Verlauf des Irankrieges 2026 vor dem Waffenstillstandsabkommen
Entwicklung des militärischen Konflikts im Zeitverlauf
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Der Verlauf des Irankrieges 2026 vor dem Waffenstillstandsabkommen gibt die Ereignisse des Irankriegs 2026 vor dem Waffenstillstandsabkommen im Irankrieg 2026 am 8. April 2026 chronologisch wieder. Der US-Militäraufmarsch vor dem Irankrieg erfolgte etwa ab dem 16. Januar 2026. Der weitere Verlauf ab dem Waffenstillstandsabkommen findet sich in Verlauf des Irankrieges 2026 ab dem Waffenstillstandsabkommen.

Februar 2026
28. Februar 2026
Am 28. Februar 2026 um etwa 7:15 Uhr MEZ (9:45 Uhr IRST) griff Israel unter Beteiligung der Vereinigten Staaten mit Luftschlägen Iran an.[1] Trump erklärte, die Vereinigten Staaten seien entschlossen, die iranischen Raketenfähigkeiten zu beseitigen und die entsprechende Raketenindustrie vollständig zu zerstören.[2] Der israelische Verteidigungsminister Katz teilte mit, es handele sich um einen Präventivschlag, um Bedrohungen für Israel zu beseitigen.[3] Der Luftraum für den zivilen Luftverkehr wurde über weiten Teilen der Region weitgehend geschlossen. In Israel wurden öffentliche Veranstaltungen verboten und es wurde untersagt, zur Schule oder zur Arbeit zu gehen.[3]
Infolge der Angriffe wurden in verschiedenen iranischen Städten Explosionen beobachtet, mehrere davon im Zentrum von Teheran. Dort kam es zu Detonationen in einem Regierungsviertel, in dem auch die Residenz des iranischen Staats- und Religionsführers Ali Chamenei liegt. Offiziellen Mitteilungen zufolge befand er sich zum Zeitpunkt der Vorfälle nicht in Teheran. Dennoch wurde Chamenei bei den Angriffen an diesem Tag getötet.[4] Auch Aziz Nasirzadeh, Irans Verteidigungsminister, und Generalmajor Mohammad Pakpour, Kommandeur der iranischen Revolutionsgarde, kamen um.[5] In der Hauptstadt wurden ein verstärkter Andrang an Tankstellen sowie vermehrte Ausreisen beobachtet.[6][7] Weitere Angriffe wurden aus den iranischen Städten Isfahan, Ghom, Karadsch, Kermanschah und der Hafenstadt Buschehr gemeldet.[8] Das Internet im Land wurde von der Regierung gesperrt.[9]

Bei dem Militärschlag auf die Mädchen-Grundschule Shajareh-Tayyebeh in der Stadt Minab in der Provinz Hormozgan im Süden Irans wurden laut der Justizbehörde mindestens 180 Menschen getötet und weitere 95 verletzt. Fast ausschließlich junge Mädchen zwischen sieben und zwölf Jahre alt. Der Militärschlag wurde von der UNESCO als „schwere Verletzung“ des Völkerrechts eingestuft. Die UNESCO rief alle Parteien zum Schutz von Schulen, Schülern und Lehrern auf: „Die Tötung von Schülern an einem Ort des Lernens stellt eine schwere Verletzung des Schutzes dar, der Schulen nach Internationalem Humanitären Recht zusteht.“ Kurz nach Beginn des US-israelischen Angriffs um 9:40 Uhr hatten die iranischen Behörden die Schließung aller Schulen anordnet. Es ist unklar, ob die Bombe die Grundschule vor oder kurz nach den Warnungen in Minab traf, sodass die Eltern keine Zeit mehr hatten, ihre Kinder abzuholen. Das US-Militär erklärte, es werde den Angriff untersuchen. US-Außenminister Marco Rubio sagte, das Kriegsministerium der Vereinigten Staaten werde den Vorfall untersuchen, falls es sich um einen US-Angriff gehandelt habe, und die USA würden niemals absichtlich eine Schule angreifen.[10][11][12][13][14] Der Militärschlag auf die Mädchenschule war der Einzelschlag mit den meisten zivilen Opfern im neu begonnenen Krieg der Vereinigten Staaten und Israels gegen Iran.[15] Südöstlich der Schule befindet sich eine Kaserne der Revolutionsgarde.

