Liste der Kulturdenkmale in Eberbach
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In der Liste der Kulturdenkmale in Eberbach sind die Kulturdenkmale der Stadt Eberbach im Rhein-Neckar-Kreis in Baden-Württemberg aufgelistet.

Legende
Die ab Oktober 2025 erstellten Tabellen basieren auf den vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg im September 2025 veröffentlichten Geodaten. Lizenzhinweis: dl-de/by-2-0 (https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0): Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, www.denkmalpflege-bw.de. Die Adressangaben und Bezeichnungen sind in der dargestellten Form nicht Teil der Ausgangsdaten. Die Adressen wurden automatisch aus den Koordinaten berechnet und können von den korrekten Adressen abweichen. Die Bezeichnungen wurden zunächst automatisiert dem Anfang der vom Landesamt für Denkmalpflege bereitgestellten Objektbeschreibungen entnommen.
- Bild: Zeigt ein ausgewähltes Bild des Objekts, „Weitere Bilder“ verweist auf die zugehörige Kategorie im Medienarchiv Wikimedia Commons. In der Kartenansicht sind Kulturdenkmale ohne Bild an einem blauen Marker erkennbar. Auf das Kamerasymbol klicken, um weitere Fotos für diese Liste hochzuladen:

- Bezeichnung: Nennt den Namen, die Bezeichnung oder die Art des Kulturdenkmals.
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- Datierung: Baubeginn, Fertigstellung, Datum der Erstnennung oder grobe zeitliche Einordnung entsprechend dem Eintrag in der zugrundeliegenden Denkmaldatenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg.
- Beschreibung: Kurzcharakteristik des Kulturdenkmals, Nennung der geschützten Bestandteile und Begründung der Denkmaleigenschaft. Die Paragraphen § 2, § 12, § 19 oder § 28 verweisen auf die Art der Einstufung gemäß baden-württembergischem Denkmalschutzgesetz.
- ID: Identifikator des Objekts in der zugrundeliegenden Datenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg
Abkürzungen
- Bei Datierungen: a = archivalisch, d = dendrochronologische Untersuchung, gk = gefügekundlich, i = inschriftlich, s = stilistisch
- P = Denkmaleigenschaft wird geprüft
Kulturdenkmale nach Ortsteilen
Brombach
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Bartelshof | Bartelsweg 1 (Karte) |
Eingeschossiges Fachwerkwohngebäude, Kellerportal des Hochkellers 1839; südlich Backhaus und Schweinestall, 1. Hälfte 19. Jahrhundert
Das eingeschossige Fachwerkwohngebäude mit dem südlich gelegenen Backhaus und Schweinestall vermittelt in landschaftstypischer Ausführung ein anschauliches Bild der ländlichen Lebens- und Wirtschaftsweisen in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts am Rande des Odenwalds. |
96965388 | ||
| Kellergeschoss mit zwei Portalen des 18. Jahrhunderts und Hausmarke (Anker) | Brombacher Straße 6 (Karte) |
1779 datierter Torbalken der Scheune
Das Kellergeschoss des Hauses und der Torbalken der Scheune sind Zeugnisse der Hofgeschichte und haben damit haus- und ortsbau- sowie mit der Hausmarke auch volkskundliche Bedeutung. |
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| Mühle | Brombacher Straße 13 (Karte) |
Eingeschossiger Putzbau mit Zwerchhaus, am Kellerportal 1858 datiert, großes oberschlächtiges Wasserrad (renoviert); Laufbrunnen 1842; Bacheinfassung mit Steinplatten
Die Mühle bezeugt als einzige ihrer Gattung in der Gemarkung einen jahrhundertealten, zentralen Gewerbezweig vor der Industrialisierung. Sie ist mit ihrem Mühlrad und der überlieferten technischen Einrichtung auch ein Zeugnis historischen Wasserbaus und der Mühlentechnik. |
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| Wegweiser | Brombacher Straße 31 (Karte) |
Sandstein, pfeilerartig mit würfelförmigem und beschrifteten Aufsatz, 19. Jahrhundert
Der steinerne Wegweiser, der an der Kreuzung der beiden wichtigsten Dorfstraßen steht, ist ein orts- und verkehrsgeschichtliches Zeugnis. |
96965391 | ||
| Laufbrunnen mit zwei Ausgüssen und zwei Becken links und rechts vom Brunnenstock | Brombacher Straße 48 (Karte) |
Sandstein, 1875 (i), Steineinfassung des Platzes
Der Laufbrunnen, zentral im Ort gelegen, sind anschauliche Zeugnisse der Wasserversorgung auf dem Dorf. Hier mussten die Haushalte ihr Brauchwasser abholen, an den beiden langen Trögen wurde das Vieh getränkt. Die Anlage hat ortsgeschichtlichen Zeugniswert. |
96965392 | ||
| Leibgedinghaus | Brombacher Straße 48 (Karte) |
Kleines eingeschossiges Fachwerkhaus auf Hochkeller, Walmdach, 1812
Das kleine eingeschossige Fachwerkhaus auf Hochkeller wurde 1812 erbaut und bezeugt den Typus des Leibgedinghauses als Alterssitz des Hofbauern. Es hat haus- und sozialgeschichtlichen Zeugniswert für das Bauen und Leben auf dem Land in vorindustrieller Zeit. |
96965393 | ||
| Ölmahlstein mit halbrundem Mahlgang | Brombacher Straße 48 (Karte) |
Stein, museal am Hang aufgestellt
Der hier museal aufgestellte Ölmahlstein mit Mahlgang belegt die einstige Bedeutung des Gewerbes der Ölmüller innerhalb der ländlichen Wirtschaftsstruktur. Er hat ortsgeschichtlichen Zeugniswert. |
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| Einhaus | Brombacher Straße 50 (Karte) |
Eingeschossiges Fachwerkhaus auf Hochkeller, Zwerchhaus, über zweiläufige Freitreppe zugänglich, am Kellerportalbogen datiert, 1845
Das Einhaus ist ein charakteristisches Beispiel für die ländliche Architektur und den Bautypus in vorindustrieller Zeit. Es ist das am anschaulichsten überlieferte historische Bauernhaus am Ort und hat damit Zeugniswert für die Bau- und Ortsgeschichte von Brombach wie auch für die Sozialgeschichte. |
96965394 | ||
Weitere Bilder |
Ev. Pfarrkirche (Hl. Maria Magdalena) | Geisbergweg 1 (Karte) |
Mittelalterliche Chorturmanlage, verputzter Saalbau mit Satteldach, Turm mit spitzem Helm, neugotische Portale, im Inneren flachgedecktes Langhaus, kreuzrippengewölbter Chor mit gotischen Wandmalereien, 1. Drittel 15. Jahrhundert; Turm im Kern wohl 13./14. Jahrhundert, Langhaus 15. Jahrhundert, erneuert und nach Westen verlängert, 1855, Turmoberteil nach 1870; Kirchhof mit ehem. Friedhof und geschlossener (renovierter) Ummauerung mit Torbogen
Die Brombacher Kirche geht in ihren Ursprüngen ins frühe 13. Jahrhundert zurück und war seit alters Filiale der Peterskirche in Heddesbach, wohin von den Brombachern der große Fruchtzehnte abzuliefern war. Mit der Reformation durch die Landschaft von Steinach als Ortsherren wurde sie evangelisch. Künstlerischen Rang beansprucht die 1900 freigelegte Ausmalung des Turmchores. Sie zeigt das Jüngste Gericht, Evangelistensymbole und Aposteldarstellungen. An der Nordwand ist die hl. Ottilie zu sehen, auf deren Bitte die Seele ihres Vaters aus dem Fegefeuer errettet wird. Die spätgotischen Wandbilder sind eindrucksvolles Zeugnis spätmittelalterlicher Frömmigkeit und anschauliches Beispiel für die farbige Ausmalung damaliger Sakralräume. Die Pfarrkirche hat als ältester Bau am Ort und geistliches Zentrum der Gemeinde orts- und kirchengeschichtliche Bedeutung für Brombach. |
96965395 | |
| Wohnstallhaus | Geisbergweg 3 (Karte) |
Quer zum Hang stehendes Giebelhaus mit Satteldach, traufseitig erschlossen, talseitig Obergeschoss und Giebel aus Fachwerk, wohl Anfang 19. Jahrhundert, verschindelte Schleppgaube wohl im 20. Jh. ergänzt
Von dem eingeschossigen umgebauten Wohngebäude ist der talseitige Giebel mit dem Fachwerk des Erdgeschosses als Zeugnis regionalen Zimmermannshandwerks erhalten. Der Bau hat ortsbaugeschichtliche Bedeutung und dokumentiert den älteren Hausbestand am Ort. |
96965396 | ||
| Gasthaus Talblick | Geisbergweg 5 (Karte) |
Eingeschossiges Fachwerkgebäude, Hochkeller, seitlicher Zwerchgiebel, 18./19. Jahrhundert
Das stattliche Fachwerkgebäude, heute Gasthaus Talblick, ist das wertvollste erhaltene Fachwerkgebäude des Ortes mit Baubestand des 18. und 19. Jahrhunderts. Es dokumentiert anschaulich das regionale Bauen auf dem Land in vormoderner Zeit und hat baugeschichtliche Bedeutung für Brombach. |
96965397 | ||
| Schule | Hainbrunner Weg 9 (Karte) |
Sandsteinputzbau, zweigeschossig, Landhausstil mit Jugendstilanklängen, Bruchsteinmauerwerk im Erdgeschoss, Steingewände, um 1910
Die Schule ist neben der Kirche das einzige Bauwerk mit repräsentativem Charakter am Ort. Sie belegt die Bemühungen der Gemeinde, für das Dorf im frühen 20. Jahrhundert einen angemessenen Volksschulbau zu schaffen. Zeittypisch ist das unregelmäßig geordnete Bossenmauerwerk, das zu den Putzflächen darüber kontrastiert. Der Eingangsvorbau in Jugendstilformen setzt dabei einen markanten Akzent und zeugt vom Einfluss der Stilbewegung auch auf den öffentlichen Profanbau auf dem Land. Die Schule ist dabei das einzige Brombacher Gebäude mit Jugendstileinfluss. Es steht beispielhaft für den ländlichen Schulbau der Zeit in Baden und hat Bedeutung für die Ortsgeschichte. |
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| Zwei Laufbrunnen an der Schulhofmauer | Hainbrunner Weg 9 (Karte) |
Brunnenstock in Häuschenform, 1879 (i), schräg gegenüber weiterer Laufbrunnen, 19. Jahrhundert
Die beiden Laufbrunnen sind ein anschauliches Zeugnis der Wasserversorgung auf dem Dorf. Hier mussten die Haushalte ihr Brauchwasser abholen, an den langen Trögen wurde das Vieh getränkt. Die Anlage hat damit ortsgeschichtlichen Zeugniswert. |
96965400 | ||
Weitere Bilder |
Sog. Hinkelstein | Hinkelstein (Karte) |
Pfeilerartiger Stein mit leerer Bildnische, am Fuß eingeritztes Kreuz und strahlenförmige Einritzungen, daneben Grenzstein der ehem. Zent Hirschhorn und der Gemarkungsgrenze Brombach/Heddesbach/No. 24
Der sog. Hinkelstein mit leerer Bildnische, auch Rugstein oder Ruhstein genannt, ist Grenzstein der ehem. Zent Hirschhorn und der Gemarkungsgrenze Brombach/Heddesbach/No. 24. Er hat damit rechts- und ortsgeschichtliche Bedeutung und dokumentiert historische Grenzverläufe. |
97032947 | |
| Bernhardskreuz | Bräunelsberg (Karte) |
Pfeilerartiger Stein mit stark verwittertem plastisch hervorgehobenem Kruzifix, wohl spätmittelalterlich
Der vermutlich noch mittelalterliche Stein mit einem stark verwitterten Kruzifix steht nördlich des Ortes nahe zur heutigen hessischen Grenze. Er ist wohl als Ausweis spätmittelalterlicher Frömmigkeit zu werten und bezeugt die Besetzung der Kulturlandschaft mit kleinen religiösen Andachtsstätten. |
97032946 |
Eberbach
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Wohnhaus | Adolf-Knecht-Straße 14 (Karte) |
Zweigeschossiger, giebelständiger Fachwerkbau, Satteldach, Erdgeschoss im 19. Jahrhundert massiv unterfangen, Obergeschoss und Giebel Fachwerk, wohl 18. Jahrhundert
Das ortstypische kleinere Wohnhaus dokumentiert anschaulich den Hausbau in Eberbach in der Barockzeit und ist wohl einer Handwerkerfamilie zuzuweisen. Es hat sozial- und stadtbaugeschichtliche Bedeutung. |
96965781 | ||
| Eiskeller und Lagerkeller des Rosenbräu [vgl. Stammhaus Neuer Markt 5] und einer namentlich nicht bekannten Brauerei am Fuß des Scheuerbergs | Odenwaldstraße (Karte) |
Große Kelleranlagen aus längsrechteckigen tonnenüberwölbten Räumen für die Lagerung der Bierfässer und runden überkuppelten Eiskellern, die das kühlende Eis beinhalteten, im 19. Jahrhundert erbaut, wohl vorrangig durch Aushub, Aufmauerung und Aufschüttung; Lagerkeller von bis zu 26,6 m Länge und bis zu ca. 3,5 m Scheitelhöhe, durch schmalere Gänge verbunden, im Scheitel Lüftungskamine, Böden teils mit Sandsteinplatten, teils mit Kopfsteinpflaster belegt, abzweigend zwei zylindrische überkuppelte Eiskeller von 5,5 m bzw. 5,2 m Durchmesser und ca. 8 m Höhe, der größere im darüber liegenden Garten durch die auffällige Topographie (Hügel) kenntlich, der kleinere derzeit überbaut
Die Eberbacher Lager- und Eiskeller dokumentieren in eindrucksvoller Weise ein historisches Kühlsystem aus vorindustrieller Zeit, das allein durch die Anwendung von Bautechnik, Materialwahl und das Ausnutzen physikalischer Eigenschaften zuverlässig seine Funktion erfüllte. Als gewerbespezifische Kellerarchitektur des 19. Jahrhunderts und insbesondere als frühe Kelleranlage der bedeutendsten Brauerei der Stadt bezeugen sie ein wichtiges Kapitel der Wirtschafts- und Sozialgeschichte von Eberbach. |
111546589 | ||
Weitere Bilder |
Rathaus | Alter Markt 1 (Karte) |
Dreigeschossiger verputzter Massivbau, flach geneigtes Walmdach mit zentralem Uhrturm, Vorhalle mit Blendbogen und Lünettenfenstern, mittiger Balkon, flacher Giebel mit Thermenfenster, vor den mittigen Frontpfeilern zwei Brunnen mit Eberköpfen, an Nordostecke Hochwassermarke von 1529 (urspr. am Neckartor); erbaut von Michael Epp aus Eberbach, wohl nach Plan von Johann Anton Ferdinand Thierry, 1823/24 (a)
Das Rathaus wurde an Stelle zweier mittelalterlicher Vorgängerbauten errichtet. Der repräsentative Bau zeigt einen monumentalisierenden Klassizismus und wurde wohl von einem der begabtesten Weinbrenner-Schüler, dem Heidelberger Bezirksbauinspektor Johann Anton Ferdinand Thierry (1777-1833), entworfen. Er ist charakteristisch für die badische Architektur in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts und setzt einen markanten Akzent im Bild der Altstadt. Mit Uhrtürmchen und offener Erdgeschosshalle werden seit dem Spätmittelalter übliche Charakteristika von Rathausbauten in dem Neubau tradiert. Er ist dabei nicht nur Zeugnis für den stilprägenden Einfluss des badischen Baudirektors Friedrich Weinbrenner auf das Baugeschehen im Großherzogtum Baden, sondern als Ausweis der kommunalen Selbstverwaltung der Stadt Eberbach seit der Stadtgründung im Hochmittelalter wichtiges Zeugnis der Stadtgeschichte. |
96965784 | |
| Wohnhaus | Alter Markt 3 (Karte) |
Dreigeschossiges Fachwerkgiebelhaus mit massivem Erdgeschoss, im ersten Obergeschoss Stuckdecke mit Knorpelwerk und Engelsköpfen; im Kern um 1530, Giebelfront erneuert Ende 19. Jahrhundert
Das Gebäude ist mit seinem etwas schmaleren Vorbau prägender Bestandteil der Bebauung um den historischen Marktplatz. Es ist ein anschauliches Beispiel für den renaissancezeitlichen Fachwerkbau in Eberbach. Von bürgerlichem Wohnkomfort und Repräsentationsanspruch zeugt eine frühbarocke Stuckdecke des 17. Jahrhunderts im Inneren. Der Bau hat Bedeutung für den regionalen städtisch-bürgerlichen Hausbau im 16. Jahrhundert und für die Stadtbaugeschichte Eberbachs. |
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| Stadtbefestigung | Pfarrhof 1, 3 (Karte) |
Oberirdische wie unterirdische, sichtbare und verbaute Substanz, bestehend aus: Stadtmauer, Zwinger und Zwingermauer sowie Wehrtürme und Stadttore, angelegt mit der Stadtgründung ab 1231, Ausbauten 15. bis Anfang 17. Jahrhundert, teils mit Wohnhäusern überbaut seit dem 17. Jahrhundert, Teilabschnitte, auch Tortürme, abgebrochen im Zuge der Stadterweiterung im 19. Jahrhundert
Die Eberbacher Stadtbefestigung ist im Ganzen betrachtet ungewöhnlich weitreichend und eindrucksvoll überliefert. Eberbach ist eine stauferzeitliche Stadtgründung unter König Heinrich (VII.), angelegt um 1231. Die staufische Städte- bzw. Territorialpolitik maß dem Ort mit seiner günstigen Lage im Land- und Wasserwegenetz offenbar eine nicht geringe Bedeutung zu. Wohl auch aus diesem Grund wurde bald nach der Stadtgründung schon mit dem Bau einer Befestigung begonnen. So wird Eberbach im Reichssteuer-Verzeichnis von 1241 unter den Orten aufgezählt, denen die Reichssteuer „ad edificandum“ erlassen wurde, also um die finanziellen Belastungen durch den Mauerbau zu mindern. Wesentliche Teile der Ummauerung, deren Substanz sicherlich tlw. noch in diese frühe Zeit zurückreicht, wie qualitätvoll gearbeitete Buckelquader aus Buntsandstein an einigen Stellen nahelegen, haben sich bis heute erhalten und prägen das Eberbacher Stadtbild entscheidend. Die mittelalterliche Befestigung schloss die Stadt zu einer gebauten Einheit zusammen. Sie ist Ausdruck der Wehrhaftigkeit der Kommune und ihrer Autonomie. Die starke historische Aussagekraft der Stadtbefestigung hat hohen dokumentarischen Wert für die Widerspiegelung tiefgreifender Prozesse der hochmittelalterlichen Reichs- und Landesgeschichte. Sie bildet darüber hinaus mit ihren Aus- und Umbauten im Spätmittelalter ein wichtiges Zeugnis für die Entwicklungen im Befestigungsbau bis zum frühen 17. Jahrhundert. Daneben wird gerade ein Objekt wie eine Stadtbefestigung von einer Stadt als Ganzes und von der gesamten Stadtbevölkerung als Identifikationsangebot genutzt. |
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| Traufe mit drei kunstvoll geschmiedeten Wasserspeiern | Alter Markt 3; Kellereistraße 2 (Karte) |
Sturz der Einfahrt von 1804
[s. Hotel Karpfen, Kellereistraße 1] Die Wasserspeier sind qualitätvolle Vertreter der lokalen Schmiedekunst. |
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| Doppelwohnhaus | Alter Markt 5, 6; Hauptstraße 8/1 (Karte) |
Dreigeschossiger verputzter Massiv- und Fachwerkbau, Dreiflügelanlage mit einem westlichen zweigeschossigen Seitenflügel, weit auskragendes Konsoltraufgesims, Erdgeschoss mit Rustikabänderung, Toreinfahrt mit bauzeitlichen ornamentierten Kassettentüren, Hauseingang mit Geländer und Freitreppe, zweiflügelige, beschnitzte Tür, Ende 19. Jahrhundert, hohe Beletage-Fenster mit Kopfgesimsen auf Gebälken, erbaut 1. Hälfte 19. Jahrhundert
Der repräsentative Bau ist ein anschauliches Dokument für den klassizistischen Ausbau des Alten Marktes in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts und korrespondiert stilistisch zum Rathaus. Die Gliederung verweist auf die großen Modellhäuser Friedrich Weinbrenners in Karlsruhe, womit sich der Einfluss der Architektur der badischen Residenzhauptstadt auf die Provinz zeigt. Das stattliche Gebäude hat damit für Eberbach architektur- und stadtbaugeschichtliche Bedeutung. |
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| Laufbrunnen | Am Bahnhof 5 (Karte) |
Brunnentrog aus rotem Sandstein, Brunnenstock mit schmiedeeisernem Ausguss, 1900 (i)
Der Laufbrunnen aus dem für die Region charakteristischen roten Sandstein ist Zeugnis der historischen Wasserversorgung des Ortes und diente mit seiner Nähe zum Bahnhof wohl u.a. dem Tränken von Pferden. |
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| Empfangesgebäude des Bahnhofs | Am Bahnhof 3, 5 (Karte) |
Zweigeschossiger roter Sandsteinbau mit klassizistischer Gliederung und Mittelrisalit, nach 1880, nach Plänen des Betriebsamtes 2 in Darmstadt aufgestockt, 1915
