Hardhof (Dinkelsbühl)
Ortsteil der Stadt Dinkelsbühl
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Hardhof ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).[2] Hardhof liegt in der Gemarkung Seidelsdorf.[3]
Hardhof Große Kreisstadt Dinkelsbühl | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 4′ N, 10° 17′ O |
| Höhe: | 461 m ü. NHN |
| Einwohner: | 2 (1. Jan. 2015)[1] |
| Postleitzahl: | 91550 |
| Vorwahl: | 09851 |
Geografie
Die Einöde liegt am Hardgraben (im Mittellauf Mühlgraben, im Unterlauf Walkenweiherbach genannt), der ein rechter Zufluss der Wörnitz ist, und unmittelbar westlich des Ortes den Mühlweiher speist. Der Ort liegt in einer flachhügeligen Landschaft und ist von Acker- und Grünland umgeben. Im Süden wird die Flur Lach genannt, im Westen Heiligenfeld. 0,75 km nordwestlich liegt das Hirtenhölzle. Die Kreisstraße AN 44/K 2646 führt an Oberhard vorbei nach Buckenweiler (2 km westlich) bzw. zur Staatsstraße 2220 bei Rain (1,2 km östlich).[4]
Geschichte
Der Ort wurde 1319 als „Oedenhart“ erstmals urkundlich erwähnt.[5]
Die Fraisch über Hardhof war strittig zwischen dem ansbachischen Oberamt Crailsheim, dem oettingen-spielbergischen Oberamt Mönchsroth und der Reichsstadt Dinkelsbühl. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bildete es mit Buckenweiler, Oberhard und Hardmühle eine Realgemeinde. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Oberamt Mönchsroth. Der Ganzhof hatte das Spital der Reichsstadt Dinkelsbühl als Grundherrn.[6][7] Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Crailsheim.[8]
Im Jahr 1809 wurde Hardhof infolge des Gemeindeedikts dem Steuerdistrikt Segringen und der Ruralgemeinde Seidelsdorf zugeordnet.[9] Am 1. Juli 1970 wurde Hardhof nach Dinkelsbühl eingegliedert.[8][10]
Baudenkmäler
- Haus Nr. 1: Wohnstallhaus, erdgeschossiger Satteldachbau über Kellergeschoss mit Stall, massiv und Fachwerk, im Kern 18. Jahrhundert, Verlängerung 19. Jahrhundert; Scheune, Bruch- und Haustein mit Satteldach, 18. Jahrhundert, Anbau 19. Jahrhundert[11]
- Haus Nr. 2: ehemaliger Bauernhof, zweigeschossiges verputztes Wohnstallhaus mit Steildach und angefügter Scheune, bezeichnet „1807“, im Kern älter[11]
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Vinzenz (Segringen) gepfarrt.[6] Die Katholiken sind nach St. Georg (Dinkelsbühl) gepfarrt.[21]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Hardhof und die Mühl. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 502 (Digitalisat).
- August Gebeßler: Stadt und Landkreis Dinkelsbühl (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 15). Deutscher Kunstverlag, München 1962, DNB 451450930, S. 156.
- Teresa Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 40). Michael Laßleben, Kallmünz 2018, ISBN 978-3-7696-6562-8.
Weblinks
- Hardhof in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 23. November 2021.
- Hardhof in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 17. September 2019.
- Hardhof im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 1. April 2025.