Liste der Kulturdenkmale in Rauenberg
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In der Liste der Kulturdenkmale in Rauenberg sind die Kulturdenkmale der Stadt Rauenberg im Rhein-Neckar-Kreis in Baden-Württemberg aufgelistet.
Legende
Die ab Oktober 2025 erstellten Tabellen basieren auf den vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg im September 2025 veröffentlichten Geodaten. Lizenzhinweis: dl-de/by-2-0 (https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0): Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, www.denkmalpflege-bw.de. Die Adressangaben und Bezeichnungen sind in der dargestellten Form nicht Teil der Ausgangsdaten. Die Adressen wurden automatisch aus den Koordinaten berechnet und können von den korrekten Adressen abweichen. Die Bezeichnungen wurden zunächst automatisiert dem Anfang der vom Landesamt für Denkmalpflege bereitgestellten Objektbeschreibungen entnommen.
- Bild: Zeigt ein ausgewähltes Bild des Objekts, „Weitere Bilder“ verweist auf die zugehörige Kategorie im Medienarchiv Wikimedia Commons. In der Kartenansicht sind Kulturdenkmale ohne Bild an einem blauen Marker erkennbar. Auf das Kamerasymbol klicken, um weitere Fotos für diese Liste hochzuladen:

- Bezeichnung: Nennt den Namen, die Bezeichnung oder die Art des Kulturdenkmals.
- Lage: Straßenname und Hausnummer oder Flurstücknummer des Kulturdenkmals, gegebenenfalls auch Gemarkung oder Ortsteil. Die Grundsortierung der Liste erfolgt nach dieser Adresse. Der Link (Karte) führt zu verschiedenen Kartendiensten mit der Position des Kulturdenkmals. In einem Tool mit Kartenansicht können die Koordinaten durch Verschieben korrigiert werden.
- Datierung: Baubeginn, Fertigstellung, Datum der Erstnennung oder grobe zeitliche Einordnung entsprechend dem Eintrag in der zugrundeliegenden Denkmaldatenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg.
- Beschreibung: Kurzcharakteristik des Kulturdenkmals, Nennung der geschützten Bestandteile und Begründung der Denkmaleigenschaft. Die Paragraphen § 2, § 12, § 19 oder § 28 verweisen auf die Art der Einstufung gemäß baden-württembergischem Denkmalschutzgesetz.
- ID: Identifikator des Objekts in der zugrundeliegenden Datenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg
Abkürzungen
- Bei Datierungen: a = archivalisch, d = dendrochronologische Untersuchung, gk = gefügekundlich, i = inschriftlich, s = stilistisch
- P = Denkmaleigenschaft wird geprüft
Kulturdenkmale nach Ortsteilen
Malschenberg
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Madonnennische | Apolloniastraße 21 (Karte) |
Giebelnische mit Madonna und tabernakelartigem Barockgewände, datiert 1745
Die am Wohnhaus Apolloniastraße 21 erhaltene Giebelnische mit Madonna und tabernakelartigem Barockgewände gibt Beispiel einer religiösen Tradition der Errichtung von Bildstöcken, Feldkreuzen und anderen religiösen Kleindenkmalen, die hier eine adäquate, der Entstehungszeit Mitte des 18. Jahrhunderts gemäße Formensprache fand. Sie ist Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität und von Bedeutung für die Ortsgeschichte. |
96983176 | ||
| Wohnhaus | Friedhofstraße 12 (Karte) |
