Diamonds and Pearls Super Deluxe Edition
überarbeitete Neuauflage von Prince’ 13. Studioalbum Diamonds and Pearls
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Diamonds and Pearls Super Deluxe Edition ist eine postum veröffentlichte, überarbeitete Neuauflage von Prince’ 13. Studioalbum Diamonds and Pearls, erschienen am 27. Oktober 2023 bei Legacy Recordings / NPG Records / Warner Bros. Records. Die Neuauflage erschien als Siebenfach-CD mit 75 Songs, die Prince alle arrangierte, komponierte und produzierte. 33 Titel sind zuvor unveröffentlichte Studioversionen aus den Jahren 1990 bis 1992.
Veröffent-
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Aufnahme
Format(e)
Siebenfach-CD-Album + Blu-ray Disc, 12-LP-Boxset + Blu-ray Disc, Download, Musikstreaming
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| Studioalbum von Prince and The New Power Generation | |||||
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Aufnahme |
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Format(e) |
Siebenfach-CD-Album + Blu-ray Disc, 12-LP-Boxset + Blu-ray Disc, Download, Musikstreaming | ||||
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Titel (Anzahl) |
75 | ||||
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7:03:00 (ohne Blu-ray) | |||||
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Besetzung |
s. Mitwirkende | ||||
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Studio(s) |
Glam Slam North (Minneapolis) | ||||
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Außerdem ist ein Livekonzert aus dem Januar 1992 im Musikklub Glam Slam North in Minneapolis enthalten, bei dem Jevetta Steele und ihre Gospelband The Steeles als musikalische Gäste auftreten. Die Super-Deluxe-Edition enthält zudem eine Blu-ray Disc mit diesem Konzert, Prince’ Auftritt bei den Special Olympics World Summer Games 1991 im Metrodome in Minneapolis sowie die Diamonds and Pearls Video Collection, die im Oktober 1992 auf VHS und 2006 auf DVD veröffentlicht wurde.
Die Musik der zuvor unveröffentlichten Songs ist den Genres Contemporary R&B, Funk, Hip-Hop, Pop, Rock und Soul zuzuordnen; die Liedtexte behandeln Liebe, zwischenmenschliche Beziehungen sowie sexuelle Anspielungen. Musikkritiker bewerteten die Neuauflage positiver als das 1991 erschienene Originalalbum.
Das mehrfach mit Platinstatus ausgezeichnete Originalalbum veröffentlichte Prince mit seiner Begleitband The New Power Generation im September 1991; alle Songs wurden 2023 digital nachbearbeitet und sind in der Neuauflage enthalten. In den internationalen Hitparaden wurde Diamonds and Pearls Super Deluxe Edition nicht separat gelistet; die Verkaufszahlen wurden dem Originalalbum zugerechnet, das dadurch als „Wiedereinstieg“ geführt wurde.
Entstehung
Das kommerziell erfolgreiche Originalalbum veröffentlichte Prince im September 1991 bei Warner Bros. Records. Es erreichte in mehreren Ländern Gold- oder Platinstatus und zählt neben 1999 und Purple Rain zu den drei kommerziell erfolgreichsten Studioalben seiner Karriere.
Am 24. August 2023 kündigte The Prince Estate („Der Prince-Nachlass“) an, im Oktober 2023 eine „Super Deluxe Edition“ des Albums mit zuvor unveröffentlichten Songs zu veröffentlichen.[1] Dabei arbeitete NPG Records erstmals mit den beiden Musiklabels Legacy Recordings und Warner Bros. Records zusammen. Seit Prince’ Tod im Jahr 2016 waren seine Tonträger entweder in Zusammenarbeit von NPG Records mit Warner Bros. Records oder mit Legacy Recordings erschienen, das zu Sony Music Entertainment gehört.
Diamonds and Pearls Super Deluxe Edition ist nach Purple Rain Deluxe (2017), 1999 Super Deluxe (2019) und Sign o’ the Times Super Deluxe (2020) die vierte postum von The Prince Estate veröffentlichte Neuauflage eines Prince-Albums.
Aufnahmen Vault I

- Schoolyard
- Den Opener nahm Prince am 2. Juli 1990 in den Olympic Studios in London auf, als er mit der Nude-Tour in England gastierte. Am 18. Oktober 1990 erwähnte er den Song in einem Interview des US-Musikmagazins Rolling Stone; die auf der Neuauflage veröffentlichte Version wurde am 25. November 1990 fertiggestellt. Im Dezember platzierte Prince das Stück zunächst auf dem Album Diamonds and Pearls, strich es jedoch wieder, nachdem er Titel wie Cream, Push und Thunder aufgenommen hatte.[2][3]
- My Tender Heart
- Das Stück komponierte Prince gemeinsam mit Rosie Gaines, die er Anfang 1990 für die Nude-Tour in seine Begleitband aufgenommen hatte. Sie schrieb den Song für ihren damaligen Ehemann Francis Jules, den sie im Sommer 1990 während der Nude-Tour kennengelernt hatte. Prince spielte My Tender Heart ebenfalls während der Nude-Tour in London ein, diesmal am 6. Juli 1990 in den Metropolis Studios. Er wollte Gaines’ Solokarriere fördern und ihr Album Concrete Jungle produzieren, für das sie zwei Jahre später eine Version mit ihrem Hauptgesang aufnahm; diese war 1993 als Vorab-Single geplant, das Projekt wurde jedoch abgebrochen. Concrete Jungle wurde in Closer Than Close umbenannt und erschien schließlich im März 1995; darauf ist Gaines’ Version von My Tender Heart enthalten.[3][4][5]
- Pain
- Der Produzent und Regisseur D. Channsin Berry (* 1959) komponierte für Gaines den Song Joy and Pain, der ursprünglich für ein kommendes Album von ihr vorgesehen war. Gaines stellte das Stück Prince vor; dieser überarbeitete es, ergänzte den Liedtext und benannte es in Pain um. Wie bei My Tender Heart nahm Prince Pain am 6. Juli 1990 mit Gaines’ Hauptgesang in den Metropolis Studios auf und plante, die Version auf Concrete Jungle zu veröffentlichen; zudem sollte der Song als B-Seite der geplanten Vorab-Single My Tender Heart erscheinen. Da Concrete Jungle nicht fertiggestellt wurde, nahm Prince am 7. Januar 1992 eine eigene Version mit seinem Gesang im Record Plant in Los Angeles auf und übergab den Song später an Chaka Khan, die ihn erneut überarbeitete. Ihre Version erschien im September 1997 auf dem Soundtrack der gleichnamigen US-Sitcom Living Single (1993–1998).[3][6] Am 22. April 2016, einen Tag nach Prince’ Tod, wurde seine Version auf Gaines’ Facebook-Benutzerkonto von ihrer Tochter Latoya (* 1978) gestreamt.
- Streetwalker
- Ursprünglich war der 1989 von Rosie Gaines geschriebene Song für Concrete Jungle geplant; Prince nahm ihn wie My Tender Heart und Pain am 6. Juli 1990 in den Metropolis Studios in London auf, diesmal jedoch ohne Gaines. Das Stück blieb unveröffentlicht; erst zweieinhalb Jahre später mischte er Streetwalker am 13. Januar 1993 in seinem Paisley Park Studio in Chanhassen ab.[3][7]
- Lauriann
- Prince nahm den Track am 3. September 1990 in den Warner Pioneer Studios in Tokio auf, während er mit der Nude-Tour in Japan gastierte. Die für die Neuauflage verwendete Version mischte er zwei Wochen später, am 18. September, im Paisley Park Studio ab. Ob der Song ursprünglich für Diamonds and Pearls geplant war, ist nicht bekannt. Am 30. Dezember 1992 überarbeitete Prince das Stück, benannte es in Lauriann‘‘‘e‘‘‘ um und veröffentlichte diese Version zu Lebzeiten ebenfalls nicht.[3][8]
- Darkside
- Prince nahm diesen Song am 4. September 1990 in den Warner Pioneer Studios auf. Erst durch die Ankündigung der Neuauflage im August 2023 durch The Prince Estate wurde der Song öffentlich bekannt. Zuvor wurde der Song in keiner Prince-Literatur erwähnt; auch online waren keine Informationen verfügbar.[3]
- Insatiable (Early Mix – Full Version)
- Von Ende September bis zum 24. Oktober 1990 arbeitete Prince in Los Angeles an der Fertigstellung seines Films Graffiti Bridge. Währenddessen nahm er im Stadtteil North Hollywood Songs in den Larrabee Sound Studios auf, darunter am 8. Oktober Insatiable (Early Mix – Full Version). Von Anfang an plante er, das Stück auf Diamonds and Pearls zu veröffentlichen; Prince spielte sämtliche Instrumente selbst ein.[9][10]
- Glam Slam ’91
- Prince nahm den Song am 29. Oktober 1990 im Paisley Park Studio auf. Um für seinen am 16. Oktober neu eröffneten Musikklub Glam Slam North in Minneapolis zu werben, sandte er den Song an den Radiosender WLOL (heute KSJN), der das Gebiet der Metropolregion Minneapolis–Saint Paul versorgt. Am 6. Januar 1991 wurde Glam Slam ’91 erstmals im Radio gespielt; der Song war jedoch nicht käuflich erhältlich.[11][12]
- Live 4 Love (Early Version)
- Prince nahm das Stück am 19. November 1990 im Paisley Park Studio mit Schlagzeuger Michael Bland, Bassist Sonny Thompson und Keyboarder Tommy Barbarella auf, nicht wie zuvor angenommen, Ende Dezember 1989. Tony Mosley wirkte an dieser Version nicht mit, fügte jedoch am 5. Dezember Rap-Parts hinzu, weshalb er als Autor der Albumversion von 1991 genannt wird. Ursprünglich platzierte Prince Live 4 Love an zehnter Stelle des Albums Diamonds and Pearls, verschob den Song jedoch am 1. März 1991 auf die 13. und letzte Position, wo er auf dem Originalalbum erschien.[10][13][14]
- Cream (Take 2)
- Prince nahm sowohl Cream als auch Cream (Take 2) am 3. Dezember 1990 im Paisley Park Studio auf. Ein im „The Vault“ fotografiertes Tonband listet mit „Cut 1, 2, 3“ sogar drei Versionen mit Tagesangabe auf, was das genaue Aufnahmedatum bestätigt. Über die dritte Version liegen jedoch keine weiteren Informationen vor.[14]
- Skip to My You My Darling
- Prince nahm den Track am 10. Dezember 1990 unter dem Titel Skip 2 My U im Paisley Park Studio auf. Er schrieb den Song gemeinsam mit Levi Seacer Jr. und Jevetta Steele; Steele, Mitglied der aus Minneapolis stammenden Gospel-Gruppe Steele-Familie, veröffentlichte im Mai 1991 eine Version mit ihrem Hauptgesang unter dem Titel Skip 2 My U My Darling auf ihrem Debütalbum Here It Is.[14][15]
- Diamonds and Pearls (Long Version)
- Prince nahm das Stück, wie bereits Live 4 Love, am 19. November 1990 mit Michael Bland, Sonny Thompson und Tommy Barbarella im Paisley Park Studio auf. Es ist der erste Song, bei dem Prince mit Keyboarder Barbarella zusammenarbeitete; Barbarella und Thompson probten zuvor im Paisley Park Studio mit der Band Flash sowie Mitgliedern der aus Minneapolis stammenden Band Dr. Mambo’s Combo, in der Bland Schlagzeug spielte. Am Ende der Proben holte Prince die drei Musiker zusammen, um mit ihnen Diamonds and Pearls fertigzustellen. Die für die Neuauflage verwendete Version stammt vom 16. Dezember 1990 und wurde von Toningenieur Michael Koppelman abgemischt.[10][16]
Aufnahmen Vault II
- Daddy Pop (12″ Version)
- Prince nahm die Originalversion, wie bereits Schoolyard, am 2. Juli 1990 in den Olympic Studios in London auf und spielte sämtliche Instrumente selbst ein. Sechs Tage später fügte er Vocal-Overdubs sowohl von Rosie Gaines als auch von Elisa Fiorillo (* 1969) hinzu, die er eigens aus den USA nach London hatte einfliegen lassen. Mit Fiorillo arbeitete Prince bereits im September 1989 zusammen und komponierte fünf Songs für ihr im September 1990 erschienenes Album I Am. Daddy Pop (12″ Version) entstand Mitte Januar 1991 und wurde von Toningenieur Keith “KC” Cohen abgemischt, der zwischen 1990 und 1992 mit Prince zusammenarbeitete. In einer ersten Konfiguration von Diamonds and Pearls im Dezember 1990 platzierte Prince Daddy Pop als Opener; am 1. März 1991 verschob er den Track auf die zweite Position, wie auch im Originalalbum.[16][17]
