Landtagswahlkreis Geislingen

Landtagswahlkreis in Baden-Württemberg, Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Wahlkreis Geislingen (Wahlkreis 11) ist ein Landtagswahlkreis in Baden-Württemberg. Er umfasste bei der Landtagswahl 2021 die Gemeinden Aichelberg, Albershausen, Bad Ditzenbach, Bad Überkingen, Böhmenkirch, Bad Boll, Deggingen, Donzdorf, Drackenstein, Dürnau, Eschenbach, Gammelshausen, Geislingen an der Steige, Gingen an der Fils, Gruibingen, Hattenhofen, Heiningen, Hohenstadt, Kuchen, Lauterstein, Mühlhausen im Täle, Ottenbach, Salach, Schlat, Süßen, Wiesensteig und Zell unter Aichelberg aus dem Landkreis Göppingen.

Wahlkreisnummer 11
Wahlberechtigte 89.391
Schnelle Fakten Wahlkreis 11: Geislingen, Staat ...
Wahlkreis 11: Geislingen
Staat Deutschland
Bundesland Baden-Württemberg
Wahlkreisnummer 11
Wahlberechtigte 89.391
Wahldatum 8. März 2026
Wahlbeteiligung 70,5 %
Wahlkreisabgeordnete
Name
Nicole Razavi
Partei CDU
Stimmanteil 40,9 %
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Die Grenzen der Landtagswahlkreise wurden nach der Kreisgebietsreform von 1973 zur Landtagswahl 1976 grundlegend neu zugeschnitten und seitdem nur punktuell geändert.[1] Die ungleichmäßige Bevölkerungsentwicklung in den Landkreisen Göppingen und Esslingen machte zur Landtagswahl 2006 eine erste Vergrößerung des Wahlkreises Geislingen unumgänglich. Deswegen wurden die Gemeinden Eschenbach und Heiningen aus dem Wahlkreis Göppingen dem Wahlkreis Geislingen zugeordnet. Zur Landtagswahl 2011 wurden auch die Gemeinden Albershausen, Ottenbach und Schlat an den Wahlkreis Geislingen angegliedert.

Wahl 2026

Die Wahl zum Landtag am 8. März 2026, bei der erstmals mit Vergabe einer Erst- und einer Zweitstimme gewählt wurde, brachte im Wahlkreis folgende Ergebnisse:

Landtagswahl 2026 - Erststimme
Wahlkreis 11 - Geislingen
 %
50
40
30
20
10
0
41,0 %
21,6 %
17,4 %
12,0 %
4,3 %
3,2 %
0,5 %
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/KEINFEHLER-Parameter angegeben
Landtagswahl 2026
Wahlkreis 11 - Geislingen
 %
40
30
20
10
0
34,7 %
25,0 %
21,7 %
5,9 %
4,0 %
2,6 %
6,1 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2021
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
  −8
−10
+6,8 %p
−2,5 %p
+10,2 %p
−8,5 %p
−6,3 %p
+0,3 %p
+0,1 %p
Weitere Informationen Kandidaten, Parteien/Listen ...
KandidatenParteien/ListenErststimmenZweitstimmen
Stimmen%Stimmen%
Julian BeierGRÜNE10.92517,515.66225,0
Nicole Razavigewählt im WKCDU25.52440,921.72834,7
Sascha BinderSPD7.53212,13.6975,9
Jennifer RöckerFDP2.7244,42.5134,0
Uwe von WangenheimAfD13.34621,413.62821,7
Bernd GraßhofDie Linke2.0093,21.6272,6
Freie Wähler1.1731,9
Die PARTEI2250,4
dieBasis2440,4
Klimaliste BW140,0
ÖDP780,1
Volt2340,4
Bündnis C860,1
Partei der Humanisten220,0
Partei für Verjüngungsforschung380,1
BSW7621,2
Die Gerechtigkeitspartei1150,2
Partei der Rentner1130,2
Partei des Fortschritts330,1
Tierschutzpartei4780,8
Alexander HildebrandtWerteUnion3160,52030,3
Gesamt62.37610062.673100
Ungültige Stimmen6781,13810,6
Wählende63.05470,563.05470,5
Wahlberechtigte89.39189.391
Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
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Wahl 2021

Landtagswahl 2021
Wahlkreis 11 Geislingen
 %
30
20
10
0
27,9 %
27,5 %
14,4 %
11,5 %
10,3 %
8,4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2016
 %p
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
−0,3 %p
−0,3 %p
−0,9 %p
−4,5 %p
+2,7 %p
+3,3 %p