Iran unternahm Gegenangriffe auf Israel – berichtet wurde über zwei Raketenwellen.[17] Zudem kam es in mindestens acht weiteren Staaten der Region zu Explosionen, die iranischen Raketen zugerechnet werden. Insgesamt kam es dabei allein am Golf zu mindestens drei Toten und 44 Verletzten:[18]
- Bahrain: Die US-Militärbasis in Juffair in Bahrain, einem zentralen Stützpunkt der US-Marine, wurde von einer iranischen Rakete getroffen. Dichte Rauchwolken standen auch über Manama, Hauptstadt des Königreichs Bahrain, nach einer Explosion.[19]
- Irak: In Erbil im Irak soll es zu Explosionen gekommen sein. Mehrere iranische Raketen hatten das US-Konsulat in Erbil zum Ziel.[9] Nahe Erbil wurde auch ein US-amerikanischer Stützpunkt angegriffen.[20]
- Katar: Katar gab an, dass zwei iranische Raketen über dem Staatsgebiet abgefangen worden seien.[21] Die iranische regierungsnahe Nachrichtenagentur Fars berichtete, dass Iran die Al Udeid Air Base in Katar angegriffen habe.[22]
- Kuwait: Iran griff die Ali Al Salem Air Base in Kuwait an.[23] Der Stützpunkt verfügt über Patriot-Abwehrsysteme. Die eingehenden Raketen konnten abgefangen werden.[24]
- Saudi-Arabien: In der Hauptstadt Riad, Saudi-Arabien, sollen starke Explosionen zu hören gewesen sein.[25] Angegriffen wurde die Prince Sultan Air Base etwa 60 km entfernt von Riad.[26]
- Vereinigte Arabische Emirate: Auf die Emirate feuerte Iran 137 Raketen und 209 Drohnen ab.[27] In Dubai brannte es im Fairmont Hotel auf der Insel The Palm nach einem mutmaßlichen Raketeneinschlag. Es können aber auch Trümmerteile nach dem Abschuss einer Rakete sein, die niedergingen und einen Brand auslösten.[28] Mehrere Stockwerke des Luxushotels Burj al Arab gerieten in Brand.[29] In Abu Dhabi wurden Flugabwehrraketen beobachtet.[30] Die iranische regierungsnahe Nachrichtenagentur Fars berichtete, dass Iran die Al Dhafra Air Base in Abu Dhabi angegriffen habe.[31] In ihr sind sowohl militärische Einheiten der Emirate als auch der Vereinigten Staaten beheimatet. Sie wurde getroffen.[32]
- Jordanien: Auch in Jordaniens Hauptstadt Amman waren Explosionen zu hören.[33]
- Oman: Im Oman wurde der Hafen Duqm von zwei Raketen getroffen, ein Mann wurde verletzt.[34]
Berichten zufolge schloss Iran zudem die Straße von Hormus.[35] Mehrere Schiffe kehrten um oder verblieben in den Häfen, trotzdem passierten mindestens 17 Öltanker am 28. Februar die Meerenge.[36]
März 2026
1. März 2026

Israel setzte seine Luftangriffe auf Teheran fort. Nach Angaben des israelischen Militärs wurden Teile der iranischen Luftverteidigung im Westen und Zentrum des Landes außer Gefecht gesetzt; ein Einsatz von Bodentruppen werde nicht erwogen. Trump warnte Iran vor weiteren Angriffen und stellte weitere mögliche militärische Reaktionen der Vereinigten Staaten in Aussicht.[37] Israels Militär gab bekannt, seit Konfliktbeginn bereits 100.000 Reservisten mobilisiert zu haben, um unter anderem Israels Grenzsicherung zu Syrien und dem Libanon sowie Such- und Rettungsmannschaften des Heimatfront-Kommandos zu verstärken.[38] Parallel dazu setzte Iran Angriffe auf Ziele in Israel und anderen Staaten der Golfregion fort. Bei einem iranischen Raketeneinschlag in Bet Schemesch, westlich von Jerusalem, wurden neun Zivilisten getötet und rund 50 weitere verletzt.[39] Unter den Getöteten befanden sich zwei Männer und drei Frauen, sowie vier Kinder bzw. Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahren.[40]

In Dubai und im Luftraum über Doha wurden Explosionen und Abfangmaßnahmen dokumentiert, die zu deutlichen Störungen im zivilen Luftverkehr führten. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Arabischen Emirate wurden insgesamt 152 von 165 ballistischen Raketen und 506 von 541 Flugdrohnen abgefangen.[41] Dennoch kam es zu drei Toten und 58 Verletzten.[42] In Syrien wurden Überreste abgefangener Geschosse präsentiert.
