Voisin C 7

Pkw-Modell von Voisin From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Voisin C 7 ist ein Pkw-Modell der 1920er Jahre. Hersteller war Aéroplanes G. Voisin in Frankreich.

Schnelle Fakten C 7 ...
Voisin
Bild
Bild
Voisin C 7 als viertürige Limousine
C 7
Verkaufsbezeichnung Voisin 10 CV
Produktionszeitraum 1924–1928
Klasse Mittelklasse
Karosserieversionen Limousine, Tourenwagen, Pullman-Limousine, Cabriolet
Motoren Ottomotor:
1,6 Liter (40 PS)
Länge 4105–4205 mm
Breite
Höhe
Radstand 2880–2980 mm
Leergewicht Fahrgestell: 850–870 kg
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Voisin C 7 als zweitürige Limousine im Musée du Car
Voisin C 7 im unrestaurierten Zustand im Louwman Museum
Voisin C 7 als Tourenwagen
Armaturenbrett

Beschreibung

Der Typ erhielt im Juli 1924 seine Zulassung von der nationalen Zulassungsbehörde.[1.1] Alternative Bezeichnungen für das Fahrgestell sind Voisin Chastenesse,[1.1] auch in den Schreibweisen Voisin Chastesnes[1.2] und Voisin Chasteness[2][3][4].

Die Fahrzeuge haben einen Schiebermotor nach einer Lizenz von Charles Yale Knight. Wie beim Voisin C 4 ist es ein Vierzylinder-Viertaktmotor mit Thermosiphonkühlung. Die Bohrung ist mit 67 mm etwas größer, der Hub mit 110 mm identisch. Das ergibt 1551 cm³ Hubraum. Der Motor leistet 40 PS bei 3000 Umdrehungen in der Minute. Er war damals in Frankreich mit 10 CV eingestuft.[1.3] An anderer Stelle sind 44 PS genannt.[1.2]

Der Wagen hat einen vorn eingebauten Motor, ein Dreiganggetriebe und Kardanantrieb zur Hinterachse.[1.3]

Die Standardausführung (auch C 7 court genannt) hat 2880 mm Radstand, 1350 mm Spurweite und eine Karosserielänge von 4105 mm. Daneben gab es den C 7 L (auch C 7 long genannt) als lange Version mit 2980 mm Radstand und 4205 mm Länge. Die reinen Fahrgestelle ohne Aufbauten wiegen 850 kg bzw. 870 kg.[1.2]

Voisin bot einerseits reine Fahrgestelle an, die Karosserien nach Wunsch erhielten, die oftmals bei externen Karosseriebauunternehmen entstanden. Manessius war einer dieser Aufbautenhersteller.[5] Das Standardangebot umfasste Tourenwagen, Coupé de Ville, Limousine, Pullman-Limousine und Cabriolet. Ab 1927 erhielten die Standardaufbauten spezielle Bezeichnungen.

Weitere Informationen Jahr, Typ und Ausführung ...
JahrTyp und AusführungKarosseriebezeichnungKarosseriebauart mit Details
1925C 7 courtFahrgestell
1925C 7 courtTourenwagen mit 4 Türen
1925C 7 courtCoupé de Ville
1925C 7 courtLimousine mit 4 Türen und 4 Seitenfenstern
1925C 7 longFahrgestell
1925C 7 longTourenwagen mit 4 Türen
1925C 7 longPullman-Limousine mit 4 Türen, 6 Sitzen und 6 Seitenfenstern
1926C 7Fahrgestell
1926C 7Coupé de Ville mit 4 Sitzen
1926C 7Limousine mit 2 Türen und 4 Seitenfenstern
1926C 7Limousine mit 4 Türen, 4 Sitzen und 4 Seitenfenstern
1926C 7 longFahrgestell
1926C 7 longPullman-Limousine mit 4 Türen, 6 Sitzen und 6 Seitenfenstern
1927C 7Fahrgestell
1927C 7ChasseurCoupé de Ville
1927C 7Chasserons LumineuseLimousine mit 2 Türen, 4 Sitzen und 4 Seitenfenstern
1927C 7ChassidaeerCabriolet mit 2 Türen und 4 Sitzen
1927C 7ChasseriezLimousine mit 4 Türen, 4 Sitzen und 4 Seitenfenstern
1928C 7Fahrgestell
1928C 7ChasseurCoupé de Ville
1928C 7Chasserons LumineuseLimousine mit 2 Türen, 4 Sitzen und 4 Seitenfenstern
1928C 7ChassidaeerCabriolet mit 2 Türen und 4 Sitzen
1928C 7ChasselasPullman-Limousine mit 7 Sitzen
1928C 7ChasseriezLimousine mit 4 Türen, 4 Sitzen und 4 Seitenfenstern
1929C 7 longFahrgestell
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Quellen:[6][7][2][3][4]

1924 wurden 50 Fahrzeuge gefertigt. 1925 und 1926 waren es jeweils 500 Stück. 1927 fiel die Zahl auf 200 und im Folgejahr auf 100. Insgesamt ergibt das 1350 Wagen.[1.4]

Die Fahrgestellnummern waren zunächst von 15001 bis 15200. Die beiden nächsten Nummernbereiche von 15201 bis 15500 und von 18001 bis 18850 beinhalten auch einige Fahrzeuge vom Voisin C 10.[1.1]

Dem französischen Verein Les Amis de Gabriel Voisin sind 38 erhaltene Fahrzeuge bekannt.[8]

Eine erhaltene zweitürige Limousine wurde im Südwesten Frankreichs restauriert und erhielt dabei ihre ursprüngliche blaue Farbe zurück.[9] Das Fahrzeug befindet sich im Musée du Car in Vanosc. Auf einem anderen erhaltenen blauen Fahrzeug lernte der spätere Rennfahrer Prince Birabongse Bhanudej Bhanubandh das Fahren.[10] Ein weiteres Fahrzeug befand sich im Depot des Technischen Museums Wien.[11]

Die folgenden Auktionsergebnisse aus den letzten Jahren sind bekannt: 55.509 Pfund Sterling im Februar 2015 für eine schlecht erhaltene Reiselimousine des Karosserieherstellers Louis Gallé aus der Baillon-Sammlung, 13.619 Pfund im Februar 2019 für ein Fahrgestell[12] sowie 96.320 US-Dollar im April 2024 für einen Viertürer von 1926[13].

Literatur

  • Pascal Courteault: Automobiles Voisin 1919–1958. White Mouse Editions, London 1991, ISBN 0-904568-72-5 (französisch).
Commons: Voisin C 7 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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