Tour de France Femmes 2026
Tour de France der Frauen 2026
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Die Tour de France Femmes 2026 ist die fünfte Austragung dieses Etappenrennens für Frauen. Sie findet vom 1. bis zum 9. August statt und ist Teil der UCI Women’s WorldTour 2026.
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| Allgemeines | |||
| Ausgabe | 5. Tour de France Femmes | ||
| Rennserie | UCI Women’s WorldTour 2026 2.WWT | ||
| Etappen | 9 | ||
| Datum | 1. – 9. August 2026 | ||
| Gesamtlänge | 1.175 km | ||
| Austragungsländer | |||
| Start | Lausanne | ||
| Ziel | Nizza | ||
| Teams | 21 | ||
| Fahrerinnen am Start | 147 | ||
| Höhenmeter | 18.795 m | ||
| Offizielle Webseite | Offizielle Website | ||
| ◀2025 | 2027▶ | ||
| Dokumentation | |||
Teilnehmende Teams
Streckenführung
Die Strecke wurde zusammen mit der Route der Tour de France der Männer am 23. Oktober 2025 durch die ASO vorgestellt. Bereits vorab war der Grand Départ bekanntgegeben worden, der in der Schweiz erfolgen soll. Vom dortigen Lausanne aus führt die Strecke in den Südosten Frankreichs und endet nach neun Etappen in Nizza.[1][2]
| Datum | Etappenorte | type | Länge (km) | Höhenmeter (m) | Etappensiegerin | Gesamtführende | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Etappe | 1. Aug. | 138 | 1.545 m | ||||
| 2. Etappe | 2. Aug. | 147,9 | 1.696 m | ||||
| 3. Etappe | 3. Aug. | 156,5 | 2.413 m | ||||
| 4. Etappe | 4. Aug. | Gevrey-Chambertin – Dijon | 21 | 262 m | |||
| 5. Etappe | 5. Aug. | Mâcon – Belleville-en-Beaujolais | 140 | 2.880 m | |||
| 6. Etappe | 6. Aug. | Montbrison – Tournon-sur-Rhône | 153,4 | 2.581 m | |||
| 7. Etappe | 7. Aug. | La Voulte-sur-Rhône – Mont Ventoux | 146,8 | 3.565 m | |||
| 8. Etappe | 8. Aug. | Sisteron – Nizza | 171,9 | 1.864 m | |||
| 9. Etappe | 9. Aug. | Nizza – Nizza | 99,2 | 2.338 m |
Wertungen im Tourverlauf
Die Tabelle zeigt die Führenden in der jeweiligen Wertung bzw. die Trägerinnen der Wertungstrikots oder farbigen Rückennummern am Ende der jeweiligen Etappe an. Eine detailliertere Übersicht über die Platzierungen nach einer Etappe bieten die einzelnen Etappenartikel, die in der ersten Spalte verlinkt sind.
Das gelbe Trikot für die Gesamtführende wird gesponsert von der Bank LCL. Die Prämien für die Etappensiege werden von der Online-/Indoor-Radsportplattform Zwift gesponsert. Das grüne Trikot für die Punktewertung wird von Škoda gesponsert. Punkte dafür werden sowohl für die Zielankunft als auch bei Zwischensprints vergeben. Das rot gepunktete (weiße) Jersey wird an die beste Bergfahrerin verliehen. Dafür sammeln die Fahrerinnen Punkte an verschiedenen Bergspitzen und Bergankünften. Es wird von der Einzelhandelskette E.Leclerc gesponsert. Das weiße Trikot trägt die beste Fahrerin des Gesamtklassements, die noch nicht 23 Jahre alt ist. Sponsor ist LIV, eine Marke für Damenräder des Herstellers Giant. Sponsor der Mannschaftswertung ist Krys, eine französische Optiker-/Hörgerätegruppe. Die kämpferischste Fahrerin des Vortages trägt die grüne Rückennummer, gesponsert von Teisseire, einer französischen Getränkemarke. Eine Jury bestimmt am Ende der Tour einen „Best Teammate“, der mit dem Best Teammate Prize ausgezeichnet wird. Dieser Preis wird unterstützt vom Conseil départemental des Hauts-de-Seine, einem Département westlich von Paris.
Die Tour hat darüber hinaus noch zahlreiche weitere offizielle Partner, etwa TotalEnergies, Capgemini, Airbnb, Tissot, Basic-Fit und VELUX. Diese sind allerdings nicht zwangsläufig einem bestimmten Trikot oder Preis zugeordnet.
| Etappe | Gesamtwertung |
Punktewertung |
Bergwertung |
Nachwuchswertung |
Teamwertung |
Kämpferischste Fahrerin |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | (MPE) |
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| 2. | ||||||
| 3. | ||||||
| 4. | keine Wertung | |||||
| 5. | ||||||
| 6. | ||||||
| 7. | ||||||
| 8. | ||||||
| 9. | ||||||
| Siegerin |
Etappen
1. Etappe
Die Auftaktetappe begann und endete in Lausanne, sie führte von dort zum Neuenburgersee und zurück, wobei mehrere kleine Bergwertungen abgenommen wurden. Das Finale bestand aus der Steigung vom Genfersee in die Innenstadt von Lausanne, wo sich das Ziel in der Rue du Grand-Chêne befand.
