Vincenzo Vela

Schweizer Bildhauer From Wikipedia, the free encyclopedia

Vincenzo Vela (* 3. Mai 1820 in Ligornetto, Kanton Tessin; † 3. Oktober 1891 ebenda) war ein Schweizer Bildhauer des 19. Jahrhunderts und ein Hauptvertreter des Verismus.

Vincenzo Vela

Leben und Wirken

Kindheit und Ausbildung 1820–1844

Vincenzo Vela wurde als Sohn des Bauern Giuseppe Vela und der Wirtin Teresa geb. Casanova als jüngstes von sechs Kindern geboren.[1][2] Wie seine beiden älteren Brüder Giovanni und Lorenzo erlernte er mit neun Jahren das Steinmetzhandwerk in den Steinbrüchen von Besazio.[3] Sein Bruder Lorenzo Vela (1812–1897), der an der Accademia di Brera studierte,[4] erkannte sein Talent und holte ihn 1834 nach Mailand.[5] Vela setzte dort seine Lehre als Steinmetz an der Dombauhütte fort[5] und arbeitete als Zeichner für einen Goldschmied.[3]

Parallel dazu studierte er ab 1835 an der Accademia di Brera bei Ferdinando Albertolli, Francesco Durelli, Luigi Sabbatelli, Pompeo Marchesi und Benedetto Cacciatori, in dessen Atelier er auch mitarbeitete.[2][5] Unter seinen Studienkollegen waren Giuseppe Bertini, Giovanni Strazza und Pietro Magni.[2] Sein künstlerischer Stil wandelte sich unter dem Eindruck der Werke von Francesco Hayez und Lorenzo Bartolini zum ausgeprägten Realismus. An der Akademie gewann er mehrere Preise;[2] sein Relief Auferweckung der Tochter des Jaïrus durch Christus wurde 1842 von der Accademia di belle arti di Venezia[5] mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.[3] Dieser Erfolg machte ihn bekannt und verschaffte ihm viele Aufträge,[2] sodass er sich nach Beendigung seines Studiums 1844 selbständig machte.[5]

Mailand 1844–1852

Das Morgengebet, 1846

Sein Standbild von Bischof Giuseppe Maria Luvini fand grossen Anklang und Bewunderung, sowohl in Künstlerkreisen als auch in Kreisen der Aristokratie und des Mailänder Bürgertums.[2] Es folgten Aufträge für verschiedene Skulpturen und Grabmäler, die auch der Friedhofskunst wegweisende formale Innovationen brachten. Für Herzog Giulio Litta schuf er die Genreskulptur Das Morgengebet (1846), deren innovativer Stil bewundert wurde.[2] Mit ausgeprägtem Naturalismus, grosser Raffinesse in der Porträtwiedergabe und Weichheit der Modellierung verband Vela bewährte Kompositionsmuster und alte Bildtraditionen mit zeitgenössischen Inhalten.

Vela war überzeugter Republikaner. Nach einem mehrwöchigen Studienaufenthalt in Rom[3] kämpfte er 1847 freiwillig auf der Seite der eidgenössischen Truppen unter Guillaume-Henri Dufour (den er 1849 auch porträtierte) im schweizerischen Sonderbundskrieg.[5] 1848 beteiligte er sich unter Antonio Arcioni auf der republikanischen Seite im Ersten Italienischen Unabhängigkeitskrieg der Lombardei gegen Österreich[3] und am Aufstand in Como.[1] Anschliessend kehrte er nach Mailand zurück.

Im Auftrag des Herzogs Antonio Litta entstand die überlebensgrosse Marmorskulptur des Sklaven Spartacus, der seine Ketten sprengt – ein Werk, das wegen seiner künstlerischen Qualität und auch als patriotisches Symbol auf der Jahresausstellung in Brera und der Weltausstellung in London 1851 Furore machte. Vela wurde durch seinen Stil der Darstellung zum Hauptvertreter der Bildhauer des Realismus und zugleich zum Träger der Ideale der italienischen Risorgimento-Bewegung.