Das ehem. Empfangsgebäude des Bahnhofs wurde nach 1880 als zweigeschossiger roter Sandsteinbau mit spätklassizistischer Gliederung errichtet und 1915 nach Plänen des Betriebsamtes 2 in Darmstadt aufgestockt. Es ist ein anschauliches Beispiel eines in die Landschaft eingepassten Bauwerkes und der dominierende Bau des Ortsbildes überhaupt. Es belegt dabei die Bedeutung, welche die Bahnanschlüsse des 19. Jahrhunderts gerade auch für kleinere Orte bedeuteten, nahm der Bahnhaltepunkt Gaimühle doch ab 1882 einen entsprechenden Aufschwung. |
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| Wegweiser | Am Schlüsselacker 30 (Karte) |
Roter Sandstein, trägt die Aufschriften „Friedrichsdorf, Ernstthal, Dielbach, Strümpfelbrun, Mudau“, ohne Entfernungsangaben, wohl 19. Jahrhundert
Der einfache obeliskartige Pfeiler mit Richtungsangaben in verschiedene Odenwaldorte ist ein charakteristisches Zeugnis der Verkehrsgeschichte im 19. Jahrhundert. |
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| Grenzstein | Rotefärt (Karte) |
Der an den jetzigen Standort versetzte Grenzstein mit der Aufschrift „Gemarkungsgränze“ und den Entfernungsangaben 1 ¾ Std. von Eberbach und ½ Std. von Friedrichsdorf bezeugt die früheren Verkehrsverhältnisse und Gebietseinteilungen in der Odenwaldregion. | 97032948 | ||
| Wohnhaus | An der Itterbrücke 1 (Karte) |
Zweigeschossiger Sandsteinquaderbau mit Satteldach, Staffelgiebel und Eckbuckelquaderung, Eckturm mit vorkragender Zinnenbrüstung, Fenster in Form von Tudorbögen, um 1900
Der beherrschend oberhalb der Itter gelegene Villenbau ist ein anschauliches Beispiel für den Burgenstil des späten Historismus. Ähnlich wie der Mittelrhein wurde auch der Untere Neckar mit seiner reichen Burgenlandschaft seit dem frühen 19. Jahrhundert von Künstlern und Reisenden als romantische Geschichtslandschaft entdeckt. Der Eberbacher Villenbau ist hierzu in Bezug zu setzen, knüpft er doch an die Besetzung wichtiger Punkte im Neckartal durch Burgen mit prägenden Türmen an. Er ist charakteristischer Ausdruck der eigenen Verortung des Bürgertums der wilhelminischen Zeit in der mittelalterlichen Geschichte, die als glorreiche Helden- und Glanzzeit idealisiert wurde. Mit den Villen im Burgenstil wie dieser suchte sich das aufstrebende Bürgertum eigene Geschichtlichkeit zu schaffen und brachte seinen gesellschaftlichen Aufstieg sinnfällig zum Ausdruck. Der Bau ist damit ein charakteristisches Zeugnis der Burgenromantik am Unteren Neckar. |
96965786 | ||
Weitere Bilder |
Wohnhaus | Backgasse 1 (Karte) |
Dreigeschossiges Fachwerkgebäude auf massivem Erdgeschoss mit Ladeneinbau, Reste der Stadtmauer integriert, 18. Jahrhundert
[s. Stadtbefestigung, Backgasse 1] Das dreigeschossige Gebäude mit 1979 freigelegtem Fachwerk ist charakteristisch für den Ausbau der Stadt im 18. Jahrhundert. Es bezeugt mit seinem konstruktiven Fachwerk das Festhalten an der traditionellen Holzbauweise am Übergang von der Sichtfachwerkkonstruktion zum verputzten Haustyp. Die Überbauung der Stadtmauer belegt dabei die Aufgabe der Befestigung als Verteidigungsanlage, die seit dem späteren 17. Jahrhundert keine militärische Funktion mehr erfüllte, sondern allein noch zur sichtbaren Abgrenzung des Rechtsbezirkes Stadt diente. Das Gebäude hat damit haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert. |
96965790 | |
Weitere Bilder |
Wohnhaus | Backgasse 3 (Karte) |
Dreigeschossiges Fachwerkhaus, Giebelseite über der mittelalterlichen Stadtmauer und im Erdgeschoss Reste davon erhalten, Mansarddach mit Krüppelwalm, 18. Jahrhundert
[s. Stadtbefestigung, Backgasse 1] Das dreigeschossige Gebäude ist charakteristisch für den Ausbau der Stadt im 18. Jahrhundert. Es bezeugt mit seinem konstruktiven Fachwerk das Festhalten an der traditionellen Holzbauweise am Übergang von der Sichtfachwerkkonstruktion zum verputzten Haustyp. Die Überbauung der Stadtmauer belegt dabei die Aufgabe der Befestigung als Verteidigungsanlage, die seit dem späteren 17. Jahrhundert keine militärische Funktion mehr erfüllte, sondern allein noch zur sichtbaren Abgrenzung des Rechtsbezirkes Stadt diente. Das Gebäude hat damit haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert. |
96965791 | |
| Wohnhaus | Backgasse 5 (Karte) |
Zweigeschossiges verputztes Fachwerkgiebelhaus, Krüppelwalmdach, steht mit dem rückwärtigen Giebel auf der Stadtmauer, 18. Jahrhundert
[s. Stadtbefestigung, Backgasse 1] Das verputzte Gebäude ist charakteristisch für den Ausbau der Stadt im 18. Jahrhundert. Die Überbauung der Stadtmauer belegt dabei die Aufgabe der Befestigung als Verteidigungsanlage, die seit dem späteren 17. Jahrhundert keine militärische Funktion mehr erfüllte, sondern allein noch zur sichtbaren Abgrenzung des Rechtsbezirkes Stadt diente. Das Gebäude hat damit haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert. |
96965792 | ||
| Wohnhaus | Backgasse 7 (Karte) |
Kleiner zweieinhalbgeschossiger traufständiger Putzbau, mit der Traufseite über der mittelalterlichen Stadtmauer erbaut
[s. Stadtbefestigung, Backgasse 1] Das verputzte Gebäude ist charakteristisch für den Ausbau der Eberbacher Altstadt in der Frühen Neuzeit. Die Überbauung der Stadtmauer belegt dabei die Aufgabe der Befestigung als Verteidigungsanlage, die seit dem späteren 17. Jahrhundert keine militärische Funktion mehr erfüllte, sondern allein noch zur sichtbaren Abgrenzung des Rechtsbezirkes Stadt diente. Das Gebäude hat damit haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert. |
99197050 | ||
| Wohngebäude | Backgasse 9 (Karte) |
Kleiner traufständiger Putzbau, Traufseite auf der mittelalterlichen Stadtmauer, wohl 18./19. Jahrhundert
[s. Stadtbefestigung, Backgasse 1] Das verputzte Gebäude ist charakteristisch für den Ausbau der Eberbacher Altstadt in der Frühen Neuzeit. Die Überbauung der Stadtmauer belegt dabei die Aufgabe der Befestigung als Verteidigungsanlage, die seit dem späteren 17. Jahrhundert keine militärische Funktion mehr erfüllte, sondern allein noch zur sichtbaren Abgrenzung des Rechtsbezirkes Stadt diente. Das Gebäude hat damit haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert. |
99197059 | ||
| Wohnhaus | Backgasse 15 (Karte) |
Dreigeschossiges verputztes Fachwerkhaus, mit der Traufseite über den Resten der Stadtmauer erbaut, Obergeschosse in Fachwerk, angebaut an den Rosenturm, 18. Jahrhundert
[s. Stadtbefestigung, Backgasse 1] Das teilverputzte Gebäude ist charakteristisch für den Ausbau der Eberbacher Altstadt im 18. Jahrhundert. Zeittypisch ist das konstruktive Fachwerk, das für den Verputz vorgesehen war. Die Überbauung der Stadtmauer belegt dabei die Aufgabe der Befestigung als Verteidigungsanlage, die seit dem späteren 17. Jahrhundert keine militärische Funktion mehr erfüllte, sondern allein noch zur sichtbaren Abgrenzung des Rechtsbezirkes Stadt diente. Das Gebäude hat damit haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert. |
96965795 | ||
| Wohnhaus | Backgasse 25 (Karte) |
Dreigeschossiges verputztes Fachwerkgebäude auf massivem Erdgeschoss, 18. Jahrhundert, Türsandsteingewände bezeichnet 1809
Das verputzte barockzeitliche Gebäude ist charakteristisch für den Ausbau der Eberbacher Altstadt im 18. Jahrhundert, das Datum im Türsturz dürfte hingegen auf eine Erneuerung zu Beginn des 19. Jahrhunderts schließen lassen. Es hat damit haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert. |
96965796 | ||
| Empfangsgebäude des Bahnhofs Eberbach | Bahnhofsplatz 2, 2/1, 2/2, 2/3 (Karte) |
Langgestreckte Anlage aus eingeschossigem Mitteltrakt und zwei dreigeschossigen Kopfbauten, Sattel- und Waldächer, verputzt und Werkstein, Mitteltrakt stadtseitig mit übergiebeltem Mittelrisalit mit Dreierarkade als Haupteingang, Kopfbauten mit einachsigen Mittelrisaliten zur Stadtseite, um 1874-1877
Das repräsentative Empfangsgebäude zeugt von der Bedeutung, welche die 1879 eröffnete Verlängerung der Neckartalbahn von Neckargemünd bis Friedrichsall-Jagstfeld als Verkehrsmittel hatte. Sie schuf die Verbindung zwischen der preußisch-hessischen Ludwigsbahnlinie von Frankfurt und der von Stuttgart herführenden Bahn wie auch nach Würzburg. Die Bahnanbindung brachte der kleinen badischen Bezirksstadt entsprechenden wirtschaftlichen, touristischen und industriellen Aufschwung. Das dreiteilige Empfangsgebäude zeigt eine für die Entstehungszeit charakteristische späthistoristische Gestaltung in italianisierenden Neurenaissanceformen, der repräsentative Eingangsportikus fungiert dabei quasi als modernes Stadttor. Das Empfangsgebäude ist ein wichtiges Beispiel des Bahnhofsbaues zu Beginn der Gründerjahre und hat Bedeutung für die Orts- und die südwestdeutsche Verkehrsgeschichte. |
96965797 | ||
| Bahnbauinspektion (heute Wohngebäude) | Bahnhofsplatz 3 (Karte) |
Dreigeschossiger Werkstein-Putzbau mit Seitenrisaliten und Walmdach, Neurenaissanceformen, 1903/04
Das Gebäude wurde 1903/04 in Neurenaissanceformen für die Bahnbauinspektion errichtet. Es ist ein wichtiges Beispiel eines Dienstgebäudes der ehem. Badischen Staatsbahn um die Jahrhundertwende und belegt die Bedeutung des Bahnhofes Eberbach an der Neckartalbahn. |
96965798 | ||
Weitere Bilder |
Ev. Michaelskirche | Bahnhofstraße 2/1 (Karte) |
Sandsteinbau mit flach geneigtem Satteldach, frontseitiger Giebelturm mit Umgang und spitzem Helm, Gliederung durch Lisenen, im Westen vorgelagerte Terrasse mit Freitreppen, drei Portale mit Archivolten, in Vorhalle pfälzischer Wappenstein, 1426 (i), innen flachgedeckter Saal mit zweigeschossigen Emporen, die oberen stichbogigen Arkaden auf Achtecksäulen mit Kompositkapitellen, bauzeitliche Ausstattung und Skulpturen aus der alten Kirche, erbaut nach Entwurf von Friedrich Wundt, Heidelberg, unter Leitung von Karl Rönner, Karlsruhe, 1835-1837, Einweihung 1841, Innenumbau nach Entwurf von Felix Behaghel, 1888/89
Die ev. Michaelskirche steht als großer, neuer Stadtpfarrkirchenbau an Stelle der spätmittelalterlichen Kirche beim Obertor, die unter pfälzischer Herrschaft im 15. Jahrhundert neu errichtet worden war. Seit der Reformationszeit existierten in Eberbach eine lutherische und eine reformierte Gemeinde. Der badische Staat betrieb schließlich 1821 die Vereinigung beider Konfessionen, was dazu führte, dass man in Eberbach eine neue, größere Kirche für die neue Gesamtkirchengemeinde benötigte. Sie wurde von Friedrich Wundt entworfen, dessen Pläne Heinrich Hübsch als badischer Baudirektor genehmigte. Äußerlich vertritt der Bau den von Hübsch propagierten Rundbogenstil in Anlehnung an romanische Bauformen, das Innere wurde hingegen durch Behaghel 1888/89 in Formen der italienischen Renaissance neugestaltet und der Altarraum erweitert. Mit ihrer Westturmfassade hat die Kirche prägenden Charakter für das Straßen- und Platzbild in diesem Teil der Stadt, wie auch der Turm mit seinem spitzen Helm deren Silhouette mitbestimmt. Aus dem Vorgängerbau wurden einige Skulpturen übernommen. Die Michaelskirche ist damit nicht nur ein wichtiges Beispiel für den evangelischen Kirchenbau in Baden in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts und den Einfluss Heinrich Hübschs auf das Baugeschehen im Großherzogtum nach Friedrich Weinbrenners Tod, sondern auch ein zentrales orts- und kirchengeschichtliches Baudokument, was u.a. in dem spätgotischen pfälzischen Wappenstein mit umlaufender Bauinschrift der Vorgängerkirche von 1426 sichtbar wird. |
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| Wohnhaus | Beckstraße 6 (Karte) |
Zweigeschossiges verputztes Massivgebäude mit Sandsteingliederung und geschweiftem Fachwerkgiebel, linker Fassadenteil mit Eingangspforte und Sandsteinpfeilern und Balkon, rechter Teil mit Altan, kleiner Vorgarten, um 1905
Das stattliche Wohnhaus ist Beispiel des Ausbaues des alten Dorfes Neckarwimmersbach mit Neubauten seit der Eingemeindung nach Eberbach 1899. Der Bau ist dabei ein anschauliches Beispiel für den späten Historismus im Sinne eines altdeutschen Charakters, der sich hier in zeittypischer Weise in den Details vom Jugendstil beeinflusst zeigt. Das Gebäude hat architektur- und ortsbaugeschichtliche Bedeutung. |
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| Wohnhaus | Beckstraße 11 (Karte) |
Zweigeschossiger verputzter Massivbau mit Sandsteingliederung, errichtet wohl nach Plänen von Georg Stumpf, 1909
Das Gebäude steht beispielhaft für den Ausbau der linken Neckaruferstraße mit Neubauten seit der Eingemeindung von Neckarwimmersbach nach Eberbach 1899. Der Bau zeigt dabei noch deutlich späthistoristisches Formengut, das sich an im weitesten Sinne altdeutsche, von Renaissance und Spätgotik geprägte Formen anlehnt, die dem patriotisch geprägten bürgerlichen Geschmack und Selbstbild der Zeit entsprachen. Der Bau hat damit architektur- und stadtbaugeschichtliche Bedeutung. |
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| Wohnhaus | Beckstraße 11 a (Karte) |
Zweigeschossiges, verputztes mit Sandstein gegliedertes Wohngebäude, errichtet nach Plänen von Georg Stumpf (wie Hausnr. 11), 1909
Das Gebäude steht beispielhaft für den Ausbau der linken Neckaruferstraße mit Neubauten seit der Eingemeindung von Neckarwimmersbach nach Eberbach 1899. Der Bau zeigt dabei noch deutlich späthistoristisches Formengut, das sich an im weitesten Sinne altdeutsche, von Renaissance und Spätgotik geprägte Formen anlehnt, die dem patriotisch geprägten bürgerlichen Geschmack und Selbstbild der Zeit entsprachen. Der Bau hat damit architektur- und stadtbaugeschichtliche Bedeutung. |
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| Wohnhaus | Beim Haspelturm (Karte) |
Dreigeschossiges Massivgebäude mit verputztem Fachwerk und gebrochenem Satteldach, unter Mitbenutzung von Teilen der Stadtmauer errichtet, Gebäude im Wesentlichen aus 17./18. Jahrhundert
[s. Stadtbefestigung, Backgasse 1] Das Gebäude belegt das frühneuzeitliche Baugeschehen innerhalb der Eberbacher Stadtmauern, die damals unter Aufgabe ihrer Verteidigungsfähigkeit zunehmend in Wohnbauten einbezogen wurde. Es hat damit haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert und dokumentiert frühneuzeitliche Wohn- und Lebensverhältnisse. |
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Wohnhaus | Binnetzgasse 1 (Karte) |
Dreigeschossig mit Satteldach, zur Neckarseite über dem Wehrgang der mittelalterlichen Stadtmauer errichtet, massives verputztes Erdgeschoss, Obergeschoss in konstruktivem Fachwerk, 1781/82 (d)
[s. Stadtbefestigung, Backgasse 1] Der stattliche Bau ist charakteristisch für den Ausbau der Eberbacher Altstadt in der Frühen Neuzeit. Die Überbauung der Stadtmauer belegt dabei die zunehmende Aufgabe der Befestigung als Verteidigungsanlage, die seit dem späteren 17. Jahrhundert keine militärische Funktion mehr erfüllte, sondern allein noch zur sichtbaren Abgrenzung des Rechtsbezirkes Stadt diente. Das Gebäude hat damit haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert. |
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Bruchsteingiebel | Binnetzgasse 1 (Karte) |
Giebel des abgebrochenen Gebäudes mit gotisch profilierten Fenstern, Teil der mittelalterlichen Stadtmauer, ehem. Steinhaus zusammen mit Thalheimischem Haus (Kellereistraße 36) wohl zu mittelalterlichem Adelshofkomplex gehörig, 14./15. Jahrhundert
[s. Stadtbefestigung, Backgasse 1] Der Giebel mit seinen profilierten gotischen Fensteröffnungen hat wichtigen dokumentarischen Wert für die mittelalterliche Stadtbaugeschichte Eberbachs. Er war Teil eines Steinhauses, das zusammen mit dem Thalheimischen Haus (Kellereistraße 36) einen mittelalterlichen Adelshofkomplex bildete. |
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| Wohnhaus | Binnetzgasse 3 (Karte) |
Schmaler verputzter Bau, Satteldach mit Aufschiebling, massives Erdgeschoss, Obergeschoss Fachwerk, um 1536 (d)
Das schmalbrüstige Gebäude ist ein Bau am Übergang des Mittelalters zur Frühen Neuzeit und ein charakteristisches Beispiel der ortsüblichen Bebauung des Stadtkernes in der Nähe der Stadtmauer. Seine bescheidenen Dimensionen sprechen für die Behausung eines Angehörigen der unteren städtischen Schichten. Es hat damit für Eberbach sozial-, haus- und baugeschichtliche Bedeutung. |
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| Wohnhaus | Binnetzgasse 9 (Karte) |
Dreigeschossiges Fachwerkwohngebäude auf massivem Erdgeschoss, Satteldach, wohl aus dem 18. Jahrhundert
Das dreigeschossige Gebäude ist ein ortstypisches Beispiel des Ausbaues Eberbachs am Ortsrand des Stadtkernes in der Barockzeit und hat damit haus- und stadtbaugeschichtliche Bedeutung. |
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| Wohnhaus | Brückenstraße 14 (Karte) |
Dreigeschossiger, giebelständiger Massivbau, Jugendstilelemente und Stuckverzierung, Figurenreliefs und Fassadengliederung, halbrunder Giebelaufsatz mit Okkulifenster, um 1920
Das Wohngebäude ist mit seiner qualitätvollen, gut proportionierten Putzfassade ein charakteristisches Beispiel für die Reformarchitektur im frühen 20. Jahrhundert, die hier Einflüsse eines geometrischen Jugendstils und die seinerzeit beliebten Zopfstilelemente des späteren 18. Jahrhunderts zeigt. Künstlerischer Anspruch drückt sich in den Stuckreliefs aus. Der Bau belegt dabei die zunehmende Aufsiedlung östlich der Altstadt und hat für Eberbach architektur- und baugeschichtlichen Zeugniswert. |
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| Portalumrahmung | Brunnengasse 2 (Karte) |
Überbauter Hauseingang mit profiliertem Rundbogenportal, 1594 (i)
Das Portal ist Zeugnis renaissancezeitlicher Steinmetzkunst und dokumentiert die Baugeschichte des Hauses. |
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| Laufbrunnen | Brunnengasse 16 (Karte) |
Brunnenstock und Becken aus Sandstein, gusseiserner Auslauf, darüber Wappen der Stadt mit Eber, 1844 (i)
Der klassizistische Brunnen ist ein Zeugnis der historischen städtischen Wasserversorgung der einstigen badischen Bezirksstadt in vorindustrieller Zeit und hat damit ortsgeschichtliche Bedeutung. |
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Burgruine Eberbach | Distrikt Müllerswäldle (Karte) |
Dreiteilige Anlage von 170 m Gesamtlänge, unterteilt durch Gräben, Wälle und Plattformen, ergraben 1909, aufgemauert und teilrekonstruiert als „Ruinen“ bis 1963, bestehend aus:
