Deutsche Leichtathletik-Hallenmeisterschaften 1995

From Wikipedia, the free encyclopedia

Die 42. Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften wurden am 25. und 26. Februar 1995 im Sindelfingener Glaspalast ausgetragen. Zum achten Mal trat die Stadt Sindelfingen als Ausrichter auf.

Schnelle Fakten 42. Leichtathletik-Hallenmeisterschaften, Chronik ...
42. Leichtathletik-Hallenmeisterschaften
Glaspalast Sindelfingen
Glaspalast Sindelfingen
Glaspalast Sindelfingen
Stadt Sindelfingen
Stadion Glaspalast Sindelfingen
Wettbewerbe 30
Eröffnung 25. Februar 1995
Schlusstag 26. Februar 1995
Chronik
Dortmund 1994 Karlsruhe 1996
Schließen

Wettbewerbe

Gelaufen wurde wie immer seit 1980 auf einer zweihundert Meter langen Rundbahn. Die Sprint- und Hürdensprintstrecke für Frauen und Männer war nach immer wieder unterschiedlichen Distanzen zwischen fünfzig und sechzig Metern – 1959 waren es sogar siebzig Meter – von 1980 an standardisiert auf die Länge von sechzig Metern.

Der Wettbewerbskatalog wies gegenüber den beiden Vorjahren keine Änderungen auf. Ausgemustert blieben weiterhin zwei Disziplinen, die 1975 einmalig Teil des Hallenmeisterschaftsprogramm gewesen waren. Dabei handelte es sich um den Siebenkampf der Männer und den Fünfkampf der Frauen. Nach einer langjährigen Unterbrechung sollten allerdings auch diese beiden Mehrkämpfe bei den Hallenmeisterschaften 2003 wieder mit aufgenommen werden.

Zum nun dritten Mal ausgelagert wurde die 3-mal-1000-Meter-Staffel der Männer. Sie wurde am 19. Februar 1995 im Rahmen der Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Hanau ausgetragen.

Das Ungleichgewicht im Angebot für Frauen und Männer umfasste nach Aufnahme des Stabhoch- und Dreisprungs auch für die Frauen bei Hallenveranstaltungen im Jahr 1993 jetzt noch zwei Wettbewerbe. Die 4-mal-400- und 3-mal-1000-Meter-Staffel blieben auch weiterhin alleine den Männern vorbehalten. Daran änderte sich bis einschließlich 2011 nichts. 2012 wurde dann die 4-mal-400-Meter-Staffel auch aus dem Männerprogramm gestrichen. Als 2015 die 3-mal-800-Meter-Staffel für die Frauen mit ins Angebot kam, war die Zahl der Wettbewerbe für Frauen und Männer identisch. Außer dem Kugelstoßen, das für Frauen und Männer seit Beginn der Deutschen Hallenmeisterschaften ausnahmslos Teil der Veranstaltung war, kamen weitere Wurfdisziplinen sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern bei Hallenwettbewerben nicht zur Austragung, weil die üblichen Hallen bei den in diesen Wettbewerben erzielten Weiten nicht die erforderliche Größe besaßen.

Die Deutschen Hallenmeisterschaften wurden wie schon seit vielen Jahren üblich auf zwei Tage verteilt durchgeführt. Auch für dieses Jahr waren wie für die letzten Jahre keine Angaben ausfindig zu machen, welche Finals am ersten und welche am zweiten Tag stattfanden.

Medaillengewinner

Die folgenden Übersichten fassen die Medaillengewinner und -gewinnerinnen zusammen.