- Martika’s Kitchen
- Im November 1990 sah die Sängerin Martika den Prince-Film Graffiti Bridge mehrfach im Kino und zeigte sich beeindruckt, da einige Themen des Films denen ihres entstehenden Albums entsprachen. Prince bot an, einige Songs zu ihrem neuen Album beizusteuern, und nahm am 11. Januar 1991 in seinem Paisley Park Studio Martika’s Kitchen für sie auf.[16][18]
- Spirit
- Am 11. Januar 1991 nahm Prince auch den Track Spirit für Martika auf; komponiert hatten ihn die beiden gemeinsam mit Levi Seacer Jr. und dem US-Songwriter Frankie Sposato (alias Frankie Blue). Im Frühjahr 1991 bearbeitete Martika mit ihrer Band Martika’s Kitchen und Spirit, übernahm den Hauptgesang anstelle von Prince und ergänzte die Stücke um entsprechende Overdubs. Im August 1991 wurden beide Tracks auf Martikas Album Martika’s Kitchen veröffentlicht.[18][19]
- Open Book
- Prince schrieb das Stück gemeinsam mit Levi Seacer Jr. und Martika und nahm es ebenfalls am 11. Januar 1991 im Paisley Park Studio auf.[16] Ursprünglich war der Song für Martika vorgesehen, doch Prince gab ihn an Jevetta Steele weiter, die 1993 eine eigene Version mit ihrem Hauptgesang auf dem Album Here It Is veröffentlichte. Das Album war ursprünglich 1991 erschienen, wurde jedoch 1993 überarbeitet und mit Open Book wieder veröffentlicht.[20]
- Work That Fat
- Horny Pony (Version 2)
- Prince nahm den Track am 29. Januar 1991 im Paisley Park Studio auf und spielte sämtliche Instrumente selbst ein. Die Originalversion entstand am 7. September 1990 im Smile Garage Studio in Tokio während des japanischen Teils seiner Nude-Tour. Ursprünglich war der Song auf Diamonds and Pearls geplant; im Juni 1991 strich Prince ihn jedoch von der Tracklist und ersetzte ihn durch Gett Off – auf dem Rückcover des Originalalbums ist „Horny Pony“ noch vermerkt. Im Juli 1991 erschien der Track als B-Seite der Single Gett Off.[19][22][23]
- Something Funky (This House Comes) (Band Version)
- Prince schrieb die Nummer gemeinsam mit Tony Mosley und nahm sie ebenfalls am 7. September 1990 im Smile Garage Studio in Tokio auf. Am 27. November 1990 platzierte Prince den Song auf Diamonds and Pearls, strich ihn jedoch wieder, sodass er unveröffentlicht blieb. Am 19. Januar 1991 führte Prince den Song mit The New Power Generation beim Rock in Rio II Festival auf. MTV filmte das Festival und strahlte es als dreistündiges TV-Special aus, doch Prince erwarb die TV-Rechte seines Auftritts und verhinderte die Ausstrahlung.[2][24] Die für die Neuauflage veröffentlichte „Band Version“ stammt vom 31. Januar 1991 und wurde im Paisley Park Studio aufgenommen.[19]
- Hold Me
- Prince nahm das Stück ebenfalls am 31. Januar 1991 im Paisley Park Studio auf. Ursprünglich spielte Prince das Stück für Rosie Gaines während der Nude-Tour im Juli 1990 in London ein, veröffentlichte es jedoch nicht. Im Oktober 1991 überarbeitete Prince den Song und bot ihn Anita Baker an, die ihn jedoch ablehnte. Anschließend gab Prince Hold Me an Jevetta Steele weiter, die Vocal-Overdubs einfügte und das Stück zusammen mit Skip to My You My Darling im August 1993 auf ihrem Album Here It Is veröffentlichte.[19][20] Ferner existiert eine Version mit Mayte Garcia im Hauptgesang, die Prince Ende 1993 mit ihr aufnahm, jedoch bis heute (2026) unveröffentlicht ist.
- Blood on the Sheets
- Prince nahm das Instrumentalstück ebenfalls am 31. Januar 1991 im Paisley Park Studio auf; es handelt sich um eine überarbeitete Version von Darkside vom 4. September 1990.[19] Wie bei diesem Song war bis August 2023 der Öffentlichkeit unbekannt, dass Prince einen Track namens Blood on the Sheets komponiert hatte.
- The Last Dance (Bang Pow Zoom and the Whole Nine)
- Nachdem Prince am 31. Januar 1991 den Song Jughead im Paisley Park Studio aufgenommen hatte, beauftragte er Tony Mosley, den Song zu überarbeiten und eine Remix-Version zu erstellen. Die Remix-Version nannte Prince The Last Dance (Bang Pow Zoom and the Whole Nine) und nahm sie am 12. Februar 1991 auf. Gelegentlich spielte Prince den Track 1991 über die PA-Anlage seines Musikklubs Glam Slam North in Minneapolis.[25][26]
- Don’t Say U Love Me
- Am 13. Februar 1991 nahm Prince mit Don’t Say U Love Me den letzten Song für Martika auf; zuvor hatte er bereits Love … Thy Will Be Done, Martika’s Kitchen und Spirit für sie geschrieben. Alle Stücke nahm Prince im Paisley Park Studio auf; Martika überarbeitete sie mit ihrem Hauptgesang und veröffentlichte sie im August 1991 auf ihrem Album Martika’s Kitchen.[9][26] Prince’ Version von Love … Thy Will Be Done wurde postum im Juni 2019 auf dem Album Originals veröffentlicht.
Aufnahmen Vault III
- Get Blue

Prince und Gitarrist Levi Seacer Jr., 1993 - Prince schrieb Get Blue gemeinsam mit Gitarrist Levi Seacer Jr. und nahm das Stück am 17. März 1991 im Paisley Park Studio auf; alle Instrumente spielte er jedoch selbst ein. Anschließend gab Prince den Song an Louie Louie (* 1970 als Louis Cordero) weiter; dieser fügte Vocal-Overdubs hinzu und veröffentlichte den Track 1993 auf seinem Album Let’s Get Started.[26] Prince lernte Louie Louie über die Tänzerin Cat Glover (* 1962; † 2024) kennen, die 1987 bis 1989 in seiner Begleitband aktiv war und zuvor mit Louie Louie zusammenarbeitete.
- Tip O’ My Tongue
- Prince schrieb das Stück unter seinem Pseudonym „Paisley Park“ gemeinsam mit Kirk Johnson und nahm es am 9. April 1991 im Paisley Park Studio auf. Anschließend gab Prince den Track an El DeBarge, der ihn mit seinen Musikern neu einspielte und gemeinsam mit Maurice White produzierte. El DeBarge veröffentlichte den Song im März 1992 auf seinem Album In the Storm.[27][28]
- The Voice
- Prince nahm den Track am 24. April 1991 im Paisley Park Studio auf. Der Song wurde von Prince, Rosie Gaines und ihrem damaligen Ehemann Francis Jules komponiert. Ursprünglich war der Track für Gaines’ Album Concrete Jungle geplant, doch das Projekt wurde abgebrochen. Prince gab das Stück an Mavis Staples weiter, die eine Version mit ihrem Hauptgesang aufnahm und im August 1993 auf ihrem Album The Voice veröffentlichte; der Song wurde gleichzeitig als Vorab-Single ausgekoppelt.[27][29]
- Trouble
- Prince nahm das Stück am 24. Mai 1991 in den Larrabee Sound Studios in North Hollywood auf und überarbeitete es am 13. August 1992 mit Rosie Gaines im Hauptgesang im Paisley Park Studio. Vermutlich war der Song ebenfalls für Concrete Jungle geplant, blieb jedoch unveröffentlicht. Erst im Januar 2015 veröffentlichte Gaines ihre Version unter dem Titel T.R.O.U.B.L.E auf der Kompilation Essential Rosie.[27]
- Alice Through the Looking Glass
- Prince nahm den Song am 28. Mai 1991 ebenfalls in den Larrabee Sound Studios in North Hollywood auf und spielte alle Instrumente selbst ein. Anschließend bot Prince den Song Sheila E. an; sie nahm eine Version mit ihrem Hauptgesang auf und spielte das Stück am 23. Juni 2002 bei einem Livekonzert im Paisley Park Studio, als sie als Vorgruppe von Prince auftrat. Letztendlich blieb ihre Version bis heute (2026) unveröffentlicht.[30][31]
- Standing at the Altar
- Prince nahm den Song am 23. Juni 1991 im Paisley Park Studio auf und gab ihn an die US-Sängerin Margie Cox (* 21. November 1969) weiter, die wie Prince in Minneapolis aufwuchs und Leadsängerin der Band Ta Mara and the Seen (1985–1989) war. Cox arbeitete anschließend bis 1994 mehrfach mit Prince zusammen; er platzierte Standing at the Altar mit ihrem Hauptgesang auf dem im August 1994 veröffentlichten Sampler 1-800 New Funk und veröffentlichte den Song im September 1994 als Single. Standing at the Altar war ursprünglich für ein Soloalbum von Cox vorgesehen, das jedoch unveröffentlicht blieb.[30][32][33]
- Hey U
- Letter 4 Miles
- Zwei Tage nach dem Tod von Miles Davis am 28. September 1991 nahm Prince im Paisley Park Studio das Instrumental Letter 4 Miles zu Ehren des Musikers auf, veröffentlichte es aber nicht. Der Arbeitstitel lautete Miles Is Not Dead. Am 18. Februar 1992 überarbeitete Prince das Stück, ließ durch das Blechbläserquintett Hornheads Bläserparts einfügen und benannte es in Letter 4 Miles um; diese Version ist auf der Super Deluxe Edition zu hören.[25][30]
- I Pledge Allegiance to Your Love
- Prince nahm den Track am 1. Oktober 1991 im Paisley Park Studio auf. Da er zuvor den Song Allegiance aufgenommen hatte, ging man bis zur Ankündigung der Super Deluxe Edition im August 2023 davon aus, dass I Pledge Allegiance to Your Love identisch oder ein Alternativtitel von Allegiance sei. Beide Songs unterscheiden sich jedoch deutlich: Allegiance stellte Prince Howard Hewett zur Verfügung, der es auf seinem Album Allegiance im September 1992 veröffentlichte, während I Pledge Allegiance to Your Love unveröffentlicht blieb.[34][35]
- Thunder Ballet
- Prince nahm die Originalversion von Thunder am 26. Januar 1991 im Paisley Park Studio auf und platzierte sie am 1. März 1991 als Opener seines Albums Diamonds and Pearls.[36] Am 3. Oktober 1991 überarbeitete er diese Version und kreierte eine namens Thunder Ballet, die ein fünfminütiges, neu arrangiertes Segment enthält, das er in die bestehende Aufnahme integrierte.[34] Prince stellte die balletttaugliche Suite dem Joffrey Ballet zur Verfügung, das 1956 von den Choreografen und Tänzern Robert Joffrey und Gerald Arpino (* 1923; † 2008) gegründet wurde. Die Premiere des Rock-Balletts Billboards fand am 27. Januar 1993 an der University of Iowa statt; Prince war nicht anwesend. Das Ballett bestand aus vier Abschnitten und enthielt zwölf Prince-Songs von 1978 bis 1991, darunter Thunder Ballet, die er gezielt für Billboards komponierte. Arpino ließ sich bei der Konzeption von den kreativen Plakatwänden inspirieren, die er auf Reisen durch die USA sah. Jeder Abschnitt wurde durch ein stilisiertes Plakat eingeleitet, das Prince’ Namen und den des jeweiligen Choreografen zeigte. Billboards erhielt überwiegend positive Kritiken und spielte mehrere Millionen US-Dollar ein. Das Ballett wurde in Chicago, Minneapolis, New York, San Francisco, Washington, D.C. und Toronto aufgeführt. Am 8. Februar 1994 erschien die Aufführung in New York auf VHS und Laserdisc; auf DVD und Blu-ray Disc erschien es bisher (2026) nicht.[37][38]
Gestaltung des Covers
Im Unterschied zum Originalalbum zeigt das Frontcover der Neuauflage nur Prince, ohne die Tänzerinnen Lori Elle (Pseudonym „Diamond“) und Robia LaMorte (Pseudonym „Pearl“) abzubilden.