1852 wurde Vela zum Mitglied der Accademia di Brera ernannt.[1] Nachdem er die Ernennungsurkunde – vermutlich aus politischen Motiven, da auch hochrangigen Mitgliedern der österreichischen Aristokratie Ehrenmitgliedschaften angeboten wurden – zurückgegeben hatte, wurde dies von der Obrigkeit als Provokation interpretiert und Vela infolgedessen als «unerwünschter Ausländer» aus dem österreichischen Königreich Lombardo-Venetien ausgewiesen. Er ging daraufhin im Juli 1852 zunächst für kurze Zeit zurück nach Ligornetto.[2]

1853–1867 Turin

Vincenzo Velas Gattin Sabina Vela-Dragoni (1872)

Vela liess sich im Februar 1853 in Turin nieder[2] und heiratete im selben Jahr Sabina Dragoni,[1] die ihm bereits in seiner Jugend im Atelier von Benedetto Cacciatori begegnet war, wo sie Modell stand.[3][2] Um seine zahlreichen Aufträge bewältigen zu können, betrieb er gleichzeitig drei Werkstätten mit mehreren Mitarbeitern.[2] In Turin war er hoch angesehen, verkehrte in den oberen gesellschaftlichen Kreisen und am Hof des Königs Viktor Emanuel II.[2] 1856 wurde er zum Professor für Bildhauerei an der Accademia Albertina ernannt.[5]

Zu den zahlreichen Werken Velas aus den 1850er Jahren gehören das Standbild von König Viktor Emanuel II., das Bildnis der jungen Gräfin Leopoldina d’Adda mit Hund, das Monument Der Bannerträger zum Gedenken an die Truppen des sardischen Heeres (vor dem Palazzo Madama in Turin) und das Telldenkmal in Lugano[6] sowie zahlreiche Statuen und Büsten von weiteren bekannten Persönlichkeiten wie zum Beispiel Cesare Balbo (1856), Gabrio Piola (1857), Tommaso Grossi (1858) und Stefano Franscini (1860). Hinzu kamen verschiedene Grabskulpturen wie Die trauernde Harmonie für das Grabmal Gaetano Donizettis, das Grabmal für Antonio Rosmini sowie unter anderem für die Turiner Familien Calosso, Prever und Pallestrini. Aufträge erhielt er ausserdem unter anderem aus Madrid, Lissabon, St. Petersburg, Konstantinopel und den USA.[3]

Vela stellte regelmässig beim Salon de Paris aus. Für seine dort 1863 gezeigte Allegorie Italien dankt Frankreich wurde er 1864 zum Ritter der Ehrenlegion ernannt.[1][2] Auf die Bestellung von Kaiserin Eugénie schuf er das Kolumbus-Denkmal (1867) für Colón.[2][3] Die Skulptur Die letzten Augenblicke Napoleons I. wurde 1867 bei der Pariser Weltausstellung 1867 gezeigt und von Napoleon III. erworben.[2] Vela erhielt dafür eine Medaille erster Klasse[2] und wurde zum Offizier der Ehrenlegion befördert.[7]

1867–1891 Ligornetto

Vincenzo Velas Villa, das heutige Museo Vincenzo Vela in Ligornetto

1867 gab er seine Lehrtätigkeit an der Accademia Albertina auf und kehrte nach Ligornetto zurück.[5] Dort hatte er zuvor eine Villa erbauen lassen, die zugleich als Wohnsitz, Atelier sowie als Privatmuseum diente, das er 1880 der Öffentlichkeit zugänglich machte.[1] Seine Pläne, im Tessin eine Kunstschule zu errichten – möglicherweise sogar im Anschluss an sein Museum –, scheiterten an mangelnder Unterstützung durch die Behörden.[3]

Vela nahm Aufträge für Porträts und Grabdenkmäler an, bisweilen auch für im Massstab reduzierte Reproduktionen seiner bekanntesten Werke. Den Ecce Homo schuf er für die Cappella Giulini della Porta in Usmate Velate. Eine Kopie davon befindet sich auf Vincenzo Velas Grab in Ligornetto.

1873 wurde er von der Stadt Genf mit der Aufgabe betraut, das Mausoleum für Herzog Karl II. von Braunschweig zu errichten, der im Genfer Exil gestorben war. Da es nicht zu einem Konsens bezüglich des künstlerischen Stils kam, kündigte Vela den Vertrag.[2]

Vela war Mitorganisator des liberalen Schützenfests in Stabio am 22. Oktober 1876, das in die international beachteten «Ereignisse von Stabio» mit vier Toten mündete. Er war auf dem Schiessplatz, als die Kunde von der Ermordung des Liberalen Pedroni die Runde machte, und versuchte die blutige Vergeltung zu verhindern. Durch sein Dazwischengehen verhütete er später, dass der Konservative Cirillo Pellegrini der Volksjustiz anheimfiel. Am 13. März 1880 sagte er im skandalösen Stabio-Prozess zu Pietro Molas Gunsten aus.[8] Nach Molas Tod 1884 schuf er das marmorne Porträtrelief für dessen Grabdenkmal in Coldrerio.[9]