Die Landtagswahl 2021 hatte im Wahlkreis Geislingen dieses Ergebnis:[2][3]

Weitere Informationen Direktkandidat, Partei ...
Direktkandidat Partei Stimmen in % Landtagswahl 2016
Stimmen in %
Kathinka Kaden Grüne 27,5 27,8
Nicole Razavi CDU 27,9 28,2
Sascha Binder SPD 14,4 15,3
Uwe von Wangenheim AfD 11,5 16,0
Hans-Peter Semmler FDP 10,3 7,6
Eva-Maria Glathe-Braun Die Linke 2,3 1,8
Erkan Erdem Freie Wähler 2,4
Sylvia Müller WiR2020 1,7
Daniel Wagner KlimalisteBW 0,8
Manfred Freiherr von Campenhausen ÖDP 0,6 0,8
Pia Großer Volt 0,5
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Wahl 2016

Landtagswahl 2016
Wahlkreis 11 Geislingen
 %
30
20
10
0
28,2 %
27,8 %
16,0 %
15,3 %
7,6 %
5,1 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011
 %p
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
  −8
−10
−12
−14
−13,2 %p
+6,5 %p
+16,0 %p
−8,9 %p
+2,8 %p
−3,2 %p

Die Landtagswahl 2016 hatte folgendes Ergebnis:[4][5]

Weitere Informationen Direktkandidat, Partei ...
Direktkandidat Partei Stimmen in % Landtagswahl 2011
Stimmen in %
Nicole Razavi CDU 28,2 41,4
Eckhart Klein Grüne 27,8 21,3
Willy Kotzbauer AfD 16,0
Sascha Binder SPD 15,3 24,2
Armin Koch FDP 07,6 04,8
René Niess Die Linke 01,8 02,8
Herbert Krüger ALFA 01,6
Manfred von Campenhausen ödp 00,8 00,9
Michael Österle NPD 00,6 01,3
Karl Seitz REP 00,4 01,2
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Wahl 2011

Die Landtagswahl 2011 hatte folgendes Ergebnis:[6]

Weitere Informationen Direktkandidat, Partei ...
Direktkandidat Partei Stimmen in % Landtagswahl 2006
Stimmen in %[7]
Nicole Razavi CDU 41,4 46,2
Sascha Binder SPD 24,2 27,9
Bernhard Lehle Grüne 21,3 07,0
Winfried Hüttl FDP 04,8 10,5
Sabine Rösch-Dammenmiller Die Linke 02,8 WASG: 3,3
Timo Czerwonka PIRATEN 01,9
Michael Beier NPD 01,3 01,5
Andreas Bühler REP 01,2 03,0
Daniel Stöckel ödp 00,9 00,7
Sonstige
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Abgeordnete seit 1976

Seit der Landtagswahl 2026 wird ein Direktmandat durch die relative Mehrheit der Erststimmen bestimmt. Bis zur Wahl 2021 hatte jeder Wähler bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg nur eine Stimme, mit der sowohl der Direktkandidat als auch die Gesamtzahl der Sitze einer Partei im Landtag ermittelt werden.[8] Dabei gab es keine Landes- oder Bezirkslisten, stattdessen wurden zur Herstellung des Verhältnisausgleichs unterlegenen Wahlkreisbewerbern Zweitmandate zugeteilt. Die bis zur Landtagswahl 2006 gültige Regelung, die eine Zuteilung dieser Mandate nach absoluter Stimmenzahl auf Ebene der Regierungsbezirke vorsah, benachteiligte den Wahlkreis Geislingen, da er immer zu den nach Bevölkerungszahl kleinsten Wahlkreisen gehörte. Dadurch war es für Bewerber im Wahlkreis Geislingen schwierig, Zweitmandate zu erringen. Damit ist das Wahlsystem wesentliche Ursache dafür, dass der Wahlkreis Geislingen zwischen 1976 und 2011 jeweils nur durch einen direkt gewählten Abgeordneten der CDU im Landtag vertreten wurde. Diese Abgeordneten sind:

Weitere Informationen Partei, Art des Mandats ...
Partei Art des Mandats Gewählte
CDU Direktmandat Anton Ilg 1976
Hermann Seimetz 1980, 1984, 1988, 1992, 1996, 2001
Nicole Razavi 2006, 2011, 2016, 2021, 2026
SPD Zweit-/Listenmandat Sascha Binder 2011, 2016, 2021, 2026
AfD Listenmandat Uwe von Wangenheim 2026
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Einzelnachweise

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