Deutsche Leichtathletik-Hallenmeisterschaften 1996

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Die 43. Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften wurden am 24. und 25. Februar 1996 vor 7000 Zuschauern in der Karlsruher Europahalle ausgetragen. Zum dritten Mal trat die Stadt Karlsruhe als Ausrichter auf.

Schnelle Fakten 43. Leichtathletik-Hallenmeisterschaften, Chronik ...
43. Leichtathletik-Hallenmeisterschaften
Europahalle Karlsruhe (2009)
Europahalle Karlsruhe (2009)
Europahalle Karlsruhe (2009)
Stadt Karlsruhe
Stadion Europahalle
Wettbewerbe 30
Eröffnung 24. Februar 1996
Schlusstag 25. Februar 1996
Chronik
Sindelfingen 1995 Dortmund 1997
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Erfolgreichste Teilnehmerin mit drei Titeln war die Sprinterin Melanie Paschke vom TV Wattenscheid, Sie wurde deutsche Hallenmeisterin über 60 Meter, 200 Meter und mit der 4-mal-200-Meter-Staffel.

Wettbewerbe

Gelaufen wurde wie immer seit 1980 auf einer zweihundert Meter langen Rundbahn. Die Sprint- und Hürdensprintstrecke für Frauen und Männer war nach immer wieder unterschiedlichen Distanzen zwischen fünfzig und sechzig Metern – 1959 waren es sogar siebzig Meter – von 1980 an standardisiert auf die Länge von sechzig Metern.

Der Wettbewerbskatalog wies gegenüber den drei Vorjahren keine Änderungen auf. Ausgemustert blieben weiterhin zwei Disziplinen, die 1975 einmalig Teil des Hallenmeisterschaftsprogramm gewesen waren. Dabei handelte es sich um den Siebenkampf der Männer und den Fünfkampf der Frauen. Nach einer langjährigen Unterbrechung sollten allerdings auch diese beiden Mehrkämpfe bei den Hallenmeisterschaften 2003 wieder mit aufgenommen werden.

Ausgelagert wurde wieder die 3-mal-1000-Meter-Staffel der Männer. Sie wurde am 18. Februar 1996 im Rahmen der Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Dortmund ausgetragen.

Das Ungleichgewicht im Angebot für Frauen und Männer umfasste nach Aufnahme des Stabhoch- und Dreisprungs auch für die Frauen bei Hallenveranstaltungen im Jahr 1993 weiterhin zwei Wettbewerbe. Die 4-mal-400- und 3-mal-1000-Meter-Staffel blieben auch weiterhin alleine den Männern vorbehalten. Daran änderte sich bis einschließlich 2011 nichts. 2012 wurde dann die 4-mal-400-Meter-Staffel auch aus dem Männerprogramm gestrichen. Als 2015 die 3-mal-800-Meter-Staffel für die Frauen mit ins Angebot kam, war die Zahl der Wettbewerbe für Frauen und Männer identisch. Außer dem Kugelstoßen, das für Frauen und Männer seit Beginn der Deutschen Hallenmeisterschaften ausnahmslos Teil der Veranstaltung war, kamen weitere Wurfdisziplinen sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern bei Hallenwettbewerben nicht zur Austragung, weil die üblichen Hallen bei den in diesen Wettbewerben erzielten Weiten nicht die erforderliche Größe besaßen.

Die Deutschen Hallenmeisterschaften wurden wie schon seit vielen Jahren üblich auf zwei Tage verteilt durchgeführt. Auch für dieses Jahr waren wie für die letzten Jahre keine Angaben ausfindig zu machen, welche Finals am ersten und welche am zweiten Tag stattfanden.

Rekorde

Es wurden zwei deutsche Hallenrekorde (DHR) aufgestellt:

Legende

Kurze Übersicht zur Bedeutung der Symbolik – so üblicherweise auch in sonstigen Veröffentlichungen verwendet:

DHRDeutscher Hallenrekord

Medaillengewinner

Die folgenden Übersichten fassen die Medaillengewinner und -gewinnerinnen zusammen.