Als politisch engagierter Mensch war Vela von 1877 bis 1881 für die Liberalen Mitglied des Grossen Rates des Kantons Tessin. Ab 1881 war er beratendes Mitglied der Kantonskommission für Bildung und setzte sich in diesem Rahmen für die Armen sowie die öffentliche Bildung ein.[1] Nach dem Tessiner Putsch 1890 reiste er nach Zürich, um sich für den Freispruch der Angeklagten einzusetzen.[3]

Die Opfer der Arbeit, 1882

Ein Beispiel für Velas soziales Engagement ist das monumentale Hochrelief Die Opfer der Arbeit (1882), das er aus eigenem Antrieb und ohne Bezahlung fertigte – als Tribut an die namenlosen Bergleute, die während der Bauarbeiten des Gotthard-Eisenbahntunnels verunglückten. Das Gipsmodell wurde 1883 auf der ersten Schweizerischen Landesausstellung in Zürich präsentiert. Erst postum entstanden zwei Bronzegüsse des Werks, die sich heute in Rom (Galleria Nazionale d’Arte Moderna, 1895) und in Airolo (Bahnhof, 1932) befinden.[10][11]

Im Auftrag der Stadt Como entstand 1888–89 sein letztes öffentliches Werk, das fast vier Meter hohe Standbild zu Ehren von Giuseppe Garibaldi und der «Tage von Como» im Jahr 1848. Hierfür entwickelte er in kolossalen Dimensionen eine Modellierung, die für eine Umsetzung in Bronze gedacht war – eine Technik, in der er schon beim Grabmal der Maria Demartini Scala und beim Denkmal für Agostino Bertani gearbeitet hatte.

Vela wurden zahlreiche Ehrungen und Würdigungen seines Werkes zuteil. Er nahm an bedeutenden internationalen Ausstellungen teil wie beispielsweise mehrfach an den Pariser Weltausstellungen sowie den Weltausstellungen in London 1862 und in Dublin 1865.[1] 1882 wurde er als auswärtiges Mitglied in die Académie des Beaux-Arts aufgenommen.

Vincenzo Vela starb am 3. Oktober 1891 nach kurzer Krankheit, seine Frau im Jahr 1892.[3] Sein einziger Sohn, der Maler Spartaco Vela (1854–1895),[12] vermachte gemäss dem Willen seines Vaters das Künstlerhaus-Museum mit allen darin erhaltenen Werken der Schweizerischen Eidgenossenschaft unter der Bedingung, es als Museum oder Bildungsanstalt für die Öffentlichkeit zugänglich zu erhalten.[3][5]

Velas Grab in Ligornetto

Vincenzo Velas Grabmal auf dem Friedhof Ligornetto

Auf dem Friedhof von Ligornetto steht das 1893 nach Plänen von Augusto Guidini erbaute Mausoleum. Die Marmorarbeiten wurden von seinen Schülern Luigi Piffaretti und Gottardo Induni ausgeführt.[13] Es zeigt Vela auf einem Trauerbett, darüber eine Replik seines für die Cappella Giulini della Porta geschaffenen Ecce Homo von Luigi Piffaretti.[14][15] Am Fuss zeigt ein Stillleben in Bronze Karabiner, Hammer, Meissel und Orden: die Attribute des gefeierten Republikaners und Bildhauers.

Museo Vincenzo Vela in Ligornetto

Gemäss dem Testament Velas wurde 1898 in seiner Villa ein Museum, das heutige Museo Vincenzo Vela,[16] eröffnet. Die in der Sammlung enthaltenen originalen Gipsmodelle, Entwürfe in Ton, Zeichnungen, Projekte und Fotografien ermöglichen eine detaillierte Auseinandersetzung mit den künstlerischen, politischen und funktionellen Absichten des Bildhauers und bieten zugleich einen vielschichtigen Einblick in die Epoche, in der die Fundamente für die freien Demokratien des Westens gelegt wurden. Im Museum befinden sich ausserdem der Nachlass von Lorenzo Vela und Spartaco Vela sowie u. a. Gemälde lombardischer und piemontesischer Künstler des 19. Jahrhunderts.

