Mouthier-en-Bresse
französische Gemeinde
From Wikipedia, the free encyclopedia
Mouthier-en-Bresse [] ist eine französische Gemeinde in der Region Bourgogne-Franche-Comté im Département Saône-et-Loire. Sie gehört zum Arrondissement Louhans, zum Kanton Pierre-de-Bresse und zum Gemeindeverband Bresse Nord Intercom’. Die Gemeinde hat 450 Einwohner (Stand 1. Januar 2023)[1], sie werden Moustiérois, resp. Moustiéroises[2] genannt.
| Mouthier-en-Bresse | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Bourgogne-Franche-Comté | |
| Département (Nr.) | Saône-et-Loire (71) | |
| Arrondissement | Louhans | |
| Kanton | Pierre-de-Bresse | |
| Gemeindeverband | Bresse Nord Intercom’ | |
| Koordinaten | 46° 52′ N, 5° 23′ O | |
| Höhe | 187–217 m | |
| Fläche | 30,32 km² | |
| Einwohner | 450 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 15 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 71270 | |
| INSEE-Code | 71326 | |
Geografie


Lage und Struktur
Die Gemeinde liegt an der nordöstlichen Grenze des Arrondissement Louhans, das nördliche, östliche und südliche Gemeindegebiet grenzen an das Département Jura. Nachbargemeinden sind im Norden Neublans-Abergement, Les Hays, Les Essards-Taignevaux und im Nordosten schließt sich Rye an. Diese Gemeinden gehören alle zum Département Jura. Im Osten folgt Beauvernois und im Süden Chapelle-Voland (Jura). Im Südwesten stößt die Gemeinde an Bellevesvre, weiter nördlich an Torpes und schließlich im Nordwesten an Authumes.
Die Gemeinde liegt in der Landschaft der Bresse bourguignonne, die nördlichen Gebiete der Gemeinde werden bereits zur Landschaft Vallée de la Saône gerechnet.
Die Gemeinde wird durch INSEE eingestuft als «ländliche Gemeinde mit stark verstreuter Besiedlung». Die Bevölkerung lebt zu einem kleinen Teil im Bourg, die meisten in den 22 Weilern und in weit verstreuten Einzelsiedlungen.
Von der Gesamtfläche sind etwa acht Quadratkilometer (rund 26 %) mit zusammenhängenden Waldflächen bedeckt, vor allem dem Forêt de Dissey im Norden und dem Forêt de la Chaux d’Event zusammen mit dem Bois du Chanet im Süden der Gemeinde. Zusätzlich werden 1714.6 Hektar (56 % des Gemeindegebietes) als landwirtschaftlich genutzt deklariert, davon sind 3,5 Hektar als Bioanbau zugelassen. Die Hälfte dieser Fläche wird dauerhaft als Wiese genutzt, daneben wird Weichweizen sowie Körner- und Silomais angebaut.[3]
Gewässer
An stehenden Gewässern finden wir entlang der Nordwestgrenze einen markanten Gürtel von Étangs, die die Gemeindegrenze bilden. Im Norden, gemeinsam mit Neublans-Abergement, liegt der Étang du Meix *, darnach folgt der Étang du Fay * und schließlich der Étang de Ramouille *. Weiter südlich, am Forêt de Dissey, liegt der Étang Lapierre *, beim Weiler La Verne der Étang de la Verne * und schließlich beim Weiler La Chouillère noch der Étang Ravot *. Dazu finden sich auf dem Gemeindegebiet etwa 12 weitere Étangs, deren Namen nicht bekannt sind.