Die Super-Deluxe-Edition beinhaltet ein 120-seitiges Hardcover-Buch mit Fotos von Prince’ handgeschriebenen Liedtexten, darunter Daddy Pop, Diamonds and Pearls und Willing and Able. Darüber hinaus zeigt das Buch zuvor unveröffentlichte Fotos aus der Diamonds-and-Pearls-Ära, aufgenommen von Fotografin Randee St. Nicholas (* 1969), die von 1991 bis zu Prince’ Tod mit ihm zusammenarbeitete.[39] Die Liner Notes wurden von sechs Personen verfasst:
- Chuck D., Gründer der Hip-Hop-Formation Public Enemy, schrieb die Einleitung
- Andrea Swensson (* Mai 1983), US-amerikanische Autorin, Musikjournalistin und Radiomoderatorin in Minnesota[40]
- De Angela L. Duff, US-amerikanische Professorin an der New York University Tandon School of Engineering in Brooklyn
- Duane Tudahl (* 1970), seit Anfang der 1990er Jahre in der US-Unterhaltungsindustrie tätig, Autor von Prince-Büchern und seit 2021 Archivar und leitender Rechercheur für The Prince Estate
- Jason Draper, britischer Musikkritiker und Autor von Prince-Büchern
- KaNisa Williams, Social-Media-Persönlichkeit, auch bekannt unter dem Pseudonym „Darling Nisi“
Musik und Liedtexte
Vault I
Die Musik von Vault I, Vault II und Vault III ist eine stilistische Kombination aus den Musikgenres Contemporary R&B, Funk, Pop, Rock und Soul, Einflüsse von Hip-Hop und Rap sind ebenfalls vorhanden.[41] Die Rap- und Sprechgesang-Passagen werden vor allem von Tony Mosley vorgetragen. Im Gegensatz zu Prince besitzt er eine tiefe Bariton-Stimme, die gelegentlich Macho-Züge aufweist und besser zur Musikrichtung Gangsta-Rap passt.[42] Auf dem Album finden sich zudem Balladen sowie zwei Instrumentalstücke. Prince verwendet neben seinem charakteristischen Falsettgesang auch tiefere Stimmlagen. Die Liedtexte behandeln überwiegend Liebe, zwischenmenschliche Beziehungen und enthalten sexuelle Anspielungen.
- Schoolyard
- Der Opener ist eine funkige, von Pop und Soul synkopierte Nummer mit dominanter Orgel. Rosie Gaines ist sowohl im Haupt- als auch im Backing Vocal zu hören. Der zum Teil gesprochene Liedtext stammt von Prince selbst und schildert, wie er als 16-Jähriger ein 14-jähriges Mädchen namens „Carrie“ verführt. Begleitet wird die Szene vom Song Squib Cakes (1974) von Tower of Power. Anfangs scheitern seine Annäherungsversuche, da Carrie Marihuana raucht; später werden beide intim. Prince beschreibt „das erste Mal“ mit der Metapher: „Nimm einen Handschuh, füll ihn mit Babylotion und streif ihn über. Zieh ihn fest!“ Er rät Eltern, sich daran zu erinnern, „wie du dich bei deinem ersten Mal gefühlt hast“.[2]
- My Tender Heart
- Die romantische R&B-Ballade ist von üppigen Streichern begleitet. Der zum Teil von Prince gesprochene Text erzählt von einer enttäuschten Liebe: Ein Mann trauert einer Frau nach, die ihn „ohne ein Wort zu sagen“ verlassen hat.[4]
- Pain
- Die von Jazz beeinflusste Soul-Ballade verfügt über einen trägen, entspannt wirkenden Funk-Groove. Sie enthält keinen typischen Refrain und ist daher weniger einprägsam. Der zum Teil von Prince gesprochene Text behandelt eine schwierige Beziehung, die einen „Schmerz so tief im Herzen“ verursacht.[6]
- Streetwalker
- Die minimalistisch instrumentierte Up-tempo-Nummer gehört zum Funk-Genre. Der ausschließlich von Prince im Falsett gesungene Text erzählt von einer Prostituierten, die zuvor seine beste Freundin war. Er bittet um ein Gespräch, muss jedoch erkennen, dass seine Bemühungen erfolglos bleiben.
- Lauriann
- Der aus dem Rock-Genre stammende Song wird von Prince’ Gitarrenspiel dominiert. Im Text will er ihr „Mann sein, auch wenn wir nicht für immer zusammen sind“; sie sei zudem „die einzige Person, die mich wie einen Menschen behandelt, nicht wie einen Superstar“. Bereits im Booklet des Originalalbums von 1991 bedankt sich Prince bei einer „Laurianne“[43], wobei bis heute (2026) nicht bekannt ist, ob es sich um eine reale Person in seinem Leben handelte.
- Darkside
- Der Track ist ein überwiegend instrumentaler Rocksong, in dem Prince’ E-Gitarrenspiel dominiert. Der Text besteht nur aus Anweisungen an seine Band, etwa: „Come in real strong and play on the cymbals big time loud. Keep the beat there“ („Kommt richtig stark rein und spielt lautstark auf den Becken. Haltet den Takt“).
- Insatiable (Early Mix – Full Version)
- Die Soul-Ballade enthält, im Gegensatz zur zuvor veröffentlichten Version, ein längeres Instrumental-Intro, bevor Prince mit seinem Gesang beginnt. Gegen Ende sind zudem längere gesprochene Passagen von ihm zu hören. Die für Prince typische Ballade singt er überwiegend im Falsett und basiert auf drei Akkorden, die sich durchgehend wiederholen. Im Text begehrt er eine Frau namens „Martha“, mit der er das gemeinsame Liebesspiel auf Video aufnehmen möchte.[23][44] Im Booklet von 1991 ist bereits der vollständige Liedtext von Insatiable (Early Mix – Full Version) abgedruckt.
- Glam Slam ’91
- Im Dance-Track kombinierte Prince die Rhythmus-Tonspur des Songs Love Machine aus seinem Album Graffiti Bridge (1990) mit den gesampelten Worten „glam slam“ aus dem Refrain des gleichnamigen Songs aus Lovesexy (1988). Der überwiegende Liedtext stammt hingegen aus Gett Off. Die Zeile in Glam Slam ’91 „Tonight I’m a star and you’re the big dipper“ („Heute Nacht bin ich ein Stern und du bist der große Wagen“) könnte im US-amerikanischen Sprachgebrauch als homosexuelle Konnotation interpretiert werden, weshalb Prince sie in Gett Off in „Tonight you’re a star and I’m the big dipper“ („Heute Nacht bist du ein Stern und ich bin der große Wagen“) änderte, sodass sie eindeutig verstanden werden kann.[11]
- Live 4 Love (Early Version)
- Die Version gehört zum Rock-Genre und wird von Prince’ Gitarrenspiel sowie einer monoton gespielten Bass-Figur getragen. Der Refrain „live for love“ umfasst zwar sechs Töne, der Rhythmus bietet jedoch wenig melodische Abwechslung. Im Vergleich zur Version von 1991 fehlen Soundeffekte. Der ernste Text mit dem Untertitel „Last Words from the Cockpit“ bezieht sich auf den Ausbruch des zweiten Golfkriegs im Januar 1991 und erzählt von einem jungen Kampfpiloten auf einer Mission, der sein Gewissen fragt, wie er trotz des getöteten Freundes und der „Angriffe auf mein Flugzeug“ für die Liebe leben kann. Den Roboter-Countdown der Originalversion ließ Prince weg, und auch der Rap von Tony Mosley fehlt; stattdessen singt Prince Passagen aus The Flow, veröffentlicht auf dem Album Love Symbol (Oktober 1992).[13][44]
- Cream (Take 2)
- Das demoartig wirkende Stück wird stärker von Prince’ Gitarrenspiel dominiert als die Version von 1991 und ist daher deutlicher dem Rock- als dem Pop-Genre zuzuordnen. Im leicht anzüglichen Text begehrt er eine Frau und ermutigt sie mit der Zeile: „Du hast das Horn, warum bläst du es nicht?“ Rosie Gaines ist in Cream (Take 2) nicht beteiligt.[44]
- Skip to My You My Darling
- Sowohl die Melodie als auch das Arrangement wirken im Dance-orientierten Song wenig originell und einprägsam. Der Titel spielt auf „Skip to My Lou“ an, ein in den USA beliebtes Partyspiel zum Kennenlernen und Feiern. Zudem verweist Prince im Text auf den Kinderreim „Mary Had a Little Lamb“ und deutet an, dass Kinderspiele nicht immer so unschuldig sind, wie sie erscheinen.[15]
- Diamonds and Pearls (Long Version)
- Die Pop-Ballade besitzt eine dekorative, einprägsame Melodie und folgt der konventionellen Strophe, Refrain- und Bridge-Struktur. Die Bridge steht in einer anderen Tonart, um Abwechslung zu schaffen, und ist mit trompetenartigen Fanfaren leicht bombastisch gestaltet. Sie enthält zudem ein Motiv, das die Melodie der Strophen aufgreift. Insgesamt vermittelt der Song ein teils melodramatisches Gefühl. Diamonds and Pearls (Long Version) ist ein Liebeslied, in dem Prince seine Hingabe zu einer Frau ausdrückt. Die Beziehung scheint jedoch von Streitigkeiten geprägt zu sein, weshalb er fragt: „Wer hat Recht, wenn wir immer streiten?“ und vorschlägt, den Ausgang der Beziehung dem Schicksal zu überlassen: „Warum können wir nicht einfach der Liebe freien Lauf lassen?“[44]
Vault II
- Daddy Pop (12” Version)
- Der Track ist nur 50 Sekunden länger als die Originalversion und unterscheidet sich nur geringfügig. Er gehört zum Funk- und Pop-Genre und basiert auf einem Schlagzeug-Loop des Stücks Rock Steady (1972) von Aretha Franklin, das Prince in den Liner Notes nicht erwähnt. Zudem prägen ein tief gespielter E-Bass und das Schlagzeugspiel von Michael Bland den Song. Das mehrstimmige Gesangsarrangement erinnert teils an Sly & the Family Stone. Der Text behandelt künstlerische Integrität und Autonomie; Prince kritisiert die Kritiker, die seine hohen Ziele nicht nachvollziehen können. Die von Elisa Fiorillo gesprochene Zeilen „Oh, Daddy, oooh, sock it to me“ und „Oh, you’re the best“ stammen aus der US-Komödie Which Way Is Up? (deutscher Titel: Wie geht’s aufwärts?) von 1977. Die Rappassage von Tony Mosley fehlt, und der Song endet mit einem Fadeout.[45]
- Martika’s Kitchen
- Der Dance-orientierte Song verfügt über eine lebendige Synthesizer-Hookline. Typisch für Prince handelt der Text von Begierde und lässt mehrdeutige Interpretationen zu: Er lädt seine Freundin in „Martika’s Kitchen“ ein, damit sie sich „etwas holen“ kann – „Du bringst den Lärm und ich das Lächeln“ – und ergänzt: „Du kannst alle meine Wünsche erfüllen“ sowie „alle meine Träume wahr machen“.
