Grużajny
Dorf in Polen
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Grużajny (deutsch Grossainen) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Godkowo im Powiat Elbląski.
| Grużajny | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Ermland-Masuren | |
| Powiat: | Elbląg | |
| Gmina: | Godkowo | |
| Geographische Lage: | 54° 3′ N, 19° 50′ O | |
| Einwohner: | 126 (2021[1]) | |
| Postleitzahl: | 14-407 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 55 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NEB | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | Grądki (osada) ↔ Siedlisko | |
| Eisenbahn: | kein Bahnanschluss | |
| Nächster int. Flughafen: | Danzig | |
Geographische Lage
Grużajny liegt auf der Südseite der Wąska (Weeske) im Nordwesten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, zwölf Kilometer südöstlich der Stadt Pasłęk bzw. 27 Kilometer südöstlich der Kreismetropole Elbląg.
Geschichte
Das Dorf Groschehnen bestand bereits in der Ordenszeit, wurde vor 1785 Grossehnen und erst nach 1820 Grossainen genannt.[2] 1785 wurde Grossehnen als ein „adliges Gut“ mit drei Feuerstellen erwähnt, 1820 mit drei Feuerstellen bei 55 Einwohnern und 1885 mit 80 Einwohnern.[3]
Am 1. Januar 1908 wurde Grossainen erstmals als ein Gutsbezirk im Amtsbezirk Quittainen (heute polnisch Kwityjny) und Vorwerk zu Klein Thierbach (polnisch Grądowko) genannt. Er war Teil des Kreises Preußisch Holland im ostpreußischen Regierungsbezirk Königsberg.[4] Als Klein Thierbacher Vorwerk zählte Grossainen im Jahre 1910 71 Einwohner.[3]
Am 30. September 1928 schloss sich Grossainen mit den Gutsbezirken Canditten (polnisch Kandyty), Einhöfen (Siedlisko) und Nauten (Nawty) zur neuen Landgemeinde Nauten zusammen.[4]
Als 1945 der südliche Teil von Ostpreußen an Polen kam, erhielt Grossainen die polnische Namensform „Grużajny“. Heute ist das Dorf eine Osada (= Siedlung) innerhalb der Gmina Godkowo im Powiat Elbląski, von 19975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. im Jahre 2021 lebten in Grużajny 126 Menschen.[1]
Religion
Bis 1945 war Grossainen in den Sprengel Groß Thierbach der vereinigten evangelischen Kirchengemeinden Groß Thierbach-Quittainen in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,[5] außerdem in die römisch-katholische Kirche St. Josef in der Stadt Preußisch Holland eingepfarrt.[3]
Heute gehört Grużajny evangelischerseits zur Kirchengemeinde in Pasłęk innerhalb der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, ebenso auch zur katholischen Kirche in Grądki als Filialkirche der Pfarrei in Rogajny im Bistum Elbląg.
Verkehr
Grużajny ist von Grądki (osada) aus auf einer Nebenstraße zu erreichen, die nach Siedlisko führt. Eine Bahnanbindung besteht nicht.
