Deutsche Leichtathletik-Hallenmeisterschaften 1971

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Die 18. Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften wurden am 26. und 27. Februar 1971 in der Kieler Ostseehalle ausgetragen.

Schnelle Fakten 18. Leichtathletik-Hallenmeisterschaften, Chronik ...
18. Leichtathletik-Hallenmeisterschaften
Stadt Kiel
Stadion Ostseehalle
Wettbewerbe 25
Eröffnung 26. Februar 1971
Schlusstag 27. Februar 1971
Chronik
Berlin 1970 Stuttgart 1972
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Wettbewerbe

Gelaufen wurde wie bei den Meisterschaften in der Kieler Ostseehalle gewohnt auf einer 150 Meter langen Rundbahn. Auch die Sprintstrecke für Frauen und Männer hatte mit 50 Metern dieselbe Länge wie immer in dieser Halle und war damit genauso lang wie im Vorjahr in der Berliner Deutschlandhalle. Der Hürdensprint fand für beide Geschlechter ebenfalls über 50 Meter – gleiche Distanz wie 1970 – statt.

Zum ersten Mal fand die Veranstaltung der Deutschen Hallenmeisterschaften an zwei Tagen statt. Für Frauen und Männer wurden der Hochsprung und das Kugelstoßen sowie der Dreisprung (nur für Männer) am ersten und alle anderen Disziplinen am zweiten Tag durchgeführt. Im Wettbewerbskatalog änderte sich gegenüber dem Vorjahr nichts.

Das bei nun zum dritten Mal bei Hallenmeisterschaften ausgetragene 10.000-Meter-Gehen fand wie zuvor nicht am selben Ort wie die Veranstaltung mit dem Hauptprogramm statt. Die Geher traten dazu am 21. Februar in Hamburg an.

Im Frauenprogramm gab es im Bereich Lauf weiterhin zwei Disziplinen weniger als bei den Männern. Nur für die Männer wurden eine Langstrecke über 3000 Meter und eine Langstaffel über 3-mal 1000 Meter angeboten – zwei Wettbewerbe, die bei den Frauen fehlten.

Im Bereich Sprung wurden der Stabhoch- und Dreisprung für Frauen erst in den 1990er-Jahren in das allgemeine Wettbewerbsprogramm aufgenommen und wurden somit vor dieser Zeit auch bei Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften nur für Männer angeboten.

Außer dem Kugelstoßen, das für Frauen und Männer seit Beginn der Deutschen Hallenmeisterschaften ausnahmslos Teil der Veranstaltung war, kamen weitere Wurfdisziplinen sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern bei Hallenwettbewerben nicht zur Austragung, weil die üblichen Hallen bei den in diesen Wettbewerben erzielten Weiten nicht die erforderliche Größe besaßen.

Darüber hinaus blieb der Gehwettbewerb wie auch damals bei Freiluftveranstaltungen alleine den Männern vorbehalten.

Medaillengewinner

Die folgenden Übersichten fassen die Medaillengewinner und -gewinnerinnen zusammen.