Eingeschossiges Einhaus mit Satteldach, giebelständig, am Kellerbogen datiert, 1745 (i), ursprünglich wohl in Fachwerkbauweise mit massivem Sockel errichtet, teilweise im 19. Jahrhundert massiv erneuert
Als Zeugnis des ortsbezogenen historischen Bauhandwerks (siehe Details wie Sandsteinschiebefenster im Keller u. a.) und als Beispiel eines selten gewordenen Haustyps, der uns Auskunft über die historischen ländlichen Haus- und Wirtschaftsformen geben kann, ist das Gebäude von Bedeutung für die Bau- und Ortsgeschichte. |
96983177 | ||
| Steinkruzifix | Friedhofstraße 26 b (Karte) |
1872
Die auf der Gemarkung des Ortes erhaltenen Feldkreuze sind neuere Zeugnisse einer jahrhundertealten religiösen Tradition im von der Reformation kaum beeinflussten Malschenberg. Sie sind Ausdruck katholischer Frömmigkeit auf dem Land und gehören zur Gruppe religiöser Kleindenkmale, die eine Kulturlandschaft in besonderer Weise prägen. |
102609226 | ||
| Ehemaliges Wachthaus | Letzenbergstraße (Karte) |
1820 Wachthaus in schriftlichen Quellen verzeichnet, wohl mit späterem Wachthaus identisch | 96983178 | ||
| Kellerbogen eines Wohnhauses | Letzenbergstraße 14 (Karte) |
Datiert 1600
Ein Kellerbogen am Wohnhaus Letzenbergstraße 14 weist auf die frühe, im baulichen nur wenig belegte Ortsgeschichte hin. Er belegt das historische Ortsbild und ist daher lokalgeschichtlich bedeutend. |
96983180 | ||
| Kellergewände einer ehemaligen Schule | Letzenbergstraße 15 (Karte) |
Datiert 1775 (i)
Ein Kellereingangsgewände ist am ansonsten modern erneuerten Wohnhaus Letzenbergstraße 15 erhalten. Es ist als Hinweis auf die Entstehungszeit der Malschenberger Schule anzusehen, die einst in diesem Gebäude untergebracht war. Von 1820 bis 1956 diente das Schulhaus auch als Rathaus (1878 wurde in der Keltergasse ein neues Schulhaus errichtet). 1956 wurde das Haus bis auf das Untergeschoss abgebrochen und erneuert. Das Gewände gibt einen Hinweis auf die Baugeschichte des Gebäudes und auf die Ortsgeschichte und ist ein Beispiel bauhandwerklicher Tradition. Darüber hinaus besitzt das Portal in Folge seiner historischen Funktionen einen hohen Erinnerungswert für die Gemeinde. |
96983181 | ||
| Türbogenwerkstücke aus gelbem Sandstein | Letzenbergstraße 22 (Karte) |
Mit zwei Schilden versehen, die gekreuzte Ruder zeigen, einmal abwärts zeigend, einmal aufwärts gerichtet, 1556 (i)
Die Deutung der Werksteinstücke im Türbogen als Berufszeichen der Fährleute ist nicht eindeutig, da dieser Berufszweig in Malschenberg höchst selten anzutreffen war. Als aufwendig gemeißelte Bauteile hohen Alters und mit repräsentativem Anspruch sind die Spolien von künstlerischer und ortsgeschichtlicher Bedeutung. |
96983182 | ||
| Steinkruzifix | Wolfsrain (Karte) |
In den Weinbergen ein Steinkruzifix, von Marie Knopf gestiftet, 1915
Die auf der Gemarkung des Ortes erhaltenen Feldkreuze sind neuere Zeugnisse einer jahrhunderte alten religiösen Tradition im von der Reformation kaum beeinflussten Malschenberg. Sie bezeugen den Ausdruck katholischer Frömmigkeit auf dem Land und gehören zur Gruppe religiöser Kleindenkmale, die eine Kulturlandschaft in besonderer Weise prägen. |
102609066 | ||
| Steinkruzifix | Ringstraße 33 (Karte) |
Bez. 1869 (99?)