Gedenken

Das Vincenzo-Vela-Denkmal in Turin

Am 26. November 1911 wurde in Turin ein von Annibale Galateri geschaffenes Denkmal für Vela eingeweiht. Es stellt Vela bei der Arbeit an seinem damals populärsten Werk Die letzten Augenblicke Napoleons dar.[17] Ursprünglich stand es vor dem Haupteingang des Städtischen Museums. Nachdem das Gebäude 1942 bei einem Bombardement zerstört wurde, versetzte man es auf die Verkehrsinsel an der Einmündung des Corso Stati Uniti in den Corso Castelfidardo.[18] In Turin ist ausserdem eine Strasse beim Kunstmuseum (Via Vincenzo Vela) und eine Busstation nach Vela benannt.

Gleich nach Velas Tod 1891 benannte die Gemeinde Lugano ihre erste Uferpromenade zu seinen Ehren Riva Vincenzo Vela.[19] Am 16. März 1979 feierte sie das hundertjährige Jubiläum der Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Vela mit der Platzierung seiner Büste, einem Werk Apollonio Pessinas, im Parco Ciani.[20]

Vela-Büste vor dem ehemaligen Gemeindehaus in Ligornetto

1991 liess die Gemeinde Ligornetto anlässlich von Velas hundertstem Todesjahr seine Bronzebüste vor dem Gemeindehaus aufstellen.[21] Sie ist ein Werk Luigi Piffarettis und wurde 1897 in Lugano erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.[22]

Weitere nach Vela benannte Strassen befinden sich in Mailand, Como (direkt beim Zoll), Chiasso, Bellinzona (zwischen dem Castelgrande und dem Stadio Comunale), Locarno, Mendrisio (zwischen dem Bahnhof und dem Kunstmuseum) und Morbio Inferiore.

Auszeichnungen

Werke (Auswahl)

