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Deutsche Leichtathletik-Hallenmeisterschaften 1992

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Die 39. Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften wurden am 8. und 9. Februar 1992 vor 8000 Zuschauern in der Europahalle von Karlsruhe ausgetragen. Die Stadt Karlsruhe trat zum zweiten Mal als Gastgeber dieser Veranstaltung auf.

Schnelle Fakten 39. Leichtathletik-Hallenmeisterschaften, Chronik ...
39. Leichtathletik-Hallenmeisterschaften
Europahalle Karlsruhe (2009)
Europahalle Karlsruhe (2009)
Europahalle Karlsruhe (2009)
Stadt Karlsruhe
Stadion Europahalle
Wettbewerbe 28
Eröffnung 8. Februar 1992
Schlusstag 9. Februar 1992
Chronik
Dortmund 1991 Sindelfingen 1993
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Doping

Überschattet wurden die Meisterschaften von der Dopingaffäre um Katrin Krabbe und Grit Breuer, die ihr Startrecht hier per einstweiliger Verfügung erwirkten. Noch im Jahr 1992 wurden beide Athletinnen aufgrund des Einsatzes der verbotenen Substanz Clenbuterol bis 1995 für weitere Wettbewerbe gesperrt und konnten so unter anderem nicht an den Olympischen Spielen 1992 teilnehmen. Nach mehreren Prozessen wurde Katrin Krabbe 2001 eine Entschädigung in Höhe von 1,2 Millionen D-Mark für entgangene Start- und Siegprämien sowie Sponsorengelder zugesprochen.[1] An Wettkämpfen nahm sie nicht mehr teil. Grit Breuer ging zunächst ebenfalls juristisch gegen die Sperre vor, akzeptierte jedoch später das Urteil und kehrte 1995 wieder in den aktiven Leistungssport zurück.[2]

Wettbewerbe

Gelaufen wurde wie immer seit 1980 auf einer zweihundert Meter langen Rundbahn. Die Sprint- und Hürdensprintstrecke für Frauen und Männer war nach immer wieder unterschiedlichen Distanzen zwischen fünfzig und sechzig Metern – 1959 waren es sogar siebzig Meter – von 1980 an standardisiert auf die Länge von sechzig Metern.

Der Wettbewerbskatalog wies gegenüber den beiden Vorjahren keine Änderungen auf. Ausgemustert blieben weiterhin zwei Disziplinen, die 1975 einmalig Teil des Hallenmeisterschaftsprogramm gewesen waren. Dabei handelte es sich um den Siebenkampf der Männer und den Fünfkampf der Frauen. Nach einer langjährigen Unterbrechung sollten allerdings auch diese beiden Mehrkämpfe zukünftig wieder mit aufgenommen werden.

Das Ungleichgewicht im Angebot für Frauen und Männer über die verschiedenen Bereiche blieb auch nach der Aufnahme der beiden Gehwettbewerbe weiter bestehen. In der Kategorie Lauf fehlten bei den Frauen mit der 4-mal-400-Meter-Staffel und der 3-mal-1000-Meter-Staffel zwei Wettbewerbe. Bei den Sprüngen wurden wie bei Freiluftveranstaltungen die Wettbewerbe Stabhoch- und Dreisprung erst ab 1993 – also bei Deutschen Hallenmeisterschaften im kommenden Jahr – in das allgemeine Wettbewerbsprogramm für Frauen aufgenommen und waren somit vor dieser Zeit auch bei Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften nur für Männer im Angebot. Außer dem Kugelstoßen, das für Frauen und Männer seit Beginn der Deutschen Hallenmeisterschaften ausnahmslos Teil der Veranstaltung war, kamen weitere Wurfdisziplinen sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern bei Hallenwettbewerben nicht zur Austragung, weil die üblichen Hallen bei den in diesen Wettbewerben erzielten Weiten nicht die erforderliche Größe besaßen.

