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Poetete (Ermera)

Ehemaliger Suco in der Gemeinde Ermera, Osttimor From Wikipedia, the free encyclopedia

Poetete (Porehe, Porahein) war ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Ermera (Gemeinde Ermera). Aufgrund der stark angewachsenen Bevölkerungszahl wurde er am 1. Oktober 2023 in die Sucos Poetete Vila, Samatrae und Poetete Lodudu aufgeteilt.[3][4][5] In neueren Quellen wird Samatrae auch als Poetete bezeichnet.[6][7]

Schnelle Fakten Daten ...
Poetete (Ermera)
Sitz des Sucos im Februar 2023
Daten
Fläche 17,62 km²[1]
Einwohnerzahl 8.904 (2022)[2]
Chefe de Suco Felisberto das Neves
(Wahl 2016)
Aldeias Einwohner (2015)[1]
Aldeia Vila 2761
Biluli 781
Gueguemara 736
Lequisi 2149
Loblala 278
Poepun 261
Rematu 218
Samatrae 475
Taclela 555
Tidibessi 72
Urletoho 248
Urluli 294
Der Suco Poetete
Poetete (Osttimor)
Poetete (Osttimor)
Poetete
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Geographie

Im Suco Poetete (Feb. 2023)
Im Suco Poetete (Feb. 2023)

Poetete lag im Nordwesten des Verwaltungsamts Ermera und bestand aus drei voneinander getrennten Gebieten. Das Hauptterritorium grenzte im Nordwesten an den Suco Ponilala und im Osten und Süden an die Sucos Talimoro, Leguimea und Mertuto. Im Westen lagen die Verwaltungsämter Hatulia und Hatulia B mit ihren Sucos Manusae, Coilate-Letelo und Fatubolo und im Norden das Verwaltungsamt Railaco mit seinen Sucos Matata und Tocoluli. Die Nordgrenze bildet der Fluss Gleno, der zum Flusssystem des Lóis gehört. In den Gleno mündet der aus Poetete kommende Daurecco. Südwestlich des Ortes Ermera entspringt der Buri, der als Buro später in den Goumeca fließt (ein weiterer Zufluss des Gleno). Die Südspitze des Sucos Poetete berührte den Fluss Lahosa, der ebenfalls zum Flusssystem des Lóis gehört. Im Osten bildeten die Aldeias Gueguemara und Urluli eine Exklave am Westufer des Goumeca, im Westen begrenzt durch die Sucos Talimoro, Leguimea. Jenseits des Flusses lag der Suco Riheu. Die zweite Exklave lag im Südosten und bestand aus der Aldeia Urletoho. Sie grenzte im Norden an den Suco Leguimea und im Süden an den Suco Estado.[8][9] 2019 betrug die Gesamtfläche von Poetete 17,62 km².[1]

2023 wurden die 12 Aldeias Poetetes[10] wie folgt aufgeteilt: Gueguemara, Urletoho und Urluli kamen zu Poetete Lodudu. Aus den Aldeias Loblala, Poepun, Samatrae, Taclela und Tidibessi wurde der Suco Samatrae.[3] Die als Suco Poetete Vila verbliebenen vier Aldeias sind Aldeia Vila, Biluli, Lequisi und Rematu.[11]

Die Siedlung Ermera, im Osten des Hauptterritoriums,[8] war Hauptstadt des Distrikts Ermera, bis in der indonesischen Besatzungszeit die neue Hauptstadt Gleno gegründet wurde.[12]

Einwohner

Einwohner von Poetete (2016)

Im Suco lebten 8.904 Einwohner (2022), davon waren 4.420 Männer und 4.484 Frauen. 2.770 von ihnen wohnen in einer urbanen Umgebung, 6.134 im ländlichen Teil des Sucos. Im Suco gibt es 1.448 Haushalte.[2] Ende 2023 erreichte die Einwohnerzahl des Sucos über 12.000.[3]

Geschichte

Am 1. September 1975 kam es im Verlauf des Bürgerkrieges zwischen UDT und FRETILIN in Aifu zu Gefechten und Hinrichtungen. An das Massaker von Klaek Reman und Aifu und die Opfer der Kämpfe erinnert seit 2016 ein Denkmal.[13][14]

Im Ort Ermera befand sich Ende 1979 ein Internierungslager für osttimoresische Zivilisten (Transit Camp), die zur besseren Bekämpfung der FALINTIL von den indonesischen Besatzern umgesiedelt werden sollten.[12]

Anfang 1979 wurden etwa hundert Männer aus der bisherigen Distriktshauptstadt Ermera und dem Suco Ponilala von der indonesischen Besatzungsmacht an den Ort gebracht, wo heute die Stadt Gleno steht. Das indonesische Militär zwang die Männer, das bisher unbewohnte Gebiet zu roden und von der Vegetation zu befreien, damit hier die neue Stadt gebaut werden konnte. Erfüllten die Zwangsarbeiter ihr Tagespensum nicht, wurden sie zur Bestrafung gefoltert. Drei Männer, die zu krank zum Arbeiten waren, wurden von den Soldaten umgebracht. Da man in der Zeit keine Gärten anlegen konnte, erfolgte die Versorgung mit Nahrungsmitteln durch das Militär. Als die Arbeiten an der neuen Distriktshauptstadt Gleno 1983 beendet waren, stellte das Militär die Versorgung ein. Die Familien der Zwangsarbeiter wurden nun ebenfalls nach Gleno zwangsumgesiedelt. Weil immer noch keine Gärten zur Grundversorgung angelegt worden waren, verhungerten Einwohner. Erst ab 1985 durften sich die Bewohner Glenos frei bewegen.[12]

1991 versteckte der Pfarrer Mário do Carmo Lemos Belo den FALINTIL-Oberbefehlshaber Xanana Gusmão, mit Hilfe anderer, in seinem Pfarrhaus in Poetete Vila. Gusmãos Nachfolger Nino Konis Santana hatte zwischen 1993 und 1998 ein Versteck unter einem Wohnhaus in Loblala.[15]

Am 10. April 1999 brannten indonesische Soldaten gemeinsam mit Milizionären der Darah Merah dutzende Häuser im Ort Ermera nieder.[12]

Politik

Felisberto das Neves (2022)

1952 wurde Mau Rema Chefe de Suco von Poetete.[16]

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Francisco Babo zum Chefe de Suco gewählt.[17] Bei den Wahlen 2009 gewann Felisberto das Neves[18] und wurde 2016 und 2023 in seinem Amt bestätigt.[19][20]

Persönlichkeiten

Commons: Poetete – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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