Männer

Weitere Informationen Disziplin, Gold ...
Disziplin Gold Leistung Silber Leistung Bronze Leistung
60 m Marc Blume
(TV Wattenscheid)
6,56 s000000 Michael Huke
(TV Wattenscheid)
6,61 s00 Jörg Deerberg
(TuS Eintracht Minden)
6,66 s00
200 m Marc Blume
(TV Wattenscheid)
21,07 s000000 Holger Blume
(TV Wattenscheid)
21,15 s00 Andreas Ruth
(LC Rehlingen)
21,29 s00
400 m Julian Voelkel
(LG Bayer Leverkusen)
46,43 s000000 Alexander Müller
(LAC Halensee Berlin)
46,94 s Kai Karsten
(LG Braunschweig)
47,11 s00
800 m Nico Motchebon
(LAC Quelle Fürth/München)
1:48,35 min0000 Imran Sillah
(ART Düsseldorf)
1:48,56 min Joachim Dehmel
(LAC Quelle Fürth/München)
1:48,57 min
1500 m Rüdiger Stenzel
(TV Wattenscheid)
3:46,44 min0000 Mirko Döring
(ASV Köln)
3:47,35 min Michael Gottschalk
(OSC Berlin)
3:47,42 min
3000 m Uwe Pflügner
(ESC Erfurt)
7:59,80 min0000 Torsten Herwig
(OSC Berlin)
8:01,44 min Jirka Arndt
(LG Potsdam LSH)
8:03,85 min
60 m Hürden Falk Balzer
(TuS Jena)
7,53 s000000 Sven Göhler
(LG Potsdam Luftschiffhafen)
7,62 s00 Claude Edorh
(ASV Köln)
7,69 s00
4 × 200 m LT 85 Hannover
André Volkmann
Matthias Franke
Alexander Kosenkow
Jan Hendrik Marhauer
1:25:46 min0000 LC Rehlingen
Roger Gräber
Andreas Ruth
Ralf Ruth
Uwe Eisenbeis
1:25,78 min LAV Bayer Uerdingen/Dormagen
Helmut Fröhling
Wolfgang Montag
Olaf Günther
Thomas Heinrichs
1:28,47 min
4 × 400 m LAC Halensee Berlin
Dietmar Koszewski
Marco Seidler
Jan Lenzke
Alexander Müller
3:10,41 min0000 LG Olympia Dortmund
Michael Kutscher
Sven Timmermann
Marco Kleinsteuber
Tobias Schlitzer
3:12,02 min LAC Quelle Fürth/München
Faliero Graiani
Gregor Omonsky
Holger Obenauer
Norbert Wörlein
3:15,25 min
3 × 1000 m LAC Quelle Fürth/München
Darko Leo
Joachim Dehmel
Nico Motchebon
7:10,81 min0000 LG Nike Berlin
Thomas Kreutz
Stephan Kabat
Thomas Bobbert
7:11,85 min ASV Köln
Mirko Döring
Christian Ermert
Christoph Meyer
7:11,91 min
5000 m Gehen Axel Noack
(OSC Berlin)
18:37,70 min DHR Nischan Daimer
(OSC München)
19:19:23 min Mike Trautmann
(LGV Gleina)
19:31,89 min
Hochsprung Ralf Sonn
(TSG Weinheim)
2,26 m Christian Rhoden
(LG Bayer Leverkusen)
2,26 m Anton Riepl
(LAC Quelle Fürth/München)
2,23 m
Stabhochsprung Tim Lobinger
(LG Bayer Leverkusen)
5,75 m Andrei Tivontschik
(LAZ Zweibrücken)
5,70 m Michael Stolle
(LG Bayer Leverkusen)
5,60 m
Weitsprung Konstantin Krause
(TSV Erfurt)
7,93 m Dietmar Haaf
(SV Salamander Kornwestheim)
7,89 m Frank Loeven
(LG Frankfurt)
7,78 m
Dreisprung Charles Friedek
(LG Bayer Leverkusen)
16,44 m André Ernst
(TV Wattenscheid)
16,31 m Karsten Richter
(SC Empor Rostock)
16,11 m
Kugelstoßen Oliver-Sven Buder
(TV Wattenscheid)
20,23 m Dirk Urban
(LG Wedel-Pinneberg)
19,70 m Michael Mertens
(LG Göttingen)
18,99 m
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Frauen

