Jöslein

Gemeindeteil der Gemeinde Neudrossenfeld From Wikipedia, the free encyclopedia

Jöslein (oberfränkisch: Gisla[2]) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Neudrossenfeld im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern).[3] Jöslein liegt in der Gemarkung Muckenreuth.[4]

Schnelle Fakten Gemeinde Neudrossenfeld ...
Jöslein
Koordinaten: 50° 0′ N, 11° 29′ O
Höhe: 329 m ü. NHN
Einwohner: 6 (25. Mai 1987)[1]
Postleitzahl: 95512
Vorwahl: 09203
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Ehemaliges markgräfliches Jagdschloss

Geographie

Das Dorf besteht aus drei Einzelsiedlungen, die sich um den Rottelbach, einem linken Zufluss des Roten Mains, gruppieren. Im Süden befindet sich das Amtsholz (früher Jösleinsforst genannt). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Sorg (1 km südöstlich) bzw. zur Staatsstraße 2189 bei Muckenreuth (0,8 km nördlich). Anliegerwege führen nach Rudolphsberg (0,3 km westlich) und nach Schlappach (0,5 km westlich).[5]

Geschichte

Der Ort wurde 1398 als „Gosler“ erstmals urkundlich erwähnt, 1421ff auch „Goeslern“ genannt. 1499 wurde der Ort erstmals als „Goeslein“ und 1692 erstmals als „Jöslein“ erwähnt. Das Grundwort ist wër (ahd. für Mann; Dativ Plural: werun) in der abgekürzten Form -er bzw. -erun, das Bestimmungswort ist guʒʒilîn (Diminutiv von ahd. guʒʒ für Gewässer). Demnach bedeutet der Ortsname bei den Leuten am kleinen Gewässer.[6]

Jöslein bildete mit Schlappach eine Realgemeinde. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Jöslein aus 5 Anwesen (2 Gütlein, 1 Sölde, 2 Häuser). Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Bayreuth aus. Dieses hatte zugleich die Dorf- und Gemeindeherrschaft. Der Markgräfliche Lehenhof Bayreuth war Grundherr sämtlicher Anwesen. Außerdem gab es noch ein Forsthaus, das als herrschaftlicher Besitz dem Fürstentum Bayreuth direkt unterstand.[7]

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Bayreuth. Mit dem Gemeindeedikt wurde Jöslein dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Altenplos und der 1812 gebildeten gleichnamigen Ruralgemeinde zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde der Ort an die neu gebildete Ruralgemeinde Muckenreuth überwiesen.[8] Am 1. Juli 1972 wurde Jöslein im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Neudrossenfeld eingegliedert.[9]

Baudenkmäler

  • Haus Nr. 5: Ehemaliges markgräfliches Jagdschloss

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001861001871001885001900001925001950001961001970001987
Einwohner  *597060603872594846
Häuser[10]  *101010111113
Quelle [8][11][12][13][14][15][16][17][18][1]
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* 
Ort wurde zu Muckenreuth gerechnet.

Religion

Jöslein ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach Neudrossenfeld gepfarrt.[7][17]

Literatur

Fußnoten

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