Hausertsmühle
Ortsteil der Stadt Dinkelsbühl
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Hausertsmühle ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).[2] Hausertsmühle liegt in der Gemarkung Seidelsdorf.[3]
Hausertsmühle Große Kreisstadt Dinkelsbühl | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 4′ N, 10° 18′ O |
| Höhe: | 452 m ü. NHN |
| Einwohner: | 8 (1. Jan. 2015)[1] |
| Postleitzahl: | 91550 |
| Vorwahl: | 09851 |
Geografie
Die Einöde liegt knapp eineinhalb Kilometer westlich des Segringer Tors der Dinkelsbühler Altstadt in der Bachmulde des längeren linken Oberlaufs Hausertsmühlbach des Walkenweiherbaches, der wenig südlich der Stadt Dinkelsbühl von rechts in die Wörnitz fließt. Der Mühlkanal weitet sich kurz vor ihr zu einem schmalen Mühlweiher. Im Norden grenzt das Flurgebiet Hausert. Noch weiter nördlich befindet sich ein Golfplatz. Ein Anliegerweg führt zu einer Gemeindeverbindungsstraße (0,1 km südlich), die nach Hausertshof (0,7 km nordwestlich) bzw. zur Kreisstraße AN 44 verläuft (0,2 km südlich).[4]
Geschichte
Die Hausertsmühle wurde 1345 als „Huosers muele“ erstmals urkundlich erwähnt.[5]
Die Fraisch über die Hausertsmühle war strittig zwischen dem ansbachischen Oberamt Crailsheim, dem oettingen-spielbergischen Oberamt Mönchsroth und der Reichsstadt Dinkelsbühl. Das Anwesen hatte das Spital der Reichsstadt Dinkelsbühl als Grundherrn.[6][7] Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Crailsheim.[8]
Infolge des Gemeindeedikts wurde Hausertsmühle 1809 dem Steuerdistrikt Segringen und der Ruralgemeinde Seidelsdorf zugewiesen.[9] Am 1. Juli 1970 wurde Beutenmühle nach Dinkelsbühl eingegliedert.[8][10]
Hausertsmühle ist heute eine wassergetriebene Mahlmühle für Weizen, Roggen und Dinkel. Am Pfingstmontag eines jeden Jahres nimmt sie am Deutschen Mühlentag teil; bei dieser Gelegenheit kann sie besichtigt werden und es findet ein großer Bauernmarkt statt.
Baudenkmal
- Seidelsdorf 29: Nebengebäude der ehemaligen Mühle, erdgeschossiger Massivbau mit Steildach, 19. Jahrhundert[11]
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Vinzenz (Segringen) gepfarrt.[6] Die Katholiken sind nach St. Georg (Dinkelsbühl) gepfarrt.[21]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Hausertsmühle. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 536 (Digitalisat).
- August Gebeßler: Stadt und Landkreis Dinkelsbühl (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 15). Deutscher Kunstverlag, München 1962, DNB 451450930, S. 156.
- Teresa Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 40). Michael Laßleben, Kallmünz 2018, ISBN 978-3-7696-6562-8.
Weblinks
- hausertsmühle.de
- Hausertsmühle in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 23. November 2021.
- Hausertsmühle in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 17. September 2019.
- Hausertsmühle im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 1. April 2025.