Deutsche Leichtathletik-Hallenmeisterschaften 1997

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Die 44. Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften wurden am 22. und 23. Februar 1997 in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle ausgetragen. Zum zwölften Mal war Dortmund Gastgeber.

Schnelle Fakten 44. Leichtathletik-Hallenmeisterschaften, Chronik ...
44. Leichtathletik-Hallenmeisterschaften
Helmut-Körnig-Halle (2009)
Helmut-Körnig-Halle (2009)
Helmut-Körnig-Halle (2009)
Stadt Dortmund
Stadion Helmut-Körnig-Halle
Wettbewerbe 30
Eröffnung 22. Februar 1997
Schlusstag 23. Februar 1997
Chronik
Karlsruhe 1996 Sindelfingen 1998
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Wettbewerbe

Gelaufen wurde wie immer seit 1980 auf einer zweihundert Meter langen Rundbahn. Die Sprint- und Hürdensprintstrecke für Frauen und Männer war nach immer wieder unterschiedlichen Distanzen zwischen fünfzig und sechzig Metern – 1959 waren es sogar siebzig Meter – von 1980 an standardisiert auf die Länge von sechzig Metern.

Der Wettbewerbskatalog wies gegenüber den drei Vorjahren keine Änderungen auf. Ausgemustert blieben weiterhin zwei Disziplinen, die 1975 einmalig Teil des Hallenmeisterschaftsprogramm gewesen waren. Dabei handelte es sich um den Siebenkampf der Männer und den Fünfkampf der Frauen. Nach einer langjährigen Unterbrechung sollten allerdings auch diese beiden Mehrkämpfe bei den Hallenmeisterschaften 2003 wieder mit aufgenommen werden.

Ausgelagert wurde wieder die 3-mal-1000-Meter-Staffel der Männer. Sie wurde am 16. Februar 1997 im Rahmen der Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Neubrandenburg ausgetragen.

Das Ungleichgewicht im Angebot für Frauen und Männer umfasste nach Aufnahme des Stabhoch- und Dreisprungs auch für die Frauen bei Hallenveranstaltungen im Jahr 1993 weiterhin zwei Wettbewerbe. Die 4-mal-400- und 3-mal-1000-Meter-Staffel blieben auch weiterhin alleine den Männern vorbehalten. Daran änderte sich bis einschließlich 2011 nichts. 2012 wurde dann die 4-mal-400-Meter-Staffel auch aus dem Männerprogramm gestrichen. Als 2015 die 3-mal-800-Meter-Staffel für die Frauen mit ins Angebot kam, war die Zahl der Wettbewerbe für Frauen und Männer identisch. Außer dem Kugelstoßen, das für Frauen und Männer seit Beginn der Deutschen Hallenmeisterschaften ausnahmslos Teil der Veranstaltung war, kamen weitere Wurfdisziplinen sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern bei Hallenwettbewerben nicht zur Austragung, weil die üblichen Hallen bei den in diesen Wettbewerben erzielten Weiten nicht die erforderliche Größe besaßen.

Die Deutschen Hallenmeisterschaften wurden wie schon seit vielen Jahren üblich auf zwei Tage verteilt durchgeführt. Auch für dieses Jahr waren wie für die letzten Jahre keine Angaben ausfindig zu machen, welche Finals am ersten und welche am zweiten Tag stattfanden.

Rekorde

Es wurden zwei deutsche Hallenrekorde (DHR) aufgestellt:

Legende

Kurze Übersicht zur Bedeutung der Abkürzungen:

DHRDeutscher Hallenrekord

Medaillengewinner

Die folgenden Übersichten fassen die Medaillengewinner und -gewinnerinnen zusammen.

