Deutsche Leichtathletik-Hallenmeisterschaften 1992
From Wikipedia, the free encyclopedia
Die 39. Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften wurden am 8. und 9. Februar 1992 vor 8000 Zuschauern in der Europahalle von Karlsruhe ausgetragen. Die Stadt Karlsruhe trat zum zweiten Mal als Gastgeber dieser Veranstaltung auf.
| 39. Leichtathletik-Hallenmeisterschaften | |
|---|---|
| Stadt | Karlsruhe |
| Stadion | Europahalle |
| Wettbewerbe | 28 |
| Eröffnung | 8. Februar 1992 |
| Schlusstag | 9. Februar 1992 |
| Chronik | |
| ← Dortmund 1991 | Sindelfingen 1993 → |
Doping
Überschattet wurden die Meisterschaften von der Dopingaffäre um Katrin Krabbe und Grit Breuer, die ihr Startrecht hier per einstweiliger Verfügung erwirkten. Noch im Jahr 1992 wurden beide Athletinnen aufgrund des Einsatzes der verbotenen Substanz Clenbuterol bis 1995 für weitere Wettbewerbe gesperrt und konnten so unter anderem nicht an den Olympischen Spielen 1992 teilnehmen. Nach mehreren Prozessen wurde Katrin Krabbe 2001 eine Entschädigung in Höhe von 1,2 Millionen D-Mark für entgangene Start- und Siegprämien sowie Sponsorengelder zugesprochen.[1] An Wettkämpfen nahm sie nicht mehr teil. Grit Breuer ging zunächst ebenfalls juristisch gegen die Sperre vor, akzeptierte jedoch später das Urteil und kehrte 1995 wieder in den aktiven Leistungssport zurück.[2]
Wettbewerbe
Gelaufen wurde wie immer seit 1980 auf einer zweihundert Meter langen Rundbahn. Die Sprint- und Hürdensprintstrecke für Frauen und Männer war nach immer wieder unterschiedlichen Distanzen zwischen fünfzig und sechzig Metern – 1959 waren es sogar siebzig Meter – von 1980 an standardisiert auf die Länge von sechzig Metern.
Der Wettbewerbskatalog wies gegenüber den beiden Vorjahren keine Änderungen auf. Ausgemustert blieben weiterhin zwei Disziplinen, die 1975 einmalig Teil des Hallenmeisterschaftsprogramm gewesen waren. Dabei handelte es sich um den Siebenkampf der Männer und den Fünfkampf der Frauen. Nach einer langjährigen Unterbrechung sollten allerdings auch diese beiden Mehrkämpfe zukünftig wieder mit aufgenommen werden.
Das Ungleichgewicht im Angebot für Frauen und Männer über die verschiedenen Bereiche blieb auch nach der Aufnahme der beiden Gehwettbewerbe weiter bestehen. In der Kategorie Lauf fehlten bei den Frauen mit der 4-mal-400-Meter-Staffel und der 3-mal-1000-Meter-Staffel zwei Wettbewerbe. Bei den Sprüngen wurden wie bei Freiluftveranstaltungen die Wettbewerbe Stabhoch- und Dreisprung erst ab 1993 – also bei Deutschen Hallenmeisterschaften im kommenden Jahr – in das allgemeine Wettbewerbsprogramm für Frauen aufgenommen und waren somit vor dieser Zeit auch bei Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften nur für Männer im Angebot. Außer dem Kugelstoßen, das für Frauen und Männer seit Beginn der Deutschen Hallenmeisterschaften ausnahmslos Teil der Veranstaltung war, kamen weitere Wurfdisziplinen sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern bei Hallenwettbewerben nicht zur Austragung, weil die üblichen Hallen bei den in diesen Wettbewerben erzielten Weiten nicht die erforderliche Größe besaßen.
Die Deutschen Hallenmeisterschaften wurden wie schon seit vielen Jahren üblich auf zwei Tage verteilt durchgeführt. Für dieses Jahr waren wie für die beiden Vorjahre allerdings keine Angaben ausfindig zu machen, welche Finals am ersten und welche am zweiten Tag stattfanden.
Rekorde
Es wurde ein neuer Hallenweltrekord (HWR) aufgestellt:
Hochsprung: 2,07 m – Heike Henkel (LG Bayer Leverkusen)[3]
Legende
Kurze Übersicht zur Bedeutung der Abkürzungen:
| HWR | Hallenweltrekord |
Medaillengewinner
Die folgenden Übersichten fassen die Medaillengewinner und -gewinnerinnen zusammen.
Männer
Frauen
Literatur
- Deutsche Hallenmeisterschaften. In: Leichtathletik Fördergesellschaft mbH (Hrsg.), DLV-Jahrbuch 1992/93, S. 341 – 343, Darmstadt 1992
Weblinks
- Deutsche Hallen-Meisterschaften in der Leichtathletik sport-record.de (PDF; 1825 KB)
- Leichtathletik, zahlreiche Artikel mit dem Thema Deutsche Hallen – Meisterschaften, sport-komplett.de