Weitere Informationen Bild, Werk ...
Bild Werk Jahr Gemeinde Standort Anmerkungen
Standbild von Bischof Giuseppe Maria Luvini 1844 Lugano Palazzo Civico[23]
Der Sklavinnenverkäufer (Il venditore di schiave) 1844–1846 Mailand Pinacoteca di Brera[24] auch Der Sklavenhändler (ll mercante di schiavi)[25]
Grabmal von Maddalena Adami Bozzi 1845 Pavia Monumentalfriedhof San Giovannino[26]
Grabmal von Cecilia Rusca 1846 Locarno Friedhof[27]
Das Morgengebet (La preghiera del mattino) 1846 Mailand Palazzo Morando 1846 an der Brera ausgestellt
1865 Zürich Kunsthaus Zürich[28] Replik mit geringfügigen Differenzen
Spartakus (Spartaco) 1850 Lugano Palazzo Civico 1851 an der Brera ausgestellt, seit 1945 am heutigen Standort
La Desolazione 1850 Lugano Parco Ciani 1851 an der Brera ausgestellt
1875 Bologna Cimitero della Certosa, Grabmal von Adelaide Gregorini Bingham
Der Engel der Auferstehung (L’Angelo della Resurrezione) 1850 Chiasso Grabmal von Costantino Bernasconi[29] auch Der Engel des Jüngsten Gerichts (L’Angelo del Giudizio), befand sich ursprünglich in der Casa Bernasconi in Chiasso[25]
Die Gräfin Maria Isimbardi d'Adda auf dem Totenbett (La contessa d'Adda negli estremi momenti di vita) 1851–1853 Arcore Villa Borromeo d’Adda, Cappella Vela[30] 1853 platziert
Die Schmerzensreiche (Addolorata) oder Mater dolorosa 1852 Arcore Villa Borromeo d’Adda, Cappella Vela[30]
Ligornetto Friedhof
Die Geschichte (La Storia) 1852 Olivone Friedhof, Grabmal von Vincenzo Dalberti und Giovanni Martino Soldati[29][31][25]
Bildnis der jungen Gräfin Leopoldina d’Adda mit Hund (Ritratto della contessina Leopoldina d'Adda col cane) 1852–1854 Privatbesitz Bild zeigt das Gipsmodell
Flachrelief Kindesliebe (Amor figliale)[25] und Büste von Tommaso Calosso 1853 Turin Cimitero monumentale, Grabmal der Familie Calosso (Arcata 8)[32][33] das Relief zeigt ein libierendes Mädchen
Die Hoffnung (La Speranza) 1853/54 Turin Cimitero monumentale, Grabmal der Familie Prever (Arcata 26)[32][33]
1855/56 Riva del Garda Villa de Lutti, Kapelle, Grabmal von Vincenzo de Lutti senior[34] erst 1867 platziert
Justitia (La Giustizia) 1855 Ligornetto Piazza Volontari, Öffentliche Waage[35] Sandsteinstatue, Geschenk Velas an seine Geburtsgemeinde
Resignation (Rassegnazione) 1855 Vicenza Cimitero monumentale, Grabmal der Familie Loschi (n. 117)
Die trauernde Harmonie (L'Armonia dolente) 1855 Bergamo Kirche Santa Maria Maggiore, Grabmal von Gaetano Donizetti
Flora oder Der Frühling (La Primavera) 1856–1858 Padua Museo Bottacin[36]
1875 ca. Ligornetto Museo Vincenzo Vela
1882 Mailand Galleria d’Arte Moderna
Der Schutzengel (L’Angelo Custode) 1856 Turin Galleria civica d’arte moderna e contemporanea[37] ursprünglich am Grabmal von Tito Pallestrini auf dem Friedhof Turin
1861 Costa di Mezzate Castello Camozzi Vertova[37]
Porträt von Elisabetta Enderlin Vegezzi 1856 Lugano Monumentalfriedhof
Telldenkmal 1856 Lugano Rivetta Guglielmo Tell
Cesare-Balbo-Denkmal 1856 Turin Giardino Aiuola Balbo[38]
Hochrelief mit der trauernden Margherita Trotti Bentivoglio 1857 Turin Cimitero monumentale, Grabmal von Giacinto Provana di Collegno (Arcata 126)[32][33]
Standbild von Gabrio Piola 1857 Mailand Palazzo di Brera, Ehrenhof
Standbild von Tommaso Grossi 1856–1858 Mailand Palazzo di Brera, Ehrenhof
Der Bannerträger (L’Alfiere) 1856–1858 Turin Palazzo Madama, Denkmal des Sardischen Heers
Grabmal von Antonio Rosmini 1858 Stresa Chiesa del Santissimo Crocifisso
MinervaGöttin der Wissenschaft (Minerva – Dea della Scienza) 1858 Turin Palazzo dell’Università[39] ursprünglich im Auftrag des portugiesischen Königs Peter V. für die Universität Lissabon ausgeführt[39][25]
Engel, der Blumen verstreut (Angelo che sparge fiori) 1858 Bergamo Cimitero monumentale, Grabmal der Familie Piazzoni[40] basiert auf dem Schutzengel (1856) in Turin[37]
Daniele-Manin-Denkmal 1858–1861 Turin Giardino Aiuola Balbo[41]
Bildnis von Adelina Nigra 1861 Sartirana Lomellina Istituto Adelina Nigra[42]
Tritonenbrunnen 1861 Venaria Reale Schloss Venaria Reale, Parco della Mandria[43] zeigt einen Triton im Kampf mit einem Seepferd
Königinnengruppe 1861 Turin Santuario della Consolata zeigt Maria Theresia von Österreich-Toskana (Gemahlin von Karl Albert) und Adelheid von Österreich (Gemahlin von Viktor Emanuel II.)
Italien dankt Frankreich (L’Italia riconoscente alla Francia) 1861–1862 Compiègne Schloss Compiègne
Standbild von Camillo Benso von Cavour 1861–1863 Genua Palazzo della Borsa Merci 1942 bei einem Bombardement zerstört (Bild zeigt Gipsmodell)
Standbild von Luigi Gallo 1863 Turin Palazzo dell’Università[44]
Drei Badende (Tre bagnanti) 1863 Ligornetto Museo Vincenzo Vela nie ausgeführtes Gipsmodell
Standbild von Dante Alighieri 1864–1865 Padua Loggia Amulea
1865–1866 Ligornetto Museo Vincenzo Vela
Standbild von Giotto 1864–1865 Padua Loggia Amulea
1865–1866 Ligornetto Museo Vincenzo Vela
Standbild von Karl Albert 1864–1865 Turin Palazzo Reale[45]
Standbild von Joachim Murat 1865 Bologna Cimitero della Certosa, Grabmal von Letizia Murat
Standbild von Viktor Emanuell II. 1865 Turin Palazzo Civico, Vorhalle 1866 eingeweiht
Die letzten Augenblicke Napoleons I. (Gli ultimi momenti di Napoleone I) 1866 Versailles Schloss Versailles
Kolumbus-Denkmal 1867 Colón 1870 eingeweiht
Das Gebet (La preghiera) 1867[27] Collina d’Oro-Gentilino Friedhof S. Abbondio, Grabmal von Pietro Boffa[46]
Ecce Homo 1867–1868 Usmate Velate Friedhof, Oratorio San Felice (Cappella Giulini della Porta)
1883 Como Friedhof, Grabmal der Familie Camozzi[47]
1893 Ligornetto Friedhof, Grabmal von Vincenzo Vela[35][48] Replik von Luigi Piffaretti[49]
Standbild von Alfonso Turconi 1868 Mendrisio Palazzo Turconi[35]
Gisant von Marie-Louise Joséphine Dufresne 1868 La Tour Grabkapelle der Familie Dufresne-Sommeiller (im Park des Hôpital Départemental Dufresne Sommeiller)[50] die Verewigte starb mit 13 Jahren
Der Engel der Auferstehung (L’Angelo della Resurrezione) 1869 Pinerolo Friedhof, Grabmal von Giuseppe Bertea[51] 2024 restauriert
Porträt der Marquise Virginia Busti Porro als junges Mädchen 1871 Mailand Gallerie d'Italia, Sammlung der Stiftung Cariplo[52]
Libertas (La Libertà) 1872 Mailand Cimitero monumentale, Krypta des Famedio ursprünglich auf dem Grabmal der Gebrüder Ciani, nach dessen Aufhebung verschollen, 2025 zurückgebracht[53] (Bild zeigt Gipsmodell)
Die trauernde Wissenschaft (La Scienza dolente) und Grabgenius (Genio funerario) 1872 Mailand Cimitero monumentale, Grabmal von Edoardo und Antonio Kramer
Das Totengebet (La preghiera dei morti) 1874 Usmate Velate Friedhof, Oratorio San Felice (Cappella Giulini della Porta)
Correggio-Denkmal 1880 Correggio Piazza San Quirino
Meditation (La Meditazione) 1881–1882 Grancia Friedhof, Grabmal von Maria Scala De Martini[27]
Die Opfer der Arbeit (Le vittime del lavoro) 1882 Rom Galleria Nazionale d’Arte Moderna 1895 gegossen[11]
Airolo Viale Stazione 1931 gegossen
Agostino-Bertani-Denkmal 1887–1888 Mailand Piazza Fratelli Bandiera
Giuseppe-Garibaldi-Denkmal 1888–1889 Como Piazza della Vittoria
Grabmal von Herzog Lodovico Melzi d’Eril 1890 Bellagio Villa Melzi d’Eril, Cappella gentilizia
Schließen

