Netzstall (Nürnberg)
Ortsteil von Nürnberg in Bayern
From Wikipedia, the free encyclopedia
Netzstall ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Nürnberg.[2] Zusammen mit den nahe gelegenen Orten Brunn und Birnthon bildet er den statistischen Bezirk 97 des Nürnberger Stadtgebietes. Netzstall liegt in der Gemarkung Brunn.[3]
Netzstall Statistischer Distrikt 971 Kreisfreie Stadt Nürnberg | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 26′ N, 11° 15′ O |
| Höhe: | 370 m ü. NHN |
| Einwohner: | 21 (31. Dez. 1997)[1] |
| Postleitzahl: | 90475 |
| Vorwahl: | 0911 |
Netzstall (2024) | |

Geografie
Der Weiler liegt inmitten einer Waldlichtung, die vom Lorenzer Reichswald umgeben ist. Die nächstgelegene Ansiedlung ist Brunn, einen Kilometer weiter nördlich. Knapp zwei Kilometer nordwestlich des Ortes erhebt sich der Brunner Berg (438 m ü. NHN). Östlich von Netzstall verläuft der Ludergraben. Eine Anliegerstraße führt 800 Meter nordöstlich nach Brunn.[4]
Geschichte
Netzstall gelangte im Jahr 1360 zusammen mit einigen Gütern in Brunn als Reichslehen in den Besitz der zollernschen Burggrafschaft Nürnberg. Dies ist zugleich die erste schriftliche Erwähnung des Ortes.[1]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Netzstall aus zwei Anwesen. Das Hochgericht übte die nürnbergische Pflegamt Altdorf aus, was vom brandenburg-ansbachischen Oberamt Burgthann bestritten wurde. Grundherren waren das Waldamt Laurenzi (1 Hof) und das Spitalamt Heilig Geist (1 Hof).[5] Es gab zwei Untertansfamilien.[6]
Von 1797 bis 1808 unterstand Netzstall dem Justiz- und Kammeramt Burgthann. 1806 kam der Ort an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Netzstall dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Fischbach und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Brunn zugeordnet.[7] Am 1. Juli 1972 wurden Netzstall im Rahmen der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Nürnberg eingegliedert.[8]
Einwohnerentwicklung
Religion
Netzstall ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Leonhard (Leinburg) gepfarrt.[5][18] Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Heilig Geist (Fischbach bei Nürnberg) gepfarrt.[21]
Wirtschaft und Gewerbe
In Netzstall befinden sich ein Bauernhof und ein Reiterhof.
Sehenswertes in der Natur
- Der Gefütterte Graben bei Ungelstetten
- Die Röthenbachklamm bei Ungelstetten
- Der Birkensee
- Das Steinkreuz Hautastein bei Fischbach
Literatur
- Altnürnberger Landschaft e. V. (Hrsg.): Burge und Herrensitze in der Nürnberger Landschaft. 1. Auflage. Selbstverlag der Altnürnberger Landschaft e. V., Lauf an der Pegnitz 2006, ISBN 978-3-00-020677-1.
- Johann Kaspar Bundschuh: Nezstall. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 798 (Digitalisat).
- Günter P. Fehring, Anton Ress, Wilhelm Schwemmer: Die Stadt Nürnberg (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 10). 2. Auflage. Deutscher Kunstverlag, München 1977, ISBN 3-422-00550-1, S. 389.
- Wiltrud Fischer-Pache: Netzstall. In: Michael Diefenbacher, Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg. 2., verbesserte Auflage. W. Tümmels Verlag, Nürnberg 2000, ISBN 3-921590-69-8, S. 733 (online).
- August Gebeßler: Landkreis Nürnberg (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 11). Deutscher Kunstverlag, München 1961, DNB 451450981, S. 52.
- Hanns Hubert Hofmann: Nürnberg-Fürth (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 4). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1954, DNB 452071224, S. 143 (Digitalisat). Ebd. S. 246 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Nezstall. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 499 (Digitalisat).
Weblinks
- Netzstall in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 22. November 2021.
- Netzstall in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 12. November 2024.
- Netzstall im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 12. November 2024.