- Spirit
- Die Up-tempo-Nummer enthält einen spirituell geprägten Text, in dem Prince die Bedeutung betont, den eigenen Geist „am Leben zu erhalten, wenn alles verloren scheint“. Zudem beschreibt er einen Traum, in dem ein Engel von einer neuen Welt sprach, „in der das Böse und all seine Sorgen wirklich tot sind“.[28]
- Open Book
- Das Stück ist ein Slow Jam aus dem Soul-Genre mit ausdrucksstarker Melodie und spärlich, aber dramatisch gestaltetem Arrangement. Prince’ Gesang wirkt verletzlich und verstärkt die melancholische Stimmung. Der Text handelt von einer gescheiterten Beziehung und vermittelt die Erkenntnis, dass das Paar nicht füreinander bestimmt war und ihre „getrennten Träume“ sie auf „getrennte Wege“ führten. Martikas Song Safe in the Arms of Love aus dem Album Martika’ Kitchen (1991) inspirierte Prince zum Text; er zitiert daraus einige Passagen und nennt die Sängerin als Autorin von Open Book.[20]
- Work That Fat
- Die musikalische Begleitung des Dance-orientierten Songs besteht überwiegend aus einem Synthesizer-Bass mit Drumcomputer-Beat, entnommen aus dem Stück Martika’s Kitchen. Prince setzt seine mittels Pitch Shifting verlangsamte Stimme durchgehend markant ein. Der Text zeigt Prince’ schelmischen Humor: Er schildert den Besuch einer übergewichtigen Frau in seinem Haus und ihre ungewöhnlichen Essgewohnheiten, die ihn überraschten. Einige Textzeilen lauten: Sie „öffnete den Eisschrank, aß alles weg. Mitternachtssnack, von wegen! Ich habe sieben Packungen Kekse gekauft, weil ich dachte, sie würden reichen. Das gibt’s doch nicht! Sie hat auch die Verpackung gegessen und mich dann angeschaut und gesagt: ‘Nigger, dich fress ich auch!’“[46] Zudem fordert Prince im Liedtext einen „Mike“ zu einem Solo auf, womit möglicherweise Gitarrist Michael „Miko“ Weaver gemeint ist, der 1986 Mitglied von The Revolution wurde und bis 1991 mit Prince zusammenarbeitete.
- Horny Pony (Version 2)
- Der Funk-Song verfügt über ein schlichtes Arrangement, das vorwiegend von einem dominanten Schlagzeugbeat getragen wird. Hinzu kommen ein gesampeltes Bläsermotiv und einige Rhythmusgitarren-Phrasen. Im Vergleich zur Version von 1991 entfällt das Intro „new dance commercial – take one“, und Rosie Gaines ist nicht beteiligt. Der Text entspricht weitgehend dem von 1991: „Horny Pony“ bezeichnet einen Tanz, der an alle „geilen Leute“ gerichtet ist – ein „Sex-Tanz“, den „alle Eltern am meisten fürchten“ und „die Konservativen am meisten verachten“.[22][23]
- Something Funky (This House Comes) (Band Version)
- Im Funk-Dance-Track übernimmt Tony Mosley den Hauptgesang. Die Textur enthält mehrere Samples und verschiedene Soundeffekte, während ein „Boom, yeah!“-Gesang den Refrain ersetzt. Der Text dient als Einführung der Band The New Power Generation, da Mosley eine kurze Geschichte über jedes Bandmitglied rappt, mit Ausnahme von Sonny Thompson und Tommy Barbarella, die zum Aufnahmezeitpunkt noch nicht zur Band gehörten. Im Herbst 1990 wurde dieser Abschnitt aktualisiert, als Prince die beiden Musiker integrierte.[2]
- Hold Me
- In der R&B-Ballade singt Prince ausschließlich in seinem typischen Falsett. Sein Klavierspiel und das konventionell wirkende Songwriting erinnern teils an Stücke aus seinen frühen Alben For You (1978) und Prince (1979). Trotz des fröhlichen musikalischen Charakters behandelt Hold Me eine gescheiterte Beziehung.[20]
- Blood on the Sheets
- Der Track ist ein überarbeitetes Rock-Instrumentalstück von Darkside und wird von Schlagzeug sowie Prince’ markantem Gitarrenspiel dominiert.
- The Last Dance (Bang Pow Zoom and the Whole Nine)
- Der Hip-Hop-Track verwendet musikalische Elemente und Text aus Jughead, kann jedoch als eigenständiger Song betrachtet werden, ähnlich wie Violet the Organ Grinder, das auf Gett Off basiert.[25] Der Text von The Last Dance (Bang Pow Zoom and the Whole Nine) ist überwiegend als Dialog zwischen Prince und Tony Mosley gestaltet, die sich mit „P“ und „T“ ansprechen, und handelt von attraktiven, flirtenden Frauen.
- Don’t Say U Love Me
- Die Up-tempo-Pop-Nummer behandelt eine gescheiterte Beziehung, die Prince mit einer Achterbahnfahrt vergleicht. Er beschreibt, dass ihm „dieses Hin und Her“ zu viel wird, und fordert seine Geliebte auf, ihre Sachen zu packen und zu gehen.[15]
Vault III
- Get Blue
- Tip O’ My Tongue
- Der Midtempo-Funk-Song weist in Bezug auf Hooks, Melodie und Refrain nur geringe Abwechslung auf. Im Text äußert der Protagonist seine Sehnsucht nach einer Frau und bittet sie, ihre Tür zu öffnen, um „Daddy zu geben, worauf er scharf ist“.[28]
- The Voice
- Das in Moll gehaltene R&B-Midtempo-Stück kombiniert einen per Drumcomputer erzeugten Beat mit Synthesizer-Texturen. Der Text propagiert Liebe als Antwort auf das Elend in der Welt. In seiner eindringlichen Botschaft fordert Prince die Menschen auf, „auf die Stimme zu hören, die ruft“, was als eigenes Bewusstsein oder als Gott interpretiert werden kann.[29]
- Trouble
- Im Text des Funk-Dance-Tracks schildert Prince, dass er „Ärger“ hat und „nicht weiß, was ich tun soll“. Seine Freundin hat ihn verlassen, und sein Vermieter droht mit Kündigung, sodass er hofft, dass jemand kommt, um ihn zu „retten“.
- Alice Through the Looking Glass
- Der Song gehört zum Genre New Jack Swing und kombiniert E-Bass, Gitarre, Perkussion, Synthesizer-Drums und Loops, die alle von Prince eingespielt wurden. Den Titel entlehnte er offenbar aus dem Kinderbuch Alice hinter den Spiegeln (1871; Original: „Alice Through the Looking-Glass“), der Fortsetzung von Alice im Wunderland (1865). Der Text handelt vermutlich von einer Prostituierten namens „Alice“, enthält aber auch die Zeile: „Niemand wird jemals die Bedeutung meines Songs erfahren.“
- Standing at the Altar
- Der Popsong verfügt über einen eingängigen Gitarrenhook, der an eine Sitar erinnert. Der Text erzählt von einer Braut, die kurz vor ihrer geplanten Hochzeit von ihrem Mann verlassen wird. Prince ließ sich dabei von der Liebesbeziehung zwischen Julia Roberts und Kiefer Sutherland inspirieren, die sich drei Tage vor ihrer Hochzeit im Juni 1991 überraschend trennten.[30][32]
- Hey U
- Der Track gehört zu Funk und Pop und enthält musikalische Elemente aus dem Stück Tighten Up (1968) von Archie Bell & the Drells. Das Sample „Hold it, Fred!“ stammt aus der US-Sitcom Sanford and Son (1972–1977) und wurde von der Schauspielerin LaWanda Page (* 1920; † 2002) gesprochen.[25][49] Im Text begehrt Prince eine Frau und singt: „Wenn du eine Minute Zeit hast, Baby, können wir es richtig machen“.
- Letter 4 Miles

Miles Davis 1991 - Das Instrumentalstück ist eine Hommage an Miles Davis und wird von Prince’ improvisiert wirkendem Klavierspiel mit Synthesizer, einer fließenden Basslinie und dezentem Schlagzeugspiel von Michael Bland getragen. Bland berichtete später: „Prince hat mir einfach gesagt: ‚Wir werden es swingen lassen.‘ Ich kannte den Titel nicht und wusste auch nicht, dass es etwas mit Miles zu tun hatte.“[25]
- I Pledge Allegiance to Your Love
- Die von Blues geprägte Nummer singt Prince ausschließlich im Falsett und ist der einzige Blues-Song unter den bisher unveröffentlichten Stücken. Im Text bezeichnet er sich als „seelenlose Maschine“ und zeigt seine Verzweiflung. Er berichtet, „viele Tränen geweint“ und „viele Ängste ausgestanden“ zu haben, fühlt sich aber „gesegnet zu wissen, dass es trotzdem noch jemanden gibt, der sich kümmert“ und gelobt daher „Treue zu deiner Liebe“.
