St. Peter (Nürnberg)

Stadtteil von Nürnberg From Wikipedia, the free encyclopedia

St. Peter (nürnbergisch: Bäider[1]) ist ein Stadtteil der kreisfreien Stadt Nürnberg, Name der Gemarkung 3454, Teil des Statistischen Bezirks 10 (Ludwigsfeld) und hatte am 31. Dezember 1997 insgesamt 15.964 Einwohner.[2]

Schnelle Fakten Kreisfreie Stadt Nürnberg ...
St. Peter
Statistischer Distrikt 100Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/Alternativname falsch
Kreisfreie Stadt Nürnberg
Koordinaten: 49° 27′ N, 11° 6′ O
Höhe: 322–343 m ü. NHN
Postleitzahl: 90478
Vorwahl: 0911
Karte
Lage des statistischen Bezirks 10 Ludwigsfeld
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Peterskirche

Geographie

Gemarkung

Die Gemarkung St. Peter hat eine Fläche von 1,031 km². Sie ist in 954 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 1080,88 m² haben.[3] In ihr liegen die Stadtteile Gleißbühl, Glockenhof, St. Peter (zum Teil) und Tullnau.[4]

Lage

Im Norden jenseits der Eisenbahnlinien liegt Tullnau und die Wöhrder Wiese, im Westen Glockenhof, im Osten Gleißhammer und im Südosten Dutzendteich.[5]

Geschichte

1327 wurde ein Siechkobel an der Regensburger Straße erstmals urkundlich erwähnt.[2] 1440 stiftete Gabriel Tetzel 700 fl. zur Errichtung einer ewigen Messe „ÿm Siechgraben“. 1467 wurde der Ablass für die „Noua Capella leprosarum extra muros Nuͤremberg“ gewährt. 1470 wurde diese neue Kapelle „Sant Peter vnd Pauls Capellen Im Siechgraben bei Nuremberg“ genannt.[6]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand St. Peter aus einem Siechkobel mit Schankrecht und einer Kirche. Das Hochgericht übte die Reichsstadt Nürnberg aus, was aber von den brandenburg-ansbachischen Ämtern Schwabach und Schönberg bestritten wurde. Grundherr war die Siechkobelstiftung St. Peter und Paul der Reichsstadt Nürnberg.[7][8]

Von 1797 bis 1808 unterstand St. Peter dem Justiz- und Kammeramt Burgthann. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Ort dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Gleißhammer und der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Gleißhammer zugeordnet. 1825 wurde St. Peter nach Nürnberg eingemeindet.[9]

Baudenkmäler

Den Mittelpunkt des Stadtteils bildet die evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Peter. Die ehemalige Siechkobelkapelle St. Peter und Paul weist wertvollen mittelalterlichen Baubestand auf. Im Inneren der Kirche befinden sich etliche Kunstwerke. Sie wurde von 1897 bis 1901 von Josef Schmitz in neugotischen Formen errichtet.

Im Stadtteil St. Peter befindet sich das historische Straßenbahndepot der Stadt Nürnberg. 1985 eröffnete man das Museum im Rahmen der Feierlichkeiten zum 150. Geburtstag des Eisenbahnverkehrs in Deutschland. Sie beherbergt historische Straßenbahnen und Omnibusse.

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001824001836001840
Einwohner 10214343
Häuser[10] 2233
Quelle [11][9][12][13]
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Religion

St Peter ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Lorenz (Nürnberg) gepfarrt,[7] seit 1796 ist die Pfarrei St. Peter (Nürnberg) zuständig. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Kunigund (Nürnberg) gepfarrt.[14]

Wirtschaft

Die Firma Diehl hat ihre Zentrale in der Stephanstraße. In der Regensburger Straße befindet sich die Zentrale der Bundesagentur für Arbeit.

Bildung

  • Sperberschule
  • Scharrerschule
  • Kita St. Kunigund, Scharrerstr. 30
  • Holzgartenschule
  • Berufsschule B 1

Literatur

Commons: Sankt Peter (Nürnberg) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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