An fließenden Gewässern finden wir als Hauptfluss La Brenne[4], die zwischen Rye und Bellevesvre die Gemeinde von Ost nach West in der Nähe des Bourg durchzieht. Im Südosten zieht sich La Chaux[5] der Gemeindegrenze entlang, um nahe des Moulin de Hiège in die Brenne zu münden. Von Rye her fließt La Dorme[6] in die Gemeinde, mündet aber nach kurzer Distanz nördlich des Moulin de Hiège ebenfalls in die Brenne. Im Norden der Gemeinde entspringt der Ruisseau des Tenaudins[7], der als Bief der Étangkette dient, die sich der nordwestlichen Gemeindegrenze entlang zieht. Bleibt noch La Darge[8], sie entspringt auf dem Gemeindegebiet ganz im Süden, um nach Westen zu fließen und in Le Planois in die Brenne zu münden.
Étang du Fay (222 511 m² bei 46° 53′ N, 5° 20′ O) gemeinsam mit Authumes und Neublans-Abergement
Étang de Ramouille (208 779 m² bei 46° 52′ N, 5° 19′ O) gemeinsam mit Authumes
Étang Lapierre (89 367 m² bei 46° 52′ N, 5° 23′ O)
Étang de la Verne (67 734 m² bei 46° 52′ N, 5° 22′ O)
Étang Ravot (10 849 m² bei 46° 53′ N, 5° 21′ O)
Flächenangaben: Maximalflächen aus IGN - INPE Inventaire national des plans d'eau
Verkehrswege
Von Bellevesvre her zieht sich die Departementsstraße D23[9] durch das nördliche Gemeindegebiet und führt nach Neublans-Abergement, wo sie die Nummer D13 des Département Jura erhält. Ebenfalls von Bellevesvre her verläuft ganz im Süden die D137, zieht sich nördlich durch den Bourg und weiter über den Weiler Dissey nach Rye. Ganz im Süden und ohne eine Siedlung zu berühren, zieht sich noch die D323[10] für 2,6 Kilometer durch das Gemeindegebiet. Sie liegt auf der Trasse einer Römerstraße, die von Bellevesvre nach Sellières und Poligny führte.
Weiler und Fluren
Historisch gehören zur Gemeinde folgende Weiler und Fluren: Les Abergiers, La Baraque, Les Baudrières, Belleville, Bellevue, Belmeix, Les Beuillis, Bois-de-Dissey, La Brenne (Gewässer), Les Champs, Les Champs-de-Gourins, Champs-Neufs, Charbonnière, Le Châtelet, Chaux-d’Event, Chez-Guignol, Chouillère, Le Colombier, La Cour-aux-Dames, Les Creuillons, Dissey, les Doinsserans, Dorme, Le Durlet, Espront, L’Étang-Girardin, Events, Favry, Foisset, Four-en-Chaux[A 1], Gehere, La Gradelière, la Grange, Grange-Bourreau, Hiège, Malestière, Les Marres, Migrin, La Mistenflûte, Les Moirots, Moulin de l’Etang-Neuf, Moulinot, Petit-Chouillère, Les Petites-Rèpes, Les Rattes, La Ronce, Le Rond, Sarmanat, La Verne, Les Vernes de Four-en-Chaux, La Ville-Neuve, Les Viserons.[11]
Höhenprofil

Das Höhenprofil zeigt, dass wir uns am Rand der Bresse-Ebene befinden. Am linken Profilrand fließt der Doubs, damit liegt dieser Bereich der Gemeinde bereits in der Landschaft Vallée de la Saône. Anschließend folgt der Abbruch der Bresse-Ebene, gefolgt von einer Hochebene, die sich von Chouillère bis Neublans-Abergement zieht. Der tiefste Punkt in diesem Profil bildet die Brenne, die unmittelbar nördlich des Bourg fließt. Etwas nordwestlich vom Bourg befindet sich der Weiler Dissey, nahezu 20 Meter höher als der Bourg. Die Brenne, die dazwischen liegt, hat oft dafür gesorgt, dass die Verbindung zwischen den Siedlungen unmöglich war.