Das Kreuz ist Ausdruck katholischer Frömmigkeit auf dem Land und gehört zur Gruppe religiöser Kleindenkmale, die eine Kulturlandschaft in besonderer Weise prägen. |
102609010 | ||
| Sandsteinkruzifix | Nähe Wolfsrain (Karte) |
Gestiftet von der Familie Kilian, 1911
Das Sandsteinkruzifix befindet sich an der Straße nach Malsch, dort wo der Weg zum Friedhof abzweigt. Die auf der Gemarkung des Ortes erhaltenen Feldkreuze sind neuere Zeugnisse einer jahrhunderte alten religiösen Tradition im von der Reformation kaum beeinflussten Malschenberg. Sie sind Ausdruck katholischer Frömmigkeit auf dem Land und gehören zur Gruppe religiöser Kleindenkmale, die eine Kulturlandschaft in besonderer Weise prägen. |
96983183 | ||
| Steinkruzifix | Zum Rittersberg 31 (Karte) |
Im Kriegsjahr 1916 gestiftet
Das am westlichen Ortsrand gelegene Steinkruzifix wurde im Kriegsjahr 1916 gestiftet. Die auf der Gemarkung des Ortes erhaltenen Feldkreuze sind neuere Zeugnisse einer jahrhunderte alten religiösen Tradition im von der Reformation kaum beeinflussten Malschenberg. Sie sind Ausdruck katholischer Frömmigkeit auf dem Land und gehören zur Gruppe religiöser Kleindenkmale, die eine Kulturlandschaft in besonderer Weise prägen. |
102609175 |
Rauenberg
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Pfarrgehöft | Alte Kirchgasse 8 (Karte) |
Bestehend aus: Haupthaus, Scheune und Nebengebäuden sowie Einfriedungsmauer samt Torfahrt; das Haupthaus ein zweigeschossiger Massivbau mit Walmdach, im 18. Jahrhundert in barocken Formen errichtet, profiliertes Traufgesims; im rückwärtigen Hofbereich quergestellte Scheune, teils massiv; rundbogiges Hoftor mit Fußgängerpforte
Der Pfarrhof bezeugt die ehemaligen Lebensbedingungen eines Dorfgeistlichen und kann aufgrund der typischen Formensprache in das späte 18. Jahrhundert verortet werden. Seit der Errichtung eines neuen Pfarrhauses (1909) wird die Anlage als Bauernhof genutzt. Er ist ein Zeugnis historischen Bauhandwerks und wesentlicher Bestandteil der Bebauung der alten Kirchgasse, deren charakteristisches Bild der ehemalige Pfarrhof mitprägt. |
96983145 | ||
| Steinkreuz mit Sockel und farblich gefasstem Kruzifix | Suttenweg (Karte) |
Von J. Lucas, Wiesloch, 1892
Das Steinkreuz ist ein kulturgeschichtliches Zeugnis mit einem Erinnerungswert für die Gemeinde, das auch Beispiel gibt für die historische Steinmetzkunst. Es ist Ausdruck katholischer Frömmigkeit auf dem Land und gehört zur Gruppe religiöser Kleindenkmale, die eine Kulturlandschaft in besonderer Weise prägen. |
96983163 | ||
| Gasthaus Zum Löwen | Hauptstraße 1 (Karte) |
Zweigeschossig, verputzt, Krüppelwalmdach, Schlussstein über Eingang mit zwei Löwen, bez. 1777 (i), zwei Scheunen mit Ummauerung
Das weitgehend unverändert erhaltene Gasthaus bildet zusammen mit den Ökonomiebauten ein ortsbaulich wichtiges Element im historischen Straßenbild. Es ist ein gutes, charakteristisches Beispiel eines Landgasthofes des 18. Jahrhunderts, der für die wirtschaftliche und soziale Struktur des Ortes eine wesentliche Rolle spielte. |
96983149 | ||
| Kindergarten | Hauptstraße 10 (Karte) |
Dreigeschossiger asymmetrisch gegliederter Sandsteinputzbau mit dreigiebligem Mansarddach, anstelle älterer Kirche mit Friedhof Neubau des Kindergartens, 1910