Männer

Weitere Informationen Disziplin, Gold ...
Disziplin Gold Leistung Silber Leistung Bronze Leistung
50 m Jobst Hirscht (SV Polizei Hamburg) 5,64 s00 Gernot Hirscht (SV Polizei Hamburg) 5,67 s00 Gert Metz (USC Mainz) 5,68 s00
200 m Manfred Letzelter (USC Mainz) 22,0 s00 Edgar Krüger (LG ESV/PSV Essen) 22,2 s00 Harald Leidicke (SCC Berlin) 22,5 s00
400 m Peter Bernreuther (DJK Würzburg) 48,8 s00 Hans Reinermann (OSC Dortmund) 48,9 s00 Horst Haßlinger (LAC Quelle) 49,0 s00
800 m Godehard Brysch (LG PSV/WSV Wuppertal) 1:52,5 min Dieter Friedrich (Hannover 96) 1:53,0 min Bernd Epler (Hamburger SV) 1:53,4 min
1500 m Harald Norpoth (LG Ratio Münster) 3:45,6 min Paul-Heinz Wellmann (TV 1885 Haiger) 3:47,8 min Frank Thomé (ASV Köln) 3:48,1 min
3000 m Jürgen May (LG Kreis Hanau) 8:08,6 min Paul Angenvoorth (FC Bayer 05 Uerdingen) 8:09,0 min Ulrich Brugger (Stuttgarter Kickers) 8:13,0 min
50 m Hürden Günther Nickel (SV Bayer 04 Leverkusen) 6,48 s00 Eckart Berkes (USC Mainz) 6,49 s00 Manfred Schumann
(SV Bayer 04 Leverkusen)
6,64 s00
4 × 400 m TV Wattenscheid 01
Karl-Hermann Tofaute
Hermann Schnieders
Ernst Oppermann
Hermann Köhler
3:17,9 min VfB Stuttgart
Hans-Dieter Hübner
Helmar Müller
Ulrich Strohhäcker
Herbert Moser
3:18,0 min LG PSV/WSV Wuppertal
Hubert Schwan
Godehard Brysch
Wilfried Eich
Norbert Mosch
3:21,6 min
3 × 1000 m LG Ratio Münster
Norbert Kepp
Manfred Arntz
Franz-Josef Kemper
7:18,8 min LAC Quelle
Karl-Heinz Schirmeier
Hans-Lothar Thomann
Heinz Mörtl
7:19,8 min TV Wattenscheid 01
Heinrich Schwarz
Hans-Dieter Schulten
Manfred Lubba
7:20,0 min
10.000 m Gehen Wilfried Wesch (Eintracht Frankfurt) 44:34,4 min Bernd Kannenberg (LAC Quelle) 44:56,6 min Heinz Mayr (LG Salzgitter) 46:02,2 min
Hochsprung Thomas Zacharias (USC Mainz) 2,20 m Ingomar Sieghart (TSV 1860 München) 2,20 m Gunther Spielvogel
(SV Bayer 04 Leverkusen)
2,14 m
Stabhochsprung Hans-Jürgen Ziegler (KSV Hessen Kassel) 5,10 m Heinfried Engel (USC Mainz) 5,10 m Ulrich Steinacker (SV Bayer 04 Leverkusen) 4,90 m
Weitsprung Hans Baumgartner (TV Heppenheim) 7,91 m Andreas Gloerfeld (ASV Köln) 7,78 m Hans Schicker (LG Stiftland) 7,77 m
Dreisprung Michael Sauer (USC Mainz) 16,75 m Harald Strutz (USC Mainz) 16,04 m Joachim Kugler (USC Mainz) 15,61 m
Kugelstoßen Ralf Reichenbach (OSC Berlin) 18,48 m Reinhard Vogt (Hamburger SV) 18,02 m Ferdinand Schladen (LC Bonn) 18,00 m
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Medaillengewinner Frauen

Weitere Informationen Disziplin, Gold ...
Disziplin Gold Leistung Silber Leistung Bronze Leistung
50 m Annegret Irrgang (LG Brechten-Brambauer) 6,21 s00 Heide Rosendahl (TuS 04 Leverkusen) 6,31 s00 Annelie Wilden (LC Bonn) 6,40 s00
200 m Annegret Kroniger (USC Mainz) 24,5 s00 Annelie Wilden (LC Bonn) 24,9 s00 Christine Tackenberg (1. FC Nürnberg) 25,2 s00
400 m Inge Bödding (LG Nord-West Hamburg) 54,6 s00 Gisela Ahlemeyer (MSV Duisburg) 55,0 s00 Gisela Ellenberger (TuS 04 Leverkusen) 55,1 s00
800 m Hildegard Falck (VfL Wolfsburg) 2:03,3 min Christa Merten (SV Bayer 04 Leverkusen) 2:03,9 min Hannelore Heyn
(TSV Tempelhof-Mariendorf Berlin)
2:07,3 min
1500 m Sylvia Schenk (ESV Jahn Treysa) 4:30,7 min Regine Schoch (Eintracht Frankfurt) 4:37,9 min Christine Klemme (LG Göttingen) 4:37,9 min
50 m Hürden Heide Rosendahl (TuS 04 Leverkusen) 7,05 s00 Margit Bach (SV Bayer 04 Leverkusen) 7,10 s00 Manon Bornholdt (SV Bayer 04 Leverkusen) 7,13 s00
4 × 1 Runde
(1 Runde ≙ 150 m)
TuS 04 Leverkusen
Rita Wilden
Jutta Kahmeier
Ursula Schruff
Heide Rosendahl
1:13,3 min LC Bonn
Jutta Heine
Elvira Possekel
Ulla Zablinski
Annelie Wilden
1:13,9 min Essener SV 1899
Brigitte Killius
Bärbel Oelmann
Ursula Leuschner
Christa vom Eyser
1:14,4 min
Hochsprung Angelika Willer (Wentorf-Reinbeker SC) 1,72 m Karin Wagner (USC Mainz) 1,72 m Charlotte Marx (USC Mainz) 1,69 m
Weitsprung Heide Rosendahl (TuS 04 Leverkusen) 6,68 m Heidi Schüller (TuS 04 Leverkusen) 6,52 m Brigitte Roesen (OSC Dortmund) 6,41 m
Kugelstoßen Marlene Fuchs (TSC Euskirchen) 16,88 m Liesel Westermann (TuS 04 Leverkusen) 16,37 m Sigrun Kofink (LG Tübingen) 16,22 m
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Literatur

  • Deutsche Hallenmeisterschaften. In: Presseausschuß des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (Hrsg.), Jahrbuch der Leichtathletik 1971/72, S. 109ff, Berlin-Charlottenburg, Verlag Bartels & Wernitz 1971

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