Literatur (Auswahl)

  • Giulio Cesare Marchi Castellini: Elenco delle principali opere eseguite dallo scultore Vincenzo Vela. In: Antonio Allegri detto il Correggio, Vincenzo Vela, Luigi Asioli. Fratelli Palazzi, Correggio 1880, S. 221–227 (Digitalisat auf Google Books).
  • Eduard Platzhoff-Lejeune: Vincenzo Vela. In: Die Schweiz. Schweizerische illustrierte Zeitschrift. 14. Jg., 1910, S. 383–387 (archiviert in E-Periodica der ETH Zürich).
  • Nancy J. Scott: Vincenzo Vela 1820–1891. Garland Publishing, New York / London 1979 (Dissertation New York University, 1978).
  • Georg Kreis: Unten und oben. Vincenzo Velas «Vittime del lavoro» von 1882/83. In: Bernard Degen et al. (Hrsg.): Fenster zur Geschichte. 20 Quellen – 20 Interpretationen. Festschrift für Markus Mattmüller. Basel/Frankfurt a. M. 1992, S. 163–182.
  • Giorgio Zanchetti: Vincenzo Vela scultore 1820-1891. Dissertation, Critica, Teoria e Storia della letteratura e delle arti, IX ciclo, Koordinator Giuseppe Farinelli, Referent Luciano Caramel. Università Cattolica del Sacro Cuore di Milano, Mailand 1998.
  • Gianna A. Mina Zeni (Hrsg.): Museo Vela. Le collezioni. Scultura, pittura, grafica, fotografia. Lugano 2002.
  • Marc-Joachim Wasmer: Il Museo Vela a Ligornetto. La casa-museo dello scultore ticinese Vincenzo Vela. Bern 2003.
  • Marc-Joachim Wasmer: Museo Vincenzo Vela in Ligornetto. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2020.
  • Dario Libero Gamboni: L’ultima dimora di Vincenzo Vela. In: Gianna A. Mina / Giampolo Baragiola (Hrsg.): Il monumento funebre a Vincenzo Vela. 2020, S. 11–21 (PDF).
Commons: Vincenzo Vela – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI