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Landtagswahlkreis Backnang

Landtagswahlkreis in Baden-Württemberg, Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Wahlkreis Backnang (Wahlkreis 17) ist einer der drei Landtagswahlkreise im Rems-Murr-Kreis in Baden-Württemberg. Er umfasst[1][2] die Gemeinden Alfdorf, Allmersbach im Tal, Althütte, Aspach, Auenwald, Backnang, Berglen, Burgstetten, Großerlach, Kaisersbach, Kirchberg an der Murr, Murrhardt, Oppenweiler, Spiegelberg, Sulzbach an der Murr, Weissach im Tal und Welzheim.

Wahlkreisnummer 17
Wahlberechtigte 93.975
Schnelle Fakten Wahlkreis 17: Backnang, Staat ...
Wahlkreis 17: Backnang
Staat Deutschland
Bundesland Baden-Württemberg
Wahlkreisnummer 17
Wahlberechtigte 93.975
Wahldatum 8. März 2026
Wahlbeteiligung 71,6 %
Wahlkreisabgeordneter
Name Jens Steinat
Partei CDU
Stimmanteil 34,5 %
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Die Grenzen der Landtagswahlkreise wurden nach der Kreisgebietsreform von 1973 zur Landtagswahl 1976 grundlegend neu zugeschnitten und seitdem nur punktuell geändert.[3] Aufgrund der deutlich unter dem Durchschnitt von ca. 108.900[4] liegenden Zahl der Wahlberechtigten wurde zur Landtagswahl 2011 die bis 2006 zum benachbarten Landtagswahlkreis Schorndorf gehörende Gemeinde Berglen dem Wahlkreis Backnang angegliedert.

Wahl 2026

Für die Wahl zum 18. Landtag von Baden-Württemberg am 8. März 2026 wurden die drei amtierenden MdL im Wahlkreis Backnang erneut aufgestellt. Die FDP nominierte bereits Ende Februar 2025[5] den Parlamentarischen Berater und Fraktions-Pressesprecher Marc Jurić, die CDU stellte Ende März 2025[6] den Allgemeinmediziner Jens Steinat aus Unterweissach auf. Die Linke stellte die Sozialarbeiterin Allegra Conrad auf.

Bis 2021 konnte nur eine Stimme für Bewerber und Partei abgegeben werden, ab 2026 Erststimme (in diesem Wahlkreis 8[7] Wahlvorschläge, darunter Einzelkandidat Köngeter von der Piratenpartei ohne Landesliste) sowie Zweitstimme für die neu eingeführten Landeslisten (21[8]).

Landtagswahl 2026 – Erststimmen
Wahlkreis 17 – Backnang
 %
40
30
20
10
0
34,5 %
25,0 %
22,2 %
7,7 %
3,9 %
3,9 %
2,8 %
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/KEINFEHLER-Parameter angegeben
Landtagswahl 2026 – Zweitstimmen
Wahlkreis 17 – Backnang
 %
30
20
10
0
29,5 %
26,2 %
24,5 %
4,9 %
4,6 %
3,4 %
6,9 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2021
 %p
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
  −8
−10
−12
−14
−16
+6,3 %p
+2,1 %p
+12,4 %p
−14,1 %p
−6,0 %p
+1,1 %p
−1,8 %p
Weitere Informationen Direktkandidat, Partei ...
DirektkandidatParteiErst­stimmen
in %
Zweit­stimmen
in %
2021
Stimmen in %
Ralf NentwichGrüne22,226,224,0
Jens SteinatCDU34,529,523,2
Simone KirschbaumSPD7,74,919,0
Daniel LindenschmidAfD25,024,512,1
Marc JurićFDP3,94,60 10,5
Allegra ConradDie Linke3,93,40 2,4
Damaris LaufferVolt1,00,60 –
Philip Köngeter(Piraten)1,8–0 1,2
Freie Wähler – 1,7 1,9
Die PARTEI – 0,5 1,6
Die Basis – 0,4 1,3
KlimalisteBW – 0,0 0,6
ÖDP – 0,2 0,7
Bündnis C – 0,3 –
PdH – 0,0 –
Verjüngungs­forschung – 0,1 –
BSW – 1,5 –
Gerechtigkeits­partei – 0,1 –
Tierschutzpartei – 0,9 –
WerteUnion – 0,3 –
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Wahl 2021