Klima
Das Klima in Mouthier-en-Bresse ist warm und gemäßigt. Es gibt das ganze Jahr über deutliche Niederschläge, selbst der trockenste Monat weist noch hohe Niederschlagsmengen auf. Die Klassifikation des Klimas nach Köppen und Geiger ist Cfb ((Gemäßigtes) Ozeanklima). Die Temperatur liegt im Jahresdurchschnitt bei 11,7 °C. Der wärmste Monat ist der Juli mit einer Durchschnittstemperatur von 20,7 °C, der kälteste der Januar mit 3,0 °C. Über ein Jahr verteilt summieren sich die Niederschläge auf 1173 mm, dabei ist der November mit 1228 mm der niederschlagsreichste, während Juli und August als trockenste Monate 73 mm aufweisen. Über das ganze Jahr werden etwa 2786 Sonnenstunden gezählt.
| Mouthier-en-Bresse | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Mouthier-en-Bresse
Quelle: climate-data.org Daten 1991 – 2021 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Toponymie
Die erste Erwähnung des Ortes geht zurück auf das Jahr 926, Cœnobium Æthicens findet sich in der Bibliothek der Abtei Cluny, 1089 wird dort das Monasterium Sancti-Eugendi Etice erwähnt. Schließlich wird 1275 der Prior Monasterii in Brissia, also der Vorsteher des Klosters in der Bresse genannt. Aus dieser Bezeichnung bildete sich im Laufe der Zeit der Ortsname Mouthier-en-Bresse. Bei dem Heiligen, dem die Kirche geweiht war, handelte es sich um Eugendus.
Geschichte
Der Name geht auf ein Benediktinerkloster zurück, das im 10. Jahrhundert errichtet und den Namen Monasterium in Brixia trug. Diese Bezeichnung ging später auf die Pfarrei und letztlich auf die Gemeinde über. Über das Kloster ist wenig bekannt, die Archive wurden wohl während der zahllosen Kriege im burgundisch-freigräflichen Grenzgebiet vernichtet. Die Gründung dürfte auf Bernon zurückgehen, dem nachmaligen, ersten Abt des Klosters Cluny, der durch die Herren von Bellevesvre unterstützt wurde. Das Kloster ist jedenfalls in Bernons Testament erwähnt, der dort seine Nachfolge für seine Abteien regelte und für Cœnobium Æthicense (Mouthier-en-Bresse) seinen Neffen Widon bestimmte. In verschiedenen Dokumenten aus dem 11. und 12. Jahrhundert wird Mouthier als Niederlassung des Klosters Baume genannt. Das Kloster wurde während der Revolution zerstört, es finden sich keine Spuren mehr. Während Jahrhunderten litten die Einwohner des Ortes unter den Abgaben und den Folgen der Toten-Hand. Durch die Unveräußerlichkeit der Güter, die der Kirche geschenkt worden waren, konnten die Eigenleute kein Eigentum erwerben.
1789 war Mouthier durch die Brenne in zwei Gemeinden geteilt, Mouthier südlich und Dissey nördlich, beide zur Vogtei Chalon-sur-Saône gehörig und kirchlich von Auxonne abhängig. Die Kirche mit dem Patrozinium des hl. Vitus, gehörte zur Diözese Besançon, zum Dekanat Neublans und unterstand der Kollatur des Klosters Baume-les-Messieurs, sie wurde im 18. Jahrhundert neben der Klosterkirche erbaut[12]. Man pflegte die kranken Kinder über den Vitus-Stein zu rollen, damit sie wieder gesund wurden. 1889 erhielt der Weiler Chouillère ein eigenes Schulhaus, bis dahin wurden die Kinder in den Wohnhäusern des Weilers unterrichtet. Die Mädchenschule in Mouthier bestand bis 1965, die Knabenschule wurde zur Mairie. 1988 bestanden noch 61 Landwirtschaftsbetriebe.