- Thunder Ballet
- Die ersten drei Minuten entsprechen der Albumversion, bevor ein neuer, etwa fünf Minuten langer Abschnitt beginnt. Dieses hinzugefügte Segment besteht überwiegend aus Instrumentalmusik und ist musikalisch abwechslungsreich: Es beginnt mit einem ruhig und dezent gespielten Keyboard-Motiv, das markant wiederkehrt. Anschließend baut Prince die Musik durch weitere Instrumente und Stimmen allmählich auf. Mit der Einführung eines Staccato-Klavierthemas wird die Musik dynamischer und dramatischer, bevor eine Passage folgt, in der fröhlich gespielte Synthesizer-Kaskaden auf schreiende Menschen treffen. Die letzten zweieinhalb Minuten entsprechen wieder der Albumversion, und Thunder Ballet endet nach knapp elf Minuten.[37]
Single Mixes & Edits
Titelliste und Veröffentlichungen
Diamonds and Pearls (Remastered) / Single Mixes & Edits (Remastered)
| # | Titel | Disc | Dauer | Original-Tonträger | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| CD-1/1 | Thunder | Remastered | 5:46 | 1991: Diamonds and Pearls | |||||
| CD-1/2 | Daddy Pop | Remastered | 5:17 | 1991: Diamonds and Pearls | |||||
| CD-1/3 | Diamonds and Pearls | Remastered | 4:45 | 1991: Diamonds and Pearls | |||||
| CD-1/4 | Cream | Remastered | 4:12 | 1991: Diamonds and Pearls | |||||
| CD-1/5 | Strollin’ | Remastered | 3:47 | 1991: Diamonds and Pearls | |||||
| CD-1/6 | Willing and Able a | Remastered | 5:00 | 1991: Diamonds and Pearls | |||||
| CD-1/7 | Gett Off | Remastered | 4:30 | 1991: Diamonds and Pearls | |||||
| CD-1/8 | Walk Don’t Walk | Remastered | 3:07 | 1991: Diamonds and Pearls | |||||
| CD-1/9 | Jughead b | Remastered | 4:56 | 1991: Diamonds and Pearls | |||||
| CD-1/10 | Money Don’t Matter 2 Night | Remastered | 4:46 | 1991: Diamonds and Pearls | |||||
| CD-1/11 | Push c | Remastered | 5:53 | 1991: Diamonds and Pearls | |||||
| CD-1/12 | Insatiable | Remastered | 6:39 | 1991: Diamonds and Pearls | |||||
| CD-1/13 | Live 4 Love d | Remastered | 6:59 | 1991: Diamonds and Pearls | |||||
| CD-2/1 | Gett Off (Damn Near 10 Min.) | Single Mixes & Edits | 9:36 | 1991: Promo-Vinyl-Maxi-Single | |||||
| CD-2/2 | Gett Off (Houstyle) | Single Mixes & Edits | 8:24 | 1991: B-Seite der Gett Off-Maxi-Single | |||||
| CD-2/3 | Violet the Organ Grinder | Single Mixes & Edits | 5:05 | 1991: B-Seite der Gett Off-Maxi-Single | |||||
| CD-2/4 | Gangster Glam d | Single Mixes & Edits | 6:09 | 1991: B-Seite der Gett Off-Maxi-Single | |||||
| CD-2/5 | Horny Pony | Single Mixes & Edits | 4:19 | 1991: B-Seite der Single Gett Off | |||||
| CD-2/6 | Cream (N.P.G. Mix) | Single Mixes & Edits | 5:46 | 1991: Maxiversion von Cream | |||||
| CD-2/7 | Things Have Gotta Change (Tony M. Rap) d | Single Mixes & Edits | 3:58 | 1991: B-Seite der Cream-Maxi-Single | |||||
| CD-2/8 | Do Your Dance (KC’s Remix) | Single Mixes & Edits | 6:00 | 1991: B-Seite der Cream-Maxi-Single | |||||
| CD-2/9 | Insatiable (Edit) | Single Mixes & Edits | 4:03 | 1991: Singleauskopplung (nur USA) | |||||
| CD-2/10 | Diamonds and Pearls (Edit) | Single Mixes & Edits | 4:21 | 1991: Singleauskopplung | |||||
| CD-2/11 | Money Don’t Matter 2 Night (Edit) | Single Mixes & Edits | 4:15 | 1992: Singleauskopplung | |||||
| CD-2/12 | Call the Law e | Single Mixes & Edits | 4:21 | 1992: B-Seite der Single Money Don’t Matter 2 Night | |||||
| CD-2/13 | Willing and Able (Edit) a | Single Mixes & Edits | 4:17 | 1992: Promo-Single | |||||
| CD-2/14 | Willing and Able (Video Version) a | Single Mixes & Edits | 5:09 | 1992: Diamonds and Pearls Video Collection | |||||
| CD-2/15 | Thunder (DJ Fade) | Single Mixes & Edits | 3:23 | 1992: Promo-Single | |||||
| Spieldauer: 144:59 | |||||||||
| Autor aller Songs ist Prince; fünf Songs haben Koautoren a Autoren: Prince, Levi Seacer Jr. und Tony Mosley b Autoren : Prince, Kirk Johnson und Tony Mosley c Autoren: Prince und Rosie Gaines d Autoren: Prince und Tony Mosley e Autoren: Prince, Damon Dickson, Kirk Johnson, Levi Seacer Jr., Michael Bland, Rosie Gaines, Sonny Thompson, Tommy Barbarella und Tony Mosley | |||||||||
Die Diamonds and Pearls Super Deluxe Edition erschien am 27. Oktober 2023, 32 Jahre nach dem Originalalbum vom 27. September 1991. Sie ist wahlweise als 7-CD-Set inklusive Blu-ray Disc oder als 12-LP-Set auf schwarzem Vinyl mit Blu-ray Disc erhältlich. Daneben wurde eine „Deluxe Edition“ veröffentlicht (Doppel-CD oder 4 LPs schwarzes Vinyl). Beide Editionen enthalten das remasterte Originalalbum sowie Single Mixes & Edits. Das Originalalbum ist zudem als DoLP 180g Clear Vinyl und DoLP 180g Milky White Vinyl erhältlich, jeweils in limitierten Auflagen. Alle Versionen sind außerdem als Download verfügbar.
Die erste CD „Remastered“ enthält die 13 Songs des Originalalbums, die 2023 digital nachbearbeitet wurden. Die zweite CD „Single Mixes & Edits“ versammelt 15 bereits 1991 und 1992 veröffentlichte Titel, davon zehn im Jahr 1991: Am 7. Juni, Prince’ 33. Geburtstag, erschien die Promo-Vinyl-Maxi-Single Gett Off (Damn Near 10 Min.), limitiert auf 1.500 Exemplare und ursprünglich nur an DJs und US-Radiostationen verteilt; heute gilt sie als Sammlerstück.[50] Am 29. Juli folgte Horny Pony als B-Seite der Single Gett Off.[51] Am 12. August erschienen die drei Songs Gangster Glam, Gett Off (Houstyle) und Violet the Organ Grinder auf der Gett Off-Maxi-Single,[52] und am 4. November die Tracks Cream (N.P.G. Mix), Do Your Dance (KC’s Remix) und Things Have Gotta Change (Tony M. Rap) auf der Cream-Maxi-Single.[53] Ebenfalls am 4. November wurde Insatiable (Edit) als Single ausgekoppelt,[10] am 25. November folgte Diamonds and Pearls (Edit).[54]
Im Jahr 1992 erschienen fünf Titel: Am 3. März wurde Money Don’t Matter 2 Night (Edit) als Single veröffentlicht, mit Call the Law als B-Seite.[55] Im Frühjahr erschien die US-amerikanische Promo-Single Willing and Able (Edit). Im Juni folgte die Promo-Single Thunder (DJ Fade), und im Oktober 1992 wurde Willing and Able (Video Version) erstmals auf der Diamonds and Pearls Video Collection veröffentlicht.
Vault I / Vault II / Vault III
| # | Titel | Dauer | Disc | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| CD-3/1 | Schoolyard | 7:10 | Vault I | ||||||
| CD-3/2 | My Tender Heart c | 5:06 | Vault I | ||||||
| CD-3/3 | Pain f | 5:57 | Vault I | ||||||
| CD-3/4 | Streetwalker c | 4:48 | Vault I | ||||||
| CD-3/5 | Lauriann | 4:15 | Vault I | ||||||
| CD-3/6 | Darkside | 5:33 | Vault I | ||||||
| CD-3/7 | Insatiable (Early Mix – Full Version) | 8:01 | Vault I | ||||||
| CD-3/8 | Glam Slam ’91 | 6:16 | Vault I | ||||||
| CD-3/9 | Live 4 Love (Early Version) d | 7:32 | Vault I | ||||||
| CD-3/10 | Cream (Take 2) | 4:50 | Vault I | ||||||
| CD-3/11 | Skip to My you My Darling g | 3:57 | Vault I | ||||||
| CD-3/12 | Diamonds and Pearls (Long Version) | 5:32 | Vault I | ||||||
| CD-4/1 | Daddy Pop (12" Version) | 6:07 | Vault II | ||||||
| CD-4/2 | Martika’s Kitchen | 4:21 | Vault II | ||||||
| CD-4/3 | Spirit h | 4:32 | Vault II | ||||||
| CD-4/4 | Open Book i | 4:59 | Vault II | ||||||
| CD-4/5 | Work That Fat | 4:35 | Vault II | ||||||
| CD-4/6 | Horny Pony (Version 2) | 4:21 | Vault II | ||||||
| CD-4/7 | Something Funky (This House Comes) (Band Version) d | 7:04 | Vault II | ||||||
| CD-4/8 | Hold Me | 4:36 | Vault II | ||||||
| CD-4/9 | Blood on the Sheets (Instrumental) | 5:46 | Vault II | ||||||
| CD-4/10 | The Last Dance (Bang Pow Zoom and the Whole Nine) b | 5:36 | Vault II | ||||||
| CD-4/11 | Don’t Say U Love Me j | 4:20 | Vault II | ||||||
| CD-5/1 | Get Blue k | 4:42 | Vault III | ||||||
| CD-5/2 | Tip O’ My Tongue l | 4:08 | Vault III | ||||||
| CD-5/3 | The Voice m | 4:42 | Vault III | ||||||
| CD-5/4 | Trouble | 5:36 | Vault III | ||||||
| CD-5/5 | Alice Through the Looking Glass | 4:18 | Vault III | ||||||
| CD-5/6 | Standing at the Altar | 4:48 | Vault III | ||||||
| CD-5/7 | Hey U | 6:09 | Vault III | ||||||
| CD-5/8 | Letter 4 Miles (Instrumental) | 4:36 | Vault III | ||||||
| CD-5/9 | I Pledge Allegiance to Your Love | 4:41 | Vault III | ||||||
| CD-5/10 | Thunder Ballet | 10:56 | Vault III | ||||||
| Spieldauer: 180:15 | |||||||||
| Autor aller Songs ist Prince; acht Songs haben Koautoren b Autoren: Prince, Kirk Johnson und Tony Mosley c Autoren: Prince und Rosie Gaines d Autoren: Prince und Tony Mosley f Autoren: Prince und D. Channsin Berry g Autoren: Prince, Jevetta Steele und Levi Seacer Jr. h Autoren: Prince, Frankie Sposato, Levi Seacer Jr. und Martika i Autoren: Prince, Levi Seacer Jr. und Martika j Autoren: Prince und Martika k Autoren: Prince und Levi Seacer Jr. l Autoren: Prince und Kirk Johnson m Autoren: Prince, Francis Jules und Rosie Gaines | |||||||||
Von den insgesamt 33 Songs auf „Vault I“, „Vault II“ und „Vault III“ wurden 20 zuvor in anderen Versionen veröffentlicht, die zwischen 1991 und 2015 auf folgenden Tonträgern erschienen:
Elf Songs wurden bereits 1991 veröffentlicht: Im Mai erschien Skip to My You My Darling von Jevetta Steele auf ihrem Debütalbum Here It Is. Am 29. Juli folgte Horny Pony von Prince and The New Power Generation als B-Seite der Single Gett Off. Am 27. August wurden die drei Titel Don’t Say U Love Me, Martika’s Kitchen und Spirit von Martika auf ihrem zweiten Studioalbum Martika’s Kitchen veröffentlicht. Am 1. Oktober erschienen die sechs Tracks Cream, Daddy Pop, Diamonds and Pearls, Insatiable, Live 4 Love und Thunder erstmals auf dem Album Diamonds and Pearls.