Weitere Informationen Disziplin, Gold ...
Disziplin Gold Leistung Silber Leistung Bronze Leistung
60 m Melanie Paschke
(TV Wattenscheid)
7,09 s00 Bettina Zipp
(TV Wattenscheid)
7,37 s00 Esther Möller
(LBV Phönix Lübeck)
7,39 s00
200 m Melanie Paschke
(TV Wattenscheid)
22,90 s00 Birgit Rockmeier
(LAG Mittlere Isar)
23,44 s00 Shanta Ghosh
(LG DJK Erbach/SG St. Ingbert)
24,06 s00
400 m Grit Breuer
(LT 85 Hannover)
51,52 s00 Anja Rücker
(TuS Jena)
52,24 s00 Anja Knippel
(Erfurter LAC)
53,07 s00
800 m Ivonne Teichmann
(SC Magdeburg)
2:05,94 min Marlies Hartlieb
(OSC Berlin)
2:05,97 min Katrin Bröger
(LG Braunschweig)
2:06,48 min
1500 m Sylvia Kühnemund
(SV Halle)
4:17,94 min Steffi Kallensee
(Eintracht Frankfurt)
4:24,77 min Christiane Soeder
(ASV Köln)
4:24,98 min
3000 m Monika Schäfer
(LAC Quelle Fürth/München)
9:15,63 min Melanie Kraus
(ASV Köln)
9:20,64 min Christine Stief
(LAC Quelle Fürth/München)
9:22,97 min
60 m Hürden Heike Tillack
(MTG Mannheim)
7,99 s00 Birgit Wolf
(VfL Sindelfingen)
8,00 s00 Caren Jung
(MTG Mannheim)
8,06 s00
4 × 200 m TV Wattenscheid
Melanie Paschke
Bettina Zipp
Carmen Bertmaring
Monika Gosciniak
1:33,64 min LG Olympia Dortmund
Silke-Beate Knoll
Andrea Philipp
Katja Seidel
Birgit Brodbeck
1:35,29 min LAG Mittlere Isar
Birgit Freihuber
Birgit Rockmeier
Gabi Rockmeier
Melanie Wacker
1:35,96 min
3000 m Gehen Beate Gummelt
(LAC Halensee Berlin)
11:53,03 min Simone Thust
(LAC Halensee Berlin)
12:45,66 min Sandy Leddin
(TSV Erfurt)
12:46,00 min
Hochsprung Alina Astafei
(USC Mainz)
1,93 m 0000 Manuela Aigner
(Kieler TB)
1,83 m Helen Sanzenbacher
(ABC Ludwigshafen)
1,83 m
Stabhochsprung Christine Adams
(SuS 09 Dinslaken)
4,05 m 0000 Daniela Köpernick
(LG Potsdam Luftschiffhafen)
4,00 m Nastja Ryjikh
(LAZ Zweibrücken)
4,00 m
Weitsprung Claudia Gerhardt
(LAZ Rhede)
6,63 m0000 Michaela Frank
(LAV Bayer Uerdingen/Dormagen)
6,34 m Stephanie Hort
(SV Saar 05 Saarbrücken)
6,30 m
Dreisprung Petra Lobinger
(LG Bayer Leverkusen)
14,15 m DHR Helga Radtke
(LAC Quelle Fürth/München)
13,70 m Nicole Herschmann
(OSC Berlin)
13,53 s
Kugelstoßen Astrid Kumbernuss
(SC Neubrandenburg)
20,25 m0000 Kathrin Neimke
(SC Magdeburg)
19,66 m Stephanie Storp
(VfL Wolfsburg)
19,13 m
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Literatur

  • Deutsche Hallenmeisterschaften. In: Leichtathletik Fördergesellschaft mbH (Hrsg.), DLV-Jahrbuch 1996/97, Darmstadt 1996, S. 279–281

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