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Izumo no Okuni (japanisch 出雲阿国; geboren um 1572 in Izumo; gestorben um 1610), häufig nur Okuni (japanisch 阿国) genannt, war eine japanische Künstlerin. Über ihr Leben sagen die noch erhaltenen Dokumente kaum Näheres. Sie wuchs wahrscheinlich in Izumo auf und soll am dortigen Schrein als Miko durch Tänze aufgefallen sein. Später lebte sie in Kyōto, wo sie eigenwillige Tanztheater-Stücke aufführte, die das Publikum als Kabuki bezeichnete. Okuni gilt daher als Erfinderin dieser Theaterform, wobei sie sich von mehreren bereits existierenden Gattungen inspirieren ließ. Sie und später auch ihre Ensembles wurden in Japan schnell beliebt und reisten bis ungefähr 1610 durchs Land. Danach verlieren sich ihre Spuren.
Marc-Antoine Charpentier [maʁk ɑ̃ˈtwan ʃaʁpɑ̃ˈtje] (* um 1643 in Paris; † 24. Februar 1704 ebenda) war ein französischer Komponist zur Zeit Ludwigs XIV. Eines seiner bekanntesten Werke ist das Hauptthema aus dem Präludium seines Te Deum (H. 146), das heute als Fanfare bei Fernseh-Übertragungen im Rahmen der Eurovision verwendet wird.
Charpentiers Ausbildung in Italien bei dem berühmten Oratorienkomponisten Giacomo Carissimi versetzte ihn nach seiner Rückkehr nach Paris in eine Außenseiterrolle, da der königliche Surintendant Jean-Baptiste Lully seinen Einfluss auf den König Ludwig XIV. nutzte, einem von ihm mitentwickelten „französischen Stil“ die Vorherrschaft zu sichern und Musik mit italienischen Stileigenschaften Widerstände entgegenzubringen. Nach dem Tode seiner Gönnerin Mademoiselle de Guise, in deren Palast Charpentier 17 Jahre lang gelebt, gesungen und unter anderem die Musik für die Andachten der Prinzessinnen von Guise komponiert hatte, fand er Anstellung bei den Jesuiten: Er wurde maître de musique am Collège Louis-le-Grand und an der Kirche Saint-Louis. Obwohl er immer wieder vom königlichen Hof Aufträge erhielt und den späteren Herzog von Orléans und Regenten Philippe de Chartres unterrichtete, kam es nicht zu einer Anstellung am Hof. In seinen letzten Jahren versah er allerdings das prestigeträchtige Amt des maître de musique der Sainte-Chapelle.
Die Echten Fischernetzspinnen (Segestria) bilden eine zahlenmäßig kleine Gattung innerhalb der Familie der Fischernetzspinnen (Segestriidae). Ihre 23 Arten waren ursprünglich nahezu ausschließlich in der Holarktis verbreitet, die Mächtige Fischernetzspinne (S. florentina) wurde jedoch auch in Südamerika und auf St. Helena eingeschleppt. In Europa kommen sieben Arten und eine Unterart der Gattung vor. Drei der Arten, die Bayerische (S. bavarica), die Mächtige und die Gewöhnliche Fischernetzspinne (S. senoculata), sind in Mitteleuropa vorkommend. Die Vertreter der Gattung sind kleine bis mittelgroße Spinnen und zeichnen sich wie für die Familie üblich vor allem durch ihren zylindrischen Habitus sowie die drei vorderen nach vorne gerichteten Beinpaare aus, ein Anpassungsmerkmal an ihre Lebensweise. Auch anderweitig entspricht die Biologie der Echten Fischernetzspinnen anderen Fischernetzspinnen. So sind sie nachtaktiv sowie allgemein versteckt lebend und legen charakteristische Netze zwecks des Beuteerwerbs an, die aus einer der Spinne als Aufenthaltsort dienenden Wohnröhre und mehreren davon radiär ausgehenden Spinnfäden bestehen.
Das Trøndelag Teater in Trondheim ist Norwegens größtes Regionaltheater. Die Theatergesellschaft wurde 1937 von Henry Gleditsch gegründet und ist seit 1973 im öffentlichen Eigentum. Auf fünf Bühnen mit maximal 1154 Sitzplätzen wurden 2024 insgesamt 429 Vorstellungen gegeben, die von 81.796 Zuschauern besucht wurden. Das Ensemble umfasst 34 Schauspieler. Insgesamt beschäftigt die Theatergesellschaft Personal im Umfang von 140 Vollzeitäquivalenten. Der älteste Teil des Theatergebäudes wurde bereits 1816 errichtet. Die seit 1969 denkmalgeschützte Gamle Scene (Alte Bühne) ist daher das älteste erhaltene Theatergebäude und zugleich das älteste noch immer bespielte Theater in Norwegen. Bis 1937 wurde die Bühne fast immer nur von Amateurgruppen oder auswärtigen Tournee-Ensembles genutzt. 1997 wurde die Gamle Scene (320 Plätze) in einen Neubau integriert, der weitere Bühnen hinzufügte: Hauptbühne (524 Plätze), Studiobühne (150 Plätze), Theaterkeller (60 Plätze), Theatercafé (100 Plätze).