In Mouthier befanden sich zwei Burgen, diejenige von Dissey, die in der Gegend von le Colombier lag, und diejenige von Events, von der ebenfalls keinerlei Spuren mehr vorhanden sind. Im Weiler Rond, direkt östlich angrenzend an Bellevesvre, bestand eine Motte, die mehrmals von den spanischen Habsburgern benutzt wurde, um ihre Angriffe gegen Bellevesvre zu führen.
Nachdem das Haus Burgund 1477 in männlicher Linie ausgestorben war, ging das Herzogtum Burgund an Frankreich, die Franche-Comté jedoch an den Burgundischen Reichskreis. Die Kriege im 16. und 17. Jahrhundert (Krieg gegen den savoyardischen Herzog Karl Emanuel I., Dreißigjähriger Krieg und Devolutionskrieg) bescherten dem Ort am äußersten Grenzpunkt des Herzogtums Burgund schreckliche Katastrophen.
Als sich Frankreich im Zweiten Weltkrieg unter deutscher Besatzung befand, organisierte der 1911 in Mouthier-en-Bresse geborene Bauer und Kommunist André Guipet[13] zusammen mit Paul Buatois die Verteilung von Zeitungen der Résistance und führte Sabotageaufträge an der von den Deutschen benutzten Bahninfrastruktur aus. Später trat er bewaffneten Verbänden des Widerstands bei.
Die Herren von Mouthier-en-Bresse
Mouthier war von alters her Sitz eines Klosters, das zum Priorat wurde und von der Abtei Baume-les-Messieurs abhing. Der Prior war Herr über die Steuerpflichtigen und übte das Recht der Toten Hand aus. Noch wenige Jahre vor der Revolution stöhnten die Einwohner unter der Last der vielfältigen Abgaben.
Der Weiler Dissey (Gemeindegebiet nördlich der Brenne) war eine eigene Herrschaft, 1634 war Claude de Rye, Marquis von Rans, Baron von Dissey. Später ging die Herrschaft über an die Montessus, die auch die Herren von Bellevesvre waren, von Torpes und Mouthier-en-Bresse|Mouthier. Die Einwohner hatten diesen die herrschaftlichen Steuern zu leisten, die Kirchlichen Steuern blieben aber weiterhin in ihrem ganzen Ausmaß bestehen. Noch 1782 hielt ein Spruch des Adelskapitel von Baume-les-Messieurs fest: «… das Recht, jedes Jahr zu Martini zwei Maß Hafer, und zwar Bellevesvre-Maß, von jedem Haushalt in der Kirchgemeinde Mouthier-en-Bresse einzusammeln, und eine Garbe Hafer zur Zeit der Ernte, genannt die Klerikergarbe…».
Eine weitere Herrschaft bestand im Weiler Event (östliches Gemeindegebiet, an der D211 Route de Chaumergy). Diese Herrschaft gehörte im 18. Jahrhundert ebenfalls den Montessus. Diese hatten das Lehen weitergegeben und 1780 war Godefroy de Villevieille, Revisor an der Chambre des comptes der Grafschaft Burgund, Herr von Event, Hiège (kleine Siedlung an der Rue de l’Abergement in Mouthier-en-Bresse), Tilleret und Chêne-Sec.