Fünf Songs wurden 1992 und 1993 veröffentlicht: Am 17. März 1992 erschien Tip O’ My Tongue von El DeBarge auf seinem dritten Studioalbum In the Storm. Am 16. Februar 1993 folgte Get Blue von Louie Louie auf seinem zweiten Studioalbum Let’s Get Started. Am 10. August erschienen Hold Me und Open Book von Jevetta Steele auf einer überarbeiteten Version ihres Debütalbums Here It Is. Am 24. August 1993 wurde The Voice von Mavis Staples auf ihrem gleichnamigen achten Studioalbum veröffentlicht.
Vier Tracks wurden zwischen 1994 und 2015 veröffentlicht: Am 12. August 1994 erschien Standing at the Altar von Margie Cox auf dem Prince-Sampler 1-800 New Funk. Am 13. Juni 1995 folgte My Tender Heart von Rosie Gaines auf ihrem zweiten Studioalbum Closer Than Close. Am 30. September 1997 erschien Pain von Chaka Khan auf dem Soundtrack Living Single. Am 23. Januar 2015 wurde Trouble von Gaines auf ihrer Kompilation Essential Rosie veröffentlicht.
Live at Glam Slam, 1992, Part 1 & Part 2
| # | Titel | Dauer | Original-Tonträger | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| CD-6/1 | Thunder | 4:18 | 1991: Diamonds and Pearls | ||||||
| CD-6/2 | Daddy Pop | 6:23 | 1991: Diamonds and Pearls | ||||||
| CD-6/3 | Diamonds and Pearls | 5:31 | 1991: Diamonds and Pearls | ||||||
| CD-6/4 | Willing and Able | 5:40 | 1991: Diamonds and Pearls | ||||||
| CD-6/5 | Dead on It / Jughead | 6:52 | 1987: Black Album / 1991: Diamonds and Pearls | ||||||
| CD-6/6 | The Sacrifice of Victor | 10:05 | 1992: Love Symbol | ||||||
| CD-6/7 | Nothing Compares 2 U (Duett mit Rosie Gaines) | 4:50 | 1993: The Hits/The B-Sides | ||||||
| CD-6/8 | Thieves in the Temple / It | 7:01 | 1990: Graffiti Bridge / 1987: Sign “☮” the Times | ||||||
| CD-6/9 | Sexy M.F. a | 5:45 | 1992: Love Symbol | ||||||
| CD-7/1 | Insatiable | 7:42 | 1991: Diamonds and Pearls | ||||||
| CD-7/2 | Cream / Well Done n / I Want U c / In the Socket c (Medley) | 13:58 | 1991: Diamonds and Pearls | ||||||
| CD-7/3 | 1999 / Baby I’m a Star o / Push c (Medley) | 9:12 | 1982: 1999 / 1984: Purple Rain / 1991: Diamonds and Pearls | ||||||
| CD-7/4 | Gett Off | 6:10 | 1991: Diamonds and Pearls | ||||||
| CD-7/5 | Gett Off (Houstyle) (inklusive The Sailor’s Hornpipe) | 8:05 | 1991: Gett Off-Maxi-Single | ||||||
| Spieldauer: 101:42 | |||||||||
| Autor aller Songs ist Prince; zwei Songs haben Koautoren a Autoren: Prince, Levi Seacer Jr. und Tony Mosley c Autoren: Prince und Rosie Gaines n Autoren: Prince, David Z. Rivkin und Levi Seacer Jr. o Autoren: Prince and The Revolution | |||||||||
Live at Glam Slam war ab dem 11. Oktober 2023 bei verschiedenen Streaming-Anbietern verfügbar. Anlässlich des Record Store Days erschien das Livekonzert am 12. April 2025 als 3-LP-Set auf gelbem Vinyl, limitiert auf 4.000 Exemplare.[56]
Prince spielte das Livekonzert am 11. Januar 1992 mit The New Power Generation im Musikklub Glam Slam North in Minneapolis. Das Konzert, das erst am selben Tag angekündigt wurde, diente als Probe für die bevorstehende Diamonds-and-Pearls-Welttournee von April bis Juli 1992. Der Eintrittspreis betrug acht US-Dollar (ca. 12,50 DM), und der Musikklub hatte ein Fassungsvermögen von 2.200 Zuschauern. Das Konzert begann um 23:15 Uhr und endete um 01:10 Uhr.[57] Der Klub gehörte damals Prince, wurde jedoch im September 1995 geschlossen. Einen Monat später eröffnete er ohne Prince als Quest Club neu, brannte jedoch im Januar 2007 ab und wurde anschließend endgültig geschlossen und abgerissen.
Fünf Songs waren zum Zeitpunkt des Livekonzerts noch unveröffentlicht: Die Tracks Sexy M.F. und The Sacrifice of Victor erschienen erst im Oktober 1992 auf Prince’ Album Love Symbol. Das für The Steeles komponierte Stück Well Done wurde erstmals im Juni 1993 auf deren Album Heaven Help Us All veröffentlicht.[58] I Want U komponierte Prince gemeinsam mit Rosie Gaines und wurde im Mai 1995 als Vorab-Single ihres im Juni 1995 veröffentlichten Albums Closer Than Close veröffentlicht.[59] Den Track In the Socket schrieb Prince im Juni 1991 für Gaines; erst am 15. Mai 2001 konnte er auf seiner damaligen Website NPG Music Club.com heruntergeladen werden.[60]
The Sailor’s Hornpipe ist eine traditionelle Hornpipe-Melodie sowie der dazugehörige Tanz, der in der Royal Navy seinen Ursprung hat. Das Stück wurde etwa 1798 unter dem Titel Rondo on the College Hornpipe von Joseph Dale (* 1750; † 21. August 1821) komponiert.[61]
Als Gastsänger traten bei dem Glam-Slam-Konzert The Steeles auf, bestehend aus den vier Geschwistern Fred Steele, J.D. Steele, Jearlyn Steele Battle und Jevetta Steele. Prince’ Begleitband The New Power Generation setzte sich aus den folgenden zehn Mitgliedern zusammen:[57]
- Damon Dickson (* 30. Dezember 1960) – Backing Vocals, Tänzer
- Kirk Johnson (* 22. September 1964) – Backing Vocals, Perkussion, Tänzer
- Levi Seacer Jr. (* 30. April 1961) – Backing Vocals, Rhythmusgitarrist
- Mayte Garcia (* 12. November 1973) – Tänzerin
- Michael Bland (* 14. März 1969) – Schlagzeug
- Rosie Gaines (* 26. Juni 1960) – Backing Vocals, Keyboard
- Sonny Thompson (* 5. Januar 1956) – Backing Vocals, E-Bass
- Tommy Barbarella (* 5. November 1965) – Keyboard
- Tony Mosley (* 7. September 1962) – Backing Vocals, Rapper, Tänzer
- William ‘DJ’ Graves – Scratchen
Zudem wirkte das Blechbläserquintett Hornheads mit folgenden Mitgliedern mit:
- Brian Gallagher – Tenorsaxophon
- Dave Jensen – Trompete
- Kathy Jensen – Baritonsaxophon
- Michael B. Nelson – Posaune
- Steve Strand – Trompete
Brian Gallagher (* 23. November 1963) verstarb am 3. März 2016 im Alter von 52 Jahren an einer Lungenembolie.[62] Dave und Kathy Jensen sind verheiratet.[63]
Blu-ray Disc
| Setlist der Blu-ray Disc | |
|---|---|
Livekonzert am 11. Januar 1992 im Glam Slam North
Soundcheck am 19. Juli 1991 für die Special Olympics
Liveauftritt am 20. Juli 1991 bei den Special Olympics
Diamonds and Pearls Video Collection
| |
| Gesamtspieldauer: 187:24 | |
Die Blu-ray Disc enthält das Livekonzert aus dem Glam-Slam Club. Zudem ist Prince’ Soundcheck vom 19. Juli 1991 im Metrodome in Minneapolis für seinen Auftritt bei den Special Olympics World Summer Games 1991 dokumentiert; gemeinsam mit The New Power Generation probt er die Songs Let’s Go Crazy, Baby I’m a Star und Push als Medley. Anschließend folgt sein rund zwölfminütiger Liveauftritt am 20. Juli vor etwa 50.000 Zuschauern im Metrodome. Er eröffnet den Auftritt mit dem damals noch unveröffentlichten Stück Diamonds and Pearls; den folgenden Song Let’s Go Crazy spielt Prince lediglich als 25-sekündiges Intro. Als letzter Titel ist für rund 30 Sekunden Peter Gunn (1959) von Henry Mancini zu hören, was auf der Blu-ray Disc jedoch nicht angegeben ist. Der Liveauftritt wurde am 15. August 1991 im US-amerikanischen Fernsehen ausgestrahlt.[50]
Zudem wurde die Diamonds and Pearls Video Collection erstmals auf Blu-ray veröffentlicht; ursprünglich war sie am 6. Oktober 1992 auf VHS und Laserdisc erschienen.[64] Am 22. August 2006 erschien die Kompilation zudem auf DVD. Die Diamonds and Pearls Video Collection ist eine Sammlung von Musikvideos, ergänzt durch Interviewsegmente mit den damaligen Mitgliedern von The New Power Generation, in denen sie über ihre Rolle in der Band sprechen; die Aufnahmen wurden von Prince gefilmt. Neben den Musikvideos zu den fünf Singleauskopplungen Cream, Diamonds and Pearls, Gett Off, Insatiable und Money Don’t Matter 2 Night enthält die Sammlung acht weitere Videos.
