizeit

Altdorf besitzt zahlreiche Sport- und Freizeiteinrichtungen. Bekannt ist das Freibad, welches im Jahr 2002 und 2008 renoviert wurde und über ein 50 Meter-Becken verfügt.

Im Jahre 1997 wurde mit Förderung durch den Landschaftspflegeverband ein Obstlehrpfad[48] entlang der ehemaligen Verbindungsstraße Altdorf – Rasch angelegt.

Wandern

Für Wanderer stehen im Umland acht gut ausgeschilderte Rundwanderwege zur Verfügung.[49]

Zusätzlich wird der Ort von zahlreichen Wanderwegen des Fränkischen Albvereins (FAV) durchzogen.

Überregional bekannt sind die Fernwanderwege:

Daneben gibt es weitere regionale Wanderwege[50]:

  • Altdorf – Pommelsbrunn (Blaupunkt, FAV 64), Länge: 25 km
  • Birglandweg (Blaukreuz, FAV 75), Altdorf – Poppberg (Gemeinde Birgland, Landkreis Amberg-Sulzbach), Länge: 22 km
  • Eppeleinsweg (Rotkreuz, FAV 47), Erlangen-Buckenhof – Neumarkt in der Oberpfalz, Länge: 92 km
  • Hochlandsteig (Gelbpunkt, FAV 66), Hersbruck (Landkreis Nürnberger Land) – Altdorf, Länge: 25 km
  • Reichswaldweg (Blaukreuz, FAV 80), Nürnberg – Altdorf, Länge: 20 km
  • Schwarzachtalweg (Blaukreuz, FAV 50), Altdorf – Neuses, Länge: 28 km
  • Zeidlerweg (Blaustrich, FAV 119), Altdorf – Feucht, Länge: 14 km
Eine Rhätschlucht bei Prackenfels
Steinerne Rinne bei Raschbach

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Nach den drei erstgenannten Ehrenbürgern ist jeweils eine Straße in der Stadt benannt.

  • Konrad Lengenfelder, Erster Direktor des Leibniz-Gymnasiums Altdorf, Stadtarchivar und Stifter des Universitäts-Museums
  • Michael Geißler, Kriminalkommissar nach dem Zweiten Weltkrieg
  • Franz Theophil Becker (1902–1996), Professor der Medizin, wirkte am Wichernhaus Altdorf
  • Kurt Purucker († 16. März 2011 im Alter von 91 Jahren), ehemaliger Landrat, ehemaliger Erster Bürgermeister

Söhne und Töchter der Stadt

Persönlichkeiten, die in der Stadt wirkten

  • Johann Richter oder Johannes Praetorius (1537–1616), deutscher Mathematiker und Astronom
  • Johann Piccart (1540–1584), ab 1575 Pfarrer von Altdorf
  • Anna Wecker (vor 1572–1596), in Altdorf verstorbene Dichterin
  • Michael Piccart (1574–1620), Philosoph, Philologe und Historiker; Professor, Rektor und Dekan der Universität Altdorf
  • Wallenstein (1583–1634), Feldherr im Dreißigjährigen Krieg, Student an der Universität Altdorf 1599/1600
  • Daniel Schwenter (1585–1636), Orientalist, Mathematiker und Professor an der Universität Altdorf ab 1606
  • Thomas Reinesius (1587–1667), Mediziner und Philologe, Arzt in Altdorf
  • Abdias Trew (1597–1669), Professor für Mathematik und physikalische Naturphilosophie, auch Rektor der Universität Altdorf
  • Johann Weinmann (1599–1672), ab 1628 Geistlicher in Altdorf
  • Lukas Friedrich Reinhard (1623–1688), lutherischer Theologe, Archidiakon von Altdorf
  • Johann Christoph Wagenseil (1633–1705), Polyhistor, Rechtsgelehrter und Orientalist; lehrte und starb in Altdorf.
  • Gottfried Wilhelm Leibniz (1646–1716), Philosoph und Naturwissenschaftler, promovierte in Altdorf.
  • Johann Pachelbel (1653–1706), Komponist, studierte an der Universität Altdorf.
  • Johann Michael Lang (1664–1731), Theologe, Geistlicher und Hochschullehrer, Archidiakon von Altdorf
  • Lorenz Heister (1683–1758), Chirurgischer Ordinarius an der Universität Altdorf von 1710 bis 1719
  • Christian Heinrich Freiesleben (1696–1741), Autor, Jurist und Professor an der Universität Altdorf
  • Johann Friedrich Bauder (1713–1791), Bürgermeister und Händler von Altdorfer Marmor
  • Bernhard Friedrich Hummel (1725–1791), Rektor der Stadtschule und Schriftsteller
  • Georg Christoph Schwarz (1732–1792), katholischer Geistlicher und Hochschullehrer an der Universität Altdorf
  • Jörg Geuder (1861–1935), Pädagoge, Gartenschriftsteller, Dichter und Sprachpfleger, absolvierte 1879 das Lehrerseminar Altdorf.
  • Friedrich Hiller (1861–1947), Pfarrer und Schriftsteller, verbrachte seinen Ruhestand in Altdorf und starb im Ort.
  • Wolfgang Haffner (* 1965), Funk- und Jazzschlagzeuger, wohnt in Altdorf.

Literatur

Commons: Altdorf bei Nürnberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Altdorf bei Nürnberg – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

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