Leimea-Sarinbalo
Suco in Osttimor
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Leimea-Sarinbalo (Leimea-Sarinbalo, Leimea Sarinbala, Leimea Sorimbalu, Leimea Sorin Balu, Lemia Sorimbalu, Lemia-Sorimbalu, Leimea Sorin Balun) ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Hatulia (Gemeinde Ermera).
Geographie
| Leimea-Sarinbalo | ||
|---|---|---|
| Orte | Position[3] | Höhe |
| Etimano | 8° 51′ 36″ S, 125° 22′ 32″ O | 813 m |
| Gorema | 8° 51′ 29″ S, 125° 22′ 10″ O | 755 m |
| Leo-Dato | 8° 51′ 16″ S, 125° 23′ 2″ O | 1031 m |
| Name unbekannt (1) | 8° 51′ 21″ S, 125° 22′ 19″ O | 833 m |
| Name unbekannt (2) | 8° 51′ 39″ S, 125° 22′ 45″ O | 859 m |
Leimea-Sarinbalo liegt im Südosten des Verwaltungsamts Hatulia. Südwestlich liegt der Suco Leimea-Craic (deutsch „Unter-Leten“) und nördlich der Suco Coilate-Letelo. Im Süden grenzt Leimea-Sarinbalo an das Verwaltungsamt Atsabe mit seinem Suco Leimea Leten und im Osten an das Verwaltungsamt Letefoho mit seinem Suco Hatugau.[4] Die Grenze zu Coilate-Letelo bildet der Fluss Meipu. Der Südgrenze folgt der Ladibau, der im Westen in den Meipu mündet. Sie sind Nebenflüsse des Marobos.[5] Im Westen liegt der Foho Dailai (726 m, Lage) und im Nordosten der Foho Tutubesse (1036 m, Lage).[6]
Leimea-Sarinbalo hat eine Fläche von 8,66 km²[1] und teilt sich in zwei Aldeias Brug-Bou (Brogobo, Brugbou) und Leo-Dato (Leodato).[4][7] Im Zentrum liegt das Dorf Gorema mit dem Sitz des Sucos. An der Ostgrenze befindet sich das Dorf Leo-Dato mit der Kapelle Nossa Senhora da Graca. Zwischen den beiden Dörfern steht in einer weiteren Siedlung die Kapelle Sagrada Familia. Die Grundschule Escola Primaria Leimea-Sorinbalo befindet sich südöstlich im Dorf Etimano (Hieotmano).[8]
Einwohner
Im Suco leben 814 Einwohner (2022), davon sind 402 Männer und 412 Frauen. Im Suco gibt es 147 Haushalte.[2] Fast 52 % der Einwohner geben Tetum Prasa als ihre Muttersprache an. 34 % sprechen Kemak und fast 13 % Mambai.[9]
Geschichte
Laclo und das Reich von Leimea gelten als Ursprung der Ethnie der Kemak.[10]
Im 17. Jahrhundert wurde Leimea als ein großes Reich beschrieben, das Wachs und Sandelholz produzierte.[11.1] Leimea beteiligte sich zumindest zeitweise an der Cailaco-Rebellion (1719–1769) gegen die portugiesische Kolonialmacht.[12.1] Danach unterstützten sie wieder die Portugiesen.[12.2]
Im Frühjahr 1867 erhob sich Leimea gegen die portugiesische Kolonialmacht. Gouverneur Francisco Teixeira da Silva (1865–1869) schlug den Widerstand in einem ungleichen Kampf nieder. In der 48 Stunden dauernden entscheidenden Schlacht mussten sich die Rebellen gegen eine an Feuerkraft überlegene Übermacht wehren. 15 Dörfer wurden eingenommen und niedergebrannt. Die Anzahl der Opfer unter den Timoresen ist nicht bekannt, die Portugiesen bezifferten ihre eigenen Verluste mit zwei Toten und acht Verwundeten. Das Territorium Leimeas wurde auf die benachbarten Reiche aufgeteilt.[12.3] Laut Carlos Filipe Ximenes Belo soll Leimea erst unter Gouverneur José Celestino da Silva (1894–1908) wegen seiner andauernden Beteiligung an Aufständen endgültig aufgeteilt worden sein. Leimea Leten kam so zu Atsabe.[11]
Aus Leimea-Sarinbalo flohen 1975 nach dem Bürgerkrieg zwischen UDT und FRETILIN 120 Menschen für ein Jahr nach Haekesak in Westtimor.[13]
Politik
1952 war ein Mann namens David Chefe de Suco und 1964 Manuel Martins, der Neffe von Adelino Gomes, dem Chefe von Leimea Leten.[11.2]
Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Evaristo Soares Martins zum Chefe de Suco gewählt[14] und 2009 in seinem Amt bestätigt.[15] Bei den Wahlen 2016 gewann Leonel dos Santos.[16] Bei den Wahlen 2023 wurde Caitano dos Santos gewählt.[17]
Wirtschaft
Weblinks
- Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Leimea-Sarinbalo ( vom 4. November 2013 im Internet Archive) (tetum; PDF-Datei; 8,08 MB)
- Ergebnisse des Zensus 2015 für den Suco Leimea-Sarinbalo ( vom 17. November 2022 im Internet Archive) (tetum; PDF)
- Seeds of Life: Suco information sheets Hatulia (tetum)