Nachdem die ursprünglich hier bestehende Kirche im frühen 20. Jahrhundert abgebrochen und durch einen Kirchenneubau an anderer Stelle ersetzt wurde, entstand 1910 der heutige Kindergarten. Das Gebäude zeigt einerseits die Verbundenheit mit dem Historismus (in Anlehnung an die Architektursprache des Barocks), andererseits die Aufnahme der Formensprache des Jugendstils. Die Stilwende in der Architektur im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts wird hier auf regionaler Ebene deutlich. Neben der architekturgeschichtlichen Bedeutung hat das Anwesen als Kindergarten einen hohen Erinnerungswert für die Gemeinde. |
96983151 | ||
| Steinkruzifix | Landfriedstraße (Karte) |
Am Sockel datiert, 1840 (i)
Das Steinkruzifix ist ein kulturgeschichtliches Zeugnis mit einem Erinnerungswert für die Gemeinde, das auch Beispiel gibt für die historische Steinmetzkunst am Ort. Es ist Ausdruck katholischer Frömmigkeit auf dem Land und gehört zur Gruppe religiöser Kleindenkmale, die eine Kulturlandschaft in besonderer Weise prägen. |
96983155 | ||
| Steinkreuz mit Nische | Hauptstraße 57 (Karte) |
Pietà, Inschrift O. CRVX. AVE / SPES. VNICA / EB. 1718(3).E.N.I, 1713 (i)
Das ornamentierte Steinkreuz mit Pietà-Darstellung in einer Nische ist für die Entstehungszeit im frühen 18. Jahrhundert charakteristisch. Als kulturgeschichtliches Zeugnis, das die gelebte und bildlich zum Ausdruck gebrachte Religiosität der Barockzeit bezeugt, ist es ein Beispiel der historischen Steinmetzkunst und von Bedeutung für die Orts- und Kunstgeschichte. |
96983148 | ||
Weitere Bilder |
Schloss | Alte Kirchgasse 3; Landfriedstraße 12 (Karte) |
Ursprünglich Adelssitz, ummauerte vierflügelige Anlage mit zwei eingeschlossenen Höfen, am Kellersturz bezeichnet 1570 (i); unter Speyerer Fürstbischof Damian Hugo von Schönborn Neuerrichtung des Schlosses nach Plänen des Baumeisters Schwarz unter Einbeziehung älterer Teile, 1737; säkularisiert 1803, Landfried’sche Zigarrenfabrik, ab 1846
Das Schloss wurde auf den Grundmauern einer früheren Wasserburg errichtet. Es war einst Amtssitz des Hochstifts Speyer und wurde im 18. Jahrhundert neu errichtet. Nach der Säkularisierung im frühen und Nutzung als Zigarrenfabrik durch die Familie Landfried ab Mitte des 19. Jahrhunderts ist hier seit 1986 das Winzermuseum. Das Schloss dokumentiert die Herrschaftsgeschichte Rauenbergs und ist zudem ein bedeutendes Zeugnis der Orts- und Architekturgeschichte. |
96983156 ( | |
| Steinkruzifix | Malschenberger Straße 1 (Karte) |
Am Sockel Inschrift und Datum, 1859 (i)
Das am Sockel 1859 datierte Steinkruzifix ist ein qualitätvolles Beispiel der historischen Steinmetzkunst. Es ist Ausdruck katholischer Frömmigkeit auf dem Land und gehört zur Gruppe religiöser Kleindenkmale, die eine Kulturlandschaft in besonderer Weise prägen. |
96983159 | ||
| Bildstock | Malschenberger Straße (Karte) |
1698 am Tabernakel datiert
Der am Tabernakel datierte Bildstock befindet sich nahe der Roter Straße und ist der einzige seiner Art in der Gemeinde. Er ist ein qualitätvolles Beispiel von kulturgeschichtlicher und handwerkskünstlerischer Bedeutung und Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität. |
96983170 | ||
| Steinkreuz mit Kruzifix | Überrück (Karte) |
Im Sockel datiert 1714
Das Steinkreuz ist ein kulturgeschichtliches Zeugnis mit einem Erinnerungswert für die Gemeinde, das auch Beispiel gibt für die historische Steinmetzkunst. Es drückt die katholische Frömmigkeit auf dem Land aus und gehört zur Gruppe religiöser Kleindenkmale, die eine Kulturlandschaft in besonderer Weise prägen. |
96983146 | ||
| Kapelle | Malschenberger Straße (Karte) |
Kleiner Rechteckbau, Vorhalle auf hölzernen Säulen, Kapelle selbst massiv, 1926
