Bärenschanze

Statistischer Bezirk (22) von Nürnberg From Wikipedia, the free encyclopedia

Bärenschanze (nürnbergisch: Bäanschandsn[2]) ist der statistische Bezirk 22 in Nürnberg,[3] benannt nach einer früheren Befestigungsanlage, die während des Dreißigjährigen Krieges entstand.

Schnelle Fakten Kreisfreie Stadt Nürnberg ...
Bärenschanze
Statistischer Bezirk 22Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/Alternativname falsch
Kreisfreie Stadt Nürnberg
Koordinaten: 49° 27′ N, 11° 3′ O
Höhe: 300–310 m ü. NHN
Fläche: 1,09 km²
Einwohner: 9475 (31. Dez. 2023)[1]
Bevölkerungsdichte: 8.693 Einwohner/km²
Postleitzahl: 90429
Vorwahl: 0911
Karte
Lage des statistischen Bezirks 22 Bärenschanze in Nürnberg
Luftaufnahme des Bezirks,
Luftaufnahme des Bezirks,
im Vordergrund das Dürer-Gymnasium
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Lage

Der Bezirk Bärenschanze liegt an der Fürther Straße. Die Pegnitz ist die nordöstliche Trennlinie zu Sandberg (Bezirk 23). Im Osten grenzen bei der Willstraße Himpfelshof (Bezirk 05) und bei der Kernstraße Gostenhof (Bezirk 04) an. Jenseits des Frankenschnellwegs im Süden liegt Sündersbühl (Bezirk 23). Nordwestlich des Westrings (Bundesstraße 8) liegt Eberhardshof (Bezirk 64).[4]

Schnelle Fakten Statistische Nachbarbezirke ...
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Die historische Festungsanlage Bärenschanze stand in der Nähe des Himpfelshof. Heute befindet sich dieses Gelände zwischen dem Alten Jüdischer Friedhof, Roon- und Bärenschanzstraße und liegt damit im Statischen Bezirk Himpfelshof und nicht im Statischen Bezirk Bärenschanze.

Ortsname

Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist mhd. bër für Bär. Als Bären wurden die in der frühen Neuzeit aufgekommenen Kanonengeschütze bezeichnet. Der Ortsname bedeutet also ‚Befestigungsanlage mit Kanonengeschützen‘.[5]

Geschichte

Die einstige Bärenschanze auf dem Ausschnitt einer Katasterkarte, 1811

1632 ließ Gustav Adolf gegen die heranrückenden Truppen Wallensteins einen äußeren Befestigungsring um die Reichsstadt Nürnberg errichten. Westlich Nürnbergs entstand als ein Teil dieser Befestigungsanlagen die Bärenschanze als eine sternförmige Artilleriebastion, die bis circa 1820 bestand. Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges wurde die Anlage von der Reichsstadt Nürnberg zu einer Kaserne ausgebaut, die während der Koalitionskriege (1792 bis 1815) als Lazarett für die französischen Soldaten genutzt wurde. Heute existiert nur noch das Kommandanturhaus aus dem Jahre 1721 in der Bärenschanzstraße 8b, das mit einer Loftwohnung belegt ist.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Bärenschanze aus drei Anwesen (2 Häuser, 1 Wachhaus). Das Hochgericht übte die Reichsstadt Nürnberg aus, was aber vom brandenburg-ansbachischen Oberamt Cadolzburg bestritten wurde.[6]

Von 1797 bis 1808 unterstand Bärenschanze dem Justiz- und Kammeramt Wöhrd-Gostenhof. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Ort dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Sündersbühl[7] und der 1810 gegründeten Munizipalgemeinde Gostenhof zugeordnet. 1825 wurde Dürrenhof nach Nürnberg eingemeindet.[8]

Seit 1864 existiert hier der Alte Jüdische Friedhof, der bis 1922 genutzt wurde.

Der Nürnberger Justizpalast mit angrenzendem Zellengefängnis liegt im Nordwesten des Bezirkes 22. Hier fanden nach dem Zweiten Weltkrieg von 1945 bis 1949 die Nürnberger Prozesse statt.

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001824001836001840
Einwohner 46 *
Häuser[9] 10222
Quelle [7][8][10][11]
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Religion

Bärenschanze war evangelisch-lutherisch geprägt und ursprünglich nach St. Lorenz gepfarrt.[6] Heute ist die Dreieinigkeitskirche (Gostenhof) zuständig. Die Katholiken sind seit 1895 nach St. Elisabeth gepfarrt.[12]

Literatur

Commons: Bärenschanze (Nürnberg) – Sammlung von Bildern und Audiodateien

Einzelnachweise

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