Eine vierköpfige Ausreißergruppe, die sich früh abgesetzt hatte, fuhr einen Vorsprung von bis zu sechs Minuten heraus. Nikola Nosková, die am Ende der Etappe das Trikot für die kämpferischste Fahrerin erhielt, setzte sich im hügeligen Gelände mit einer Solo-Attacke ab, doch die Gruppe schloss wieder auf und wurde sechs Kilometer vor dem Ziel eingeholt. Am letzten Anstieg attackierten zum Ziel hin mehrere Favoritinnen, doch Sprinterin Lorena Wiebes konnte sich behaupten. Sie gewann den Sprint und übernahm das Gelbe Trikot.
2. Etappe
Die zweite Etappe begann in Aigle und passierte in der neutralen Phase das Centre Mondial du Cyclisme, den Sitz des Radsport-Weltverbands UCI. Anschließend führte sie über welliges Terrain mit fünf kleinen Bergwertungen am Nordufer des Genfersees über 150 km nach Genf.
Von einer kleinen Spitzengruppe blieb nur Riejanne Markus übrig, die keine 500 m vor dem Ziel vom Peloton eingeholt wurde. Den darauf folgenden Massensprint ins Ziel entschied Lorena Wiebes für sich, deren Antritt niemand folgen konnte, so dass sie mit mehreren Radlängen Vorsprung auch die zweite Etappe gewann.
3. Etappe
In Genf startete auch die dritte Etappe, die ins Kernland Frankreich führte. Auf dem Weg nach Poligny ging es durch das Jura, u. a. mit dem Col de la Faucille und dem Col de la Savine.
Auf dem Anstieg zum Col de la Faucille konnte die Gesamtführende Lorena Wiebes das Tempo nicht halten und fiel ins Gruppetto zurück, so wie die meisten Sprinterinnen. Nach der Passhöhe bildete sich zunächst eine Ausreißergruppe mit elf starken Fahrerinnen, die dank der Nachführarbeit von EF Education-Oatly nicht recht an Raum gewann. Kurz bevor die Spitzengruppe auf dem Col de la Savine wieder eingeholt wurde, setzte sich Sigrid Haugset allein vorne ab, über 80 km vor dem Ziel.
Als Haugsets Vorsprung anderthalb Minuten betrug, machte sich Lotte Kopecky allein auf eine Verfolgungsjagd. Das Peloton reduzierte nun deutlich das Tempo und hatte bald fünf Minuten Rückstand. Bei großer Hitze lieferten sich Haugset und Kopecky quasi ein Zeitfahren. Die Verfolgerin hatte ihren Rückstand 10 km vor dem Ziel auf 10 Sekunden reduziert, als sie einbrach und deutlich zurückfiel. Haugset gewann letztlich ungefährdet die Etappe und übernahm das Gelbe Trikot. Das noch rund 40 Fahrerinnen umfassende Hauptfeld kam mit knapp drei Minuten Rückstand ins Ziel.[3]
4. Etappe
Die vierte Etappe war ein welliges Einzelzeitfahren über 21 km von Gevrey-Chambertin nach Dijon. Zur Mitte der Strecke erfolgte eine Steigung in die Weinberge der Côte d’Or.
Mit Marlen Reusser gewann die Zeitfahr-Weltmeisterin die Etappe, vier Sekunden vor einer überraschend starken Lieke Nooijen. Reusser übernahm damit zugleich das Gelbe Trikot, 14 s vor Demi Vollering. Weitere Mitfavoritinnen um den Gesamtsieg wie Elisa Longo Borghini, Paula Blasi oder Katarzyna Niewiadoma verloren etwa eine Minute, die Vorjahressiegerin Pauline Ferrand-Prévot derer zwei.[4]
5. Etappe
Die fünfte Etappe führte von Mâcon durch überaus hügeliges Terrain durch das Beaujolais, wobei insgesamt acht Bergwertungen abgenommen wurden, deren höchster Punkt knapp 700 m über dem Meeresspiegel lag. Die letzten beiden Bergwertungen waren der steile Anstieg zum Col de Durbize 30 km vor dem Ende sowie der aus Paris–Nizza bekannte Mont Brouilly etwa 10 km vor dem Ziel in Belleville-en-Beaujolais.