Über dem Weiler Eberbach entstand zur Festigung der Wormser Herrschaft eine Burg, nach welcher sich seit 1196 einer der Grafen von Lauffen als wormsischer Stiftsvogt nannte. Grabungsbefunde zeigen, dass die Anlage wohl zumindest in das frühe 12. Jahrhundert zurückreicht. Es ist dies die sog. Vorderburg, ein zunächst kleiner befestigter Bezirk, der mit seinem hammerrechten Mauerwerk und dem schmalen Viereckturm gut in die spätsalische Zeit passt. Bis zur späten Stauferzeit wurden zwei weitere Burgen in immer größeren Ausmaßen und mit stärkeren Befestigungen unmittelbar anschließend errichtet, die Mittelburg und die Hinterburg. Diese Anlagen dürften auf Betreiben der königlichen Stadtherrschaft als Sitze von Reichsministerialen im Umfeld der Kaiserpfalz Wimpfen errichtet worden sein; „Ministeriale von Eberbach“ sind erstmals 1220 genannt. 1227 ließ sich König Heinrich (VII.) vom Wormser Bischof mit den Burgen belehnen, dies ist die erste urkundliche Erwähnung. Die Burgen sind dabei auch in engem Zusammenhang mit dem Ausbau Eberbachs zur befestigten Stadt zu sehen. Heinrich ließ wohl die schon bestehende Mittelburg ausbauen, die Hinterburg dürfte in seiner Zeit entstanden sein. Während einer Verpfändung von Stadt und Burg an die Herren von Hirschhorn erhielten diese die Erlaubnis durch König Rupprecht, die Burgen zu schleifen, was aber wohl nur die Hinterburg 1403 betraf. Die beiden anderen Anlagen waren zu dieser Zeit vermutlich schon in Verfall. Erst 1909 ergrub man die Fundamente der ausgedehnten Burgengruppe, in der Nachkriegszeit wurden diese als „Ruinen“ in teils freier Rekonstruktion aufgemauert. Sie sind damit nicht nur Zeugnisse hochmittelalterlicher Burgenpolitik und des Wehr- und Wohnbaus der Stauferzeit sowie der Landesgeschichte, sondern auch Dokumente der Denkmalpflegegeschichte und des Umgangs mit archäologisch ergrabenen Ruinen im 20. Jahrhundert. |
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| Vereinshaus des Vorschussvereins (heute Kultur- und Verkehrsamt) | Bussemerstraße 2 a (Karte) |
Zweigeschossiger verputzter Massivbau mit Mansardwalmdach, Gliederung durch ionische Kolossalpilaster, im Erdgeschoss große Rundbogenfenster, Anfang 20. Jahrhundert
Eine charakteristische genossenschaftliche Gründung im Sinne Friedrich Wilhelm Raiffeisens war die Gründung des sog. Vorschussvereins Eberbach 1865 durch liberale Bürger. Aus ihm ging später die Eberbacher Volksbank hervor. Der Verein errichtete sich ein repräsentatives Gebäude, das mit seinen Neubarockformen charakteristisch ist für eine Spielart der Reformarchitektur zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Es bezeugt den ansprechenden Ausbau der Bahnhofsgegend als Verbindung zum historischen Stadtkern mit gediegenen historisierenden Bauten und ist wichtiges Dokument der Eberbacher Wirtschafts- und Sozialgeschichte. |
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| Badehaus und Inhalatorium | Bussemerstraße 10 (Karte) |
Zweigeschossiger verputzter Massivbau mit ausgebautem Mansardwalmdach, kolossale Pilastergliederung, Laibung des Portals kassettiert, Oberlicht mit Laterne, bauzeitliche Ausstattungselemente, 1926 (i)
Der kubische Baukörper ist ein verspäteter Vertreter der Reformarchitektur, die sich u.a. von der Baukunst des späten 18. Jahrhunderts inspirieren ließ, wie die Gliederung und einzelne Details des Gebäudes, u.a. im Inneren, belegen. Das Haus belegt dabei die Bebauung des Viertels um den Bahnhof mit repräsentativen Gebäuden. Es diente als Bad und als Inhalatorium medizinischen Zwecken. In dieser Kombination war es eine zeittypische Einrichtung, die offenbar mit der Bedeutung Eberbachs als Kurort zusammenhängt. Der Bau hat ortsgeschichtliche Bedeutung. |
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| Gedenkstein „Fritz Heuss Ruhe“ | Distrikt Imberg-Itterberg (Karte) |
Für Gründer und langjährigen Förderer Fritz Heuss vom Verschönerungsverein Eberbach, 1890
Der einfache Gedenkstein erinnert an den Gründer und Förderer des Verschönerungsvereins Ebersbach, einer charakteristischen und zeittypischen Vereinsgründung des 19. Jahrhunderts zur Verschönerung von Stadt und Umfeld, u.a. mit dem Ziel auswärtige Besucher anzulocken. Der Gedenkstein an einem hervorgehobenen Aussichtspunkt über dem Neckar- und Ittertal hat stadtgeschichtlichen Zeugniswert. |
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| Elektrizitätswerk Itterkraftwerk | Friedrichsdorfer Landstraße 79; Schweizer Wehr 8, 10, 10/1 (Karte) |
Bestehend aus:
durch die Stadt Eberbach gebaut, 1920/21, in Betrieb genommen 1922 Das Elektrizitätswerk Itterkraftwerk wurde 1922 in Betrieb genommen. Schon 1911 hatte der Eberbacher Ingenieur und Unternehmer A. H. Gütschow das Projekt eines Itterkraftwerks zusammen mit einer elektrischen Schmalspurbahn auf den Winterhauch angeregt. Durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges gerieten die Planungen aber vorerst ins Stocken. Nach dem Bau der Anlage 1921/22, konnte im „Bruch“ entlang der Itter ein großes Industriegelände erschlossen werden, in dem sich viele Firmen niederließen. Das Kraftwerk arbeitete bis 1968 selbständig, wurde dann in die Baden-Werk-AG integriert, die seit 1997 zur EnBW gehören. Das Werk ist bis heute in Betrieb. Es gehört zu den ehemals zahlreichen kleinen Wasserkraftanlagen, die in den 1920er-Jahren im Auftrag verschiedener Firmen oder Kommunen entstanden. Sie dokumentieren die Elektrifizierung der Städte im ländlichen Raum in der Zeit der Ausbauphase zur flächendeckenden Stormversorgung. Für Eberbach war das Itterkraftwerk der erste Stromlieferant und damit von weitreichender Bedeutung für die technische und industrielle Entwicklung der Kommune. Die Technik wurde seit der Erstellung des Kraftwerks nicht nennenswert verändert. Die umfangreichen und landschaftsprägenden wasserbaulichen Anlagen sowie die Turbinen und Generatoren dokumentieren die technische Entwicklung der Stromerzeugung über Wasserkraft im frühen 20. Jahrhundert. Die Hochbauten zeigen in ihrer Disposition und Baukörpergliederung und mit ihrer Verkleidung in ländliche Bauformen charakteristische Merkmale dieses Bautyps in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die harmonische Einpassung der technischen Anlage in die naturräumliche und kulturgeschichtlich geprägte Landschaft dokumentiert den Einfluss der Heimatschutzbewegung und des Deutschen Werkbundes auf den Ingenieurbau dieser Zeit. |
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| Wohnhaus | Fischergasse 1 (Karte) |
Sog. Krauthsches Haus genannt, dreigeschossig mit Satteldach, massives Erdgeschoss, auf Balkenköpfen vorkragende Obergeschosse in Fachwerk mit Zierformen, 1577 (i), abgetragen und unter Verwendung des originalen Fachwerkes wieder aufgebaut, 1976/77
Das stattliche Gebäude stellt in seiner heutigen Form eine weitgehende Rekonstruktion des alten Baus aus den 1970er-Jahren unter Verwendung der alten Hölzer dar. Das Fachwerk steht dabei mit seinen charakteristischen Zierformen beispielhaft für die Zimmermannskunst der Renaissancezeit, wie sie für den Fachwerkbau am Unteren Neckar in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts üblich waren. |
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| Wohnhaus | Fischergasse 3 (Karte) |
Dreigeschossig, Mansarddach mit einseitigem Halbwalm, dreigeschossig, massives verputztes Erdgeschoss, Obergeschosse in konstruktivem Fachwerk, rückseitig verputzt, 1825 (i); mittelalterliche Stadtmauer zur Neckarseite im Zusammenhang mit der Neubebauung des Grundstückes 592 erhalten bzw. rekonstruiert
[s. Stadtbefestigung, Backgasse 1] Das Gebäude belegt mit seinem konstruktiven Fachwerk und dem Mansarddach das lange Fortleben barockzeitlicher Bautraditionen in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Das Wohnhaus hat damit architektur- und baugeschichtliche Bedeutung für Eberbach. |
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| Doppelwohnhaus | Fischergasse 5, 6 (Karte) |
Dreigeschossiges verputztes Fachwerkgiebelhaus, massives Erdgeschoss, Krüppelwalm-Giebel zum Neckar auf der Stadtmauer, Satteldach, Fachwerk wohl frühes 16. Jahrhundert
[s. Stadtbefestigung, Backgasse 1] Der stattliche, verputzte Bau mit seinen beiden Hauseingängen stellt ein spätmittelalterliches Doppelwohnhaus aus zwei schmalen Einheiten dar, die unter einem Giebel zusammengefasst wurden. Dieses Phänomen findet sich öfter bei Wohnbauten südwestdeutscher Städte im 15. und 16. Jahrhundert. In Eberbach scheint es auf spätere Teilungen der Häuser zurückzugehen, die schon für das späte Mittelalter nachgewiesen sind. Das Gebäude hat damit stadtbau- und sozialgeschichtliche Bedeutung. |
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| Wohnhaus | Friedrich-Ebert-Straße 2 (Karte) |
Zweigeschossiger verputzter Massivbau mit Mezzanin und Walmdach, Gliederung durch Lisenen und Stockwerksgurte, dreiachsiger flacher Mittelrisalit mit Balkon, Beletage-Fenster mit Kopfgesimsen, 1. Hälfte 19. Jahrhundert
Das klassizistische, palaisartige Wohngebäude aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist bezeichnend für den Ausbau der damaligen Ausfallstraße mit gut proportionierten anspruchsvollen Gebäuden. Es ist stilistisch ein anschauliches Beispiel für den Einfluss der Karlsruher Architekturschule des badischen Baudirektors Friedrich Weinbrenner auf das Baugeschehen im Großherzogtum und hat damit architektur- und stadtbaugeschichtliche Bedeutung. |
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| Wohnhaus | Friedrich-Ebert-Straße 8 (Karte) |
Zweigeschossiger, traufständiger Massivbau, Korbbogenhofdurchfahrt, 1838 (i)
Das zweigeschossige massive, traufenständige Wohngebäude von 1838 vertritt den früheren Typus der Bebauung der Ausfallstraße mit Korbbogenhofdurchfahrt in guten Proportionen des Klassizismus. Auffällig ist der offensichtliche Einfluss der klassizistischen Modellhausbebauung Karlsruhes nach den Vorgaben des abdischen Baudirektors Friedrich Weinbrenner, was den Einfluss der Residenzhauptstadt auf das Baugeschehen in der Provinz verdeutlicht. |
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| Villa im toskanischen Stil | Friedrich-Ebert-Straße 14 (Karte) |
Ein- und zweigeschossiger Putzbau mit anspruchsvoller Werksteingliederung und flach geneigtem Walmdach, 1895 (i); zugehöriger Garten mit sandsteinernen Pfosten und schmiedeeisernem Gitter eingefriedet
Das freistehende Wohngebäude samt Garten und Einfriedung ist ein authentisch überlieferter Vertreter des italienisch beeinflussten Villenstils, der sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in wohlhabenden Kreisen einer großen Wertschätzung erfreute. Es handelt sich um einen ausgewogen gegliederten Bau, dessen detailliert ausgearbeiteter Bauschmuck und wandbetonende Blockhaftigkeit in einem harmonischen Verhältnis zueinander steht. Er folgt stilistischen Vorstellungen, die im Umkreis Schinkels entwickelt und über die Berliner Schule in ganz Deutschland verbreitet wurden. Dabei bindet er aber auch eigene Ideen und Überlegungen des Bauherrn in seine Konzeption mit ein. Die bauliche Freistellung und der historische Bezug auf das Landleben der antiken Gesellschaft waren wichtige Signale der aufgestiegenen Mittelschicht, sich vom Durchschnitt der Bevölkerung abzusetzen. Die ästhetische Qualität vermittelte Bildung und Kultur - auch das notwendige Errungenschaften eines gesellschaftlichen Aufstiegs. Die Grundrissaufteilung ist eine aussagefähige Quelle für die Lebensweise der Bewohner: doppelte Erschließungen für Herrschaft und Dienerschaft, die Größe von Entrée und Salon im Verhältnis zu Schlafräumen und Küche beantworten Fragen zur Lebenswelt und Wohnkultur der gründerzeitlichen Gesellschaft. Daher ist das Objekt neben kulturwissenschaftlichen Aspekten auch dazu geeignet, sozialhistorische Fragestellungen zu verdeutlichen und zu dokumentieren. Die Villa ist Teil der gründerzeitlichen Stadterweiterungen Eberbachs, mit deren Anlage die Kommune auf die wirtschaftliche Erholung nach der Stagnationsphase der 1850er-Jahre reagierte. Ein Schwerpunkt des Ortsbauplans erstreckte sich entlang der heutigen Friedrich-Ebert-Straße, wo die ersten Villen vermögender Einwohner entstanden. Die Nr. 14 spiegelt zusammen mit der Nachbarschaft einen wichtigen Aspekt der örtlichen Stadtbaugeschichte wider. Schließlich ist der Bau eine Bereicherung im Spektrum der historistischen Wohnarchitektur Eberbachs: Die Anwendung des italienischen Villenstils ist in Eberbach selten anzutreffen. |
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| Grabstätte des Grünbaumwirts Heinrich Müller (1822-1892) und seiner Familie | Friedrichsdorfer Landstraße (Karte) |
Monumentalisierte Steinurne auf hohem kubischem Piedestal, in neuklassizistischen Formen aus Muschelkalk gefertigt, vermutlich erst anlässlich des Todes der Ehefrau (gest. 1914), um 1910
Das qualitätvoll gearbeitete Grabmal steht in der Tradition klassizistischer Grabmäler, die sich wiederum an Urnengräber der griechisch-römischen Antike anlehnen. Es erinnert an den Wirt des Gasthauses Zum Grünen Baum und hat damit auch ortsgeschichtliche Bedeutung. |
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Jüdischer Friedhof | Friedrichsdorfer Landstraße 10 b (Karte) |
Zugehörige Grabsteine und Einfriedungen, 1891
Die jüdische Gemeinde Eberbachs war nicht besonders groß. Die ersten Juden dürften sich im 13. Jahrhundert im Zusammenhang mit der staufischen Stadtgründung angesiedelt haben, die hochmittelalterliche Gemeinde ging allerdings in einem Pogrom 1349 unter. Bereits 1380 sind wieder Juden in Eberbach belegt, eine größere Gemeinde entstand allerdings erst ab dem frühen 19. Jahrhundert. Sie nutzte zunächst den jüdischen Friedhof im hessischen Hirschhorn, bis ihr auf Antrag 1891 die Anlage eines eigenen Begräbnisplatzes in Eberbach gestattet wurde. Er wurde oberhalb des christlichen allgemeinen Friedhofs angelegt. Der Begräbnisplatz ist damit wichtiges Zeugnis der Religions- und Stadtgeschichte und ein anschauliches Beispiel für jüdische Friedhofsanlagen. Er hält die Erinnerung an die 1940 weitgehend durch Deportation und Ermordung ausgelöschte jüdische Gemeinde Eberbachs wach. |
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| Gefallenendenkmal beider Weltkriege | Friedrichsdorfer Landstraße 10 b (Karte) |
Pyramidenstumpf aus roten Sandsteinen, ursprünglich zum Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs, Inschrifttafel erneuert und auf beide Weltkriege ausgedehnt, nach 1945
Das pyramidenartige Denkmal ist Zeugnis der lokalen Erinnerungskultur und verdeutlicht bis heute die Verstrickung der kleinen badischen Bezirksstadt in größere historische Zusammenhänge von welthistorischer Bedeutung, die mit den in den beiden Weltkriegen als Soldaten gefallenen Einwohnern unmittelbare Auswirkungen auf die Menschen in Eberbach hatten. |
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Alte Itterbrücke oder Steinerne Brücke | Friedrichsdorfer Landstraße 60 (Karte) |
Dreibogige Brücke aus Sandstein, die Pfeilervorbauten gegen Oberstrom zugespitzt, 1491 (a)
Die spätmittelalterliche Bogenbrücke stellt eine der ältesten erhaltenen Brücken in Baden dar. Ihr Bau ersetzte eine ältere Vorgängerin, die durch ein Hochwasser zerstört worden war. Die Brücke bildete den zentralen und wichtigen Übergang über die bei Eberbach in den Neckar mündende Itter. Sie hat damit Zeugniswert für die lokale Verkehrsgeschichte wie für den mittelalterlichen Brückenbau und die Ortsgeschichte. |
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| Schutzhütte | Friedrichsdorfer Landstraße 90 (Karte) |
Sandstein, errichtet als Schutzhütte für Jäger und Waldarbeiter und zur Geräteaufbewahrung, 1863 (a)
Das aus Sandstein mit bautechnisch interessanten Details errichtete kleine Gebäude datiert anhand archivalischer Nachrichten in das Jahr 1863. Es diente nachweislich als Schutzhütte für Jäger und Waldarbeiter sowie auch zur Geräteaufbewahrung und ist somit ein anschauliches Dokument für die historische Waldbewirtschaftung des Odenwaldes. |
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| Brücke über die Itter | Friedrichsdorfer Landstraße 90 (Karte) |
Erneuert 1981, an der Nordseite alter Bogen beibehalten
Die Brücke über die Itter ist ein Zeugnis der Verkehrsgeschichte und dokumentiert die Erschließung des Tales. |
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| Wohnhaus | Gässel 11 (Karte) |
Zweigeschossiger verputzter Fachwerk- und Massivbau mit Satteldach, Hochkeller, segmentbogenförmiges, gefastes Kellerportal mit Datierung, einläufige Freitreppe mit Eisengeländer, 1621 (i)
Das Wohnhaus wurde im frühen 17. Jahrhundert errichtet. Darauf verweisen nicht nur das Kellerportal, das mit „1621“ inschriftlich bezeichnet ist und eine zeittypische Abfasung zeigt, sondern auch das Grundmauerwerk und Teile des Dachstuhls mit Verblattungen. Die Sandsteintreppe mit historischem Eisengeländer (frühes 19. Jahrhundert) tradiert die historische Erschließung. Die Wohnetagen wurden im 18. und 19. Jahrhundert umgebaut (u.a. Fenstervergrößerung). Das Wohnhaus zählt zu den ältesten Bauten der Vorstadt, deren Ausbau mit der Anlage des Dreiecksplatzes (Neuer Markt) im Jahr 1617 einsetzte. Das Gebäude stellt ein heute seltenes Dokument der frühneuzeitlichen Stadtbaugeschichte Eberbachs dar. |
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| Steinkreuz | Hohrain (Karte) |
Wohl mittelalterlich
Bei dem Steinkreuz dürfte es sich um ein spätmittelalterliches Sühnemal handeln. Im Fall von Totschlag war nach mittelalterlichem Rechtsbrauch das Setzen eines Denkmals am Tatort Teil der Sühneleistungen, welche der Täter bzw. seine Angehörigen zu erbringen hatten. Das Kreuz ist damit Zeugnis der Rechtsgeschichte. |
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| Grenzsteine | Grenzweg 37 (Karte) |
Grenze Unterdielbach/Oberdielbach
Die Grenzsteine markieren die alte Gemarkungsgrenze zwischen Unterdielbach und Oberdielbach. Sie sind Zeugnisse der Rechts- und Ortsgeschichte. |
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| Wohnhaus | Hallgasse 1 (Karte) |
Dreigeschossig und verputzt mit Satteldach, massives Erdgeschoss, Obergeschosse in Fachwerk mit Vorkragungen, unter Einschluss von Grundmauern der Stadtmauer erbaut im 17. Jahrhundert
[s. Stadtbefestigung, Backgasse 1] Das auffallend spitzgiebelige Gebäude gehört zu den das Erscheinungsbild der Hallgasse wesentlich mitbestimmenden Häusern und zeichnet mit seiner Nordwand den Verlauf der ehemaligen Stadtmauer nach, deren baulichen Reste im Boden vermehrt noch erhalten sind. Aufgrund stilistischer Kriterien kann seine Entstehung ins 17. Jahrhundert datiert werden. Der Bau hat wichtigen dokumentarischen Wert für die historische Stadtentwicklung und als Zeugnis historischer Handwerks- und Baukunst, vornehmlich der Zimmerertechnik, als Forschungsgegenstand für die Hausforschung. |
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| Wohngebäude | Hallgasse 5 (Karte) |