Die Deutschen Hallenmeisterschaften wurden wie schon seit vielen Jahren üblich auf zwei Tage verteilt durchgeführt. Für dieses Jahr waren wie für die beiden Vorjahre allerdings keine Angaben ausfindig zu machen, welche Finals am ersten und welche am zweiten Tag stattfanden.

Rekorde

Es wurde ein neuer Hallenweltrekord (HWR) aufgestellt:
Hochsprung: 2,07 m – Heike Henkel (LG Bayer Leverkusen)[3]

Legende

Kurze Übersicht zur Bedeutung der Abkürzungen:

HWRHallenweltrekord

Medaillengewinner

Die folgenden Übersichten fassen die Medaillengewinner und -gewinnerinnen zusammen.

Männer

Weitere Informationen Disziplin, Gold ...
Disziplin Gold Leistung Silber Leistung Bronze Leistung
60 m Steffen Görmer
SV Halle
6,63 s00 Sven Matthes
SV Preußen Berlin
6,67 s00 Dirk Morawietz
LC Paderborn
6,73 s00
200 m Alexander Lack
SC Neubrandenburg
20,98 s00 Michael Huke
TV Wattenscheid 01
21,00 s00 Stefan Schütz
LG Sieg
21,38 s00
400 m Rico Lieder
LG Chemnitz
46,74 s00 Klaus Weigeldt
ASV Köln
47,18 s00 Ralph Pfersich
LG VfB/Kickers Stuttgart
47,38 s00
800 m Mark Eplinius
SCC Berlin
1:47,05 min Peter Braun
MTV Ingolstadt
1:48,11 min Mike Kemsies
SCC Berlin
1:48,39 min
1500 m Dieter Baumann
LG Bayer Leverkusen
3:37,83 min Jörg Schneider
SCC Berlin
3:42,99 min Jens-Peter Herold
LC Rehlingen
3:45,11 min
3000 m Dieter Baumann
LG Bayer Leverkusen
7:51,77 min Steffen Brand
TV Wattenscheid 01
7:55,05 min Stéphane Franke
SV Salamander Kornwestheim
8:00,71 min
60 m Hürden Florian Schwarthoff
TV Heppenheim
7,58 s00 Mike Fenner
SCC Berlin
7,66 s00 Sven Göhler
OSC Potsdam
7,72 s00
4 × 200 m SV Union Groß-Ilsede
Andreas Stärk
Andreas Wirth
Jan Lillie
Karsten Leuteritz
1:25,48 min LAV Bayer Uerdingen/Dormagen
Arnold Zawitzki
Michael Kutscher
Heinz Hünnekes
Stefan Peters
1:26,24 LG Hannover
Lars Bornemann
Jens Knoke
Axel Ritter
Jörg Deerberg
1:28,91 min
4 × 400 m LG Olympia Dortmund
Udo Schiller
Stefan Godek
Bodo Unger
Olaf Hense
3:08,39 min ASV Köln
Anselm Schuster
Klaus-Christian Weigeldt
Martin Kleine
Marc-Antonius Eggers
3:08,71 min LG VfB/Kickers Stuttgart
Jürgen Mehl
Volker Höschele
Horst Krückel
Ralph Pfersich
3:09,31 min
3 × 1000 m SpVgg Feuerbach
Arthur Klein
Axel Harries
Joachim Dehmel
7:08,89 min LG Offenburg
Hartwig Potthin
Jens Bodemer
Jörg Haas
7:09,33 min TV Wattenscheid 01
Heiko Schulze
Stephan Plätzer
Rüdiger Stenzel
7:10,75 min
5000 m Gehen Ronald Weigel
LAC Halensee Berlin
18:57,00 min Axel Noack
Thüringer SV Erfurt
19:09,20 min Robert Ihly
LG Offenburg
19:31,92 min
Hochsprung Ralf Sonn
TSG Weinheim
2,35 m Wolf-Hendrik Beyer
LG Bayer Leverkusen
2,31 m Carlo Thränhardt
LG Bayer Leverkusen
2,25 m
Stabhochsprung Martin Amann
LG VfB/Kickers Stuttgart
5,45 m Kai Atzbacher
LG Frankfurt
5,35 m Stefan Diebler
TuS Jena
5,35 m
Weitsprung Dietmar Haaf
SV Salamander Kornwestheim
8,05 m Konstantin Krause
TV Wattenscheid 01
7,97 m Volker Gödicke
SCC Berlin
7,95 m
Dreisprung André Ernst
SV Halle
16,50 m Karsten Stephan
SCC Berlin
16,12 m Hrvoje Verzi
TV Wattenscheid 01
16,06 m
Kugelstoßen Oliver-Sven Buder
TV Wattenscheid 01
19,59 m Claus-Dieter Föhrenbach
USC Heidelberg
18,60 m Oliver Dück
TSV 1860 München
18,56 m
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Frauen