Bevölkerung


| Mouthier-en-Bresse: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2022 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1793 | 1.442 | |||
| 1800 | 1.371 | |||
| 1806 | 1.346 | |||
| 1821 | 1.503 | |||
| 1831 | 1.604 | |||
| 1836 | 1.703 | |||
| 1841 | 1.690 | |||
| 1846 | 1.713 | |||
| 1851 | 1.700 | |||
| 1856 | 1.613 | |||
| 1861 | 1.627 | |||
| 1866 | 1.642 | |||
| 1872 | 1.646 | |||
| 1876 | 1.660 | |||
| 1881 | 1.728 | |||
| 1886 | 1.659 | |||
| 1891 | 1.652 | |||
| 1896 | 1.617 | |||
| 1901 | 1.655 | |||
| 1906 | 1.643 | |||
| 1911 | 1.545 | |||
| 1921 | 1.349 | |||
| 1926 | 1.237 | |||
| 1931 | 1.141 | |||
| 1936 | 1.064 | |||
| 1946 | 943 | |||
| 1954 | 904 | |||
| 1962 | 802 | |||
| 1968 | 753 | |||
| 1975 | 634 | |||
| 1982 | 557 | |||
| 1990 | 468 | |||
| 1999 | 418 | |||
| 2006 | 405 | |||
| 2011 | 410 | |||
| 2016 | 429 | |||
| 2022 | 428 | |||
| Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1968,[14] ab 1968 INSEE[15] Anmerkung(en): • Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz • Höchste Einwohnerzahl 1881 mit 1728, tiefste Einwohnerzahl 2009 mit 400 (33,8 % vom Maximum) | ||||
| Bevölkerungsstruktur | Anzahl Einwohner 1 | männlich | weiblich | davon Ausländer 2 | Anteil % |
|---|---|---|---|---|---|
| 428 | 210 | 218 | 32 | 7,5 |
| Männer | Alterstufe | Frauen |
|---|---|---|
3 |
7 | |
31 |
23 | |
60 |
59 | |
37 |
43 | |
32 |
30 | |
22 |
18 | |
25 |
37 |
Die Bevölkerungsstruktur zwischen Männern und Frauen ist ausgeglichen, wobei 38 % der Bevölkerung jünger als 45 Jahre sind und 43 % der Einwohner älter als 60 Jahre und damit im Rentenalter. Aufgrund der moderaten Bautätigkeit (3 % Zunahme der Wohneinheiten zwischen 1999 und 2022) besteht die Gefahr der weiteren Überalterung der Bevölkerung (Arrondissement Louhans: 44 % jünger als 15 und 36 % älter als 60).
| Wohnstruktur 4 | Anzahl Wohneinheiten | davon Häuser | Wohnungen | Sonstige | Zu-/Abnahme seit 1999 |
|---|---|---|---|---|---|
| 316 | 311 | 4 | 1 | +3,6 % = 11 WE | |
| davon Hauptwohnsitz 5 | 216 | ||||
| Zweit- oder Ferienwohnsitz | 64 | ||||
| vakant | 36 |
Wirtschaft und Infrastruktur
Unternehmen, Betriebe, Ladengeschäfte und Einrichtungen
In der Gemeinde befinden sich nebst der Mairie und Kirche folgende Unternehmen nach Branchen:
| Branche | Anzahl Betriebe |
|---|---|
| Industrie und verarbeitendes Gewerbe | 4 |
| Baugewerbe | 3 |
| Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie | 7 |
| Information und Kommunikation | |
| Finanz- und Versicherungsdienstleistungen | |
| Grundstücks- und Wohnungswesen | 1 |
| Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen | 3 |
| Öffentliche Verwaltung, Unterricht, Gesundheits- und Sozialwesen | 1 |
| Sonstige Dienstleistungen | 4 |
| Land- und Forstwirtschaftsbetriebe[17] | 17 |
In der Gemeinde befinden sich ein Coiffeursalon, zwei Bauhandwerksbetriebe und ein Installateurbetrieb. Die Gemeinde verfügt über ein Pferdesportzentrum, einen Physiotherapeuten, einen Mehrzwecksaal und eine Gîte. Mit den Gütern des täglichen Bedarfs versorgen sich die Einwohner in Bellevesvre und Pierre-de-Bresse[18].
Geschützte Produkte in der Gemeinde
Als AOC-Produkte sind in Mouthier-en-Bresse Comté[19] und Morbier[20] zugelassen, ferner Volaille de Bresse[21][22][23] und Dinde de Bresse[24].
Bildungseinrichtungen
In der Gemeinde besteht eine École primaire[25] (École maternelle und École élémentaire), die der Académie de Dijon[26] untersteht und von 24 Schülern in einer Klasse besucht wird (Schuljahr 2024–2025[27]). Für die Schule gilt der Ferienplan der Zone A.[28]
Öffentlicher Verkehr
Es besteht keinerlei Anbindung an den Öffentlichen Verkehr in der Gemeinde.