Traufständiges Fachwerkhaus mit vorkragendem 1. und 2. Obergeschoss, urspr. wohl bauliche Einheit mit Nr. 7, Dach durch eine (ehemals mit Nr. 7 gemeinsame) Aufzugsgaube erschlossen, die Nordseite auf den Resten bzw. Fundamenten der Stadtmauer errichtet, 16./17. Jahrhundert
[s. Stadtbefestigung, Backgasse 1] Das Gebäude gehört zusammen mit dem linken Nachbarhaus zu den mit ihrer rückwärtigen Fassade auf die Fundamente der Stadtmauer gebauten Häusern, die das Erscheinungsbild der Hallgasse und des Stadtgrundrisses wesentlich mitbestimmen. Es bildet einen wichtigen Bezugspunkt für die Stadtentwicklung und bietet sich als Forschungsgegenstand für die Hausforschung und historische Handwerkskunst an. |
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| Wohngebäude | Hallgasse 7 (Karte) |
Traufständiges Fachwerkhaus mit vorkragendem erstem und zweitem Obergeschoss, urspr. wohl bauliche Einheit mit Nr. 5 (dort gemeinsame Aufzugsgaube zur Dacherschließung), die Nordseite auf den Resten bzw. Fundamenten der Stadtmauer errichtet, 16./17. Jahrhundert
[s. Stadtbefestigung, Backhausgasse 1] Das mit seinen zwei Fachwerkgeschossen jeweils über das massive Erdgeschoss vorkragende traufständige Gebäude bildet zusammen mit der rechten Haushälfte eine historische Einheit. Das gemeinsame Dach ist in der Mitte durch eine Aufzugsgaube erschlossen. Die hofseitige Rückwand des Vordergebäudes an der Bahnhofstraße ist im Keller auf einer starken Mauer aufgesetzt, bei der es sich um einen Rest der der Stadtmauer ehemals vorgelagerten Zwingermauer handeln könnte. Das Gebäude gehört zu den im 16./17. Jahrhundert mit ihrer rückwärtigen Fassade auf die Stadtmauer gebauten Häuser, die das Erscheinungsbild der Hallgasse und des historischen Stadtgrundrisses wesentlich mitbestimmen. Die Sparren des zweiten Dachstocks sind stark rußgeschwärzt (Rauchdach). Als wichtiger Bezugspunkt für die Stadtentwicklung und als Gegenstand für die Hausforschung und historische Handwerkskunst, vornehmlich der Zimmerertechnik, hat das Gebäude ortsbaugeschichtliche Bedeutung. |
96965789 | ||
| Wohnhaus | Hallgasse 6, 8 (Karte) |
Zweigeschossiges Fachwerkgebäude auf massivem Erdgeschoss, Satteldach, 18. Jahrhundert
Das Gebäude veranschaulicht den ortsüblichen frühneuzeitlichen Ausbau der Eberbacher Altstadt im 18. Jahrhundert und hat hauskundliche sowie stadtbaugeschichtliche Bedeutung. |
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| Doppelwohnhaus | Hallgasse 11, 13 (Karte) |
Dreigeschossiges Fachwerkhaus, verputzte Fachwerkobergeschosse über massivem Erdgeschoss, traufständig mit hohem Satteldach, 17. Jahrhundert; hofseitige Rückwand zur ehem. Stadtmauer gehörig
[s. Stadtbefestigung, Backhausgasse 1] Das Doppelhaus gehört zu den das Erscheinungsbild der Hallgasse wesentlich mitbestimmenden Gebäuden. Neben der Stadtmauer bildet es einerseits einen wichtigen Bezugspunkt für die historische Stadtentwicklung und andererseits als Einzelobjekt einen bedeutenden Gegenstand für die Hausforschung sowie einen Beleg für historische Handwerkskunst. |
96965827 | ||
Weitere Bilder |
Gasthof Zur Goldenen Krone (heute Hotel Krone-Post) | Hauptstraße 1 (Karte) |
Dreigeschossiger verputzter Kernbau, Krüppelwalmdach zum Neckar, Balkon, nach Abbruch des Nachbarortes um- und ausgebaut 1843 (i), Anbauten zweite Hälfte 19. Jahrhundert, Terrasse mit gusseiserner Pergola, 2. Hälfte 19. Jahrhundert; Sonnenuhr vom Neckartor, 1564
Die stattliche Gasthofanlage am Südostrand der historischen Altstadt hat wichtige ortsgeschichtliche Bedeutung. Sie zählt zu den traditionsreichen alten Wirtshäusern der Stadt und lag geschickt positioniert direkt am Untertor, nach dessen Abbruch der Kernbau erneuert und ausgebaut wurde. An das alte Tor erinnert als Spolie die in den Gasthofbau übernommene Sonnenuhr aus der Renaissance. Schon seit 1838 war der Gasthof Sitz der durch die Stadt zusammen mit Wirten und Händlern eingerichteten Posthalterei. Charakteristisch sind die Erweiterungen des späten 19. Jahrhunderts mit Saal und dem gegen den Garten ausgerichteten Wirtsgarten und einer kunstvollen gusseisernen Pergola über der Terrasse zum Neckarufer. Sie belegen die Bedeutung des Gasthofes für den im 19. Jahrhundert entstehenden Ausflugstourismus am Unteren Neckar, der aufgrund seiner landschaftlichen Reize die Besucher bis heute anzieht. |
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| Hochwassermarken aus den Jahren 1529 | Hauptstraße 2 (Karte) |
1744, 1784, 1789, 1817, 1882, 1919, 1947, 1956 und 1978 an der mittelalterlichen Stadtmauer der Neckarseite; klassizistisches Türblatt
[s. Stadtbefestigung, Backhausgasse 1] Bei der Neubebauung des Grundstücks wurde die mittelalterliche Stadtmauer an der Neckarseite erhalten bzw. wiederhergestellt. An der Ecke Hauptstraße/Zwingerstraße befinden sich Hochwassermarken aus den Jahren 1529, 1744, 1784, 1789, 1817, 1882, 1919, 1947, 1956 und 1978, die belegen, dass das Städtchen im Laufe der Jahrhunderte immer wieder Opfer von Überschwemmungen wurde. Die Marken haben ortsgeschichtliche Bedeutung. Außerdem wurde beim Neubau der Häuser ein originales, kunstvoll gearbeitetes Empiretürblatt eingebaut. |
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| Gasthaus zum Engel | Hauptstraße 3 (Karte) |
Dreigeschossiges Fachwerkgebäude mit massivem Erdgeschoss, Walmdach mit Krüppelwalmgiebel, 1504/05 (d), erneuert Anfang 19. Jahrhundert
Der stattliche, im Kern spätmittelalterliche Bau ist wichtiger Bestand des historischen Stadtzentrums am Alten Markt. Er zählt zu den ältesten datierten Wohnhäusern Eberbachs. Das Gebäude ist anschauliches Zeugnis für die historischen Wohn- und Lebensverhältnisse in der Stadt bis ins 19. Jahrhundert und aufgrund seines überlieferten Baubestandes wichtiges Dokument für die Hausforschung wie auch für die Stadtbaugeschichte. |
96965829 | ||
| Wohnhaus | Hauptstraße 5 (Karte) |
Zweiteilig, Vorderhaus dreieinhalbgeschossiger verputzter Massivbau mit Walmdach, 1. Hälfte 19. Jahrhundert; an der Pfarrgasse dreigeschossiges Traufenhaus mit Mansarddach, massives Erdgeschoss, Obergeschoss in konstruktivem Fachwerk, Ende 18. Jahrhundert
Das Gebäude besteht aus einem barocken Flügel an der Pfarrgasse und dem hohen, repräsentativ gestalteten klassizistischen Eckhaus zum Alten Markt. Dieses belegt mit seiner Fassadengestaltung deutlich den Einfluss der unter dem badischen Baudirektor Friedrich Weinbrenner in der Residenzhauptstadt Karlsruhe gepflegten Stilformen auf das Baugeschehen in der badischen Provinz in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Ungewöhnlich ist die elegant gerundete Ecke des Gebäudes. Es hat architektur- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert und dokumentiert den Ausbau des Areals am Alten Markt in der Biedermeierzeit. |
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| Wappenstein der Fischerzunft | Hauptstraße 7 (Karte) |
An Haus eingemauert, wohl 1532
Der in als Spolie vermauerte Wappenstein, der Initialen und eine Jahreszahl (wohl 1532) trägt, erinnert an die Eberbacher Fischerzunft. Da Eberbach am Neckar gelegen ist, spielte in früheren Zeiten die Fischerei im Fluss eine nicht unbedeutende Rolle. Der Stein hat damit orts- und wirtschaftsgeschichtlichen Zeugniswert und erinnert an die althergebrachte zünftische Organisation des Handwerks und Gewerbes bis zur Auflösung des Zunftzwangs im 19. Jahrhundert. |
96965831 | ||
| Wohnhaus | Hauptstraße 9 (Karte) |
Dreigeschossig mit Satteldach, massives Erdgeschoss, auf Balkenköpfen vorkragende Fachwerkobergeschosse, wohl Ende 16. Jahrhundert
Das stattliche Giebelhaus ist ein Beispiel für die großen Bürger- und Handelshäuser, welche entlang der Durchgangsstraße, die am Neckar entlang und durch die befestigte Stadt Eberbach führte, das Ortsbild prägen. Es veranschaulicht die Zimmermannskunst des 16. Jahrhunderts und hat Bedeutung für die Stadtbaugeschichte. |
96965833 | ||
| Gasthaus zur Sonne | Hauptstraße 11 (Karte) |
Dreigeschossiger Bau in Traufenstellung mit Satteldach, massives Erdgeschoss mit Bänderrustizierung, Obergeschosse in freigelegtem konstruktivem Fachwerk, Anfang 19. Jahrhundert
Das traufständige Gebäude ist ein anschauliches Beispiel für den Wohnbau in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts in der Eberbacher Altstadt, als dort eine Reihe von Neubauten entstand. Das Fachwerk ist rein konstruktiv und war ursprünglich in für den Klassizismus zeittypischer Weise verputzt. Der Bau entstand als Gasthaus und belegt mit seiner Lage an der Hauptdurchgangsstraße die alte Funktion Eberbachs als Etappenort am Neckar. |
96965834 | ||
| Gasthaus Zum Adler | Hauptstraße 13 (Karte) |
Dreigeschossiges Fachwerktraufengebäude, verputzt, im Kern 17./18. Jahrhundert
Der traufständige Gasthausbau an der historischen Hauptdurchgangsstraße durch Eberbach belegt die wichtige Rolle der Stadt als Etappenort. Er ist Zeugnis für den frühneuzeitlichen städtischen Hausbau und die Stadtbaugeschichte. |
96965835 | ||
| Hausmarke am erneuerten Erdgeschoss | Hauptstraße 13 (Karte) |
Mit Küferzeichen aus dem Jahre 153?
Das Hauszeichen weist auf die einstige Küferzunft hin und damit auf ein für die Stadt wichtiges Handwerk. Es erinnert an die althergebrachte Einteilung der städtischen Gewerbe und Handwerke in Zünfte, die erst mit der Aufhebung des Zunftzwangs im 19. Jahrhundert ihre Ende fand. |
106925298 | ||
| Wohn- und Geschäftshaus | Hauptstraße 15 (Karte) |
Stattliches dreigeschossiges Fachwerkgebäude mit dreigeschossigem Giebel, Eckhaus mit Stockwerksvorkragungen über Knaggen und Balkenköpfen, ausgeprägtes Zierfachwerk mit Mannfiguren und gebogenen Hölzern mit Nasen, Erdgeschoss mit Schaufensterrahmung des Späthistorismus, 1556/57 (d)
Der stattliche Eckbau ist ein charakteristisches Dokument für den Fachwerkbau der Renaissance. Er zeugt mit seinen Dimensionen, seinen Zierformen wie auch der Eckstube mit einer reichgeschnitzten Mittelsäule von einer wohlhabenden bürgerlichen Auftraggeberschicht, die im Stadtzentrum ihre Häuser errichten ließ. Er ist ein anschauliches Beispiel für die Zimmermannskunst der Epoche in der Region und hat aufgrund seines hervorragenden Überlieferungsgrades hohen Zeugniswert für die Hausforschung und die Stadtbaugeschichte. Der späthistoristische Laden im Erdgeschoss belegt die Anpassung der älteren Wohngebäude an die Bedürfnisse einer wachsenden Konsumgesellschaft im späten 19. Jahrhundert. |
96965836 | ||
| Gasthaus zum Stern | Hauptstraße 17 (Karte) |
Dreieinhalbgeschossiger verputzter Massivbau mit Walmdach, Erdgeschoss mit Bänderustizierung, hohe Beletage-Fenster mit Kopfgesimsen, 1. Hälfte 19. Jahrhundert
Das stattliche klassizistische Eckbau in städtebaulich prägnanter Lage ist ein anschauliches Beispiel für den innerstädtischen Ausbau der badischen Bezirksstadt in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Einflussreich für die Fassadengestaltung war offenbar die vom badischen Baudirektor Friedrich Weinbrenner geprägte Architektur der Residenzhauptstadt Karlsruhe. Das Gebäude hat damit architektur- und baugeschichtlichen sowie hauskundlichen Zeugniswert. Als Gasthaus an der historischen Hauptdurchgangsstraße der Stadt belegt es die Bedeutung Eberbachs als Etappenort am Neckar. |
96965838 | ||
| Wohnhaus | Hauptstraße 18 (Karte) |
Dreigeschossiges Traufenhaus mit verputztem Fachwerkobergeschoss und Kniestock, Anfang 19. Jahrhundert (Fachwerk wohl älter), Erdgeschoss verändert
Das im Kern wohl ältere Gebäude verdeutlicht mit seiner klassizistischen Putzfassade den Ausbau der inneren Stadt in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts unter dem Einfluss der Architektur der Residenzhauptstadt Karlsruhe. Es hat haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert. |
96965839 | ||
| Wohnhaus | Hauptstraße 20 (Karte) |
Dreigeschossiges verputztes, traufständiges Wohngebäude mit Kniestock und klassizistischen Fensterverdachungen im ersten Obergeschoss, Anfang 19. Jahrhundert
Das stattliche Traufenhaus verdeutlicht den Ausbau der inneren Stadt in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts, als u.a. eine ganze Seite der Hauptstraße mit großen klassizistischen Wohnbauten neu besetzt bzw. ältere Häuser auf eine gemeinsame Trauflinie aufgestockt und überformt wurden. Vorbildhaft wirkten offenbar die Vorgaben des Stadtausbaus in der Residenzhauptstadt Karlsruhe unter dem badischen Baudirektor Friedrich Weinbrenner. Der Bau hat damit haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert. |
96965840 | ||
| Wohn- und Geschäftshaus | Hauptstraße 21, 23 (Karte) |
Dreigeschossig und verputzt mit Satteldächern, Vorderseite heute traufständig, massives Erdgeschoss mit Sandsteingewänden, Obergeschosse in Fachwerk, errichtet 1491 d), Umbau zu traufständigem Gebäude und Erweiterung unter Einschluss eines älteren Wirtschaftsgebäudes Nr. 21, 1718 (d), Aufstockung von Nr. 21, 1768 (d), Aufstockung von Nr. 23 und spätklassizistische Fassade, 1871 (d)
Das zweigeschossige, dreizonige Wohngebäude ist im Kern ein spätmittelalterlicher Fachwerkbau und war ein Teil eines ehemaligen Gehöfts mit Scheune und Ställen. Der verblattete Dachstuhl hat sich in allen wesentlichen konstruktiven Details erhalten. 1718 folgte ein Umbau, bei dem die Giebelständigkeit des Wohnhauses zu Gunsten der Traufständigkeit aufgegeben wurde. Bis 1871 folgten mehrere Um- und Ausbauten. Zu dieser Zeit erhielten beide Häuser eine sie verbindende einheitliche spätklassizistische Fassade. Das Doppelhaus hat damit hohe Aussagekraft für die Haus- und Stadtbaugeschichte Eberbachs seit dem Spätmittelalter und die sich im Laufe der Zeit verändernden Wohnverhältnisse. |
99948626 | ||
| Wohn- und Geschäftshaus | Hauptstraße 29 (Karte) |
Dreigeschossiger Eckbau mit flach geneigtem Walmdach, Fassade von regelmäßig gereihten Rechteckfenstern mit konsolgestützten Verdachungen, kantigen Sohlbänken und der weit vorkragenden Traufe mit Kassetten geprägt, 1. Hälfte 19. Jahrhundert
Das klassizistische Eckhaus mit der charakteristischen abgeschrägten, einachsige Ecke belegt den teilweisen Stadtaus- und -umbau der Erbacher Kernstadt in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Vorbildhaft wirkte hierbei offenbar die zweite Stadterweiterung Karlsruhes mit ihren einheitlichen klassizistischen Wohnbauten unter dem badischen Baudirektor Friedrich Weinbrenner. Der städtebaulich prägnante Bau hat damit für Erbach haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert. Bauzeitliche Ausstattungsdetails wie ein klassizistischer Kachelofen belegen dabei den bürgerlichen Wohnkomfort der Biedermeierzeit. |
96965841 | ||
| Wohnhaus | Heumarkt 1 (Karte) |
Dreigeschossiges, traufständiges Fachwerkwohngebäude mit massivem Erdgeschoss, Mansarddach, spätes 18. Jahrhundert
Der spätbarockzeitliche Bau verdeutlicht mit seinem rein konstruktiven, ursprünglich verputzten Fachwerk die stadtbaugeschichtliche Entwicklung Eberbachs im 18. Jahrhundert und dokumentiert die frühneuzeitlichen stadtbürgerlichen Wohn- und Lebensverhältnisse. |
96965842 | ||
| Wohnhaus | Heumarkt 3 (Karte) |
Dreigeschossiges, verputztes Fachwerkgiebelwohngebäude mit massivem Erdgeschoss, Satteldach, 17./18. Jahrhundert
Das breite, wenig tiefe Wohngebäude ist charakteristisches Beispiel für den frühneuzeitlichen Um- und Ausbau der inneren Stadt. Es hat haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert und dokumentiert frühneuzeitliche Wohn- und Lebensverhältnisse in Eberbach. |
96965844 | ||
| Wohnhaus | Heumarkt 7 (Karte) |
Dreigeschossiges verputztes Giebelwohngebäude, gebrochenes Krüppelwalmdach, massives Erdgeschoss und Fachwerkobergeschosse, 18. Jahrhundert
Das stattliche verputzte ortstypische Gebäude ist ein anschauliches Beispiel für den Aus- und Umbau der inneren Stadt von Eberbach in der Frühen Neuzeit und dokumentiert Wohn- und Lebensverhältnisse der Bürger im 18. Jahrhundert. |
96965845 | ||
| Wohnhaus | Heumarkt 8 (Karte) |
Zweigeschossig und verputzt mit Krüppelwalmdach, massives Erdgeschiss, Obergeschoss Fachwerk, erbaut 1515 (d), Verlängerung nach Osten, zwischen 1600 und 1750, nach Westen in der 2. Hälfte 18. Jahrhundert, Innenumbau zwischen 1820 und 1860
Das im Kern spätmittelalterliche, dendrochronologisch datierte Gebäude ist in seinem heutigen Erscheinungsbild das Ergebnis mehrerer historischer Umbau- und Erweiterungsphasen von der Frühen Neuzeit bis ins 19. Jahrhundert. Charakteristisch ist der Giebel mit dem Krüppelwalm. Der Bau hat Aussagekraft für die Haus- und Stadtbaugeschichte Eberbachs und dokumentiert Wohn- und Lebensverhältnisse der Eberbacher seit dem Spätmittelalter. |
96965846 | ||
| Sandsteinkreuz mit Nische | Hirschhorner Landstraße 1 (Karte) |
Inschrift und habsburgisches Wappen, zur Erinnerung an den am 1. Dez. 1416 ertrunkenen „contz Kobel“ errichtet
Das verhältnismäßig aufwendig gestaltete spätgotische Steinkreuz mit Nische, Wappen und Inschrift ist ein anschauliches Zeugnis für das von Frömmigkeit bestimmte Totengedenken des Spätmittelalters und hat als datiertes Denkmal für einen im Neckar Verunglückten ortsgeschichtliche Bedeutung. |
96965809 | ||
| Steingewölbebrücke | Höllgrundstraße (Karte) |
Verbreiterung des westlichen Bogens unter Wiederverwendung des Gewölbes und des Mauerwerks der historischen Brücke, 1984
Die Brücke ist ein historisches Zeugnis der Verkehrsgeschichte. Sie veranschaulicht die Anstrengungen, die für die Verbesserung des Straßennetzes unternommen wurden und ist außerdem siedlungsgeschichtliches Dokument. |
97032949 | ||
| Wegweiser und Stundenstein aus rotem Sandstein | Höllgrundstraße (Karte) |
mit den Aufschriften „nach StrümpfelbrunKatzenbach 2 Stund, Friedrichsdorf 1 ½ Stund“
Der Wegweiser ist Zeugnis der historischen Verkehrsgeschichte im Odenwald. |
97032950 | ||
| Wegweiser und Stundenstein | Höllgrundstraße (Karte) |
Aus rotem Sandstein mit Dreiecksgrundflächen und den Aufschriften: „nach Friedrichsdorf, nach Eberbach 1 ¼ Stunden, nach Katzenbach, Reisenbach, Mudau“, wohl 19. Jahrhundert | 97032952 | ||
| Steingewölbebrücke über dem Höllbach bei dessen Einmündung in den Reisenbach | Höllgrundstraße 18 (Karte) |
Die Steingewölbebrücke über dem Höllbach bei dessen Einmündung in den Reisenbach ist als einzige historische Brücke in Gaimühle erhalten geblieben. Sie ist Zeugnis des Brückenbaus des 18. Jahrhunderts und der lokalen Verkehrsgeschichte. | 96965409 | ||
| Gedenkstätte | Im Hohenend (Karte) |
Obelisk aus rotem Sandstein, zur Erinnerung an die 1849 am 13. Juni Gefallenen Joh. Ph. Neuer und Hr. Kappes.
