Voisin Camionnette
Lkw-Modell von Voisin
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Der Voisin Camionnette ist ein Lkw-Prototyp der 1950er Jahre. Hersteller war Aéroplanes G. Voisin in Frankreich.
| Voisin | |
|---|---|
Voisin Camionnette auf der Rétromobile 2014 | |
| Camionnette | |
| Hersteller | Voisin |
| Produktionszeitraum | 1957 |
| Vorgängermodell | keines |
| Nachfolgemodell | keines |
| Technische Daten | |
| Bauformen | Pritschenwagen |
| Motoren | Ottomotor: 0,2 Liter |
| Nutzlast | 0,3–0,6 t |


Hintergrund
Das Unternehmen Voisin, ein angesehener Pkw-Hersteller der Zwischenkriegszeit, hatte 1938/39 die Fahrzeugproduktion eingestellt und wurde Teil von Gnome et Rhône. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurden sowohl Gnome et Rhône als auch Voisin in SNECMA integriert. Gabriel Voisin konstruierte ein paar Pkw-Prototypen wie den Voisin C 31 samt Ableitungen und den Voisin Biscooter Voisin, die nicht in Serie gingen, da sein Unternehmen für eine Serienproduktion zu klein war und SNECMA kein Interesse zeigte.
Beschreibung
Das Fahrzeug wurde 1957 als erstes Nutzfahrzeug der Marke auf der Fahrrad- und Motorradausstellung in Paris präsentiert.[1] Das Fahrzeug ist ein Frontlenker mit steiler Front. Der Innenraum ist äußerst spartanisch ausgestattet und hat in Bezug auf Anzeigen nur einen Tachometer. Das Fahrerhaus ist nach hinten teilweise offen. Dahinter befindet sich eine ebene Plattform ohne Seitenwände, die 215 cm lang und 150 cm breit ist. Während der Messe war dort ein Moped befestigt. Auffallend sind die kleinen Räder. Dadurch ist die Plattform besonders niedrig angebracht.[2]
Das Fahrzeug hat sechs Räder; zwei vorne und vier hinten. Angekündigt war außerdem eine vierrädrige Ausführung, die allerdings nicht hergestellt wurde. Die Nutzlast lag je nach Ausführung bei 300 kg bis 600 kg und der geplante Verkaufspreis zwischen 400.000 und 525.000 Französische Francs.[2] Als Leergewicht sind 400 kg angegeben.[3]
Ein Einzylinder-Zweitaktmotor von Gnome et Rhône sorgt für den Antrieb. Er ist vorne im Fahrzeug eingebaut und ragt etwas zwischen die beiden Vordersitze. Er ist sowohl durch eine Öffnung in der Fahrzeugfront als auch vom Innenraum aus erreichbar. Der Motor hat 200 cm³ Hubraum. Er treibt die Vorderräder an.[2]
Eine Serienfertigung erfolgte nicht. Das Fahrzeug blieb ein Einzelstück.
Roger Brioult kaufte später das Fahrzeug ohne Motor von SNECMA. Außerdem erwarb er einen passenden Motor von Jean Bertin, Direktor bei SNECMA, der ihn im November 1962 einbauen ließ. Brioult behielt das Fahrzeug jahrelang.[4] Im März 2013 wurde es auf einer Auktion von Osenat angeboten. Der Schätzpreis belief sich auf 13.000 bis 19.500 US-Dollar. Versteigert wurde es für 23.220 Dollar.[5]
2019 wurde das Fahrzeug gründlich überholt. Bonhams versteigerte es im Februar 2025 für nur 10.350 Euro.[3]