Auch die Muwaffaq Salti Air Base im Osten Jordaniens, welche von der Bundeswehr im Rahmen des Einsatzes Counter Daesh / Capacity Building Iraq[43] genutzt wird, kam unter iranischen Beschuss. Dabei wurde ein US-Soldat durch fallende Trümmer leicht verletzt.[44]
Im Laufe des Sonntags griff der Iran auch erstmals den neutralen Oman an, der Ort der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran ist. Zwei Drohnen schlugen in den Hafen von Duqm ein.[45]
Die iranische staatliche Nachrichtenagentur ILNA berichtete, der ehemalige Präsident Mahmud Ahmadineschad sei ums Leben gekommen.[46][47] Am selben Tag dementierte seine Partei die Angaben und gab an, er sei am Leben.[48] Auch der Oberbefehlshaber der Iranischen Revolutionsgarde Mohammad Pakpour sei getötet worden. Daher wurde General Ahmad Vahidi zum Oberbefehlshaber der Islamischen Revolutionsgarde ernannt.[49] In Bahrain wurde nach Behördenangaben ein Gebäude in der Nähe der US-Marinebasis beschädigt; zusätzlich zeigen Bildaufnahmen Brände in Industrieanlagen sowie Trümmer abgefangener Raketen. In Bagdad versammelten sich Demonstranten mit Porträts von Ali Chamenei. In Teheran kamen große Menschenmengen zusammen, um des getöteten iranischen Staatsoberhaupts Ali Chamenei zu gedenken.[50]

Die islamischen Revolutionsgarden behaupteten, sie hätten den US-Flugzeugträger Abraham Lincoln im Persischen Golf angegriffen.[51] Das US-Militär widersprach dieser Darstellung.[52] Das United States Central Command, das die laufenden US-Militäroperationen gegen Iran koordiniert, teilte mit, eine iranische Korvette der Moudsch-Klasse im Golf von Oman versenkt zu haben. Das Schiff habe sich demnach an einem Pier im Hafen von Tschahbahar befunden.[53][54] Später erklärte Trump, die Vereinigten Staaten hätten neun iranische Schiffe versenkt.[55]
Am Abend kam es zu erneuten größeren Luftangriffen auf Teheran. Laut Medienberichten waren Einrichtungen des staatlichen Rundfunks und der iranischen Atombehörde Ziele gewesen.[56]
Das Institute for the Study of War berichtete, dass die israelisch-amerikanischen Streitkräfte über 2.000 Ziele im Iran angegriffen und die Luftüberlegenheit hätten herstellen können. Hierbei wurden sowohl militärische als auch iranische Unterdrückungsbehörden angegriffen. Die Vereinigten Staaten fokussieren sich auf strategische Infrastruktur, wie Flugabwehrstellungen, Kommandozentren und logistische Einrichtungen. Die IDF übernahm Angriffe auf Abschussstellungen für ballistische Raketen und Präzisionsschläge auf die iranische Führung. Zudem wurden die Fregatten Bayandor und Naghdi versenkt. Kuwait hat seit Beginn der iranischen Luftangriffe 283 Drohnen und 97 ballistische Raketen abgefangen. Bahrain hat im selben Zeitabschnitt 145 iranische Drohnen und 45 ballistische Raketen abgefangen. In den Vereinigten Arabischen Emiraten griff der Iran mehrere Hafenanlagen an, unter anderen den Hafen Dschabal Ali, auf dem auch französische Truppen stationiert sind. Iranische Angriffe trafen des Weiteren militärische und zivile Ziele in Bahrain und Oman. Auch militärische Einrichtungen im Irak, die US-Truppen nutzen, waren Ziele der iranischen Angriffe.[57]
Beim Angriff einer iranischen Kamikazedrohne auf eine amerikanischen Kommandozentrale im kuwaitischen Handelshafen Shuaiba wurden sieben US-Soldaten getötet und neun weitere US-Soldaten lebensgefährlich verletzt.[58][59][60]
2. März 2026

Israel griff erneut Ziele in Teheran sowie im Süden des Libanon an. In Teheran wurde nach Medienberichten das Gandhi-Krankenhaus von einer Rakete getroffen. Der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Golestanpalast in Teheran wurde laut iranischen Medienberichten bei US-israelischen Angriffen teilweise beschädigt. Nach Angaben der Streitkräfte der Vereinigten Staaten unterhielt die Führung der Islamischen Republik Iran zu diesem Zeitpunkt keine Schiffe im Bereich des Golfs von Oman.[61]
Die Hisbollah schoss – erstmals seit dem Abschluss des Waffenstillstandes im November 2024 – mehrere Raketen auf Nordisrael[62][63], worauf die israelische Armee mit Angriffen auf Ziele in Beirut und Südlibanon reagierte, welche sich nach Armeeangaben gegen hochrangige Funktionäre, Hauptquartiere und die Infrastruktur der Terrororganisation richteten.[64] Das libanesische Gesundheitsministerium gab an, es gebe mindestens 31 Tote und 150 Verletzte.[65] Der libanesische Präsident Joseph Aoun verurteilte insbesondere die Angriffe der Hisbollah.[66]