Literatur
- Claude Courtépée (1721–1781): Description historique et topographique du Duché de Bourgogne. Band 5. Chez Causse, Dijon 1780 (französisch, google.fr [abgerufen am 3. Februar 2026]).
- Lucien Guillemaut (1842–1917): Histoire de la Bresse Louhannaise. Les temps anciens et le Moyen Âge. Band 1. Imprimerie Auguste Romand, Louhans (französisch, google.com [abgerufen am 3. Februar 2026]).
- Lucien Guillemaut (1842–1917): Histoire de la Bresse Louhannaise. Les temps modernes jusqu’à 1789. Band 2. Imprimerie Auguste Romand, Louhans (französisch, google.com [abgerufen am 3. Februar 2026]).
- Lucien Guillemaut (1842–1917): Armoiries et familles nobles de la Bresse louhannaise: armoiries ouvrières, armoiries particulières et de familles. Vve L. Romand, Louhans 1909 (französisch, bnf.fr [abgerufen am 3. Februar 2026]).
- Albert Rebouillat, Histoire de Mouthier-en-Bresse, Monographies des villes et villages de France, Collection dirigée par M.-G. Mieberth, Verlag: Le Livre d’histoire-Lorisse, Paris 2010, ISBN 978-2-7586-0413-6, ISSN 0993-7129.
- Guillaume Badet: Ein Kloster in Mouthier. Die ersten Gebäude entstanden im 9. Jahrhundert. In: Le Journal du Saône-et-Loire. 27. Mai 2012, abgerufen am 22. April 2015 (französisch).
Weblinks
- Mouthier-en-Bresse. auf INSEE. Institut national de la statistique et des études économiques, abgerufen am 14. Februar 2026 (französisch).
- Mouthier-en-Bresse. Présentation de la commune. Ministère de la Culture, 2007, abgerufen am 14. Februar 2026 (französisch).
- Mouthier-en-Bresse. in der POP Plateforme ouverte du patrimoine. Ministère de la Culture, abgerufen am 14. Februar 2026 (französisch).
- Mouthier-en-Bresse. in Patrimoine en Bourgogne-Franche-Comté. Direction Culture, Sport et Jeunesse, abgerufen am 14. Februar 2026 (französisch).
- Webpräsenz der Gemeinde. Mouthier-en-Bresse. Mairie de Mouthier-en-Bresse, abgerufen am 14. Februar 2026 (französisch).
- Mouthier-en-Bresse. die Gemeinde, Einrichtungen, Wirtschaft, Tourismus, Gastronomie, Lokales. bei Bresse Nord Intercom’, abgerufen am 26. Februar 2026 (französisch).
Anmerkungen
- Der Flurname Four-en-Chaux ist eine Besonderheit, er taucht ausschließlich in Mouthier en Bresse auf. Der Flurname nimmt auch nicht Bezug auf einen Kalkofen wie oft angenommen wird. Die Bezeichnung nimmt vielmehr Bezug auf die Römerstraße. Die häufigen Bezeichnungen Chaux in der Bresse gehen zurück auf das lateinische callis für die Straße. Das Four hingegen geht zurück auf das lat. foris (vor, außerhalb, bei). Tatsächlich liegt etwa 6 Kilometer östlich die Gemeinde La Chaux, aber auch lediglich einige Hundert Meter südlich liegt ein Weiler namens La Chaux direkt an der D323, im heutigen Gemeindegebiet von Chapelle-Voland. So dürfte die Bezeichnung Four-en-Chaux zurückzuführen sein auf gallo-röm. foris calle im Sinne von in der Nähe der Straße. Dass der Flurname keinesfalls mit Kalkstein zusammenhängt, geht aus der Geomorphologie der Bresse eindeutig hervor.
