St. Jobst

Stadtteil von Nürnberg From Wikipedia, the free encyclopedia

St. Jobst (nürnbergisch: Jobsd[2]) ist ein Stadtteil der kreisfreien Stadt Nürnberg und der Name des Statistischen Bezirks 90. St. Jobst gehörte seit 1813/18 zu Erlenstegen und wurde 1899 nach Nürnberg eingemeindet.

Schnelle Fakten Kreisfreie Stadt Nürnberg ...
St. Jobst
Statistischer Bezirk 90Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/Alternativname falsch
Kreisfreie Stadt Nürnberg
Koordinaten: 49° 28′ N, 11° 7′ O
Höhe: 322–343 m ü. NHN
Fläche: 1,83 km²
Einwohner: 3986 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 2.178 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1899
Postleitzahl: 90491
Vorwahl: 0911
Karte
Lage des statistischen Bezirks 90 St.Jobst
Kirche St. Jobst
Kirche St. Jobst
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Geographie

Lage

St. Jobst liegt im Osten von Nürnberg an der Bahnstrecke Nürnberg–Irrenlohe und an der Bundesstraße 14 (Äußere Sulzbacher Straße). Im Süden fließt die Pegnitz vorbei, die den Wöhrder See speist.[3]

Schnelle Fakten Statistische Nachbarbezirke ...
Statistische Nachbarbezirke
Schoppershof Erlenstegen
Veilhof Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Mögeldorf
Tullnau
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Die kleinräumliche Gliederung unterteilt das Gebiet im Uhrzeigersinn im Westen beginnend in die Distrikte

Straßen

  • Äußere Sulzbacher Straße
  • Alfons-Goppel-Straße
  • Am Ostbahnhof
  • Deinstraße
  • Dr.-Carlo-Schmid-Straße
  • Flußstraße
  • Hardenbergstraße
  • Jobster Steg
  • Jobster Straße
  • Kaeppelstraße
  • Leistnerweg
  • Löhnerstraße
  • Ludtringstraße
  • Seewiesenweg
  • Walzwerkstraße
  • Weigelshofer Weg
  • Weißer Weg

Geschichte

Im Jahr 1300 wurde eine „kirch zu sand Jobs“ erstmals schriftlich erwähnt. Die Straßenkapelle an der Straße nach Prag wurde in diesem Jahr zu einem Wallfahrtsort erhoben. 1308 wurde neben der Kapelle ein Siechenhaus errichtet.[4]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand St. Jobst aus vier Anwesen (Pfarrhaus, Totengräberhaus, 2 Schulhäuser). Das Hochgericht übte die Reichsstadt Nürnberg aus, was vom brandenburg-bayreuthischen Oberamt Baiersdorf bestritten wurde. Grundherr über sämtliche Anwesen war die Siechkobelstiftung St. Jobst.[5]

Von 1797 bis 1810 unterstand St. Jobst dem Justiz- und Kammeramt Erlangen. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Ort dem 1813 gebildeten Steuerdistrikt Erlenstegen und der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Erlenstegen zugeordnet. Am 1. Januar 1899 wurde St. Jobst mit Erlenstegen nach Nürnberg eingemeindet.[6][7]

Baudenkmäler

In St. Jobst gibt es sechs Baudenkmäler:[8]

  • Äußere Sulzbacher Straße 58: Mietshaus
  • Äußere Sulzbacher Straße 60, 62: Tafelwerk Nürnberg
  • Äußere Sulzbacher Straße 130, 140: Evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Jobst mit Friedhof und Schulhaus
  • Äußere Sulzbacher Straße 144b: Ehemaliges Pfarrhaus mit Garteneinfriedung
  • Dr.-Carlo-Schmid-Straße 91: Ehemaliges Bahnhofsgebäude
  • Flußstraße/Thumenberger Weg: Martersäule

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001824001836001840001861001871001885001910
Einwohner 3432313761643671231
Häuser[9] 1367437
Quelle [10][6][11][12][13][14][15][16]
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Religion

Seit 1796 gibt es die evangelisch-lutherische Pfarrei St. Jobst. Die Katholiken sind nach Allerheiligen (Schoppershof) gepfarrt.[4]

Literatur

Commons: Sankt Jobst (Nürnberg) – Sammlung von Bildern und Audiodateien

Fußnoten

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