Von den acht Videos liegen fünf Songs in Liveversionen vor, die aus der Diamonds-and-Pearls-Tour 1992 stammen. Die Einleitung Introduction geht ohne Unterbrechung in den Song Thunder über und zeigt einen Liveauftritt vom 3. Mai im Sydney Cricket Ground in Australien.[65]
Das Stück Dr. Feelgood (Love Is a Serious Business) wird von Rosie Gaines gesungen, während Prince Gitarre spielt. Die Aufnahme stammt vom Livekonzert am 18. April 1992 im Flinders Park Tennis Centre in Australien.[66] Der Song wurde 1967 von Aretha Franklin gemeinsam mit ihrem damaligen Ehemann Ted White (* 1931; † 2020) geschrieben. Unmittelbar vor Beginn von Dr. Feelgood (Love Is a Serious Business) singt Gaines für etwa 15 Sekunden das von Bob Marley and The Wailers geschriebene Stück Turn Your Lights Down Low (1977), das auf der Blu-ray jedoch nicht angegeben ist. Der Zeitpunkt dieses Auftritts ist nicht bekannt.
Das Musikvideo zu Call the Law entstand Mitte Januar 1992 sowie am 11. Mai 1992 im Innen- und Außenbereich von Prince’ Paisley Park Studio in Chanhassen. Im Mittelpunkt stehen Tony Mosley, Damon Dickson und Kirk Johnson, die gemeinsam mit Hunderten von Menschen eine Party im Gebäudekomplex feiern. Am Ende des Videos rücken mehrere Polizeiwagen an, um die Party aufzulösen. Mosley kontaktiert daraufhin seinen Rechtsanwalt, der die Polizei besänftigt; anschließend zieht sie ab, und die Party kann fortgesetzt werden. Prince ist bei der Party nicht anwesend und im Video nur kurz zu sehen; er spielt Gitarre im Studio C des Paisley Park. Das Musikvideo spiegelt den Zeitgeist der frühen 1990er Jahre wider und zeigt unter anderem populäre Hip-Hop-Tänze sowie Flattop-Frisuren. Regie führte Scott McCullough, der bereits 1987 am Film Prince – Sign O’ the Times sowie 1991 an mehreren Musikvideos, darunter Gangster Glam und Violet the Organ Grinder, mitgewirkt hatte.[67]
Das Musikvideo zu Willing and Able entstand ebenfalls Mitte Januar 1992 im Paisley Park Studio. Neben Prince wirken The New Power Generation, das Blechbläserquintett Hornheads und The Steeles mit. Im Mittelpunkt stehen die musikalischen Fähigkeiten aller Beteiligten, die den Song gemeinsam live spielen.[67] Regie führte Sotera Tschetter, mit der Prince von 1989 bis 1992 zusammenarbeitete.
Jughead stammt vom Livekonzert am 24. Juni 1992 im Earls Court Exhibition Centre in London.[68] Das nur 1:25 Minuten lange Video zeigt The New Power Generation, die den Song singend und tanzend auf der Bühne vortragen. Parallel dazu wird Prince per Videoschaltung auf der Videoleinwand im Konzertsaal eingeblendet; er vergnügt sich im Backstagebereich mit „Diamond“ und „Pearl“ und trägt kurzzeitig eine Zwangsjacke. Diese Backstage-Showeinlage wurde während der Diamonds-and-Pearls-Tour regelmäßig gezeigt, wenn The New Power Generation Jughead präsentierten. Auf der Diamonds and Pearls Video Collection ist der Song jedoch nicht in einer Liveversion, sondern in der Studioalbumversion zu hören, ergänzt durch Publikumsjubel.
Das Musikvideo zu Strollin’ entstand während einer Pause der Diamonds-and-Pearls-Tour am 12. Mai 1992 in Los Angeles. Neun Tage zuvor hatte Prince den australischen Tourabschnitt in Sydney beendet; der europäische Teil begann am 25. Mai 1992 in Gent, Belgien. Zu Beginn des Videos arbeitet „Diamond“ in einem Imbiss und bedient Gäste. Nachdem sie von einem Gast, gespielt von Damon Dickson, angeschrien wird, verlässt sie wütend ihre Arbeitsstelle. Anschließend ist sie gemeinsam mit „Pearl“ rollschuhlaufend und fröhlich im Griffith Park zu sehen. Levi Seacer Jr. ist ebenfalls im Griffith Park zu sehen und spielt Gitarre; Prince tritt in dem 1:25 Minuten langen Video nicht auf. Regie führte erneut Scott McCullough.[67]
Live 4 Love stammt, wie Jughead, vom Livekonzert am 24. Juni 1992 im Earls Court Exhibition Centre in London. Während Prince den Song singt, werden auf der Videoleinwand Szenen von Kriegshandlungen, meist Kampfflugzeuge, sowie Blumen und Bilder gezeigt, die Frieden symbolisieren sollen. Zudem sind Explosionen zu hören und zu sehen. Die Liveversion wurde aus mindestens zwei Konzerten zusammengeschnitten, da Prince sowohl in einem blauen als auch in einem weißen Outfit zu sehen ist.
Das Glam-Slam-Konzert wird in 2K mit Stereo-, Dolby TrueHD 5.1- und Dolby-Atmos-Ton präsentiert; die Special-Olympics-Auftritte in 1080p HD mit Stereo- und Dolby TrueHD 5.1-Ton; die Diamonds and Pearls Video Collection in 1080p mit Stereo. Bonusmaterial ist nicht enthalten.
Singles
Kurz vor Prince’ 64. Geburtstag erhielten am 4. Juni 2022 alle Besucher der jährlich stattfindenden „Prince Celebration“ im Paisley Park Studio die Vinyl-Single Diamonds and Pearls (Live at Glam Slam). Als B-Seite enthält die Single Nothing Compares 2 U (Live at Glam); beide Liveversionen stammen vom Konzert am 11. Januar 1992 im Musikklub Glam Slam North in Minneapolis.[69]
Am 24. August 2023 veröffentlichte The Prince Estate das Boxset Diamonds and Pearls – The Singles, bestehend aus den sieben Singles Gett Off, Cream, Insatiable, Diamonds and Pearls, Money Don’t Matter 2 Night, Thunder (DJ Fade) und Alice Through the Looking Glass. Alle Singles sind auf perlweißem Vinyl gepresst; die Auflage umfasste, in Anspielung auf das ursprüngliche Erscheinungsjahr von Diamonds and Pearls, 1.991 Exemplare. Bis auf Thunder (DJ Fade) mit der B-Seite Violet the Organ Grinder und Alice Through the Looking Glass mit der B-Seite Horny Pony (Version 2) waren alle Singles bereits 1991 und 1992 veröffentlicht worden. Thunder erschien 1992 im Vereinigten Königreich ausschließlich als limitierte Vinyl-Maxi-Single-Picture Disc.
Im Jahr 2023 wurden sieben Songs bereits vor der Albumveröffentlichung als Download veröffentlicht: am 24. August Alice Through the Looking Glass und Insatiable (Early Mix – Full Version), am 7. September Cream (Take 2), am 28. September Get Blue und Live 4 Love (Early Version) sowie am 20. Oktober Daddy Pop (12" Version) und Darkside.
Anlässlich des Record Store Day am 24. November 2023 veröffentlichte The Prince Estate die Maxisingle Gett Off (Damn Near 10 Min.) in ihrer ursprünglichen Ausgabe in einer weltweit auf 7.000 Exemplare limitierten Auflage.[70]
Musikvideos
The Prince Estate veröffentlichte zu Songs der Diamonds and Pearls Super Deluxe Edition vier Musikvideos: Cream (Take 2), Get Blue, Live 4 Love (Early Version) und Daddy Pop (12" Version). Das Video zu Cream (Take 2) zeigt Fotos von Prince aus den Jahren 1991 und 1992 sowie Ausschnitte eines Liveauftritts von 1992. In Get Blue sind handschriftliche Notizen der Originalaufnahme im Paisley Park Studio zu sehen, teils verdeckt durch ein sich drehendes, computeranimiertes Tonband. Das Video zu Live 4 Love (Early Version) zeigt die Original-Kompaktkassette, auf der Prince den Song aufgenommen hatte, sowie Ausschnitte seines Liveauftritts mit The New Power Generation von der Diamonds and Pearls Video Collection. Im Video zu Daddy Pop (12" Version) ist unter anderem der handgeschriebene Original-Liedtext von Prince zu sehen.
Coverversionen
Von dem Originalalbum aus dem Jahr 1991 existieren Coverversionen der Songs Cream, Diamonds and Pearls, Gett Off und Strollin’ von verschiedenen Musikern. Von den zuvor unveröffentlichten Songs der Diamonds and Pearls Super Deluxe Edition sind keine Coverversionen bekannt.