In Bahrain gingen Trümmer einer abgefangenen Rakete nieder und trafen ein Schiff, auf dem durch den Aufprall ein Feuer ausbrach. Ein aus Asien stammender Arbeiter wurde dabei tödlich verletzt, zwei weitere Personen erlitten schwere Verletzungen.[67] Nach eigenen Angaben hat Bahrain bisher 61 Raketen und 34 Drohnen abgefangen. Die mutmaßlichen Ziele der Flugkörper seien überwiegend zivile Einrichtungen und Privatbesitz gewesen.[68]

Auf Zypern wurde der britische Luftwaffenstützpunkt RAF Akrotiri in der Nähe von Limassol nach Angaben des Verteidigungsministeriums in London von einer Drohne getroffen. Personen kamen dabei nicht zu Schaden; die britischen Streitkräfte verstärkten anschließend ihre Schutzmaßnahmen. Dies geschah nach der britischen Zustimmung zu einem US-Ersuchen, britische Stützpunkte für „defensive“ Angriffe auf iranische Raketenstellungen zu nutzen.[69] Die zyprische Regierung meldete, dass die Drohne nur begrenzten Schaden angerichtet habe.[70] Dennoch wurde nicht unbedingt erforderliches britisches Personal zunächst verlegt.[71] EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen spricht Zypern europäische Unterstützung aus.[72] Wegen des Vorfalls wurde ein geplantes Treffen der EU-Europaminister verschoben.[73] Am Vormittag gab es erneuten Luftalarm auf dem Stützpunkt,[74] wobei zwei Drohnen abgefangen wurden.[75] Als Reaktion auf die Angriffe entsendete Griechenland zwei Fregatten und vier F-16-Kampfflugzeuge.[76][77]
Eine proiranische Miliz im Irak griff nach eigenen Angaben einen US-Stützpunkt in der Nähe von Bagdad mit einer Drohne an.[78]
Nach Angaben des United States Central Command griffen US-Streitkräfte in den ersten 24 Stunden mehr als 1.000 Ziele im Iran an; darunter fielen das Hauptquartier der Revolutionsgarden, die iranische Marine, Kommandozentren, Kommunikationseinrichtungen Flugabwehrsysteme sowie Abschussstellungen von ballistischen Raketen.[79]
Am Morgen meldete Israel erneute iranische Luftangriffe auf Tel Aviv.[80] Auch auf Kuwait gab es seit drei Tagen iranische Luftangriffe.[81] Onlineberichten zufolge stürzte in Kuwait eine F-15 der USAF ab. Den Videos war zu entnehmen, dass sich beide Piloten mit dem Schleudersitz retten konnten.[82][83] Das kuwaitische Verteidigungsministerium bestätigte die Berichte.[84] Nach Angaben des United States Central Command schoss Kuwait versehentlich drei US-Kampfflugzeuge ab. Die sechs Insassen überlebten.[85] Laut einem Augenzeugen war eine Rauchsäule über dem Gebiet der US-Botschaft in Kuwait zu sehen. Die Botschaft rief dazu auf, sie nicht aufzusuchen.[86]
Einer Mitteilung des chinesischen Außenministeriums zufolge sind seit den Angriffen auf Iran über 3.000 Staatsangehörige ausgeflogen worden. Bei Luftangriffen sei ein chinesischer Staatsbürger in Teheran getötet worden.[87] Der deutsche Außenminister Johann Wadephul schloss eine militärische Evakuierung für deutsche Staatsbürger in der Region aus.[88] Großbritannien bereitete währenddessen eine Evakuierung der schätzungsweise 300.000 Briten in der Region vor, so die britische Außenministerin Yvette Cooper.[89] Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot erklärte, dass Frankreich bereit sei, die Golfstaaten – er nannte Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Irak, Bahrain, Kuwait, Oman und Jordanien – bei ihrer Verteidigung zu unterstützen.[90]
Im Norden des Iraks wurden drei Drohnen über dem Flughafen von Erbil abgeschossen.[91] Die Trümmer einer abgeschossenen Drohne in Saudi-Arabien entfachten ein Feuer in der Raffinerie Ras Tanura des Ölkonzerns Aramco. Die Aktivität der Raffinerie sei zunächst gedrosselt worden, hieß es.[92]
Iranische Schulen bleiben zunächst bis Ende März geschlossen. Der Unterricht sollte online fortgesetzt werden.[93]
Katar meldete den Abschuss von zwei iranischen Su-24-Kampfflugzeugen.[94][95]
3. März 2026