Landtagswahl 2021
Wahlkreis 17 Backnang
 %
30
20
10
0
24,0 %
23,2 %
19,0 %
12,1 %
10,5 %
11,2 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2016
 %p
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
  −8
+1,7 %p
−4,5 %p
+3,3 %p
−7,6 %p
+2,5 %p
+4,6 %p

Von den drei 2016 gewählten Abgeordneten trat[9] nur Gernot Gruber (SPD) bei der Landtagswahl 2021 erneut an und errang wieder ein für seine Partei deutlich überdurchschnittliches Ergebnis und damit ein Zweitmandat. Er legte dieses 2024 nieder, für ihn rückte Simone Kirschbaum nach.

Staatssekretär Wilfried Klenk (CDU) verzichtete aus persönlichen Gründen, sein Nachfolger Devrikis konnte das Erstmandat nicht verteidigen und bekam auch kein Zweitmandat. Der AfD-Bundessprecher und Spitzenkandidat von 2016 Jörg Meuthen war Ende 2017 als Nachrücker ins Europaparlament gewechselt, als sein Ersatzkandidat Jürgen Braun bereits MdB war, sodass ein anderer Wahlkreis den Nachrücker stellte. Der andernorts bereits zweifach für die AfD angetretene Daniel Lindenschmid hatte damit kein Nachrückermandat und erhielt trotz Verlusten im Vergleich zum Bundessprecher-Ergebnis ein Zweitmandat. Der Kandidat von B90/Grüne, Ralf Nentwich, war 2016 noch für die ödp angetreten[10][11] und errang 2021 das erste Grünen-Erstmandat im Wahlkreis.[12]

Weitere Informationen Direktkandidat, Partei ...
DirektkandidatParteiStimmen in %Landtagswahl 2016
Ralf NentwichGrüne24,022,3
Georg DevrikisCDU23,227,7
Gernot GruberSPD19,015,7
Daniel LindenschmidAfD12,119,7
Charlotte KlinghofferFDP10,50 8,0
Annette KelesDie Linke2,40 2,1
Konstantinos KefalasFreie Wähler1,90 -
Philip KöngeterPiraten1,80 1,2
Alexander LissonDie PARTEI1,60 -
Joachim ReymanndieBasis1,30 -
Nico MastWiR20200,80 -
Norbert BartholdÖDP0,70 0,9
Berthold DaubnerKlimalisteBW0,60 -
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Wahl 2016

Landtagswahl 2016
Wahlkreis 17 Backnang
 %
30
20
10
0
27,7 %
22,3 %
19,7 %
15,7 %
8,0 %
6,6 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011
 %p
 20
 18
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
  −8
−10
−12
−14
−13,1 %p
+2,3 %p
+19,7 %p
−8,1 %p
+2,6 %p
+0,1 %p

Bei der Landtagswahl 2016 zogen gleich drei Kandidaten ins Parlament ein, da zwei Zweitmandate an AfD und SPD aufgrund parteiintern überdurchschnittlichem Stimmenanteil vergeben wurden. Die Kandidaten der Grünen und der FDP erreichten zwar höhere Prozentwerte als 2011, wurden aber parteiintern überflügelt. Die Ergebnisse im Detail:[13]

Weitere Informationen Direktkandidat, Partei ...
DirektkandidatParteiStimmen in %Landtagswahl 2011
Wilfried KlenkCDU27,740,8
Götz PoppitzGrüne22,320,0
Jörg MeuthenAfD19,7–
Gernot GruberSPD15,723,8
Dorothee WinterFDP0 8,00 5,4
Jörg DrechselDie Linke0 2,10 3,3
Thomas GeffkenALFA0 1,5–
Philip KöngeterPIRATEN0 1,20 1,6
Ralf Nentwichödp0 0,90 0,8
Harald BallreichNPD0 0,60 1,4
Bernd OfftermattREP0 0,30 1,3
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Wahl 2011