In dem von der Reformation kaum beeinflussten Ort gibt es auch heute noch nur eine kleine evangelische Kirchengemeinde. Dementsprechend hat die Tradition der Errichtung von Bildstöcken, Feldkreuzen und Feldkapellen hier ihre Fortsetzung in einer adäquaten, der Entstehungszeit gemäßen Formensprache gefunden. Die Kapelle ist ein Zeugnis der Kirchen- und Religionsgeschichte in Rauenberg. |
96983162 | ||
| Gartenpavillon am Rande eines ummauerten rechteckigen Gartenplateaus im Gewann Weiherhäusel | Weinstraße (Karte) |
Einfriedungsmauer und Gartenfläche (Sachgesamtheit); wohl um 1740 im Kontext mit dem Schlossbau des Kardinal Schönborn entstanden, schlanker Pavillon über quadratischem Grundriss mit Walmdach, erschlossen über eine einläufige Außentreppe, Obergeschoss zu allen vier Seiten durchfenstert (das südliche heute zugesetzt) und innen mit einer Stuckdecke versehen; Einfriedungsmauer aus Bruchstein, zu etwa 2/3tel erhalten, auf der Innenseite in regelmäßiger Abfolge über die gesamte Erstreckung kräftige Sandsteinkonsolen; Grünfläche zu einem ebenen Plateau aufgeschüttet | 111207189 | ||
| Grenzsteine | Burggraben (Karte) |
Datiert 1748 und 1792
Seit dem 18. Jahrhundert nahm das Bedürfnis nach sauberer Gebietstrennung in immer stärkerer Unterteilung zu. Aus dem 18. Jahrhundert sind auch in Rauenberg Grenzsteine erhalten, im Gewann Baufel und Wassertreppe. Als historische Zeugnisse sind sie für die Territorial- und Ortsgeschichte von Bedeutung. |
96983171 | ||
Weitere Bilder |
Pfarrhaus mit Pfarrscheune | Wieslocher Straße 6 (Karte) |
Zweigeschossiger Werksteinbau mit Walmdach, Aufnahme der neugotischen Formensprache am Pfarrhaus, u.a. Fenstergewände, Eingang, 1908/09
Das Pfarrhaus mit Ökonomiegebäude ist ein Dokument der Kirchen- und Sozialgeschichte. Zusammen mit der neuen Kirche in der für den sakralen Bereich im späten Historismus charakteristischen Formensprache der Neugotik errichtet. Insbesondere die Fenstergewände und der Eingang machen den funktionalen Zusammenhang auch über den räumlichen hinweg deutlich. Als traditionsreicher Ort des öffentlichen Lebens der Gemeinde besitzt das Pfarrhaus lokalgeschichtliche Bedeutung. Durch das Ökonomiegebäude werden zudem die vielfältigen wirtschaftlichen Anforderungen bezeugt. |
96983165 | |
Weitere Bilder |
Kath. Pfarrkirche St. Peter und Paul | Wieslocher Straße 8 (Karte) |
Dreischiffige Hallenkirche aus Sandsteinquadern mit Säulenvorhalle und großem nördlichem Seitenturm, Westturm mit achteckigem Glockengeschoss, Ecktürmchen und Zeltdach, spitzbogige Maßwerkfenster, aus Vorgängerbau spätbarocker Taufstein mit Holzabdeckung und geschnitzter figürlicher Darstellung der Taufe Christi, Barockaltar (teils geändert), Madonna des späten 18. Jahrhunderts, sowie Grabstein des Melchior von Talheim, 1580, Kreuzigungsgruppe, ursprünglich von J. Wachter 1775 gearbeitet und in Weinbergen aufgestellt, heute in der Pfarrkirche, 1956 von F. Bernhard erneuert; errichtet nach Plänen von Baurat Johannes Schroth (Karlsruhe), 1907-1910
Die kath. Pfarrkirche St. Peter und Paul wurde nach Plänen von Baurat Johannes Schroth aus Karlsruhe als dreischiffige Hallenkirche mit Säulenvorhalle und großem nördlichem Seitenturm errichtet. Für die in der Sakralarchitektur des Historismus häufige Anlehnung an gotische Vorbilder gibt die Kirche St. Peter und Paul ein qualitätvolles Zeugnis. Neben der architekturhistorischen Bedeutung ist die Kirche mitsamt ihrer qualitätvollen Ausstattung ein künstlerisches Dokument. |
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| Feldkreuz | Wilhelm-Weihrauch-Straße 12 (Karte) |
Kreuz mit Kreuzigungsgruppe, figürlicher Teil der Gruppe aus Kruzifix und drei Statuen, eine kniend, Barocksockel Kopie (1982)