Im Zuge der regionalen Eskalation wurden mehrere diplomatische Vertretungen der Vereinigten Staaten im Nahen Osten durch Drohnenangriffe beschädigt, darunter die Botschaften in Kuwait-Stadt und Riad. Die US-Botschaft in Amman wurde nach einer nicht näher erläuterten Bedrohung vorsorglich geräumt. Gleichzeitig setzten die israelischen Streitkräfte ihre Operationen im Libanon fort und griffen nach eigenen Angaben Einrichtungen der Hisbollah in Beirut an.[96] Im Iran wurden laut Angaben der israelischen Luftwaffe Einrichtungen der Staatsführung in Teheran getroffen, darunter das Präsidentenbüro und ein Gebäude des Expertenrats. In Karadsch und Isfahan waren Explosionen zu hören. Trotz eines Angriffs auf den Sitz des staatlichen Rundfunks IRIB ging der Sendebetrieb weiter.[97] In Dubai brach am US-Konsulat nach einem Drohnenangriff ein Feuer aus, der dem Iran zugeschrieben wurde.[98] Die israelischen Streitkräfte gaben bekannt, dass ihre Luftwaffe seit Beginn der Angriffe bereits rund 1600 Einsätze geflogen und dabei rund 4000 Bomben abgeworfen habe, womit die Munitionsmenge der gesamten Operation Rising Lion übertroffen worden sei.[99]
Die IAEO bestätigte Schäden an den Eingangsgebäuden der unterirdischen Natanz-Urananreicherungsanlage ohne Austritt von Radioaktivität.[100]
Trump zeigte sich offen für Unterstützung bewaffneter Milizen (Kurden) im Iran.[101] Die US-Regierung dementierte später Berichte über die Bewaffnung von Kurden.[102]
Der französische Präsident Emmanuel Macron ließ die Groupe aéronaval mit dem Flugzeugträger Charles de Gaulle nach Zypern verlegen.[103][104]
4. März 2026

Der Kommandeur des US-Zentralkommandos, Brad Cooper, teilte in einer Videobotschaft mit, die US-Armee habe bislang fast 2000 Ziele im Iran angegriffen und dabei die iranische Luftverteidigung stark geschwächt.[105][106]
Laut Reuters wurde die iranische Fregatte IRIS Dena vor Sri Lanka von dem US-amerikanischen Atom-U-Boot USS Charlotte versenkt.[107][108] Der benutzte Torpedo-Typ Mk-48 ist 5,80 m lang und bis zu 1,7 Tonnen schwer. Er schlägt nicht direkt in die Schiffshülle ein, sondern explodiert unter dem Schiff. Damit erzeugt er eine Gasblase, die das Schiff hochhebt und beim folgenden Aufschlag auf dem Wasser zerbrechen lässt. Die iranische Dena versank mit 130 Besatzungsmitgliedern an Bord nach der Explosion innerhalb weniger Minuten im Meer.[109] Die Marine von Sri Lanka leitete eine Rettungsoperation ein; es gab offenbar 78 Gerettete, weitere etwa 100 Seeleute wurden vermisst.[110] Laut anderen Angaben wurden 87 Besatzungsmitglieder getötet, 32 seien gerettet worden. Die restliche Besatzung galt als vermisst.[111] In Indien führte die Versenkung des Schiffes zu Irritationen, da die Dena auf dem Rückweg von einem gemeinsamen Seemanöver mit der Indischen Marine und der internationalen Flottenschau IFR 2026 in Visakhapatnam war. Das Schiff wurde dort der indischen Präsidentin Draupadi Murmu vorgeführt.[112] Die iranische Armee bestätigte am 8. März den Tod von mindestens 104 Besatzungsmitgliedern bei der Versenkung des Schiffs, etwa 19 Seemeilen vor der südlichen Hafenstadt Galle.[113]
In der Straße von Hormus wurde das unter der Flagge von Malta fahrende Containerschiff Safeen Prestige beschossen. Im Maschinenraum brach ein Brand aus. Die Besatzung verließ das Schiff.[114]
Laut dem türkischen Außenministerium soll der Iran im Laufe des Krieges versucht haben, mit einer ballistischen Rakete die Incirlik Air Base in der Türkei zu treffen. Diese Rakete, die nach dem Überflug von Syrien und dem Irak in den türkischen Luftraum eingedrungen war, wurde von einem Abwehrsystem der NATO abgefangen.[115][116][117] Iran gab zudem bekannt, die Kontrolle über die Straße von Hormus erlangt zu haben.[118]
Durch Raketenangriffe aus Iran und dem Südlibanon auf Israel kam es dort im Laufe des Tages zur Auslösung von Luftalarm unter anderem in Jerusalem, Tel Aviv, Haifa, Eilat, Beʾer Scheva und Safed.[119][120][121][122] Es wurden dabei Trümmereinschläge in Zentralisrael und dem Raum Jerusalem sowie zwei Verletzte gemeldet.[123][124]
Israel flog Luftangriffe im Zentral- und Westiran[125], darunter auf die Hauptstadt Teheran[126], wo nach israelischen Armeeangaben unter anderem Luftverteidigungs- und Aufklärungssysteme am Flughafen Mehrabad[127] sowie ein gemeinsames Hauptquartier iranischer Sicherheitseinheiten im Osten der Stadt getroffen worden seien.[128] Laut Angaben der israelischen Streitkräfte konnte dabei eine israelische F35I eine iranische Jak-130 über Teheran abschießen, wobei es sich um den ersten Abschuss eines bemannten Flugzeugs durch eine F-35 überhaupt handelte und um das erste Mal seit 1985, dass ein israelisches Flugzeug in einen Luftkampf mit einem bemannten Luftfahrzeug verwickelt war.[129]