Der Obelisk erinnert an die im Kampf um die Reichsverfassung während der badischen Erhebung 1849 gefallenen Freischärler. Er ist wichtiges ortsgeschichtliches Dokument der Deutschen Revolution von 1848/49 und der heftigen Gefechte der badisch-pfälzischen Revolutionsarmee am Unteren Neckarraum gegen preußische, hessische und bayerische Truppen. |
102117882 | ||
| Villa Knecht mit Garten und Umfriedung mit Zaun | Itterstraße 2 (Karte) |
Zweigeschossiger, verputzter Massivbau, mit rotem Sandstein gegliedert, Ecktürmchen, 1901
Die verputzte und mit rotem Sandstein gegliederte Villa Knecht ist Beispiel des Ausbaues des Bahnhofviertels mit anspruchsvoll gestalteten Wohnbauten des späten Historismus, hier in Formen der beim Bürgertum seinerzeit sehr beliebten Neurenaissance. Das Gebäude hat damit stadtbaugeschichtliche Bedeutung und dokumentiert die Wohn- und Lebensverhältnisse der gehobenen bürgerlichen Schicht in der Zeit um 1900. |
96965848 | ||
| Gartenpavillon | Karlstalweg 2 (Karte) |
Verputzt, mit Pilastergliederung und großem Dreiecksgiebel, unterkellert, 1. Drittel 19. Jahrhundert
Der unterkellerte klassizistische Gartenpavillon über der Itter mit Ausblick auf das Neckartal in östlicher Richtung ist ein selten erhaltenes Beispiel dieser Gebäudegattung. In Hanglage über dem Neckartal gelegen bezeugt er die zunehmende Entdeckung der Flusslandschaft als Erholungsraum durch das gehobene Bürgertum im Zeitalter der Romantik. |
96965849 | ||
| Rechteckige Inschriftplatten aus Sandstein | Karlstalweg 21 (Karte) |
Bestehend aus: Gedenkstein mit Inschrift zur Erholung und Ruhe, gesetzt 1798 (i); Gedenkstein mit Inschrift: „Carlsthal eingeweiht am 13. Oktober 1839 durch die Schützengesellschaft“
Die beiden Gedenktafeln sind Zeugnisse der Entdeckung des Neckartals in romantischer Zeit, insbesondere der ältere der beiden Gedenksteine hat hierbei Seltenheitswert und belegt die Wertschätzung der Landschaft seit dem späten 18. Jahrhundert als Erholungsraum parallel zur damaligen Mode der Landschaftsgärten. |
96965850 | ||
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Hotel Karpfen | Kellereistraße 1 (Karte) |
Zweiflügelbau, dreieinhalbgeschossig und verputzt mit Satteldach, Traufe mit drei kunstvoll geschmiedeten Wasserspeiern, massives Erdgeschoss mit rustizierten Ecklisenen, Obergeschosse in Fachwerk, Eingang in profiliertem Gewände mit Kopfgesims, 1804 (i), Sgraffito der Hauptfassade 1934
Das Hotel zum Karpfen in bester Lage am Alten Markt zählt zu den traditionsreichen Gasthäusern der Stadt. Der stattliche Bau prägt mit seiner frühklassizistischen Fassade das Platzbild in erheblichem Maße und belegt dessen Ausbau in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Sgraffitofassade mit Szenen aus der Eberbacher Stadtgeschichte und Darstellungen von Kaisern und Kurfürsten ist ein charakteristisches Beispiel für eine der Ortsgeschichte verpflichtete Fassadendekoration der Entstehungszeit und dabei ein seltenes Beispiel künstlerischer Tätigkeit aus den Anfangsjahren nationalsozialistischer Herrschaft. |
96965312 | |
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Wohn- und Geschäftshaus | Kellereistraße 2 (Karte) |
Dreigeschossig, Fachwerkgiebelhaus, massives Erdgeschoss, Krüppelwalmdach, 16. Jahrhundert, zur Fischergasse (Erdgeschoss) Gewände mit schmiedeeisernem Gitter, bez. 1801
Das stattliche Eckgebäude zeigt mit seinen geschweiften und tlw. genasten Zierstreben für die Region charakteristische Formen des Fachwerks in der Zeit der Renaissance und zeugt damit von der Zimmermannskunst im 16. Jahrhundert. Es hat haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert für die Eberbacher Altstadt und dokumentiert die Wohn- und Lebensverhältnisse der Eberbacher in der Übergangsepoche vom Mittelalter zur Neuzeit. |
96965313 | |
| Wohn- und Geschäftshaus | Kellereistraße 4 (Karte) |
Dreigeschossig und verputzt, zur Vorderseite traufständig, rückseitig giebelständig, Erdgeschoss massiv, Obergeschosse in Fachwerk, Giebel mit Vorkragung, verbrettert, im Innern Pilastergliederungen und historische Ausstattungselemente, im Kern um 1550, Umbau um 1800, Ladeneinbauten Ende 19. Jahrhundert, (Türgewände und Türblätter der Empire-Zeit, §28)
Das stattliche Gebäude stellt nach Ausweis des total verrauchten Dachstuhls aus Eichenholz im Kern einen spätmittelalterlichen giebelständigen Bau dar, der um 1800 an der Hauptseite in ein traufständiges Haus umgebaut wurde, ein Vorgang, der sich entsprechend eines teilweise klassizistischen Stadtumbaus im frühen 19. Jahrhundert mehrfach in Eberbach belegen lässt. Aus dieser Umbauphase weist das Haus noch äußerst qualitätvolle gearbeitete Empiretüren auf. Das Haus ist damit ein anschauliches Beispiel der innerstädtischen Wohnbebauung und ihrer baulichen Entwicklung. Es hat haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert. |
96965314 | ||
| Wohn- und Geschäftshaus | Kellereistraße 6 (Karte) |
Dreigeschossiges, verputztes traufständiges Fachwerkhaus, Ende des 18. Jahrhunderts, Ladeneinbau gegen Ende des 19. Jahrhunderts
Das Traufenwohn- und Geschäftsgebäude ist charakteristisch für den Ausbau der Stadtmitte gegen Ende des 18. Jahrhunderts und für den Einbau von Ladengeschäften gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Es hat damit Zeugniswert für die Eberbacher Haus- und Stadtbaugeschichte und dokumentiert historische Wohn- und Wirtschaftsverhältnisse. |
96965315 | ||
| Wohnhaus | Kellereistraße 8 (Karte) |
Zweigeschossig, Satteldach mit Krüppelwalm und Aufschiebling, weitgehend verputzt, Erdgeschoss massiv, Obergeschoss in konstruktivem Fachwerk, zur Fischergasse Fenster mit Renaissanceprofilen, im Kern 16./17. Jahrhundert, Umbau wohl 18. Jahrhundert
Charakteristische Renaissanceprofile an den Fenstern des Eckhauses zur Fischergasse weisen auf einen Kern des Gebäudes aus der Renaissancezeit hin. Das freigelegte, rein konstruktive Fachwerk belegt hingegen einen Um- und Ausbau in der Barockzeit. Das Haus hat damit Zeugniswert für die Eberbacher Haus- und Stadtbaugeschichte in der Frühen Neuzeit und spiegelt so die sich verändernden Anforderungen an die Wohnkultur des Bürgertums im Lauf der Frühen Neuzeit wider. |
96965316 | ||
| Wohn- und Geschäftshaus | Kellereistraße 9 (Karte) |
Dreigeschossiger Putzbau in Traufenstellung zur Kellereistraße, Satteldach, Obergeschosse in Fachwerk des 17./18. Jahrhunderts
Das traufständige Gebäude ist charakteristisch für den Ausbau der Stadtmitte um 1700 und hat damit Zeugniswert für die Eberbacher Haus- und Stadtbaugeschichte. Es dokumentiert frühneuzeitliche Wohn- und Lebensverhältnisse des Stadtbürgertums. |
96965317 | ||
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Doppelwohnhaus | Kellereistraße 10, 12 (Karte) |
Dreigeschossig, Satteldach mit einseitigem Krüppelwalm, massives verputztes Erdgeschoss, Fachwerkobergeschosse, auf Balkenköpfen und beschnitzten Knaggen vorkragend, Teilverblattung, am rückwärtigen Giebel Büge und Reste von Flugsparren, 1475 (d) Umbauten und Eränzungen im 16., spätestens im 17. Jahrhundert
Das stattliche Doppelhaus in Ecklage prägt mit seinem breiten und hohen Giebel maßgeblich das Straßenbild. Es zählt zu den ältesten datierten Wohnbauten der Stadt und zeigt noch in weiten Teilen das spätmittelalterliche Fachwerk mit Knaggen. Die Verbindungen zeigen teilweise Verblattungen, teilweise Verzapfungen und sind damit charakteristisch für den Übergang von der älteren zur neueren Konstruktionsweise, wie sie im Mittelrheingebiet und den angrenzenden Regionen in dieser Zeit zu beobachten ist. Eine selten überlieferte Besonderheit, die von oberrheinischem Einfluss zeugt, sind die Reste des eines Freigespärres am rückwärtigen Giebel. Charakteristisch für Erbach ist die Aufteilung des Gebäudes als Doppelhaus unter einem Dach, die auf mehrfach nachgewiesen frühe Besitzteilungen in der klein dimensionierten, von räumlicher Enge bestimmten Kernstadt hinweist. Der Bau hat damit hohen Zeugniswert für die Haus-, Stadtbau- und Sozialgeschichte Eberbachs im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit. |
96965318 ( | |
| Doppelwohnhaus | Kellereistraße 11, 13 (Karte) |
Dreigeschossiges, verputztes traufständiges Fachwerkhaus mit massivem Erdgeschoss, im Kern wohl 17./18. Jahrhundert
Das Doppelwohngebäude dürfte im Kern wohl aus dem 17./18. Jahrhundert stammen. Es belegt den Ausbau einer der zwei Hauptstraßen in Nord-Südrichtung über drei Jahrhunderte hinweg und hat damit für Eberbach haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert. |
96965319 | ||
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Wohnhaus | Kellereistraße 14 (Karte) |
Dreigeschossiger Fachwerkbaus mit massivem Erdgeschoss, Walmdach mit Fachwerkzwerchhaus, historistische Fensterstöcke, Anfang 19. Jahrhundert
Das Gebäude ist Beispiel der Bebauung der Innenstadt in ortstypischer Bauweise und hat damit für Eberbach haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert. Es dokumentiert Wohn- und Lebensverhältnisse des Bürgertums in der Zeit des beginnenden Biedermeier. |
96965320 | |
| Doppelwohnhaus | Kellereistraße 16, 18 (Karte) |
Dreigeschossig mit Satteldach, massives verputztes Erdgeschoss, Obergeschosse in Fachwerk, im Kern noch 16. Jahrhundert, Kellertürsturz 1698 (i), Türblatt Ende 18. Jahrhundert
Das unter einem gemeinsamen breiten Giebel zusammengefasste Doppelhaus ist charakteristisch für die Ortsbaustruktur Eberbachs seit dem Spätmittelalter. Teile des Fachwerks weisen auf eine Entstehung noch im 16. Jahrhundert hin, das Datum über dem Kellerportal wie auch das barockzeitliche Türblatt belegen diverse historische Umbauschichten bis ins 18. Jahrhundert hinein, in denen sich das innerstädtische Baugeschehen und der Wandel der Wohnkultur widerspiegeln. Das Gebäude hat daher für das Eberbach der Frühen Neuzeit haus-, stadtbau- und sozialgeschichtlichen Zeugniswert. |
96965321 | ||
| Gasthaus zum Lamm | Kellereistraße 17 (Karte) |
Dreigeschossiger, traufständiger verputzter Bai mit rustiziertem Erdgeschoss und Kniestock, 19. Jahrhundert
Das traufständige Gebäude mit rustiziertem Erdgeschoss und Kniestock ist ein charakteristisches Beispiel des klassizistischen Ausbaues der Hauptverkehrsstraße in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts und hat damit Zeugniswert für die Eberbacher Haus- und Stadtbaugeschichte. Es dokumentiert Wohn- und Lebensverhältnisse des Eberbacher Bürgertums zu Beginn der Biedermeierepoche. |
96965322 | ||
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Wohnhaus | Kellereistraße 20 (Karte) |
Schmales dreigeschossiges Giebelhaus aus Fachwerk, Satteldach mit rückwärtigem Krüppelwalm, massives Erdgeschoss, vorkragende Obergeschosse in konstruktivem Fachwerk, 18. Jahrhundert
Das Gebäude ist ein ortstypisches Beispiel für den Stadtausbau in der Frühen Neuzeit und damit von Zeugniswert für die Eberbacher Haus- und Stadtbaugeschichte Eberbachs. Es dokumentiert darüber hinaus des Hausbau der Barockzeit und die damaligen Wohn- und Lebensverhältnisse des städtischen Bürgertums. |
96965324 | |
| Wohnhaus | Kellereistraße 21 (Karte) |
Dreigeschossiges, verputztes in den Obergeschossen in Fachwerk konstruiertes, traufständiges Gebäude mit Mansarddach, 18./19. Jahrhundert
Das traufständige Gebäude mit Mansarddach ist Beispiel des Ausbaus der Hauptverkehrsstraße im 18./19. Jahrhundert und hat daher für Eberbach haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert. Es dokumentiert darüber hinaus Wohn- und Lebensverhältnisse des Stadtbürgertums zu Ende der Frühen Neuzeit. |
96965325 | ||
| Wohn- und Geschäftshaus | Kellereistraße 27 (Karte) |
Dreigeschossig, verputzt, Fachwerkeckhaus, massives Erdgeschoss, Krüppelwalmdach, 17./18. Jahrhundert, klassizistische Türgewände | 96965327 | ||
| Laufbrunnen | Kellereistraße 27 (Karte) |
Obeliskartiger Brunnenstock mit beidseitigem Becken, Sandstein, am Stock datiert, 1864
Der in neubarocken Formen repräsentativ ausgestaltete Laufbrunnen aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts ist Zeugnis der historischen Wasserversorgung der Stadt in vorindustrieller Zeit. |
96965326 | ||
| Wohn- und Geschäftshaus | Kellereistraße 30 (Karte) |
Dreigeschossig, Fachwerkhaus mit gebrochenem Krüppelwalmdach, Erdgeschoss massiv, bauzeitliches Türblatt. spätes 18. Jahrhundert
Das in weitgehend konstruktivem Fachwerk erstellte Gebäude ist ein sprechendes Zeugnis für den frühneuzeitlichen Ausbau der Eberbacher Kernstadt. Dabei wurden zwei ältere barocke Gebäude offenbar im Lauf des 18. Jahrhunderts unter einem gemeinsamen Dach zusammengefasst, wie die Fassade zur Binnetzgasse deutlich macht. Das Haus hat damit für Eberbach haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert. Das bauzeitliche Türblatt dokumentiert anschaulich das Handwerk der Epoche. |
96965328 | ||
| Laufbrunnen mit vier Ausgüssen und sechseckigem Becken | Kellereistraße 36 (Karte) |
Klassizistischer Beckenrand und Renaissancebrunnenstock, Sandstein, bekrönt vom wappenhaltenden Pfälzer Löwen, wohl im 16./Anfang 17. Jahrhundert
Der Brunnen mit klassizistischem Beckenrand und Renaissancebrunnenstock ist nicht nur Zeugnis der historischen Wasserversorgung, sondern auch der jahrhundertelangen Zugehörigkeit der Stadt zur Kurpfalz, wie der wappenhaltende Löwe als Bekrönung ausweist. Der Brunnen belegt dabei die Qualität des lokalen Steinmetzhandwerks zu verschiedenen historischen Zeiten. |
96965330 | ||
| Steinhaus der Herren von Thalheim | Kellereistraße 36 (Karte) |
Sog. Thalheimsches Haus, ab 1427 kurfürstliche Kellerei, Anf. 19. Jahrhundert zeitweilig Wohnung der Fürsten von Leiningen, dann Amtsgericht (heute Bürgermeisteramt), verputzter, dreigeschossiger Massivbau mit Staffelgiebel, im Kern spätmittelalterlich, erstmals genannt 1421 (a), Umbau zur heutigen Form 1871 (a); an der Westfront angrenzende Reste der Stadtbefestigung; im Hof zugehörig sechs Grenzsteine aus dem 17./18. und 19. Jahrhundert
Der stattliche Bau in der Westecke der Eberbacher Altstadt, direkt an der Stadtmauer gelegen, bildete einen mittelalterlichen Adelssitz, wohl einen in Zusammenhang mit der staufischen Stadtgründung angelegten Burgmannenhof, der 1421 erstmals als Steinhaus erwähnt wird und 1427 aus dem Besitz der Herren von Thalheim wohl im Tausch an Pfalzgraf Otto gelangte. Als erster pfalzgräflicher Amtmann ist 1424 Peter von Thalheim belegt. Der Bau diente fortan als kurfürstliche Kellerei; 1467 wird er als Kanzlei Pfalzgraf Ottos I. von Pfalz-Mosbach bezeichnet. Er diente auch als Unterkunft für die Landesherrschaft, wenn sie in Eberbach weilte. Kurzfristig wurde das Gebäude nach dem Anfall Eberbachs an das Fürstentum Leiningen 1803-1806 als Schloss der neuen Landesherrschaft ausgebaut, dann diente es als Amtshaus und schließlich als Amtsgericht, für das es 1871 neugotisch umgebaut wurde. Der Bau, eines der wenigen mittelalterlichen Steingebäude Eberbachs, spiegelt damit die Herrschafts- und Verwaltungsgeschichte der Stadt seit dem Spätmittelalter wider. |
96965329 | ||
| Bildstock mit giebelförmig geschlossener Bildnische | Kirchenweg 4 (Karte) |
Darin jüngere Madonna mit Kind, wohl 18./19. Jahrhundert
Der Bildstock ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität. Er ist wichtiges Element in der durch solche kleinen Andachtsstätten gleichsam sakralisierten Kulturlandschaft. |
96965331 | ||
| Wohnhaus | Kornmarkt 7 (Karte) |
Zweigeschossiges, verputztes Fachwerkgiebelhaus mit massivem Erdgeschoss, Krüppelwalmdach, 18. Jahrhundert
Das Eckhaus ist ein anschauliches Beispiel der ortstypischen Bebauung in der Stadtmitte im 18. Jahrhundert und dokumentiert so die Haus- und Stadtbaugeschichte Eberbachs in der Frühen Neuzeit. Es veranschaulicht dabei historische Wohn- und Lebensverhältnisse des frühneuzeitlichen Bürgertums. |
96965332 | ||
| Wohnhaus | Kornmarkt 11 (Karte) |
Dreigeschossig und verputzt, Satteldach mit Aufschiebling, massives Erdgeschoss, Obergeschosse in Fachwerk, wohl um 1550
Das im Umriss kleine Gebäude ist ein Zeugnis für den Baubestand der Eberbacher Altstadt an der Wende vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit und hat haus- und ortsbaugeschichtliche Bedeutung. Es dokumentiert dabei historische Wohn- und Lebensverhältnisse in der Stadt. |
96965333 | ||
| Heiligkreuzkapelle auf dem Hebert | Distr. Hallmannswiesenschlag (Karte) |
Sog. Kirchel, Feldkapelle, Saalbau mit Dreiachtelschluss in Bruchstein, spitzbogiger Eingang und Maßwerkfenster in Sandstein; errichtet als Ersatz für eine ältere Vorgängerin durch Steinmetzmeister Jörg, 1515-1517 (a, i), erneuert 1790 (i)