Mitwirkende
Musiker
Alle Songs wurden von Prince arrangiert, komponiert, produziert und gesungen. Er spielte zudem alle Musikinstrumente selbst, ergänzt durch folgende Musiker:[71]
- Candy Dulfer – Saxophon in Glam Slam ’91
- Damon Dickson – Backing Vocals in Call the Law, Daddy Pop (12" Version), Do Your Dance (KC’s Remix), Horny Pony (Version 2) und Something Funky (This House Comes) (Band Version); Backing Vocals und Perkussion in The Last Dance (Bang Pow Zoom and the Whole Nine)
- Dr. Fink – Keyboard in My Tender Heart, Pain und Streetwalker
- Eric Leeds – Saxophon in Cream (N.P.G. Mix), Glam Slam ’91, Schoolyard, Things Have Gotta Change (Tony M. Rap) und Trouble
- Hornheads – Baritonsaxophon, Posaune, Tenorsaxophon und Trompete in Letter 4 Miles
- Jevetta Steele – Backing Vocals in Do Your Dance (KC’s Remix) und Glam Slam ’91
- Kirk Johnson – Backing Vocals in Call the Law, Daddy Pop (12" Version), Do Your Dance (KC’s Remix), Hold Me, Horny Pony (Version 2) und The Voice; Backing Vocals und Perkussion in Something Funky (This House Comes) (Band Version) und The Last Dance (Bang Pow Zoom and the Whole Nine); Perkussion in Blood on the Sheets, Cream (Take 2) und Open Book; nicht definierte Instrumente in Tip O’ My Tongue
- Levi Seacer Jr. – E-Bass in Darkside, Lauriann, My Tender Heart, Pain und Streetwalker; Gitarre und Backing Vocals in The Voice; Gitarre, Keyboard und Schlagzeug-Programming in Skip to My you My Darling; Rhythmusgitarrist in Blood on the Sheets, Call the Law, Cream (Take 2), Diamonds and Pearls (Long Version), Do Your Dance (KC’s Remix), Hold Me, I Pledge Allegiance to Your Love, Something Funky (This House Comes) (Band Version), The Last Dance (Bang Pow Zoom and the Whole Nine) und Things Have Gotta Change (Tony M. Rap); alle Instrumente in Open Book, nicht definierte Instrumente in Martika’s Kitchen
- Michael Bland – Schlagzeug in Blood on the Sheets, Call the Law, Cream (Take 2), Daddy Pop (12" Version), Darkside, Diamonds and Pearls (Long Version), Do Your Dance (KC’s Remix), Hold Me, I Pledge Allegiance to Your Love, Lauriann, Letter 4 Miles, Live 4 Love (Early Version), My Tender Heart, Pain, Something Funky (This House Comes) (Band Version) und Streetwalker
- Miko Weaver – Gitarre in Lauriann
- Rosie Gaines – Backing Vocals in Do Your Dance (KC’s Remix), Gangster Glam, Schoolyard und Trouble; Backing Vocals und Keyboard in Call the Law, Daddy Pop (12" Version), Horny Pony (Version 2), My Tender Heart, Pain, Streetwalker und The Voice; Co-Leadsängerin in Diamonds and Pearls (Long Version); Co-Leadsängerin und Keyboard in The Last Dance (Bang Pow Zoom and the Whole Nine)
- Sheila E. – Synthie-Drum-Fills in Diamonds and Pearls (Long Version) (Uncredited)
- Sonny Thompson – E-Bass in Blood on the Sheets, Call the Law, Cream (Take 2), Diamonds and Pearls (Long Version), Do Your Dance (KC’s Remix), Hold Me, Live 4 Love (Early Version), Something Funky (This House Comes) (Band Version) und Things Have Gotta Change (Tony M. Rap)
- Tommy Barbarella – Keyboard in Blood on the Sheets, Diamonds and Pearls (Long Version), Do Your Dance (KC’s Remix), Hold Me, I Pledge Allegiance to Your Love, Live 4 Love (Early Version), Something Funky (This House Comes) (Band Version) und Things Have Gotta Change (Tony M. Rap)
- Tony Mosley – Backing Vocals in Do Your Dance (KC’s Remix) und Horny Pony (Version 2); Rap in Call the Law, Daddy Pop (12" Version), Gangster Glam, Something Funky (This House Comes) (Band Version), The Last Dance (Bang Pow Zoom and the Whole Nine) und Things Have Gotta Change (Tony M. Rap)
Technisches Personal
- Alex Tenta – Albumdesign und Artdirector
- Bernie Grundman – Lacquer Cut, Mastering und Remastering
- Charles Spicer Jr – A&R und Archiv-Produzent
- Chris James – Mixing
- Clare Fischer – Instrumentation des Orchesters in Cream (N.P.G. Mix) und Things Have Gotta Change (Tony M. Rap)
- Duane Tudahl – A&R und Archiv-Produzent
- Jeff Katz – Fotografie
- Joel Larson – Fotografie
- Kevin Mazur – Fotografie
- L. Londell McMillan – A&R und Archiv-Produzent
- Mathieu Bitton – Albumdesign und Artdirector
- Randee St. Nicholas – Fotografie
Blu-ray Disc
- Bill Hilferty – Filmeditor und Filmschnitt
- Brad Blackwood – Mastering
- Chris James – Dolby-Atmos-Mixing
- Greg Filkins – Filmabtaster und Filmkonservierung
- Jack Nitz – Fotografie
- Jessica Lim – Fotografie
- Kathleen Scovel – Produktionsleitung
- Kirk Johnson – Filmeditor
- Nancy Jundi – Veredelungsproduzentin
- Robert Borm – Executive Producer
- Samantha Casey – Produzentin
- Scott Grossman – grafische Darstellung
- Scott McCullough – Kameraoperateur und Regie
- Silvia Spinelli – Endbearbeitungsleiterin
- Susan Ricketts – Produzentin
- Thomas Galleon – Farbe und Restaurierung
- Tristan Dolce – Mixing-Assistenz
Rezensionen
| Professionelle Bewertungen | |
|---|---|
| Durchschnittsbewertung | |
| Quelle | Bewertung |
| AOTY[72] | 74 % |
| Weitere Bewertungen | |
| Quelle | Bewertung |
| laut.de[73] | |
| Mojo[74] | |
| Pitchfork Media[75] | |
| Records Collector[76] | |
| Rolling Stone[77] | |
Die Neuauflage erhielt von Musikkritikern bessere Bewertungen als das Originalalbum von 1991. Besonders gelobt wurden die vier Songs Alice Through the Looking Glass, I Pledge Allegiance to Your Love, Letter 4 Miles und Open Book. Auch das Livekonzert erhielt durchweg positive Bewertungen. Die Website AOTY (Album of the Year) ermittelte aus fünf englischsprachigen Rezensionen eine Durchschnittsbewertung von 74 %.[72]
Jem Aswad von Variety vergab keine Note, bewertete die Neuauflage jedoch sehr positiv. Er lobte die Diamonds and Pearls Super Deluxe Edition als Sammlung „seltene Juwelen“; das „interessanteste Material“ befinde sich auf der CD Vault III, da die Songs „stilistisch vielfältig“ seien und zeigten, wozu Prince und The New Power Generation „fähig waren“. Zu den „besten Tracks“ zählte er Alice Through the Looking Glass und I Pledge Allegiance to Your Love, letzterer ein „gefühlvoller Blues mit R&B-Einflüssen“. Standing at the Altar beschrieb er als „beschwingte R&B-Ballade im Stil der 1980er Jahre“ mit Prince’ „feinstem R&B-Gesang und üppigem Begleitgesang“. In Letter 4 Miles stelle die Begleitband „ihr Können unter Beweis“. Besonders hervorhob er das Livekonzert im Musikklub Glam Slam North, da The New Power Generation „in Hochform“ spiele.[78]
Das britische Musikmagazin Record Collector verlieh vier von fünf Sternen und beschrieb Schoolyard als „brillant verspielt“. Zu den weiteren „bemerkenswerten“ Songs zählten Alice Through the Looking Glass, das „swingende Jazz-Instrumental“ Letter 4 Miles und der „wunderschöne“ Track Open Book, der „eines der Glanzstücke“ der Neuauflage sei. Work That Fat, ein „schmieriger Song“ mit „humorvollem Rap-Funk“, illustriere „anschaulich die widersprüchliche Natur“ von Prince und zeige seine Fähigkeit, „einen sensiblen Dichter und einen anzüglichen Spaßvogel gleichermaßen überzeugend darzustellen“. Das Livekonzert zeige, wie „elektrisierend“ Prince und The New Power Generation „bei Konzerten sein können“. In der Gesamtbewertung zeige die Neuauflage, dass Prince „immer noch überraschen“ und „transzendente Arbeit abliefern“ könne, selbst wenn er sich „eine Hand auf den Rücken fesselte, um den typisch schrulligen Teil seiner selbst zu unterdrücken“.[76]
Sassan Niasseri vom Rolling Stone verlieh ebenfalls vier von fünf Sternen und beschrieb die Songs der Neuauflage als „komplexe Wunderwerke“. Das Boxset biete „das mittlerweile zu erwartende Volumen von einem Konzert“, während die „Testosteron-Remixe im New Jack Swing“ der CD Single Mixes & Edits „nicht ganz so“ überzeugten wie die vorgetragenen Balladen Get Blue und Open Book. Darüber hinaus lobte Niasseri „die erste Annäherung an Neureichen-Klassik“ in Thunder Ballet.[77]
Rich Juzwiak von Pitchfork Media vergab 7,8 von zehn Punkten und bezeichnete die Neuauflage als „einen faszinierenden Einblick in eine produktive, wenn auch uneinheitliche Periode“ von Prince’ Musikkarriere. Im Vergleich zu den Originalversionen von 1991 wirke Horny Pony (Version 2) „cooler“ und Live 4 Love (Early Version) „schwungvoller“. I Pledge Allegiance to Your Love beschrieb er als „mörderisch“, Letter 4 Miles als „bewegend“. Letztlich sei die Neuauflage „eine solide Studie über ein Genie, das seinen kreativen Höhepunkt“ bereits überschritten habe; es gebe „einige Perlen“, aber „zu wenige Rohdiamanten“. Das Livekonzert nannte Juzwiak einen „fulminanten Auftritt“ und „den absoluten Wahnsinn“; „praktisch alles“ übertreffe das „Studio-Pendant“, schrieb er abschließend.[75]
Sven Kabelitz von laut.de verlieh drei von fünf Sternen. Die zuvor unveröffentlichten Songs enthielten „viel Interessantes“, doch wirklich aus der Masse stach nur My Tender Heart hervor. Daher steige „der druckvolle Konzertmitschnitt aus dem Glam Slam Nightclub“ „zum Highlight“ auf.[73]
Tom Doyle von der britischen Musikzeitschrift Mojo verlieh ebenfalls drei von fünf Sternen. Die Bandbreite der zuvor unveröffentlichten Songs reiche „von eher kitschig“, wie in Horny Pony (Version 2) und Schoolyard, bis „verblüffend banal“; sie böten „dennoch einen echten Einblick in Prince’ kreativen Geist“. Zu den Höhepunkten zählten Letter 4 Miles, The Voice und insbesondere Alice Through the Looking Glass mit Prince’ „Camille-artigem Falsett und verwirrenden semitonalen Gesangswechseln“ im Refrain. Letztlich könne sich der „moderne Hörer einen Spaß daraus machen“, aus den Outtakes der Neuauflage „ein stärkeres und befriedigenderes Album“ als das Originalalbum von 1991 zusammenzustellen, schloss Doyle.[74]
Kommerzieller Erfolg
Chartplatzierungen
Wiedereinstieg durch Diamonds and Pearls Super Deluxe Edition im November 2023
| ChartsChartplatzierungen | Höchstplatzierung | Wochen |
|---|---|---|
| 12 (1 Wo.) | 1 | |
| 9 (1 Wo.) | 1 | |
| 11 (1 Wo.) | 1 | |
| 85 (1 Wo.) | 1 | |
| 50 (1 Wo.) | 1 |
Auszeichnungen für Musikverkäufe
| Land/Region | Auszeichnungen für Musikverkäufe (Land/Region, Auszeichnung, Verkäufe) |
Verkäufe |
|---|---|---|
| 280.000 | ||
| 500.000 | ||
| (1.000.000) | ||
| 600.000 | ||
| 100.000 | ||
| 15.000 | ||
| 100.000 | ||
| 50.000 | ||
| 50.000 | ||
| 50.000 | ||
| 100.000 | ||
| 2.000.000 | ||
| 900.000 | ||
| Insgesamt | 4.745.000 |
Hauptartikel: Prince/Auszeichnungen für Musikverkäufe
Grammy-Nominierung
Die „Super-Deluxe-Edition“ wurde bei den Grammy Awards 2025 in der Kategorie „Best Historical Album“ nominiert, konnte die Auszeichnung jedoch nicht gewinnen.
Literatur
- Benoît Clerc: Prince – Alle Songs: Die Geschichten hinter den Tracks. Delius Klasing Verlag, 1. Auflage 2023, ISBN 978-3-667-12537-8.
- Jason Draper: Prince – Life & Times (Revised & Updated Edition). Chartwell Books, New York 2016, ISBN 978-0-7858-3497-7.
- Randee St. Nicholas: My Name is Prince: 25 Inspired Years, 1991 to 2016. Amistad Illustrated Edition, New York 2019, ISBN 978-0-06-293923-4.
- Uptown: The Vault – The Definitive Guide to the Musical World of Prince. Nilsen Publishing, Linköping 2004, ISBN 91-631-5482-X.
Weblinks
- Informationen zum Album Diamonds and Pearls Super Deluxe Edition bei Princevault.com