Das Feldkreuz ist Ausdruck katholischer Frömmigkeit auf dem Land und gehört zur Gruppe religiöser Kleindenkmale, die eine Kulturlandschaft in besonderer Weise prägen. Zudem dokumentiert es die barocke Bildhauerkunst im frühen 18. Jahrhundert. |
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Rotenberg
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Wohnhaus | Burgweg 2 (Karte) |
Eingeschossiges, giebelständiges Fachwerkhaus mit Satteldach, massives Erdgeschoss mit Hochkeller, darüber Fachwerk, am Giebel Wetterdächer
Das Wohnhaus ist ein Zeugnis der Wohn- und Lebensverhältnisse der Rotenberger Bevölkerung. Als anschaulich überliefertes Bauwerk ist es prägend für das historische Ortsbild. |
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Weitere Bilder |
Burg Rotenberg mit Resten der ehemaligen Burgmauer | Obere Schloßstraße 1 (Karte) |
Zweiflügliger Bau mit rundem Eckturm nebst Neorenaissance-Erker zur Talseite, weitestgehender Neubau von 1921/22
Die Burg Rotenberg thront über der gleichnamigen Stadt im Angelbachtal und wurde zur Überwachung der Talstraße und Sicherung der bischöflich-speyerischen Besitzungen errichtet. Der im Bauernkrieg 1525 zerstörte Vorgängerbau, von dem ein Renaissanceportal und Teile der Grundmauern erhalten sind, wurde unter Philipp II. Freiherr von Flersheim zum Schloss umgebaut. Nachdem die Anlage infolge der Säkularisation 1806 in private Hände kam, erfolgte später der Abbruch. Ab 1905 wurde durch den Erzherzoglichen Geheimrat und Freiherrn von Reichenau mit dem Wiederaufbau zu Wohnzwecken begonnen. Dieser wiederum musste die Burg 1932 verkaufen und während des Zweiten Weltkrieges diente sie als „Kulturamt der Reichsjugendführung der NSDAP“ und seit Mitte des 20. Jahrhunderts als Jugendbildungsstätte. Die Burg Rotenberg ist ein anschauliches Dokument der lokalen Herrschafts- und Baugeschichte und ist ein Beispiel für einen späten, historistischen Burgenwiederaufbau in der Tradition romantischer Burgenwiederherstellungen durch Adel und Großbürgertum. |
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| Steinkreuz mit Sockel, weiß gefasstem Kruzifix und Einfriedung | Im Knollen 9 (Karte) |
Inschrift: Herr Jesu / durch die Wunden dein / wollt mir armen Sünder / gnädig sein
Stifterinschrift: Gestiftet von / Rosina Blum / und deren Schwester / Barbara Dunbeck / 1876 Signatur: F(ranz) Herr aus Eppingen Das am Burgweg erhaltene Steinkruzifix von 1876 ist ein qualitätvolles Beispiel von kulturgeschichtlicher und handwerkskünstlerischer Bedeutung. Es ist Ausdruck katholischer Frömmigkeit auf dem Land und gehört zur Gruppe religiöser Kleindenkmale, die eine Kulturlandschaft in besonderer Weise prägen. |
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| Kelter | Keltergasse 6 (Karte) |
Eingeschossige massive Scheune mit Walmdach
Die relativ zentral im Ort gelegene Kelter ist ein anschauliches Beispiel für den Gebäudetyp und ein eindrucksvolles Zeugnis für die Geschichte des Weinbaus in der Region. |
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| Reste der ehemaligen Stadtmauer | Keltergasse (Karte) |
Die Stadtmauer diente nicht nur der Verteidigung der Stadt, sondern grenzte sie auch als eigenständigen Rechtsbezirk zum Umland ab und war sichtbarer Ausweis der Stadtrechte. Ihr Bestand dokumentiert die Entwicklung des mittelalterlichen Wehrbaus unter der sich stetig wandelnden Waffentechnik. | 96983184 | ||
| Wohnhaus | Keltergasse 9 (Karte) |
Dreigeschossig mit Krüppelwalmdach, Bruchstein, 1564 (i) | 96983189 | ||