Männer

Weitere Informationen Disziplin, Gold ...
Disziplin Gold Leistung Silber Leistung Bronze Leistung
60 m Marc Blume
(TV Wattenscheid 01)
6,61 s00 Holger Blume
(TV Wattenscheid 01)
6,72 s00 Michael Huke
(TV Wattenscheid 01)
6,76 s00
200 m Marc Blume
(TV Wattenscheid 01)
20,98 s00 Michael Kutscher
(LG Olympia Dortmund)
21,20 s00 Gerald Aust
(SV Saar 05 Saarbrücken)
21,47 s00
400 m Karsten Just
(LAC Halensee Berlin)
46,87 s00 Julian Voelkel
(LG Bayer Leverkusen)
47,05 s00 Thomas Kälicke
(ASV Köln)
47,59 s00
800 m Nico Motchebon
(LAC Halensee Berlin)
1:47,57 min Hans-Peter Ferner
(SCC Berlin)
1:48,35 min Joachim Dehmel
(SpVgg Feuerbach)
1:48,37 min
1500 m Rüdiger Stenzel
(TV Wattenscheid 01)
3:41,74 min Dominique Löser
(ESC Erfurt)
3:42,52 min Jens-Peter Herold
(SCC Berlin)
3:43,10 min
3000 m Mirko Döring
(ASV Köln)
8:11,32 min Torsten Herwig
(OSC Berlin)
8:11,60 min Michael Gottschalk
(OSC Berlin)
8:12,41 min
60 m Hürden Frank Busemann
(LG Olympia Dortmund)
7,57 s00 Sven Göhler
(LG Potsdam Luftschiffhafen)
7,59 s00 Mike Fenner
(SCC Berlin)
7,62 s00
4 × 200 m TV Wattenscheid 01
Holger Blume
Michael Huke
Stephan Striezel
Marc Blume
1:25,08 min SV Salamander Kornwestheim
Tobias Röse
Thomas Fuhrmann
Holger Lutz
Axel Weyhing
1:25,65 min LAC Quelle Fürth/München 1860
Jürgen Urban
Berger
Peter Neumaier
Norbert Wörlein
1:26,95 min
4 × 400 m LAC Halensee Berlin
Alexander Müller
Carsten Köhrbrück
Karsten Just
Nico Motchebon
3:09,44 min LG Olympia Dortmund
Ralph Pfersich
Christian Barrenbrügge
Bodo Unger
Olaf Hense
3:09,94 min LAV Bayer Uerdingen/Dormagen
Gregor Hünnekes
Olaf Günther
Thomas Heinrichs
Olaf Kasten
3:13,79 min
3 × 1000 m SCC Berlin
Mark Eplinius
Stephan Kabat
Jens-Peter Herold
7:10,46 min TV Wattenscheid 01
Mark Ostendarp
Torsten Kallweit
Rüdiger Stenzel
7:10,77 min LG Düsseldorf
Jens Bergmann
Frank van Thiel
Imram Sillah
7:14,64 min
5000 m Gehen Axel Noack
(OSC Berlin)
19:03,93 min Robert Ihly
(LG Offenburg)
19:23,75 min Ronald Weigel
(LAC Halensee Berlin)
19:32,96 min
Hochsprung Ralf Sonn
(TSG Weinheim)
2,30 m Anton Riepl
(LAC Quelle Fürth/München 1860)
2,28 m Christian Rhoden
(LG Bayer Leverkusen)
2,23 m
Stabhochsprung Andrei Tivontschik
(LAZ Zweibrücke)
5,70 m Tim Lobinger
(LG Bayer Leverkusen)
5,65 m Werner Holl
(LG VfB/Kickers Stuttgart)
5,60 m
Weitsprung Konstantin Krause
(TSV Erfurt)
7,81 m Thorsten Heide
(TK Hannover)
7,78 m Bernhard Kelm
(TSV Wasserburg)
7,70 m
Dreisprung Volker Mai
(SC Neubrandenburg)
16,47 m Silvio Rietscher
(Kieler TB)
16,46 m André Ernst
(TV Wattenscheid 01)
16,28 m
Kugelstoßen Oliver-Sven Buder
(TV Wattenscheid 01)
19,87 m Thorsten Herbrandt
(LG Bayer Leverkusen)
19,22 m Oliver Dück
(LAC Quelle Fürth/München 1860)
19,07 m
Schließen