Weitere Informationen Disziplin, Gold ...
Disziplin Gold Leistung Silber Leistung Bronze Leistung
60 m Katrin Krabbe
SC Neubrandenburg
7,11 s00 Andrea Philipp
Schweriner SC
7,23 s00 Ulrike Sarvari
VfL Sindelfingen
7,35 s00
200 m Grit Breuer
SC Neubrandenburg
22,71 s00 Silke-Beate Knoll
LG Olympia Dortmund
23,25 s00 Anja Böhme
LG Bayer Leverkusen
23,41 s00
400 m Uta Rohländer
SV Halle
52,59 s00 Annett Hesselbarth
SV Halle
52,73 s00 Linda Kisabaka
LG Bayer Leverkusen
52,95 s00
800 m Christine Wachtel
SC Empor Rostock
2:02,42 min Sigrun Grau
SC Neubrandenburg
2:02,96 min Gabriele Lesch
Eintracht Frankfurt
2:03,50 min
1500 m Ellen Kießling
Dresdner SC
4:13,21 min Ingrid Hering
TK Hannover
4:16,77 min Anette Hüls
LG Bayer Leverkusen
4:17,75 min
3000 m Rita Marquard
TSV 1860 München
8:56,20 min Christina Mai
LG Olympia Dortmund
8:57,40 min Claudia Dreher
LG Olympia Dortmund
9:05,64 min
60 m Hürden Gabi Roth
MTG Mannheim
8,15 s00 Petra Hassinger
LAC Halensee Berlin
8,19 s00 Silke Nahler
Hamburger SV
8,25 s00
4 × 200 m VfL Sindelfingen
Andrea Thomas
Ulrike Sarvari
Margrit Schiller
Doreen Fahrendorff
1:33,62 min LG Olympia Dortmund
Silke-Beate Knoll
Ruth Scheppan
Mirja Knuth
Gisela Arendt
1:35,00 min SG Ulm
Claudia Gerhardt
Andrea Schmidt
Katharina Gaus
Christina Gruhler
1:35,54 min
3000 m Gehen Beate Gummelt
LAC Halensee Berlin
12:11,54 min Kathrin Born
SCC Berlin
12:34,72 min Andrea Brückmann
LAZ Lahn-Aar-Diez
12:38,72 min
Hochsprung Heike Henkel
LG Bayer Leverkusen
2,07 m HWR Marion Goldkamp
LG Bayer Leverkusen
1,91 m Birgit Kähler
LAV Bayer Uerdingen/Dormagen
1,89 m
Weitsprung Heike Drechsler
TuS Jena
7,03 m00000 Susen Tiedtke
SCC Berlin
6,53 m Claudia Gerhardt
VfL Gladbeck
6,49 m
Kugelstoßen Astrid Kumbernuss
SC Neubrandenburg
18,77 m00000 Grit Hammer
LAC Quelle Fürth
18,33 m Heike Hopfer
SC Berlin
17,83 m
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Literatur

  • Deutsche Hallenmeisterschaften. In: Leichtathletik Fördergesellschaft mbH (Hrsg.), DLV-Jahrbuch 1992/93, S. 341 – 343, Darmstadt 1992

Einzelnachweise

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