Hintere Lehen
Gemeindeteil der Gemeinde Neudrossenfeld, Bayern
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Hintere Lehen (amtliche Schreibweise: Lehen (hintere); oberfränkisch: Leja[2]) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Neudrossenfeld im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern).[3] Hintere Lehen liegt in der Gemarkung Brücklein.[4]
Hintere Lehen Lehen (hintere) Gemeinde Neudrossenfeld | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 2′ N, 11° 31′ O |
| Höhe: | 381 m ü. NHN |
| Einwohner: | 7 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 95512 |
| Vorwahl: | 09203 |
Geographie
Die Einöde Hintere Lehen liegt in direkter Nachbarschaft zu Vordere Lehen im Nordwesten und Fichtelhof im Südosten. Ein Wirtschaftsweg führt zu einem Anliegerweg, der nach Neudrossenfeld zur Kreisstraße KU 11 verläuft (0,9 km südwestlich). Ein weiterer Wirtschaftsweg führt nach Vordere Lehen (0,4 km nordwestlich) bzw. zur KU 11 (0,8 km südöstlich) zwischen Neudrossenfeld im Südwesten und Waldau im Nordosten.[5]
Geschichte
Im Urbar des Klosters Langheim von 1618 wurden 2 bebaute Sölden bei Brücklein „im Loch“ erwähnt. Loch bedeutet hier Wald oder Gebüsch. 1740 wurde der Ort „Leehen bei Brücklein“ und „Loch auf dem Leehen bei Brücklein“ genannt. Es gab zu dieser Zeit 3 Anwesen. 1838 kam es erstmals zur Unterscheidung zwischen Hintere und Vordere Lehen. Da die Anwesen auf unbebaute Lehen (≙ Ackerland eines Halbhofes) gegründet wurden, erhielten sie diesen Namen.[6]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand „Lehen und Loch“ aus 2 Anwesen (1 Gütlein, 1 Sölde). Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach aus. Der bambergische Langheimer Amtshof war Grundherr der beiden Anwesen.[7]
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Gemeindeedikt wurde Hintere Lehen dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Brücklein und der 1812 gebildeten gleichnamigen Ruralgemeinde zugewiesen.[8] Am 1. Januar 1976 wurde Hintere Lehen im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Neudrossenfeld eingegliedert.[9]
Einwohnerentwicklung
Religion
Hintere Lehen ist evangelisch-lutherisch geprägt und nach Neudrossenfeld gepfarrt.[7][17]
Literatur
- Rüdiger Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 38). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2012, ISBN 978-3-7696-6554-3.
- Johann Kaspar Bundschuh: Hintere Lehen. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 787 (Digitalisat).
- Erich Freiherr von Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Oberfranken. Band 1). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1952, DNB 451738918, S. 94.
Weblinks
- Lehen (hintere) in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 16. Dezember 2021.
- Lehen (hintere) in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 19. November 2020.
- Lehen im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 19. November 2020.