Die Heiligkreuzkapelle erhebt sich heute inmitten des Waldes. Sie entstand als Ersatz für eine Vorgängerkapelle, die neben dem heutigen spätgotischen Bau stand und nach dessen Fertigstellung abgebrochen wurde. Als Vorbild für den Neubau diente nachweislich die Kapelle in Neckarkatzenbach, heute Pfarrkirche. Kirchlich gehörte Heiligkreuz zur alten Eberbacher Pfarrkirche, von wo aus die Kapelle durch einen Kaplan betreut wurde. Sie diente eventuell als Ort einer lokalen Wallfahrt, worauf die Mithilfe vieler Einwohner aus der Gegend beim Bau des Gotteshauses hindeutet. Es ist ein anschauliches Beispiel einer kleinen spätgotischen Feldkapelle und charakteristisches Zeugnis spätmittelalterlicher Frömmigkeit am Vorabend der Reformation. Der Bau hat orts- und kirchengeschichtliche Bedeutung. |
102118205 | ||
| Steinkreuz mit nachträglicher Jahreszahl 1736 | Distr. Hallmannswiesenschlag (Karte) |
Wohl ursprünglich mittelalterlich, sowie Nr. 51, zugleich Grenzstein
Das Steinkreuz, das offenbar später zu einem Grenzstein umfunktioniert wurde, ist Zeugnis des mittelalterlichen Rechtsbrauchs der Totschlagsühne, zu welcher auch das Setzen eines Gedenkkreuzes am Ort der Untat gehörte. Es ist ein rechtshistorisches Monument, das als späterer Grenzstein auch ortsgeschichtliche Bedeutung erhält. |
102117565 | ||
| Wohngebäude | Leopoldsplatz 4 (Karte) |
Dreigeschossiges massives verputztes Wohngebäude mit Sandsteingliederung in klassizistischen Formen, Mittelrisalit mit Balkon, um 1850
Das stattliche Wohngebäude aus der Zeit um 1850 ist Zeugnis der klassizistischen Platzbebauung und des Ausbaus der Stadt jenseits des mittelalterlichen Mauerringes um die Mitte des 19. Jahrhunderts und dokumentiert Wohn- und Lebensverhältnisse des biedermeierlichen Bürgertums |
96965335 | ||
| Gefallenendenkmal | Leopoldsplatz 4 (Karte) |
Postament mit Inschrift der im Deutsch-Französischen Krieg gefallenen Eberbacher, darüber Marmorstatue der Stadtgöttin mit Siegerlorbeer und Wappenschild, von Bildhauer Louis Epp, 1875 (a)
Das Denkmal zur Erinnerung an den Krieg 1870/71 wurde von dem Bildhauer Louis Epp (um 1839-1889) gestaltet. Das Modell zur Figur der Siegesgöttin, die zugleich eher die Personifikation der Stadt Eberbach als eine Germania darstellt - eindeutig ausgewiesen durch die Mauerkrone auf ihrem Haupt -, schuf Epp in Rom. Das Denkmal ist das einzige bekannte Werk des in Eberbach geborenen und in München und Rom tätigen Bildhauers. Es kündet mit seiner Stellung auf einem der zentralen Plätze Eberbachs vom patriotischen Andenken der Stadt an ihre Kriegstoten in Verbindung mit dem Sieg über Frankreich und der Gründung des Deutschen Reiches. Es nimmt dabei in dieser spezifischen Form eine Sonderstellung unter den Denkmälern für den Deutsch-Französischen Krieg ein. |
96965334 | ||
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Badhaus | Lindenplatz 1 (Karte) |
Zweigeschossiger verputzter Massivbau, auf der Nordseite zweigeschossiger Anbau mit Fachwerkobergeschoss und Satteldach, Fachwerkgiebel mit langen Steigbändern und Verblattungen, vor der Südseite einläufige Freitreppe mit Blendmaßwerkbrüstung vom ehem. Kellereigebäude, 16. Jahrhundert, im Erdgeschoss Badstube mit Kreuzgratgewölben über zwei Sechseckpfeilern mit quadratischer Basis und Kämpfern, im Kern 1340 (d), Feuerraum mit Buckelquadern und Rinne wahrscheinlich aus einer früheren Bauperiode, weitgehender Um- und Neubau 1466-1468 (a, d), nördlicher Anbau über Stadtmauer 1834 (a), Freitreppe mit Brüstungsplatten verziert, 1872 (a)
[s. Stadtbefestigung, Backgasse 1] Das stattliche Gebäude hat als in seiner Substanz überliefertes und auch bauhistorisch gut belegtes Beispiel eines spätmittelalterlichen städtischen Badhauses Seltenheitswert. Es entstand offenbar unmittelbar nach dem Stadtbrand von 1340 und erfuhr im 15. Jahrhundert einen weitgehenden Neu- und Umbau. Ab 1711 wurde das Gebäude allerdings nur noch als Wohn- und Schulhaus genutzt. Bis heute ist im Erdgeschoss die gewölbte Badstube erhalten geblieben. Das Badhaus ist ein wichtiges Zeugnis der Kulturgeschichte und dokumentiert in eindrucksvoller Weise mittelalterliche Freizeitgestaltung sowie Badekultur. Es hat darüber hinaus orts- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert und darf zu den ältesten sicher datierten Profanbauten Eberbachs gerechnet werden. |
96965374 | |
| Forstamt | Luisenstraße 18/1 (Karte) |
Zweigeschossiger verputzter Massivbau mit flach geneigtem Satteldach, Horizontalgliederung durch umlaufenden Sohlbankgesims und Sturzbänder, an der Giebelseite flacher, dreiachsiger Mittelrisalit, im Giebel Thermenfenster, Entwurf vielleicht von Jakob Friedrich Dyckerhoff, 1. Hälfte 19. Jahrhundert
Das Gebäude des ehem. Forstamtes schließt in repräsentativer Weise eine traufständige Hauszeile aus der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts als besonders hervorgehobener Kopfbau ab. Die qualitätvolle klassizistische Fassadengestaltung, sichtlich beeinflusst von dem badischen Baudirektor Friedrich Weinbrenner, lässt sich wohl dessen Schüler Jakob Friedrich Dyckerhoff (1774-1845) zuschreiben, der 1819-1832 Bauinspektor des Neckarkreises war. Sie zeigt den Einfluss der stilprägenden Residenzhauptstadt Karlsruhe auf das Baugeschehen im Land und ist Ausweis einer badischen Staatsbaukunst in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der Bau hat darüber hinaus verwaltungs- und ortsgeschichtliche Bedeutung, setzte sich doch die Funktion der kurpfälzischen Amtsstadt nach 1806 in der nun badischen Bezirksstadt mit ihren verschiedenen behördlichen Funktionen fort. |
96965818 | ||
| Mühlanwesen | Mühlenweg 8, 10 (Karte) |
Heute noch bestehend aus Hauptgebäude und Nebengebäude, zweigeschossiges Hauptgebäude als Fachwerkbau mit Halbwalmdach, Giebelwand zum Mühlbach mit Wasserrad und Antrieb massiv gemauert, wohl frühes 18. Jahrhundert, nordöstlicher Anbau Vergrößerung eines schon Ende 19. Jahrhunderts bestehenden Anbaus; größeres Nebengebäude als Kellermagazin, kleiner Bau parallel zum ehem. Mühlrad, wohl aus den 1920/30er-Jahren, im Kern 1579 (i)
Die Mühle im Holdergrund war eine „eigentümliche“ (im Kontrast zu herrschaftlichen) Mahlmühle. Sie findet 1599 zusammen mit neun Mühlen am Holderbach Erwähnung, geht jedoch ausweislich der inschriftlichen Datierung 1579 eines Nebengebäudes weiter ins 16. Jahrhundert zurück. Das Mühlengebäude und das Nebengebäude dokumentieren einen der ehemals zahlreichen Mahlbetriebe entlang des Gefälles des Holderbaches. Das Mühlwesen spielte in Eberbach lange eine bedeutende Rolle. Da die Industrialisierung in der Gemeinde nur langsam Fuß fasste, behielten die Müller ihre wirtschaftliche Position bis weit ins 19. Jahrhundert bei. Das Gehöft im Holdergrund ist das einzig erhaltene Mühlanwesen in Eberbach. Als authentischer Zeuge der vorindustriellen Wirtschaftsgeschichte Eberbachs ist es von großer heimatgeschichtlicher Bedeutung. Von den archivalisch bekannten Mühlen der Stadt Eberbach gehört das Anwesen zu den ältesten: Besteht das Nebengebäude schon seit ca. 500 Jahren, könnte der Mühlenstandort selbst weit älter sein. Das wohl in das frühe 18. Jahrhundert datierende Hauptgebäude weist die charakteristische Funktionsteilung badischer Mühlen von Wohnen und Mahlbetrieb unter einem Dach auf. Als Vertreter eines barocken Mühlenbautyps ist die Erhaltung des Hauses von besonderem wissenschaftlichen und dokumentarischen Interesse. |
100242534 | ||
| Staustufe Rockenau | Neckar; Neckarelzer Landstraße (Karte) |
Bundeswasserstraße 33, Doppelschleuse, Wehr und Kraftwerk, Uferabschnitte mit Uferdeckwerk, Dalben und Fischtreppen, Teil des Kulturdenkmals Neckarkanal, Entwurf Paul Bonatz, 1931-1933 bzw. 1959 Schleuse in Betrieb genommen
Staustufe und Neckarkraftwerk entstanden im Zuge der Kanalisierung und Regulierung des Neckars seit den 1920er-Jahren. Die Schleußenpfeiler aus Beton mit ihren Aufbauten für die Maschinenräume in Ziegeln sind charakteristische Beispiele des technischen Funktionsbaus in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie wurden wie alle Staustufen bis 1936 in ihrer architektonischen Gestalt von Paul Bonatz (1877-1956) entworfen und sind wichtige Zeugnisse der Technik- und Verkehrsgeschichte in Baden-Württemberg. In ihnen verbinden sich Ingenieurbau und architektonisch qualitätvoller Entwurf in harmonischer, das Landschaftsbild nachhaltig prägender Weise. |
98890626 | ||
| Wohn- und Geschäftshaus | Neuer Markt 2 (Karte) |
Zweigeschossiges verputztes Traufeneckhaus, Obergeschoss zum Teil Fachwerk, Krüppelwalmgiebel, Anlage 18./19. Jahrhundert, Ende 19. Jahrhundert und später verändert
Das Gebäude mit dem weit überstehenden, auffälligen Krüppelwalm an der Giebelseite zur Michaelskirche, ist ein anschauliches Beispiel für die frühneuzeitliche Bebauung am Neuen Markt, der seit dem frühen 17. Jahrhundert entstand. Es hat haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert und dokumentiert historische Wohn- und Lebensverhältnisse in Eberbach. |
98865310 | ||
| Gasthaus Rose | Neuer Markt 5 (Karte) |
Zweigeschossiger, traufenständiger Putzbau mit Fachwerkobergeschoss und Krüppelwalm, am Türstock datiert, 1833 (i)
Das Gasthaus in Ecklage belegt den Ausbau der Bebauung um den Neuen Markt in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts. In der Kubatur tradiert es noch barockzeitlichen Hausbau, die Details wie das Traufgesims zeigen aber ein deutlich klassizistisches Gepräge. Der Bau hat für Eberbach haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert und dokumentiert Wohn- und Wirtschaftsverhältnisse in der Biedermeierzeit. |
96965339 | ||
| Wohnhaus | Neuer Markt 8 (Karte) |
Dreigeschossiger, klassizistischer traufständiger Massivbau mit Sandsteingewänden, Satteldach, Frontispiz mit zwei kleinen Fenstern, 1837
Das mit einem Mittelrisalit und Ecklisenen ausgezeichnete, repräsentative klassizistische Wohngebäude von 1837 ist der dominierende Profanbau am Neuen Markt. Es dokumentiert Wohn- und Lebensverhältnisse des Bürgertums zur Biedermeierzeit und belegt den Ausbau dieses wichtigen großen Platzes im Stadtgefüge in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Es hat Zeugniswert für die Eberbacher Haus- und Stadtbaugeschichte in den ersten Jahrzehnten der badischen Herrschaft, als das Städtchen einen gewissen Aufschwung erlebte. |
96965340 | ||
| Gasthaus Zur alten Braustube | Obere Badstraße 2 (Karte) |
Dreigeschossiges Fachwerkgiebelhaus mit massivem Erdgeschoß und Krüppelwalmdach, neben Eingang datiert 1788
Das stattliche, an drei Seiten frei stehende Gebäude, ist ein bezeichnende und ortstypisches Bauwerk des Ausbaues der Innenstadt vor 1800 und hat damit haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert für Eberbach. Als alter Gasthof belegt es die Bedeutung des Neckarstädtchens als Etappenort. |
96965341 | ||
| Dreigeschossiges | Obere Badstraße 2 a (Karte) |
Verputztes, traufständiges Fachwerkwohngebäude mit massivem Erdgeschoss, 1. Hälfte 19. Jahrhundert
Das traufständige Wohngebäude ist ein ortstypisches Bauwerk aus der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts und belegt die tlw. Überprägung der Stadtmitte durch klassizistische Neu- oder Umbauten nach dem Anfall Eberbachs an Baden 1806. Das Gebäude hat damit haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert. |
96965342 | ||
| Wohnhaus | Obere Badstraße 4 (Karte) |
Dreigeschossiger, traufständiger Putzbau, Mansarddach, bauzeitliches Eingangstürblatt, Ende 18. Jahrhundert
Das traufständige Wohnhaus ist ein anschauliches Beispiel für den Hausbau der Spätbarockzeit innerhalb der Stadtmauern und zeichnet sich durch das beschnitzte bauzeitliche Türblatt in Louis-seize-Formen aus, ein anschauliches Beispiel der Qualität des lokalen Handwerks jener Zeit. Das Gebäude hat für Eberbach haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert und dokumentiert frühere Wohn- und Lebensverhältnisse. |
96965343 | ||
| Wohnhaus | Obere Badstraße 5 (Karte) |
Dreigeschossiges Fachwerkeckgebäude mit massivem Erdgeschoss, Giebel mit Krüppelwalm zur Brunnengasse, errichtet um 1548 (d), das Haus 1786 geteilt und dabei das Giebeldreieck erneuert
Der stattliche Bau ist ein anschauliches Beispiel für den Wohnbau in Eberbach an der Wende vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit. Charakteristisch ist die spätere Teilung, wie sie für einige Gebäude schon seit dem Spätmittelalter in Eberbach nachgewiesen ist. Der Bau hat haus- und baugeschichtlichen Zeugniswert für Eberbach und dokumentiert historische Wohn- und Lebensverhältnisse. |
96965344 | ||
| Wohnhaus | Obere Badstraße 6 (Karte) |
Traufständig und dreigeschossig mit Satteldach, massives verputztes Erdgeschoss, Obergeschoss ein konstruktives Fachwerk, 1842
Der traufständige Bau ist ein anschauliches Zeugnis für die teilweise Überformung der inneren Stadt durch Neubauten in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Charakteristisch für die Entstehungszeit ist das rein konstruktive, ursprünglich verputzte Fachwerk der Obergeschosse. Der Bau dokumentiert Wohn- und Lebensverhältnisse des biedermeierzeitlichen Bürgertums und hat für Eberbach haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert. |
96965345 | ||
| Wohnhaus | Obere Badstraße 7 (Karte) |
Dreigeschossiges Fachwerkgebäude, Erdgeschoss massiv, 1548/49 zusammen mit Nr. 5 als ein Gebäude errichtet, 1786 in zwei Wohnhäuser geteilt und östliches Giebeldreieck erneuert
Das Gebäude, das ursprünglich eine Einheit mit der benachbarten Nr. 5 bildete und erst im 18. Jahrhundert abgeteilt wurde, ist ein charakteristisches Dokument der ortstypischen Bauweise in der Stadtmitte über drei Jahrhunderte hinweg und hat haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert für Eberbach. |
96965346 | ||
| Wohnhaus | Obere Badstraße 8 (Karte) |
Dreigeschossiges, verputztes, traufständiges Fachwerkhaus mit massivem Erdgeschoss, um 1800
Das traufständige verputzte Gebäude ist ein ortstypisches Beispiel für den Ausbau der Eberbacher Innenstadt um 1800 und hat damit haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert. Es dokumentiert darüber hinaus Wohn- und Lebensverhältnisse in der Kleinstadt am Ende der Frühen Neuzeit. |
96965348 | ||
| Wohnhaus | Obere Badstraße 9 (Karte) |
Dreigeschossiges, verputztes traufständiges Fachwerkhaus, Satteldach mit klassizistischem Traufgesims, 1614 (d)
Das Gebäude dokumentiert den renaissancezeitlichen Hausbau in der inneren Stadt und die damaligen Wohn- und Lebensverhältnisse des Bürgertums. Es hat damit haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert für Eberbach. |
96965347 | ||
| Wohnhaus | Obere Badstraße 10 (Karte) |
Dreigeschossiges verputztes traufständiges Fachwerkgebäude, Erdgeschoss massiv, baulicher Zusammenhang mit Nr. 12, 16. Jahrhundert
Das Gebäude entstand ursprünglich offenbar in baulichem Zusammenhang mit der benachbarten Nr. 12 und dürfte im Rahmen einer Teilung zum eigenständigen Wohnhaus geworden sein, ein Vorgang, der sich für Eberbach in Mittelalter und Früher Neuzeit öfter belegen lässt. Es dokumentiert den Wohnbau an der Wende vom Spätmittelalter zur Frühen Neuzeit und hat damit haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert. |
96965349 | ||
| Kellertorbogen | Obere Badstraße 11 (Karte) |
Rundbogiger Kellereingang mit Diamantquaderung, 1606 (i)
Der ornamentierte Kellerbogen ist ein anschauliches Beispiel für die Gestaltung der Eberbacher Wohnbauten in der Zeit der Spätrenaissance und hat hausgeschichtlichen Zeugniswert. |
96965350 | ||
| Wohnhaus | Obere Badstraße 12 (Karte) |
Dreigeschossiges Fachwerkgebäude mit Giebel und Krüppelwalm zur Krämergasse, massives Erdgeschoss, am Eingang datiert, 1831 (i), Fachwerk wohl 1. Hälfte 16. Jahrhundert
Der stattliche Bau in Ecklage ist ein anschauliches Beispiel für die Zimmermannskunst der Übergangszeit vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit. Das Fachwerk zeigt für die Region und Entstehungszeit charakteristische, sich überschneidende Querstreben und beschnitzte Knaggen, auf denen die Stockwerksvorkragungen ruhen. Von einem Umbau in der Biedermeierzeit zeugt das massive Erdgeschoss. Der Bau gehört zur älteren Substanz der Eberbacher Innenstadt und hat damit haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert. |
96965351 | ||
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Gasthaus zum Krabbenstein | Obere Badstraße 13 (Karte) |
Dreigeschossiges verputztes, traufständiges Fachwerkgebäude mit Kniestock, Krüppelwalmgiebel zum Heumarkt, massives Erdgeschoss, heutiges Aussehen im wesentlichen Anfang 19. Jahrhundert, Fachwerk wohl älter
Der im Kern wohl ältere Bau erfuhr im Klassizismus einen Um- und Ausbau mit charakteristischem Mezzanin, wie es mehrere Wohnbauten dieser Zeit in Eberbach prägt. Der Bau, der als traditionsreicher Gasthof ortsgeschichtliche Bedeutung hat, besitzt Zeugniswert für die Eberbacher Haus- und Stadtbaugeschichte. |
96965352 | |
| Ehem. ev.-luth. Kirche | Obere Badstraße 22 (Karte) |
Heute Wohnhaus, dreigeschossiger Massivbau mit Schweifgiebel und Konsolgesims, über Eingang Inschrifttafel der Erbauung von 1777, nach 1821 aufgegeben und zum Wohnhaus umgebaut, 1823; am Kornmarkt Hochwassermarke von 1789 (i)