Männer

Weitere Informationen Disziplin, Gold ...
Disziplin Gold Leistung Silber Leistung Bronze Leistung
60 m Marc Blume
(TV Wattenscheid)
6,56 s000000 Michael Huke
(TV Wattenscheid)
6,69 s00 Jörg Deerberg
(LAC Quelle Fürth/München 1860)
6,69 s00
200 m Florian Gamper
(Eintracht Frankfurt)
21,21 s000000 Holger Vogelgsang
(VfL Sindelfingen)
21,34 s00 Jürgen Urban
(LAC Quelle Fürth/München 1860)
21,76 s00
400 m Alexander Müller
(LAC Halensee Berlin)
46,97 s000000 Daniel Bittner
(TSV Bayer 04 Leverkusen)
47,15 s00 Lars Figura
(Werder Bremen)
47,97 s00
800 m Nico Motchebon
(LAC Quelle Fürth/München 1860)
1:53,87 min0000 Mark Eplinius
(LG Nike Berlin)
1:54,12 min Joachim Dehmel
(LAC Quelle Fürth/München 1860)
1:54,82 min
1500 m Rüdiger Stenzel
(TV Wattenscheid)
3:38,75 min0000 Dominique Löser
(LG Ratio Münster)
3:38,96 min Jörg Haas
(TV Schriesheim)
3:44,44 min
3000 m Dieter Baumann
(TSV Bayer 04 Leverkusen)
7:39,32 min0000 Mark Ostendarp
(TV Wattenscheid)
7:56,85 min Thorsten Naumann
(LAV Bayer Uerdingen/Dormagen)
8:03,35 min
60 m Hürden Mike Fenner
(LG Nike Berlin)
7,57 s000000 Ralf Ruth
(LC Rehlingen)
7,80 s00 Jérôme Crews
(MTG Mannheim)
7,84 s00
4 × 200 m LAC Quelle Fürth/München 1860
Florian Schwarthoff
Faliero Graiani
Jürgen Urban
Jörg Rößler
1:25,46 min0000 Eintracht Frankfurt
Florian Gamper
Christian Geiser
Holger Kunz
Michael Hirschmann
1:25,48 min VfL Sindelfingen
Michael Schwab
Wolfram Ebner
Bernd Koschka
Holger Vogelgsang
1:25,93 min
4 × 400 m TSV Bayer 04 Leverkusen
Daniel Bittner
Marcus Rau
René Oblong
Julian Voelkel
3:09,68 min0000 LG Braunschweig
Kai Karsten
Marko Janke
Jörg Teichler
Lars Dethlefs
3:12,94 min LAC Halensee Berlin
Marco Seidler
Carsten Köhrbrück
Alexander Müller
Jan Lenzke
3:13,77 min
3 × 1000 m LAC Quelle Fürth/München 1860
Alexander Dehmel
Darko Leo
Joachim Dehmel
7:16,43 min0000 TV Schriesheim
Wilfried Kopf
Christian Stang
Jörg Haas
7:16,58 min OSC Berlin
Jan Hebecker
Michael Gottschalk
Torsten Herwig
7:17,83 min
5000 m Gehen Robert Ihly
(LG Offenburg)
19:41,98 min DHR Nischan Daimer
(Werder Bremen)
20:05,38 min Peter Zanner
(LAC Quelle Fürth/München 1860)
20:10,98 min
Hochsprung Christian Rhoden
(TSV Bayer 04 Leverkusen)
2,30 m Wolfgang Kreißig
(MTG Mannheim)
2,28 m Ralf Sonn
(TSG Weinheim)
2,26 m
Stabhochsprung Michael Stolle
(TSV Bayer 04 Leverkusen)
5,70 m Klaus Edward
(TSV Bayer 04 Leverkusen)
5,40 m Michael Kühnke
(TSV Bayer 04 Leverkusen)
5,40 m
Weitsprung Konstantin Krause
(LG Ohra/Hörsel)
7,96 m Thorsten Heide
(TK Hannover)
7,84 m Dietmar Haaf
(FV Salamander Kornwestheim)
7,60 m
Dreisprung Charles Friedek
(TSV Bayer 04 Leverkusen)
17,07 m Volker Mai
(SC Neubrandenburg)
16,28 m Sylvio Rietscher
(LG Wedel-Pinneberg)
15,82 m
Kugelstoßen Oliver-Sven Buder
(TV Wattenscheid)
20,78 m Michael Mertens
(LG Göttingen)
19,96 m Andreas Deuschle
(SV Salamander Kornwestheim)
18,68 m
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Frauen