Weitere Angriffe flog die israelische Luftwaffe gegen Ziele in Beirut[130] und im Südlibanon[131], zudem rückten israelische Einheiten aus drei Divisionen in tiefer im Südlibanon gelegene Stellungen vor, um eine zusätzliche Verteidigungslinie zu errichten. Dies sollte nach israelischen Angaben die Bewohner Nordisraels vor Angriffen aus dem Libanon schützen.[132] Die Hisbollah bestätigte dabei bewaffnete Zusammenstöße mit israelischen Bodentruppen bei Chiyam, rund sechs Kilometer von der israelischen Grenze entfernt.[133] Bei Hula wurde ein israelischer Panzer angegriffen, dabei wurden zwei israelische Soldaten verwundet.[134]
Das saudische Verteidigungsministerium bestätigte einen versuchten iranischen Drohnenangriff auf die Anlage von Saudi Aramco in Ra's Tanura, in der sich die größte inländische Raffinerie und ein wichtiges Rohölexportterminal befindet,[135] sowie den Abschuss von zwei iranischen Marschflugkörpern über einem Gebiet südlich der Hauptstadt Riad.[136] In Kuwait meldete das Militär Abwehraktionen seiner Luftverteidigung und den Tod eines elfjährigen Mädchens durch herabfallende Trümmerteile in Kuwait-Stadt.[137]
5. März 2026
Am Morgen meldete Aserbaidschan Drohnenangriffe aus dem Iran. Zwei Zivilisten sollen verletzt worden sein. Eine Drohne sei nahe eines Flughafens in der aserbaidschanischen Exklave Nachitschewan eingeschlagen, eine weitere nahe einer Schule.[138][139] Der Präsident Aserbaidschans Ilham Alijew kündigte die Vorbereitung und Durchführung von Vorsichtsmaßnahmen an[140], zudem wurde der iranische Botschafter einbestellt.[141] Der Iran dementierte den Angriff und behauptete, der Angriff sei von Israel durchgeführt worden.[139]
Im Laufe des Tages startete Iran acht Raketensalven nach Israel[142][143], wobei es zur Auslösung von Luftalarm in Zentralisrael, Jerusalem, Haifa und Teilen des nördlichen Westjordanlandes kam.[144][145][146] In mehreren Gebieten Zentralisraels kam es zu Einschlägen von Raketenfragmenten und Submunition eines Streubombensprengkopfes, wobei Schäden verursacht wurden und ein Feuer ausbrach. Im besiedelten Teil einer namentlich nicht genannten Stadt kam es zu einem direkten Raketentreffer, wobei jedoch keine Verletzten zu beklagen waren.[147][148] Die israelische Luftwaffe startete eine neue Welle von Angriffen gegen Ziele des iranischen Regimes im Westen und Zentrum Irans, darunter in Teheran.[149][150] Laut iranischer Nachrichtenagentur Tasnim wurde der Azadi-Sportkomplex in Teheran bei einem Luftangriff schwer beschädigt. Betroffen waren unter anderem eine Indoor-Arena mit 12.000 Sitzplätzen, darüber hinaus Schlafsäle sowie ein neu errichtetes Gebäude des iranischen Radsportverbandes.[151] Zudem führte die israelische Luftwaffe weiterhin Angriffe gegen die Hisbollah im Libanon durch, unter anderem in Beirut[152] und in der Küstenstadt Tripoli, mehr als 180 Kilometer von der israelischen Grenze entfernt.[153] In einer bis dahin beispiellosen Evakuierungswarnung forderte Israels Militär die Bewohner der als Dahieh bekannten südlichen Vororte Beiruts und auch der östlichen Bekaa-Ebene zum Verlassen dieser Gebiete auf; beide Örtlichkeiten gelten nach israelischer Einschätzung als Hochburgen der Hisbollah.[154][155]
Die Vereinigten Arabischen Emirate gaben am frühen Nachmittag bekannt, dass der Iran im Laufe des Tages bereits sieben ballistische Raketen und 131 Drohnen auf das Land abgefeuert habe, wobei eine Rakete und sechs Drohnen im Landesinneren eingeschlagen seien. Alle anderen Flugkörper seien erfolgreich abgefangen worden.[156] Es sei zu Explosionen aufgrund von Abfangmanövern der Luftverteidigung über Abu Dhabi gekommen,[157] wobei durch herabfallende Trümmerteile sechs Staatsangehörige aus Pakistan und Nepal teilweise schwer verletzt worden seien.[158]
Katar meldete die Abwehr eines iranischen Raketenangriffs über Doha[159], während Bahrain einen iranischen Raketentreffer an einer Raffinerie von Bapco Energies in Ma’ameer verkündete, welcher zu einem Brand geführt habe.[160][161]