Mit der Reformation im 16. Jahrhundert wurde Eberbach erst lutherisch und schließlich, in einer zweiten Phase, durch die Kurfürsten von der Pfalz reformiert. Die Reformierten übernahmen die alte Stadtpfarrkirche vor den Mauern, die heutige ev. Michaelskirche, und teilten sie seit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts in einem Simultaneum mit den Erbacher Katholiken. Die Lutheraner erbauten sich 1777 innerhalb der Stadtmauern ein eigenständiges einfaches Gotteshaus, das bis 1821 genutzt und 1823 zu einem klassizistischen Wohnhaus mit origineller Giebellösung umgebaut wurde. Das Gebäude hat damit wichtigen Zeugniswert für die Eberbacher Stadt- und Konfessionsgeschichte in der Frühen Neuzeit und bezeugt mit dem Umbau zum Wohnhaus die Stadtbaugeschichte in der Epoche des Biedermeier. |
96965353 | ||
| Hälfte eines ehemaligen Doppelwohnhauses | Obere Badstraße 32, 34 (Karte) |
Dreigeschossiges, verputztes, giebelständiges Fachwerkgebäude, massives Erdgeschoss, Krüppelwalmdach, 17./18. Jahrhundert, im Kern wohl älter
Die Doppelhaushälfte entstand wohl durch eine nachträgliche Teilung eines weitaus stattlicheren, im Kern den Befunden nach spätmittelalterlichen Wohnbaus und ist damit durchaus charakteristisch für Eberbach, wo seit dem Mittelalter innerhalb der eng gefassten Mauern mehrfach solche Teilungen belegt sind. Der Bau hat damit Zeugniswert für die Haus- und Stadtbaugeschichte Eberbachs. |
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| Kath. Pfarrhaus | Odenwaldstraße 16, 18 (Karte) |
Zweigeschossiger verputzter Massivbau mit flach geneigtem Walmdach, hohes Sockelgeschoss, Gliederung durch Kranzgesims, umlaufendes Sohlbankgesims, Erdgeschoss mit Rundbogenfenstern, großer Rundbogeneingang mit eingestellten Säulchen und Archivolte, 1834
Der stattliche Bau erhebt sich ortsbildprägend leicht erhöht im Areal des alten Friedhofs und wurde in der Art eines italienischen Palazzo gestaltet. Er stellt ein anschauliches Beispiel für die durch den badischen Baudirektor und Hochschullehrer Heinrich Hübsch geprägte Richtung des romantischen Klassizismus dar, die durch Anleihen aus der italienischen Frührenaissance und der Romanik geprägt ist und einen frühen Historimus vertritt. Der Bau belegt dabei eindrucksvoll den Einfluss der Residenzhaupstadt und ihrer Architektur auf die Provinz und das badische Staats- und Kirchenbauwesen. Er ist zugleich Zeugnis der Kirchengeschichte Eberbachs, dessen katholische Gemeinde im Zug gegenreformatorischer Bemühungen der pfälzischen Kurfürsten seit dem späteren 17. Jahrhundert entstanden war. |
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| Ehem. Friedhofskreuz | Odenwaldstraße 20 (Karte) |
Sandstein, vor dem Chor der Kirche aufgerichtet, Ende 19. Jahrhundert
Das Friedhofskreuz, charakteristisches Ausstattungselement christlicher Begräbnisstätten, das an den Opfertod Jesu für Erlösung der Menschheit vom Tod erinnert, ist eine qualitätvolle, ausdrucksstarke Sandsteinarbeit und ein anschauliches Beispiel für religiöse Plastik im 19. Jahrhundert unter dem Einfluss des Klassizismus. |
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Kath. Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk | Odenwaldstraße 20 (Karte) |
Dreischiffige Gewölbebasilika in rotem Sandstein, Zweiturmfassade, Steinfiguren von Julius Seitz, anstelle der Friedhofskapelle nach Plänen von Baurat Adolf Williard unter Mitarbeit von Bauinspektor Wilhelm Lutz und unter Leitung des Erzbischöflichen Bauinspektors Ludwig Maier, 1884-1887, Chorapsis umgebaut 1970/71
Die kath. Pfarrkirche bildet mit ihrer erhöhten Lage und der Zweiturmfront ein ortsbilddominierendes Gebäude. Sie entstand für eine stark angewachsene kath. Kirchengemeinde, deren Ursprünge in den gegenreformatorischen Bemühungen der pfälzischen Kurfürsten im späteren 17. Jahrhundert zu suchen sind. Anfänglich nutzten die Katholiken bis 1707 die alte Stadtpfarrkirche mit den Reformierten als Simultaneaum, schließlich erhielten sie die mittelalterliche Friedhofskapelle als eigene Kirche zugewiesen. Die war die älteste Kirche Eberbachs und reichte in die Zeit vor der Stadtgründung zurück, die Entstehung muss schon vor 1000 angenommen werden. Im Bereich um diese Kirche lag der älteste weilerartige Siedlungsansatz Ebersbachs. Nach Gründung der Stadt südlich davon um 1230 blieb dieses Gotteshaus bis 1518 Pfarrkirche. Nach dem Bau einer neuen Kirche (1426-1429) beim Oberen Tor wurde sie zur Friedhofskapelle. Anstelle derselben wurde 1884 die kath. Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk nach Plänen des Erzbischöflichen Bauinspektors Ludwig Maier (1848-1915) in Neurenaissanceformen errichtet. Sie ist mit ihrer Fassadengestaltung und vor allem dem weiten, lichten basilikalen Innenraum ein ausgesprochen qualitätvolles Beispiel für den katholischen Kirchenbau des Historismus in Baden und in ihren Stilformen eher ungewöhnlich, bevorzugte man in der Regel doch Gotik oder Romanik. Möglicherweise sollten hier historische Bezüge zur Gegenreformation hergestellt werden. Ein Zeugnis jüngerer Kirchenkunst stellen die qualitätvollen Farbfenster von Valentin Feuerstein im 1970/71 neu gestalteten Chorraum dar. Die Kirche hat damit nicht nur orts- und kirchen-, sondern auch kunstgeschichtliche Bedeutung. |
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| Friedhof mit Resten der Einfriedung | Feuergrabengasse 3; Friedrichstraße; Odenwaldstraße 16, 20 (Karte) |
Im 19. Jahrhundert tlw. mit Pfarrkirche, Pfarr- und Gemeindehaus überbaut, im Kern mittelalterliche Anlage
Das Areal des mittelalterlichen Friedhofs lag aus Platzgründen vor den Toren der inneren Stadt. An Stelle der älteren Friedhofskapelle entstanden hier im Lauf des 19. Jahrhunderts mehrere Neubauten für die stark angewachsene katholische Kirchengemeinde Eberbachs, die seit dem späten 17. Jahrhundert besteht. Die Anlage hat orts- und kirchengeschichtliche Bedeutung. |
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| Kath. Gemeindehaus | Odenwaldstraße 22 (Karte) |
Schwesternhaus und Kindergarten mit steinerner Grundstückseinfassung, bauliches Pendant zum Pfarrhaus (s. Odenwaldstraße 16), zweigeschossiger verputzter Massivbau mit flach geneigtem Walmdach, umlaufendes Sohlbankgesims, offene dreibogige Eingangshalle, zweites Viertel des 19. Jahrhunderts
Zusammen mit dem stilistisch ähnlichen Pfarrhaus rahmt das Gemeindehaus die kath. Pfarrkirche ein. Es ist ein charakteristisches Beispiel für den romantischen Klassizismus der Schule des Karlsruher Hochschulprofessors und badischen Baudirektors Heinrich Hübsch, der mit seinen an der italienischen Frührenaissance und der Romanik angelehnten Stilformen den strengen Klassizismus der Weinbrenner-Schule überwand und zu einem eigenständigen Stil fand und so die Staats- und Kirchenbaukunst des Großherzogtums nachhaltig prägte. Das Gebäude stellt dabei den Vertreter einer völlig neuen Bauaufgabe dar, in der sich die zunehmende Demokratisierung des kirchlichen Gemeindelebens im 19. Jahrhundert abzeichnet. Gemeindehäuser als Mittelpunkte des kirchlichen Lebens jenseits der Gottesdienste waren ebenso neu wie Kindergärten. Der Bau hat damit wichtige Bedeutung für die orts- und katholische Konfessionsgeschichte Eberbachs. |
96965360 | ||
| Wohn- und Geschäftshaus | Odenwaldstraße 26 (Karte) |
Zweigeschossiger Massivbau, neugotische Sandsteingliederung, Traufenstellung mit Fachwerkgiebel, errichtet nach Plänen des Zimmermeisters Kurt Banspach I., 1910 (i)
Das Gebäude ist ein charakteristischer Vertreter des späten Historismus. Mit der Anlehnung an Formen der deutschen Spätgotik und Frührenaissance suchte das patriotische Bürgertum der wilhelminischen Ära sich in der spätmittelalterlich-renaissancezeitlichen Blütezeit der großen Reichsstädte zu verorten. Der Bau hat Zeugniswert für die bauliche Entwicklung Eberbachs im frühen 20. Jahrhundert und zeugt vom Aufschwung und Wachstum der badischen Bezirksstadt seit dem Eisenbahnanschluss im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Mit dem Fachwerkgiebel zeigte der Bauherr als Zimmermann seine eigenen Fähigkeiten. |
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| Villa Kappes | Odenwaldstraße 67 (Karte) |
Zweigeschossig, massiv, verputzt, im späten neubarocken Stil, nach Plänen von Friedrich Deschner für Friedrich Kappes, 1925
Die Villa ist ein anschauliches und zugleich für die Provinz charakteristisch verspätetes Beispiel für die Reformarchitektur, die sich gerne an spätbarocke und frühklassizistische Vorbilder des späten 18. Jahrhunderts anlehnte. Sie prägt auch heute noch die Ausfallstraße und belegt mit ihrer Anlehnung an Herrenhäuser den Repräsentationsanspruch des gehobenen, politisch konservativen Bürgertums zur Zeit der Weimarer Republik. |
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Wohnhaus | Pfarrgasse 9 (Karte) |
Sog. Jakob Feuersteinsches Haus, später Schulhaus, dreigeschossig mit Satteldach, Traufseite auf der Stadtmauer, massives verputztes Erdgeschoss, zwei auf Balkenköpfen vorkragende Fachwerkgeschosse, teilweise mit Verblattungen, um 1427 (d), zweigeschossiger Anbau mit Walmdach, 1570, Säule an der Nordecke mit Datierung eines Umbaus, 1575 (i)
[s. Stadtbefestigung, Backhausgasse 1] Das sog. Jakob Feuersteinsche Haus ist eines der markantesten Gebäude der Stadt und prägt zusammen mit dem Bettendorfschen Hof den Stadtmauerabschnitt Blauer Hut - Rosenturm. Es erhebt sich im Areal des hochmittelalterlichen Kaiserlichen Hofs, der erstmals 1368 erwähnt wird, wohl die alte Stadtburg der staufischen Stadtgründer. Es gibt eine Reihe von Gründungsstädten des 12. bis 14. Jahrhunderts, in denen die Burg bzw. der Hof des Stadtherrn (hier des Kaisers bzw. Königs) in einer Ecke der Wehrmauer liegt. Es ist anzunehmen, dass ursprünglich der größere Teil bzw. das gesamte Areal zwischen Mauer, Hauptstraße und Pfarrgasse wie auch Pfarrhofgasse 1-3 das Gebiet des Kaiserlichen Hofes ausmachte. 1427 vertauschte die Kurpfalz den Hof, in deren Besitz er sich seit dem 14. Jahrhundert befand, gegen das Steinhaus (s. Kellereistraße 36) an Peter von Thalheim. 1539 diente der Bau als Wohnhaus des Jakob Feuerstein, von dem es den Namen trägt, und wurde damals von der Stadt als Schule erworben. Er ist nicht nur ein wichtiges Zeugnis spätmittelalterlichen Hausbaus in Eberbach, sondern auch der Stadtbau- und der Ortsgeschichte. |
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Wohnhaus | Pfarrhof 2 (Karte) |
Später kath. Pfarrhaus, zweigeschossiges Fachwerkgebäude mit massivem Erdgeschoss, in Traufenstellung, rundbogiges Kellerportal, soll 1567 schon erwähnt sein, von 1711 bis 1830 kath. Pfarrhaus
Das im Kern renaissancezeitliche Gebäude diente zwischen 1711 und 1830 als Pfarrhaus der katholischen Kirchengemeinde. Diese war im Rahmen gegenreformatorischer Bemühungen der Kurfürsten von der Pfalz seit Ende des 17. Jahrhunderts in Eberbach entstanden. Das Haus hat damit nicht nur baugeschichtlichen Zeugniswert für Eberbach, sondern ist auch wichtiges Dokument der frühneuzeitlichen Konfessionsgeschichte. |
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| Grenzstein | Reisenbach (Karte) |
Markgräflich badisches und auf anderer Seite fürstl. Leiningen’sche Wappen und die Jahrszahl 1778
Der Grenzstein markiert historische Territorialgrenzen, wobei Jahreszahl und Territorialwappen nicht kongruent gehen. Denn erst 1803 entstand im Odenwald ein neues Fürstentum Leiningen, um die Reichsfürsten von Leiningen für den Verlust ihrer linksrheinischen Gebiete an das revolutionäre Frankreich durch bisher kurpfälzische Gebiete zu entschädigen. Sie grenzten an die ebenfalls durch Mediatisierungen von kurpfälzischem Gebiet erweiterte Markgrafschaft Baden. Dabei wurden offenbar ältere Grenzsteinsetzungen mit neuen Wappen versehen. Nur drei Jahre später fiel das Fürstentum Leiningen an das zum Großherzogtum erhobene Baden, der Grenzstein dürfte aber weiterhin das Gebiet der nun badischen Standesherrschaft der Fürsten zum direkten Staatsgebiet Badens markiert haben. |
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| Wohnhaus | Rosengasse 1 (Karte) |
Dreigeschossiges, verputztes Fachwerkgiebelhaus mit massivem Erdgeschoss, Satteldach, erbaut 1570 (d)
Das Gebäude ist mit seinen Stockwerksvorkragungen ein anschauliches Beispiel für den renaissancezeitlichen Hausbau in der inneren Stadt von Eberbach. Es hat haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert. |
96965367 | ||
| Doppelwohnhaus | Rosengasse 3, 5 (Karte) |
Dreigeschossiges, verputztes Fachwerkgiebelhaus mit massivem Erdgeschoss, Satteldach, im Kern wohl 17. Jahrhundert
Der Bau dürfte im Kern ins 17. Jahrhundert zurückreichen und steht an einer der in Richtung neckarseitiger Stadtmauer laufenden Gassen. Das Gebäude ist dabei ein anschauliches Beispiel für die Doppelhäuser unter einem gemeinsamen Giebel, die Zeugnisse offenbar nachträglicher Hausteilungen sind, wie sie in der engen Eberbacher Innenstadt seit dem Spätmittelalter belegt sind. Es hat damit haus- und stadtbaugeschichtliche Bedeutung. |
96965368 | ||
| Gefallenendenkmal | Sandweg 2/1 (Karte) |
Findling mit Schrifttafel aus schwarzem Granit mit den Namen der Gefallenen des Ersten Weltkriegs, davor kleine Tafel gestellt mit Gedenktafel der Gefallenen des Zweiten Weltkrieges
Der Gedenkstein und die nach 1945 davor platzierte Tafel erinnern an die Gefallenen aus dem heutigen Stadtteil Neckarwimmersbach. Sie sind als Zeugnisse der lokalen Erinnerungskultur und der Verstrickung einer kleinen Gemeinde in größere historische Zusammenhänge von ortsgeschichtlichem Wert. |
96965369 | ||
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Jagdschloss Emichsburg | Schrotstöck (Karte) |
Ruine, Mauerreste, meist Trockenmauern aus Naturstein, erbaut für Fürst Karl von Leiningen, 1828, teilweise abgebrochen 1844, Turm und Küchenbau geplündert 1848, danach Verfall und Abtragung; daneben Jagdhaus, zweigeschossiger, verschindelter Fachwerkbau mit Satteldach, hohes Kellergeschoss in Werkstein, um 1900
Die Mauerreste sind Zeugnis der Standesherrschaft der Fürsten von Leiningen im Odenwaldgebiet. Diese hatten 1803 die bisher kurpfälzische Landesherrschaft in der Region übernommen, waren aber schon kurz darauf 1806 durch das Großherzogtum Baden mediatisiert worden. Als Standesherren übten sie aber bestimmte Reservatrechte aus, so behielten sie auch die Jagdhoheit, die ihren sichtbaren Ausdruck in dem Bau eines Jagdschlosses, der sog. Emichsburg, fand. Benannt wurde das in frühhistoristisch-romantischer Weise als Burg gestaltete Jagdschloss nach der Emichsburg bei Bockenheim in der Pfalz, einem alten Sitz der Grafen und späteren Fürsten von Leiningen, und spielte dabei auch in romantischer Weise auf die mittelalterlichen Vorfahren mit Namen Emich an. Bereits 1844 wurden Teile der Anlage abgebrochen, die übrigen Bauten während der Revolution 1848 von aufrührerischen Bauern geplündert und danach niedergelegt, zumal mit der Revolution dem Adel auch die hoheitlichen Jagdprivilegien verloren gingen. Erst um 1900 entstand neben den Ruinen des Turmbaus ein bescheidenes neues Jagdhäuschen. Die Reste und das Haus sind Zeugnisse der Herrschaftsgeschichte und adeligen Jagdkultur im 19. Jahrhundert. |
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| Laufbrunnen | Untere Badstraße 23 (Karte) |
Sog. Badbrunnen, kleines mehreckiges Steinbecken, darüber als Bekrönung ein Kuckuck und als eiserner Auslauf ein Fisch, 1930 (i)
Der reizvolle Brunnen, in der Blickachse der auf das Haus zuführenden Gasse gelegen, ist ein charakteristisches Element der Stadtverschönerung in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er zeigt eine für diese Zeit in Eberbach selten überlieferte skulpturale Gestaltung. |
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| Wohnhaus | Untere Badstraße 23 (Karte) |
Zweigeschossiges, massives Eckwohn- und Geschäftsgebäude mit Krüppelwalmdach, Anfang 19. Jahrhundert
Das Gebäude aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts bezeugt den Ausbau der Kernaltstadt in den Anfangsjahren der großherzoglich-badischen Herrschaft mit Neubauten. Mit seiner Kubatur tradiert das Haus dabei in zeittypischer Weise in der Barockzeit etablierte Formen. Es hat haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert und dokumentiert historische Wohn- und Lebensverhältnisse des Bürgertums zu Anfang der Biedermeierzeit. |
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| Wohnhaus | Untere Badstraße 30 (Karte) |
Dreigeschossiges, verputztes Fachwerkgebäude mit gebrochenem Krüppelwalmdach, im Bestand wohl 16./17. Jahrhundert, Dach und Fenster Anfang 19. Jahrhundert überarbeitet
Der stattliche Bau dokumentiert das Bauen und die Veränderungen in der Eberbacher Kernstadt im Lauf der Frühen Neuzeit und die Lebens- und Wohnverhältnisse. Es hat daher haus- und sozial- wie auch stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert. |