Weitere Informationen Disziplin, Gold ...
Disziplin Gold Leistung Silber Leistung Bronze Leistung
60 m Melanie Paschke
(TV Wattenscheid)
7,18 s00 Andrea Philipp
(LG Olympia Dortmund)
7,24 s00 Silke Lichtenhagen
(TSV Bayer 04 Leverkusen)
7,25 s00
200 m Grit Breuer
(OSC Berlin)
23,32 s00 Birgit Rockmeier
(LAG Mittlere Isar)
23,43 s00 Silke Knoll
(LG Olympia Dortmund)
23,46 s00
400 m Grit Breuer
(OSC Berlin)
52,04 s00 Anja Rücker
(TuS Jena)
52,24 s00 Anja Knippel
(Erfurter LAC)
53,07 s00
800 m Heike Meißner
(LG Dresdner SC)
2:01,84 min Ulrike Urbansky
(SC Magdeburg)
2:03,69 min Kathleen Friedrich
(LAC Chemnitz)
2:04,05 min
1500 m Sylvia Kühnemund
(SV Halle)
4:12,26 min Kristina da Fonseca-Wollheim
(SV Halle)
4:12,33 min Ann-Kristina Trottnow
(LG VfB/Kickers Stuttgart)
4:14,81 min
3000 m Kristina da Fonseca-Wollheim
(SV Halle)
9:15,63 min Luminita Zaituc
(LG Braunschweig)
9:16,43 min Ursula Friedmann
(LG Offenburg)
9:19,68 min
60 m Hürden Caren Sonn
(MTG Mannheim)
8,07 s00 Sabine Braun
(TV Wattenscheid)
8,08 s00 Mona Steigauf
(USC Mainz)
8,08 s00
4 × 200 m LG Olympia Dortmund
Silke Knoll
Andrea Philipp
Esther Möller
Birgit Brodbeck
1:35,09 min LT DSHS Köln
Melanie Chrzan
Katja Werner
Sandra Görigk
Ingeborg Leschnik
1:36,81 min LAC Quelle Fürth/München 1860
Daniela Graiani
Daniela Messer
Christina Schönmetzler
Monika Meyer
1:38,39 min
3000 m Gehen Beate Gummelt
(LAC Halensee Berlin)
12:08,86 min Gabriele Herold
(LAZ Leipzig)
12:38,81 min Melanie Seeger
(LG Potsdam Luftschiffhafen)
12:40,63 min
Hochsprung Alina Astafei
(USC Mainz)
1,93 m0000 Heike Balck
(Schweriner SC)
1,90 m Kerstin Schlawitz
(TSV Bayer 04 Leverkusen)
1,89 m
Stabhochsprung Sabine Schulte
(LG Bonn/Troisdorf/Niederkassel)
4,10 m0000 Nicole Rieger
(ASV Landau)
4,00 m Christine Adams
(TSV Bayer 04 Leverkusen)
Daniela Köpernick
(LG Potsdam Luftschiffhafen)
4,00 m
Weitsprung Heike Drechsler
(Erfurter LAC)
6,74 m0000 Mona Steigauf
(USC Mainz)
6,41 m Claudia Gerhardt
(LAV Bayer Uerdingen/Dormagen)
6,38 m
Dreisprung Petra Lobinger
(TSV Bayer Leverkusen)
14,07 m DHR Angela Barylla
(TV Wattenscheid)
13,52 m Ramona Molzan
(LAC Quelle Fürth/München 1860)
13,37 m
Kugelstoßen Stephanie Storp
(VfL Wolfsburg)
18,47 m0000 Claudia Mues
(LAC Quelle Fürth/München 1860)
18,12 m Nadine Kleinert
(SC Magdeburg)
17,23 m
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Literatur

  • Deutsche Hallenmeisterschaften. In: Leichtathletik Fördergesellschaft mbH (Hrsg.), DLV-Jahrbuch 1997/98, Darmstadt 1997, S. 275–277

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