| Steinkruzifix | Malscher Straße 2 (Karte) |
Auf barockem Sockel, 1749
Das 1749 datierte, auf barockem Sockel stehende, Steinkruzifix an der Rauenberger Straße gibt ein qualitätvolles Beispiel der historischen Steinmetzkunst. Es ist Ausdruck katholischer Frömmigkeit auf dem Land und gehört zur Gruppe religiöser Kleindenkmale, die eine Kulturlandschaft in besonderer Weise prägen. |
96983191 | ||
| Schulhaus | Mühlhäuser Straße 2 (Karte) |
Zweigeschossiger Massivbau mit Walmdach, Stufengiebel über dem Haupteingang, 1902
Der zweigeschossige Massivbau mit Walmdach und Stufengiebel über dem Haupteingang wurde 1902 als Schulhaus errichtet. Die insgesamt zurückhaltende Gestaltung des Baukörpers hebt das reich ornamentierte Neurenaissanceportal mit einer kurzen, einläufigen Treppe besonders hervor. Neben den architektonischen Qualitäten besitzt das Gebäude einen hohen Erinnerungswert für die Gemeinde und ist in seiner Funktion ein anschauliches Dokument der Bildungsgeschichte. |
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| Mühle | Mühlhäuser Straße 19 (Karte) |
Massivbau in einfachen klassizistischen Formen, mit Rundbogenportal an der Giebelfront des Wohnhausteils, wohl in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtet
Die Mühle bei Rotenberg weist ein hohes Alter auf und war wahrscheinlich ehemals eine Mühle des Ortsadels oder der Bischöfe von Speyer. Sicher fassbar ist sie seit 1341 als bischöfliche Besitzung. Der heute vorhandene Massivbau in einfachen klassizistischen Formen mit einem Rundbogenportal an der Giebelfront des Wohnhausteils wurde in handwerklich guter Ausführung wohl in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtet. Die Anlage mit Nebengebäuden und der Führung des Mühlbaches ist im Wesentlichen noch original erhalten und gibt bauliches Zeugnis von einem Stück erfahrbarer Ortsgeschichte. Darüber hinaus dokumentiert sie die Herrschafts- und Technikgeschichte in vorindustrieller Zeit. |
96983193 | ||
| Steinkreuz mit Sockel und Kruzifix | Rauenberger Straße 1 (Karte) |
Stark verwitterte Inschrift: O Jesu am Kreutz / hängst voller Blut / Mit ausgespannten Armen / Der Armen Seelen in der Glut / Ach thu dich doch erbarmen / 1762 Den, 14(?) September
Das Steinkreuz ist ein kulturgeschichtliches Zeugnis mit einem Erinnerungswert für die Gemeinde, das auch Beispiel gibt für die historische Steinmetzkunst der Barockzeit. Das Kreuz ist Ausdruck katholischer Frömmigkeit auf dem Land und gehört zur Gruppe religiöser Kleindenkmale, die eine Kulturlandschaft in besonderer Weise prägen. |
96983187 | ||
Weitere Bilder |
Kath. Pfarrkirche | Schloßstraße 9 (Karte) |
Auf baufälligen Resten der aus dem 15. Jahrhundert stammenden alten St.-Nikolaus-Kirche mit St.-Anna-Kapelle Neubau begonnen 1805/06, Turm an Südseite vom Vorgängerbau erhalten
Die 1496 ersterwähnte Kirche St. Nikolaus ist baugeschichtlich seit Ende des Hochmittelalters nachweisbar. Möglicherweise sind im westlichen Bereich des heutigen Gebäudes Überreste der seit 1816 belegten Annenkapelle überliefert, in der angeblich Mitglieder des Ortsadels beigesetzt wurden. Der heutige Bau ist in für das frühe 19. Jahrhundert charakteristischen klassizistischen Formen errichtet und umfasst den vom Vorgängerbau erhaltenen romanischen Chorseitenturm. Die Kirche ist ein anschauliches Dokument der Kirchen- und Ortsgeschichte Rotenbergs. |
96983194 ( | |
| Steinkreuz mit Kruzifix | Schloßstraße 9 (Karte) |
Gelber Sandstein, barocker Volutensockel aus rotem Sandstein, Inschrifttafel aus weißem Marmor mit Goldlettern, 2 Gedenktafeln mit Gefallenenlisten des Ersten und Zweiten Weltkriegs