Iran verkündete darüber hinaus, Angriffe auf ein Hauptquartier kurdischer Gruppen in Iraks Autonomer Region Kurdistan[162] sowie auf US-Standorte im nordirakischen Erbil[163] und auf Camp Udairi in Kuwait durchgeführt zu haben.[164] Sicherheitskreise bestätigten auch einen Drohnentreffer auf ein von einer US-Firma betriebenes Ölfeld im kurdischen Dohuk.[165]
Irans Militär gab bekannt, seit Kriegsbeginn über 500 ballistische Raketen und Marschflugkörper sowie über 2000 Drohnen abgefeuert zu haben, wobei 40 % der Angriffe Israel und 60 % US-amerikanische Ziele in der Region zum Ziel gehabt hätten.[166]
Nachdem ein amerikanisches U-Boot am Vortag die iranische Fregatte Dena versenkt hatte, meldet das Trossschiff Bushehr vor der Küste von Sri Lanka einen Maschinenschaden.[167] Bei einer Inspektion durch die sri-lankische Marine stellte sich jedoch heraus, dass kein solcher Maschinenschaden vorlag. Unbestätigten Berichten zufolge soll die Besatzung vielmehr um Asyl gebeten haben. Das Schiff wurde von Sri Lanka übernommen und mit Hilfe einiger Besatzungsmitglieder in den Hafen von Trincomalee überführt.[168][169] Die 208 Seeleute starke Mannschaft wurde ebenfalls nach Sri Lanka verbracht.[170]
6. März 2026
Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, verkündete gegenüber Reportern, dass die Vereinigten Staaten damit rechnen, ihre Operationsziele in vier bis sechs Wochen erreicht zu haben.[171] Das US-Militär habe nach eigenen Angaben innerhalb der ersten Kriegswoche mehr als 3000 Ziele angegriffen.[172] Die iranischen Raketenangriffe seien seit dem ersten Tag des Krieges um 90 Prozent zurückgegangen, die Drohnenangriffe um 83 %. Das US-Militär arbeite weiter daran, Irans Raketenindustrie und deren Fähigkeiten zum Wiederaufbau zu zerstören.[173] Die israelischen Streitkräfte verkündeten ebenfalls einen seit vier Tagen festgestellten Rückgang der Anzahl von auf Israel abgefeuerten ballistischen Raketen auf etwa 20 pro Tag, im Vergleich zu rund 90 bzw. 60 in den ersten beiden Kriegstagen. Das Militär habe bisher mehr als 300 iranische Raketenwerfer zerstört, was nach israelischen Einschätzungen etwa 60 % des gesamten iranischen Bestandes entspricht.[174]
Im Laufe des Tages startete Iran fünf Raketensalven nach Israel,[175] was zur Auslösung von Luftalarm unter anderem in Tel Aviv[176] und Beʾer Scheva führte. Es wurden dabei keine Verletzten oder Einschläge in bewohnten Gebieten gemeldet.[177] Israel startete im Gegenzug eine neue Angriffswelle auf Ziele in Teheran, Isfahan und im Westiran,[178][179] wobei unter anderem der unterirdische Bunker des getöteten iranischen Führers Ali Chamenei zerstört wurde. Die Anlage habe sich unter dem iranischen Führungskomplex in Teheran befunden und sei weiterhin von hochrangigen Mitgliedern des iranischen Regimes genutzt worden. An der Zerstörung seien rund 50 Kampfflugzeuge der israelischen Luftwaffe beteiligt gewesen, welche etwa 100 Bomben abgeworfen hätten.[180] Nach Angaben des Militärs flog die israelische Luftwaffe seit Kriegsbeginn 2500 Einsätze und 150 separate Angriffswellen gegen Iran, wobei über 6500 Bomben abgeworfen worden seien.[181] Der iranische UN-Botschafter Amir Iravani teilte mit, dass im Konflikt bisher mindestens 1332 iranische Zivilisten ihr Leben verloren hätten.[182]
Saudi-Arabien meldete den Abschuss von drei Drohnen östlich von Riad,[183] drei ballistischen Raketen, die auf den Luftwaffenstützpunkt Prince Sultan abgefeuert worden seien,[184] und eines Marschflugkörpers in der Nähe des zentralen al-Chardsch-Gebiets.[185]
Katar teilte mit, einen Angriff von zehn iranischen Drohnen auf den Luftwaffenstützpunkt Al Udeid vereitelt zu haben; neun der Drohnen seien abgeschossen worden, eine weitere habe unbewohntes Gebiet getroffen.[186][187]
Bahrain meldete Sachschäden durch iranische Angriffe auf ein Hotel und zwei Wohngebäude in der Hauptstadt Manama.[188]
Im Irak wurden iranische Drohnentreffer am Frachtterminal des Flughafens Basra, an einem US-Unternehmen im Ölkomplex Burjesia und am Ölfeld Rumaila – wo der Energiekonzern BP tätig ist – bestätigt.[189] ZUdem gab es Drohnenangriffe auf das von Ausländern frequentierte Hotel Erbil Arjaan[190] und einen Militärstützpunkt am Flughafen Bagdad, auf dem sich eine diplomatische Einrichtung der USA befindet.[191]
Die iranischen Revolutionsgarden teilten darüber hinaus mit, den US-Luftwaffenstützpunkt al-Dhafra in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit Drohnen und Präzisionsraketen angegriffen zu haben.[192]