Während der ersten 60 Kilometer blieb das Peloton zusammen. Puck Pieterse und Lorena Wiebes bauten ihren Vorsprung im Berg- bzw. Punkteklassement aus, ohne auf Widerstand zu treffen. Gegen Mitte des Rennens bildete sich eine 19-köpfige Gruppe mit mehreren Kandidatinnen für einen vorderen Platz im Gesamtklassement wie Femke de Vries, Nienke Vinke, Antonia Niedermaier, Dominika Włodarczyk oder Niamh Fisher-Black, deren Team Lidl-Trek sich um Tempo in der Spitzengruppe bemühte. Die Mannschaften Marlen Reussers und Demi Vollerings, Movistar und FDJ United-Suez, führten das Hauptfeld an und begrenzten den Abstand auf etwa anderthalb Minuten.
Auf dem Anstieg zum Col de Durbize zerfielen beide Gruppen. Vollering attackierte aus dem Hauptfeld heraus, und neben Reusser konnten ihr nur Katarzyna Niewiadoma und Isabella Holmgren folgen. Diese vier schlossen zu den Überresten der Spitzengruppe auf, wo sie mit Franziska Koch, Liane Lippert und Juliette Berthet mehrere Teamkameradinnen vorfanden, die sich vor die Gruppe spannten und den Vorsprung gegenüber distanzierten Favoritinnen wie Elisa Longo Borghini, Paula Blasi oder Pauline Ferrand-Prévot weiter vergrößerten.
Am Mont Brouilly bestimmte Vollering wiederum das Tempo und schüttelte bis auf Niewiadoma und Reusser den Rest der Gruppe ab. Dieses Trio blieb bis zur Zielgeraden zusammen, wo Vollering den Sprint vor Reusser und Niewiadoma gewann.[5]
6. Etappe
Am 6. August führte die Route von Montbrison nach Tournon-sur-Rhône im Département Ardèche. Der Weg dorthin hatte ebenfalls Mittelgebirgscharakter und enthielt sechs Bergwertungen, wobei die höchste Erhebung in Lalouvesc auf der dortigen Passhöhe lag.
In der ersten Etappenhälfte führte eine Gruppe aus drei Fahrerinnen, Nikola Nosková, Loes Adegeest und Katrine Aalerud, das Rennen an. Sie erhielten allerdings nicht viel Vorsprung, auch wegen Noskovás Position im Bergklassement, und wurden noch vor Lalouvesc wieder eingeholt. Die dortige Bergwertung gewann mit Puck Pieterse die bereits führende Fahrerin im Bergklassement.
Auf der Abfahrt von Lalouvesc attackierte Célia Gery mehrfach. Die französische Meisterin sorgte für die Bildung einer Spitzengruppe, zu der außer ihr und Pieterse noch Elisa Longo Borghini, Liane Lippert, Cédrine Kerbaol und Sarah Van Dam gehörten. Obwohl die Gruppe kaum zusammenarbeitete und Longo Borghini den Großteil der Arbeit überließ, behielten sie eine halbe Minute Vorsprung vor dem noch etwa 20-köpfigen Hauptfeld. Kim Le Court und Riejanne Markus nutzten 15 km vor dem Ziel die Unentschlossenheit beider Gruppen, um die Lücke zu überbrücken. Aus der nunmehr achtköpfigen Spitzengruppe heraus gewann Le Court den Sprint in Tournon vor Kerbaol und Pieterse.[6]
7. Etappe
Am Freitag führte die Königsetappe dieser Austragung das Feld zuerst über leicht hügliges Gelände östlich der Rhone nach Bédoin. Von dort begann der knapp 16 km lange Anstieg zum Mont Ventoux, der erstmals im Rahmen der Tour de France Femmes befahren wurde.
8. Etappe
Die vorletzte Etappe führt die Teilnehmerinnen durch die südlichen Alpen zum Col de Toutes Aures. Die lange Abfahrt von dort durch das Tal des Vars nach Nizza wird durch eine kleine Bergwertung wenige Kilometer vor dem Ziel unterbrochen, bevor ein Sprint auf der Promenade des Anglais erwartet werden kann.
9. Etappe
Den Abschluss bildet eine etwa 100 km lange Etappe mit einem viermal befahrerenen Rundkurs von Nizza über den vorgelagerten Col des Quatre Chemins zum Col d’Èze und zurück. Die Hinfahrt erfolgt auf der Küstenstraße Grande Corniche, die Rückfahrt auf der tiefer gelegenen Moyenne Corniche. Auf der letzten Runde wird die Hinfahrt durch den steilen Chemin du Vinaigrier abgekürzt. Die Rundfahrt endet, wie die vorangegangene Etappe, auf der Promenade des Anglais.
Weblinks
- Website des Veranstalters (französisch / englisch)
- Reglement (engl., PDF)
- Tour de France Femmes 2026 in der Datenbank von ProCyclingStats.com (englisch)