Das Steinkreuz ist ein kulturgeschichtliches Zeugnis mit Erinnerungswert für die Gemeinde, das auch Beispiel gibt für die historische Steinmetzkunst. |
96983196 | ||
| Gedenkstein | Schloßstraße 11 (Karte) |
Obeliskartiger Granitblock mit aufgemauertem Granitsockel, schwarze Inschriftentafel, zur Erinnerung an die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71
Der Gedenkstein östlich der Kirche erinnert an die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71. Er ist ein Zeugnis der lokalen Erinnerungskultur von künstlerischer Qualität und ortsgeschichtlich bedeutend. |
96983198 | ||
Weitere Bilder |
Wohnhaus | Schloßstraße 18 (Karte) |
Eingeschossiges Fachwerkhaus mit Satteldach, massiver Sockel, Hochkeller, qualitätvoller Fachwerkziergiebel, Madonnennische im Eckständer, Inschrift mit Datum, 1713 (i)
Das Wohnhaus ist ein Zeugnis der Wohn- und Lebensverhältnisse der Rotenberger Bevölkerung. Als anschaulich überliefertes Bauwerk ist es prägend für das historische Ortsbild. Zudem bezeugt es die qualitätvolle Zimmermannskunst des frühen 18. Jahrhunderts und ist somit von baugeschichtlicher Bedeutung. |
96983199 | |
| Wohnhaus | Schloßstraße 20 (Karte) |
Zweigeschossiges Fachwerkgebäude mit massivem Erdgeschoss, Zierformen z. B. Mannfigur, Türkenkreuz, Gesicht über dem Hahnenbalken, im Wesentlichen Bauwerk der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts
Das Gebäude ist ein gut erhaltenes, qualitätvolles Beispiel der ortsbezogenen, historischen Baukunst in Rotenberg. Es bezeugt neben der Zimmermannskunst die Wohn- und Lebensverhältnisse der Bevölkerung und ist prägend für das historische Ortsbild. |
96983200 | ||
| Wohnhaus | Schloßstraße 29 a (Karte) |
Zweigeschossiges Eckgebäude mit Satteldach, massives Erdgeschoss, zum Teil vorkragendes Fachwerk im Obergeschoss, profilierten Stockwerksschwellen, 17./18. Jahrhundert
Das Wohnhaus ist wesentlicher Bestandteil der historischen Bebauung Rotenbergs und ein Zeugnis des Bauhandwerks des 17./18. Jahrhunderts. Es dokumentiert die Wohn- und Lebensverhältnisse und ist von Bedeutung für die Ortsgeschichte. |
96983201 | ||
Weitere Bilder |
Rathaus | Schloßstraße 30 (Karte) |
Zweigeschossiges Fachwerkhaus mit Satteldach, massives Erdgeschoss, qualitätvolles Fachwerk im Obergeschoss, giebelseitige Toreinfahrt, um 1700
Das Rathaus ist aufgrund des Zierfachwerks ein charakteristisches Beispiel der Zimmermannskunst um 1700, durch das es das historische Ortsbild mit prägt. Das Gebäude ist in seiner Funktion als Rathaus ein Zeugnis der kommunalen Selbstverwaltung und damit von Bedeutung für die Ortsgeschichte. |
96983202 ( | |
| Gasthaus Zum Hirsch | Schloßstraße 32 (Karte) |
Jetzt Wohnhaus, zweigeschossig mit Satteldach, massiv, als traufständiges Torfahrthaus errichtet, heutiger Bestand wohl aus 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts
Das ehemalige Gasthaus Zum Hirsch, jetzt Wohnhaus, ist hinsichtlich Bauumfang und Ausführung gegenüber anderen Privatbauten jener Zeit am einstigen Marktplatz von Rotenberg hervorgehoben. Es war wohl lange Zeit die einzige Gaststätte im Ort, die für die wirtschaftliche und soziale Struktur des Ortes eine wesentliche Rolle spielte. Als traditionsreicher Bau besitzt das Gasthaus ortsgeschichtliche Bedeutung. |
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Einzelnachweise
Kulturdenkmale der Bau- und Kunstdenkmalpflege in Baden-Württemberg. Geoportal Baden-Württemberg, abgerufen am 10. September 2025.