Die Landtagswahl 2011 hatte folgendes Ergebnis:[14]

Weitere Informationen Direktkandidat, Partei ...
Direktkandidat Partei Stimmen in % Landtagswahl 2006
Stimmen in %[15]
Wilfried Klenk CDU 40,8 44,7
Gernot Gruber SPD 23,8 26,0
Willy Härtner Grüne 20,0 09,9
Gunnar Stuhlmann FDP 05,4 09,3
Titus Simon Die Linke (2006 WASG) 03,3 02,1
Volker Dyken PIRATEN 01,6 –
Eberhard König REP 01,3 03,5
Benjamin Stein NPD 01,4 01,0
Volker Bäßler AUF 01,0 –
Andreas Brunold ödp 00,8 00,5
Gabriel Graber BIG 00,2 –
Einzelbewerber – 00,2 –
– Sonstige – 03,1
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Wahl 2006

Die Landtagswahl 2006 hatte folgendes Ergebnis:[16]

Weitere Informationen Direktkandidat, Partei ...
DirektkandidatParteiStimmen in %Landtagswahl 2001
Stimmen in %
Wilfried KlenkCDU44,742,2
Jürgen HestlerSPD26,232,7
Ekkehard DietzFDP0 9,110,4
Daniel MouratidisGrüne0 9,90 6,0
Eberhard KönigREP0 3,40 6,3
Jörg DrechselWASG0 2,10–
…ADM0 0,50–
…AGFG0 0,40–
…Graue0 0,60–
…NPD0 1,00 0,5
…ödp0 0,50 0,7
…PBC0 1,70 1,2
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Abgeordnete seit 1976

Gemäß Landtagswahlrecht Baden-Württemberg bis 2022 hatte jeder Wähler nur eine Stimme, mit der sowohl der Direktkandidat als auch die Gesamtzahl der Sitze einer Partei im Landtag ermittelt wurden.[17] Dabei gab es keine Landes- oder Bezirkslisten, stattdessen wurden zur Herstellung des Verhältnisausgleichs unterlegenen Wahlkreisbewerbern Zweitmandate zugeteilt. Das führte dazu, dass ein Wahlkreis mit einem starken Erstmandat nur durch dieses im Parlament vertreten war (seit 2011 bspw. 01 Stuttgart I und 46 Freiburg I), während in Wahlkreisen mit niedrigem höchstem Stimmenanteil zwei Zweitmandate üblich waren, und 2021 20 Neckarsulm sowie 61 Hechingen-Münsingen je vier MdL stellten.

Die bis zur Wahl 2006 gültige Regelung, die eine Zuteilung dieser Mandate nach absoluter Stimmenzahl auf Ebene der Regierungsbezirke vorsah, benachteiligte den Wahlkreis Backnang, da er immer zu den nach Bevölkerungszahl kleinsten Wahlkreisen gehörte. Dadurch war es für Bewerber im Wahlkreis Backnang schwierig, Zweitmandate zu erringen. Damit war das Wahlsystem wesentliche Ursache dafür, dass der Wahlkreis Backnang zwischen 1976 und 2011 jeweils nur durch den direkt gewählten Abgeordneten im Landtag vertreten wurde, der von der CDU aufgestellt wurde.

Die Mandate wurden folgendermaßen vergeben:

Weitere Informationen Partei, Art des Mandats ...
ParteiArt des MandatsGewählte
CDU Direktmandat Erich Schneider 1976, 1980, 1984, 1988
Rosely Schweizer 1992, 1996
Wilfried Klenk 2001, 2006, 2011, 2016
Jens Steinat 2026
SPD Zweit-/Listenmandat Gernot Gruber 2011, 2016, 2021, Mandat niedergelegt am 30. September 2024
Simone Kirschbaum nachgerückt am 1. Oktober 2024, 2026
Grüne Direktmandat Ralf Nentwich 2021
Landesliste Ralf Nentwich 2026
AfD Zweit-/Listenmandat Jörg Meuthen 2016, Mandat niedergelegt am 31. Dezember 2017
Daniel Lindenschmid 2021, 2026
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Einzelnachweise und Anmerkungen

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