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| Wohn- und Geschäftshaus | Untere Badstraße 32 (Karte) |
Zweigeschossiges, massives Eckgebäude mit Fachwerkgiebel, Mansarddach und Eckerker, im Obergeschoss rekonstruiert, 1924
Das eine städtebaulich prägnante Ecke markant besetzende Eckhaus belegt die ortsgebundene Bauweise im Sinne des Heimatschutzes und damit die denkmalpflegerische Praxis der 1920er-Jahre. |
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| Schule | Weidenstraße (Karte) |
Zweigeschossiger, spätklassizistischer Massivbau mit Mittelrisalit, verputzt mit Walmdach, um die Mitte des 19. Jahrhunderts
Der klassizistische Bau ist ein anschauliches Beispiel für Schulgebäude aus der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts im Großherzogtum Baden, die in der Regel durch die Gemeinden finanziert werden mussten. Es handelt sich dabei um das älteste als solches erbaute Schulgebäude in Eberbach und hat stadtgeschichtlichen Zeugniswert. |
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| Wohnhaus | Zwingerstraße 11 (Karte) |
Dreigeschossiger, traufständiger Putzbau, steht auf der mittelalterlichen Stadtmauer, verputztes Fachwerkobergeschoss, Ende 18. Jahrhundert
[s. Stadtbefestigung, Backgasse 1] Der stattliche traufständige Bau verdeutlicht, wie seit dem Dreißigjährigen Krieg die Stadtmauer zunehmend ihre Wehreigenschaft einbüßte und mit Wohnhäusern überbaut wurde. Das Gebäude hat für Eberbach haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert und dokumentiert historische Wohn- und Lebensverhältnisse innerhalb der räumlich beengten Stadt. |
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| Wohnhaus | Zwingerstraße 12 (Karte) |
Auf der Stadtmauer, zweigeschossiger Massivbau mit Polygonerker, 18./19. Jahrhundert
[s. Stadtbefestigung, Backgasse 1] Der Bau, der im Kern aus dem 18./19. Jahrhundert stammt, verdeutlicht, wie seit der Barockzeit die Stadtmauer unter Aufgabe ihrer Verteidigungseigenschaft mit Wohnhäusern überbaut wurde, umso mehr Raum in der engen Innenstadt zu gewinnen. Der Bau hat daher für Eberbach haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert. |
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| Wohnhaus | Zwingerstraße 13 (Karte) |
Zweigeschossiges, verputztes Wohngebäude, auf der Stadtmauer, erste Hälfte des 19. Jahrhunderts
[s. Stadtbefestigung, Backgasse 1] Der schlichte Bau ist charakteristisch für die einfacheren Wohnhäuser der Biedermeierzeit und belegt, wie seit der Barockzeit die Stadtmauer unter Aufgabe ihrer Verteidigungseigenschaft zunehmend überbaut wurde. Das Gebäude hat damit für Eberbach haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert und dokumentiert historische Wohn- und Lebensverhältnisse. |
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| Wohnhaus | Zwingerstraße 14 (Karte) |
Viergeschossiger Massivbau, zwei untere Geschosse in die mittelalterliche Stadtmauer eingebaut, rundbogiges Portal vermauert, zwei oberste Geschosse verschindelt, 18./19. Jahrhundert
[s. Stadtbefestigung, Backgasse 1] Der Bau belegt anschaulich, wie seit der Barockzeit die Verteidigungseigenschaft der Stadtbefestigung aufgegeben und die Mauer mit neuen Wohngebäuden überbaut wurde. Das Haus hat damit für Eberbach haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert und dokumentiert historische Wohn- und Lebensverhältnisse in der räumlich beengten Stadt. |
96965383 | ||
| Wohnhaus | Zwingerstraße 15 (Karte) |
Dreigeschossiges Giebelhaus, verputzt, Fachwerkobergeschoss, Krüppelwalmdach, auf der Stadtmauer, 17./18. Jahrhundert
[s. Stadtbefestigung, Backgasse 1] Das Gebäude verdeutlicht, wie seit der Barockzeit die Stadtmauer unter Aufgabe ihrer Wehreigenschaft zunehmend mit neuen Wohnhäusern überbaut wurde, um in der beengten Innenstadt mehr Platz zu schaffen. Das Haus hat damit für Eberbach haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert und dokumentiert historische Wohn- und Lebensverhältnisse. |
96965385 | ||
| Wohnhaus | Zwingerstraße 16 (Karte) |
Zweigeschossiges Massivgebäude, an Stadtmauerturm „Blauer Hut“ und Stadtmauer angebaut, 1850
[s. Stadtbefestigung, Backgasse 1] Das spätklassizistische Wohngebäude ist ein Beispiel des um die Jahrhundertmitte erfolgten Ausbaues der Neckarfront mit Wohnbauten, in welche der Unterbau der militärisch aufgegebenen Stadtmauer einbezogen wurden. Es hat damit für Eberbach haus- und stadtbaugeschichtlichen Zeugniswert und dokumentiert bürgerliche Wohn- und Lebensverhältnisse der Biedermeierzeit. |
96965386 |
Friedrichsdorf
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Einhaus | Baumannstraße 11 (Karte) |
Eingeschossiges Fachwerkhaus auf Hochkeller mit vier Schweineställen, mit Sandsteinsegmentbogen zwischen Wohnhaus und Scheunenteil, Satteldach, lt. Jahreszahl auf dem Grenzstein wohl 1839 erbaut, einläufige Freitreppe erneuert
Das Gebäude, das im sog. Unterdorf steht, ist ein anschauliches Beispiel für ein Odenwälder Bauernhaus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und das am besten überlieferte und zugleich älteste bäuerliche Anwesen im Ortsteil. Charakteristisch für die Häuser der Region ist das über eine Außentreppe erschlossene Wohnobergeschoss in Fachwerk, das mit hölzernen Langschindeln verkleidet ist und über einem steinernen, wirtschaftlich genutzten Unterbau steht. Die Zwillingsfenster zeigen die Lage der Stube in einer der Hausecken an. Der Bau hat wichtigen Zeugniswert für die Haus- und Siedlungsgeschichte Friedrichsdorfs, das erst 1614 durch die Herren von Hirschhorn gegründet und nach totaler Verwüstung im Dreißigjährigen Krieg ab 1680 neu besiedelt wurde. |
96965401 | ||
| Ev. Kirche | Baumannstraße 21 (Karte) |
Saalbau in Sandstein, Satteldach mit über Eck gesetztem, verschindeltem Dachreiter, im Westen wimpernbekröntes Portal, darüber Fensterrose, Rundbogenfenster, im Osten eingezogener Sakristeianbau, errichtet nach Entwurf der Ev. Kirchenbauinspektion Heidelberg, 1896, Sakristeianbau 1957/58
Das erst im 1614 gegründete und nach Verwüstung im Dreißigjährigen Krieg ab 1680 neu besiedelte Friedrichsdorf war eine arme Gemeinde und besaß bis ins 19. Jahrhundert keine eigenständigen Kirchengebäude für die ansässigen Katholiken wie Lutheraner. Erst 1896 konnte ein einfacher „Betsaal“ ohne Turm, finanziert durch Spenden und unter tatkräftiger Mitwirkung der evangelischen Einwohner verwirklicht werden. Den Plan zu dem in Formen der Neuromanik gehaltenen Bau lieferte die Ev. Kirchenbauinspektion Heidelberg. Er bietet ein anschauliches Zeugnis für die kleineren protestantischen Sakralbauten des späten Historismus in Baden. Die erhöht stehende Kirche ist Wahrzeichen des südlichen Ortsteiles und wichtiges bauliches Zeugnis der Kirchen- und Ortsgeschichte Friedrichsdorfs. |
96965402 | ||
| Friedhof | Friedhofweg (Karte) |
Umgeben von historischer Bruchsteinmauer mit giebelförmiger Abdeckung
Die Friedrichsdorfer Friedhof liegt zwischen Ober- und Unterdorf. Er wurde erst 1869 angelegt, zuvor mussten die Toten nach Strümpfelbrunn oder Katzenbach gebracht werden - je nach Konfession. Die Mauer datiert aus der Zeit der Anlage des Begräbnisplatzes und dokumentiert so ein Stück Ortsgeschichte. |
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| Gefallenendenkmal | Friedhofweg (Karte) |
Als Friedhofskreuz gestaltet, für die Gefallenen 1914/18, zum Gedenken an die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs 1939/45 erweitert
Das Gefallenendenkmal steht am zentralen Memorialort der Gemeinde Friedrichsdorf, dem Friedhof zwischen Ober- und Unterdorf. Es übernimmt in seiner rein christlich konnotierten Ausführung mit dem Gekreuzigten die Funktion des traditionellen Friedhofskreuzes und erinnert an die Toten der beiden Weltkriege. Das Denkmal belegt damit die lokale Erinnerungskultur im Rahmen größerer historischer Zusammenhänge und hat ortsgeschichtlichen Zeugniswert. |
96965404 | ||
| Wohnstallhaus | Hesselbacher Weg 6 (Karte) |
Sog. Odenwälder Bauernhaus, eingeschossiges Fachwerkgebäude auf massivem Hochkeller, am Portal 1769 datiert, später aufgebautes verschindeltes Zwerchhaus
Das langgestreckte, eingeschossige Fachwerkgebäude auf massivem Hochkeller ist ein typisches Odenwälder Bauernhaus der Frühen Neuzeit und das älteste erhaltene Gebäude des Ortsteiles. Authentisch überliefert ist die Fachwerkkonstruktion mit der bauzeitlichen Füllung der Gefache aus lehmbestrichenem Flechtwerk. Charakteristisch für die Region ist die im 19. Jahrhundert vorgenommene Verschindelung des Mittelteils mit dem jüngeren Zwerchhausaufbau. Das Gebäude dokumentiert anschaulich Lebens- und Wirtschaftsweisen auf dem Land und den ländliche Hausbau in der Vormoderne. |
96965417 | ||
| Kath. Kirche Maria Rosenkranzkönigin | Höhfeldstraße 1 (Karte) |
Saalbau in roten Sandsteinquadern, Satteldach mit polygonalem Dachreiter, eingezogener Polygonalchor, an der Nordseite Sakristeianbau mit Satteldach, Westfassade mit Blendspitzbögen und Spitzbogenportal sowie großem, zweiteiligem Spitzbogenfenster, flach gedeckter Innenraum, bauzeitliche ornamentale Ausmalung von Wänden und Decke, neugotischer Hochaltar und Pietà; 1893
Das erst 1614 durch Friedrich von Hirschhorn gegründete und nach dem Dreißigjährigen Krieg wiederbesiedelte Friedrichsdorf verfügte bis ins späte 19. Jahrhundert über keine eigenen Kirchenbauten. Am Ort lebten sowohl Katholiken als auch Lutheraner, beide Gemeinden erreichten erst in den 1890er-Jahren den Bau eigener Gotteshäuser. Die Kath. Filialkirche Maria Rosenkranzkönigin wurde 1893 in neugotischen Formen errichtet und steht in Hanglage gut sichtbar über dem nördlichen Ortsteil. Sie ist ein charakteristisches Beispiel für einen kleineren katholischen Kirchenbau des späten Historismus in der Diözese Freiburg bzw. im Großherzogtum Baden. Sie zeigt seit der letzten Instandsetzung wieder die restaurierte bauzeitliche Ausmalung, die einen Eindruck eines charakteristischen historistischen Sakralraumes im späten 19. Jahrhundert vermittelt. Der Bau hat orts- und kirchengeschichtlichen Zeugniswert für Friedrichsdorf. |
96965405 | ||
| Bildstock | Mainzer Weg (Karte) |
Pfeiler mit Aufsatz und bekrönendem Kreuz, aus rotem Sandstein mit Kreuzigungsrelief, 1706 (i)
Der Bildstock ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität der Barockzeit. Er ist wichtiges Element in der durch solche kleinen Andachtsstätten gleichsam sakralisierten Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region. |
96965419 | ||
| Bildstock | Mainzer Weg (Karte) |
Pfeiler mit Kopf und Heiligblutdarstellung, aus rotem Sandstein mit Reliefaufsatz, 1756 oder 1758 gesetzt
Der Bildstock ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität der Barockzeit. Er ist wichtiges Element in der durch solche kleinen Andachtsstätten gleichsam sakralisierten Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region. |
96965420 | ||
| Bildstock aus rotem Sandstein mit Relief | Mainzer Weg (Karte) |
1796 (i)
Der Bildstock ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität der Barockzeit. Er ist wichtiges Element in der durch solche kleinen Andachtsstätten gleichsam sakralisierten Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region. |
96965421 | ||
| Hofanlage aus Wohnhaus und Schweinestall | Mainzer Weg 1 (Karte) |
Eingeschossiges Fachwerkhaus auf massivem Hochkeller mit Rundbogenportalen, Sandsteinfreitreppe und verschindeltem Giebel, Satteldach, linker Teil des Einhauses massiv ersetzt und zum Wohnhaus umgebaut, im Winkel dazu Schweinestall mit Fachwerkaufbau, 1852 (i)
Die Gebäude repräsentieren den größten Bauernhof des Ortsteiles um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Sie belegen mit dem Wohnhaus, das noch Teile der alten Stubenausstattung aufweist, und den Wirtschaftsgebäuden anschaulich die Lebensverhältnisse auf einem Odenwaldhof. Die Anlage hat zudem siedlungsgeschichtliche Bedeutung. |
96965418 | ||
| Steinkreuz mit Hammer und Zange auf dem Kreuzesbalken | Brunnenwiesen (Karte) |
Fundament aus Bruchsteinen gemauert, wohl 15./16. Jahrhundert
Das steinerne Wegkreuz mit eingravierten Leidenswerkzeugen (Hammer und Zange) ist ein anschauliches Zeugnis spätmittelalterlicher Frömmigkeit und wichtiges Element der historischen Kulturlandschaft, die durch solche religiösen Andachtsorte an Wegrändern und besonderen Punkten quasi sakralisiert wurde. |
96965422 |
Lindach
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Scheune | Kastanienstraße (Karte) |
Verputzter Massivbau aus Bruchsteinmauerwerk mit Mansarddach mit Krüppelwalmen, Eckquaderung, Korbbogeneinfahrt, erbaut für Georg Wagner, 1823 (i)
Der stattliche, das Straßenbild mitprägende Scheunenbau zeigt mit seinen Bauformen wie dem Mansarddach mit Krüppelwalmen und dem großen Korbbogentor die lang anhaltende Tradition barockzeitlichen Bauens auf dem Land bis in die 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Scheune ist ein anschauliches und qualitätvolles Beispiel für den Bautypus der Massivscheune und hat ortsbaugeschichtliche Bedeutung. |
98864809 | ||
| Gehöft | Lindenstraße 23 (Karte) |
Bestehend aus: Wohnhaus, zweigeschossig und verputzt, Krüppelwalmdach mit Aufschiebling, Erdgeschoss massiv, Obergeschoss aus Fachwerk, Hausgerüst weitgehend überliefert, ausweislich des gerauchten, liegenden Dachstuhls 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts, freistehende Scheune, Massivbau mit Holzaufbau, wesentlich jünger
Das Wohnhaus des Gehöfts mit Baubestand des frühen 16. Jahrhunderts vertritt die landschafts- und ortstypische Bauweise der Odenwaldregion. Der gerauchte liegende Dachstuhl ist ein früher Vertreter seiner Art und besitzt zudem heute Seltenheitswert. Die Scheune komplettiert die landwirtschaftliche Hofanlage in einer für die Region charakteristischen Zuordnung. Die Hofanlage hat haus-, ortsbau- und siedlungsgeschichtliche Bedeutung. |
98864820 |
Pleutersbach
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Laufbrunnen | Neckargasse 15 (Karte) |
Brunnenstock und Becken aus rotem Sandstein, datiert am Becken, 1894 (i)
Der Laufbrunnen ist ein anschauliches Zeugnis der Wasserversorgung auf dem Dorf. Hier mussten die Haushalte ihr Brauchwasser abholen, an den langen Trögen wurde das Vieh getränkt. |
96965411 |
Rockenau
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Laufbrunnen | Brunnenweg 2 (Karte) |
Brunnenstock und Becken aus Sandstein, am Becken datiert, 1886 (i)
Der Laufbrunnen ist ein anschauliches Zeugnis der Wasserversorgung auf dem Dorf. Hier mussten die Haushalte ihr Brauchwasser abholen, an den langen Trögen wurde das Vieh getränkt. |
96965416 | ||
| Hofanlage | Rockenauer Straße 92 (Karte) |
Bestehend aus: Wohngebäude, zweigeschossiger Fachwerkbau mit Satteldach, hohes Kellergeschoss in Bruchstein mit Rundbogeneingang, frühneuzeitlich; Scheune, Bruchsteinbau mit verbretterten Fachwerkgiebeln und Satteldach, Bezeichnung mit Jahreszahl 1430, wohl auf Vorgängerbau bezogen
Das Wohngebäude des Hofanlage ist heute das repräsentativste Fachwerkhaus im Ort und verkörpert mit der zugehörigen Bruchsteinscheune den Typus eines mittleren landwirtschaftlich genutzten Hofes. Die krummen, tlw. dünnen Querstreben weisen auf das Phänomen frühneuzeitlichen Mangels an gutem Bauholz infolge der Übernutzung der Wälder hin. Die Jahreszahl 1430 bezieht sich wohl auf einen Vorgängerbau, den die frühneuzeitliche Hofanlage ersetzte. Sie hat daher auch siedlungsgeschichtlichen Zeugniswert für Rockenau. |
96965413 | ||
| Schul- und Rathaus | Rockenauer Straße 100 (Karte) |
Historisierendes Natursteinbauwerk, dem Bestimmungszweck entsprechend in zwei Teilen errichtet, dreistöckiges traufständiges Schulhaus mit Walmdach, zweistöckiges traufständiges Rathaus mit Dachreiter und Glocke, 1894/95 (a)
Das späthistoristische Gebäude, das vor allem durch seine Sichtsteinarchitektur wirkt, ist mit seiner Doppelfunktion als Schul- und Rathaus charakteristisch für Kommunalbauten auf den Dörfern im 19. Jahrhundert und belegt die kommunale Selbstverwaltung Rockenaus in Folge des Übergangs des Dorfes an das Großherzogtum Baden bis zur Eingemeindung nach Eberbach 1975. Es hat ortsgeschichtlichen Zeugniswert. |
96965414 | ||
| Gefallenendenkmal | Rockenauer Straße 100 (Karte) |
Stele mit profiliertem Soldaten aus heimischem Neckarsandstein, Gedenktafel für die Gefallenen 1914/18 und erweitert für die Opfer des Zweiten Weltkrieges 1939/45
Die Stele ist ein charakteristisches Beispiel für die Denkmäler in den kleineren badischen Orten, die nach 1918 zum Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs errichtet und nach dem Zweiten Weltkrieg um weitere Namen ergänzt wurden. Der Denkstein erinnert damit an die unmittelbaren Auswirkungen übergeordneter historischer Ereignisse auf die Ortsgeschichte. |
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Weblinks
Einzelnachweise
Kulturdenkmale der Bau- und Kunstdenkmalpflege in Baden-Württemberg. Geoportal Baden-Württemberg, abgerufen am 10. September 2025.