Frauen

Weitere Informationen Disziplin, Gold ...
Disziplin Gold Leistung Silber Leistung Bronze Leistung
60 m Melanie Paschke
(LG Braunschweig)
7,11 s00 Silke Lichtenhagen
(LG Bayer Leverkusen)
7,30 s00 Gabriele Becker
(LAZ Bruchköbel)
7,32 s00
200 m Silke Lichtenhagen
(LG Bayer Leverkusen)
22,96 s00 Silke-Beate Knoll
(LG Olympia Dortmund)
23,06 s00 Birgit Rockmeier
(LAG Mittlere Isar)
23,63 s00
400 m Linda Kisabaka
(LG Bayer Leverkusen)
53,15 s00 Silvia Rieger
(TuS Eintracht Hinte)
53,93 s00 Sandra Kuschmann
(LG Olympia Dortmund)
53,93 s00
800 m Heike Meißner
(Dresdner SC)
2:05,47 min Anne Bruns
(LAV Meppen)
2:06,78 min Heike Huneke
(VfL Germania Leer)
2:07,79 min
1500 m Sylvia Kühnemund
(SV Halle)
4:24,13 min Ursula Friedmann
(LG Offenburg)
4:24,36 min Kristina da Fonseca-Wollheim
(LAC Quelle Fürth/München 1860)
4:24,87 min
3000 m Monika Schäfer
(LAC Quelle Fürth/München 1860)
9:23,63 min Kathrin Wolf
(LAC Quelle Fürth/München 1860)
9:28,18 min Claudia Lenz
(LAC Quelle Fürth/München 1860)
9:30,92 min
60 m Hürden Caren Jung
(MTG Mannheim)
8,25 s00 Regina Ahlke
(LC Paderborn)
8,26 s00 Heike Tillack
(TSV Kirchhain)
8,28 s00
4 × 200 m LG Olympia Dortmund
Silke Knoll
Martina Kersting
Sandra Kuschmann
Heike Lüningschrör
1:35,32 min TV Schriesheim
Bettina Zipp
Andrea Philipp
Doreen Fahrendorff
Jutta Fundel
1:36,73 min LAC Quelle Fürth/München 1860
Christina Schönmetzler
Carla Verniest
Christina Gruhler
Daniela Graiani
1:37,13 min
3000 m Gehen Beate Gummelt
(LAC Halensee Berlin)
12:23,55 min Simone Thust
(LAC Halensee Berlin)
12:36,37 min Sandy Leddin
(TSV Erfurt)
12:46,00 min
Hochsprung Alina Astafei
(USC Mainz)
1,97 m Heike Henkel
(LG Bayer Leverkusen)
1,97 m Kerstin Schlawitz
(Dresdner SC)
1,89 m
Stabhochsprung Tanja Cors
(MTV Holzminden)
4,00 m Christine Adams
(Dresdner SC)
3,95 m Nicole Rieger
(Dresdner SC)
3,80 m
Weitsprung Heike Drechsler
(LAC Chemnitz)
6,90 m Susen Greene
(LAC Quelle Fürth/München 1860)
6,68 m Sabine Braun
(TV Wattenscheid 01)
6,50 m
Dreisprung Angela Barylla
(TV Wattenscheid 01)
13,49 m Tanja Borrmann
(LG Bayer Leverkusen)
13,48 m Kathleen Gutjahr
(SC Neubrandenburg)
13,37 m
Kugelstoßen Kathrin Neimke
(SC Magdeburg)
19,06 m Grit Hammer
(LAC Quelle Fürth/München 1860)
18,86 m Ines Wittich
(TV Wattenscheid 01)
17,66 m
Schließen

Literatur

  • Deutsche Hallenmeisterschaften. In: Leichtathletik Fördergesellschaft mbH (Hrsg.), DLV-Jahrbuch 1995/96, Darmstadt 1995, S. 237–239

Related Articles

Wikiwand AI