Israels Luftwaffe flog zudem weitere Angriffe auf Ziele der Hisbollah unter anderem in Beirut,[193][194] Sidon[195] und Tyros.[196] Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden seit Kriegsbeginn bei israelischen Luftangriffen im Libanon mindestens 123 Menschen getötet und 683 verletzt.[197] Bei einem Raketenangriff der Hisbollah im Norden Israels wurden acht israelische Soldaten verwundet, fünf davon schwer. Unter den Verletzten befand sich auch der Sohn des israelischen Finanzministers Bezalel Smotrich.[198] Im libanesischen Nabatäa wurden zwei UN-Friedenssoldaten aus Ghana bei einem Raketenangriff auf ihren Posten schwer verletzt. Woher der Beschuss stammte, wurde vorerst nicht bekanntgegeben.[199]
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, nach einer Anfrage aus Washington die USA bei der Abwehr iranischer Drohnen zu unterstützen. Er habe daher die Entsendung von Spezialisten und Ausrüstung angeordnet. Die Ukraine hat in ihrem Abwehrkampf gegen Russland umfangreiche Erfahrungen mit den von Russland eingesetzten iranischen Kamikaze-Drohnen gesammelt. Er regte einen Tausch von ukrainischen Abfangdrohnen gegen Patriot-Luftabwehrraketen an.[200]
7. März 2026
Die israelische Luftwaffe startete neue Angriffe gegen Ziele in Teheran und Isfahan,[201][202] wobei das israelische Militär unter anderem die Zerstörung von 16 Luftfahrzeugen der Quds-Einheit auf dem Flughafen Mehrabad[203] und Treffer auf das Kommandozentrum der Luftverteidigungseinheit der Revolutionsgarden bestätigte.[204] Iran startete im Verlauf des Tages zwölf Raketensalven in Richtung Israel[205] und auch die Hisbollah schoss Raketen nach Nordisrael; diese Angriffe führten unter anderem zu Luftalarm in den Städten Tel Aviv, Beʾer Scheva, Jerusalem, Safed, Kirjat Schmona und Tiberias. Eine Drohne der Hisbollah stürzte auf den Parkplatz eines Krankenhauses in Naharija[206] und Trümmer einer abgefangenen Rakete trafen ein Haus in der östlich von Tel Aviv gelegenen Stadt Lod,[207] wobei jedoch keine Meldungen über Verletzte verzeichnet wurden.[208][209][210][211][212][213]
Israels Luftwaffe führte darüber hinaus auch Angriffe im Süden und Osten des Libanon durch.[214] Libanesische Medien berichteten auch von Kämpfen zwischen der Hisbollah und israelischen Soldaten bei an-Nabī Schaith, an der libanesisch-syrischen Grenze.[215] Israel bestätigte, dass es sich um eine Mission zur Rückführung der Leiche des 1986 mit dem Fallschirm über dem Libanon abgesprungenen Soldaten Ron Arad gehandelt habe, der jedoch am vermuteten Bestattungsort nicht hätte geborgen werden können. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete, dass bei den israelischen Angriffen 16 Menschen getötet und 35 weitere verletzt worden seien.[216][217] Zwei israelische Soldaten wurden bei einem Raketenangriff im Südlibanon schwer verwundet.[218]
In Dubai und Manama wurden Explosionen gemeldet,[219] wobei in Manama laut bahrainischen Innenministerium ein Brand und Sachschäden an mehreren Gebäuden verursacht wurden.[220] Das emiratische Verteidigungsministerium führte die Explosionen in Dubai auf das Abfangen von Raketen und Drohnen durch die Luftverteidigung zurück.[221] Eine iranische Drohne schlug auf dem Gelände des Flughafens Dubai ein[222] und ein pakistanischer Staatsbürger starb durch herabfallende Raketentrümmer.[223]
Saudi Arabien gab bekannt, eine ballistische Rakete, die auf den Luftwaffenstützpunkt Prince Sultan abgefeuert wurde,[224] sowie Drohnen, die auf das Ölfeld Schaiba zusteuerten, abgefangen und zerstört zu haben.[225]
Iran verkündete darüber hinaus Angriffe auf den US-Stützpunkt Juffair in Bahrain[226] und einen unter der Flagge der Marshallinseln fahrenden Öltanker im Persischen Golf.[227] Am Abend fingen Luftverteidigungssysteme iranische Raketen ab, die auf die US-Botschaft in Bagdad zielten.[228]
Nach eigenen Angaben hat Israel erstmals die nationalen Ölreserven Irans angegriffen. Dabei seien etwa 30 Öltanks in Teheran getroffen worden und große Brände seien die Folge gewesen.[229][230] Insgesamt wurden in den letzten beiden Tagen über 300 Ziele in Iran durch die israelischen Streitkräfte angegriffen, darunter auch Produktions- und Teststätten für ballistische Raketen. Seit Kriegsbeginn wurden von Israel mehr als 110 iranische Drohnen abgefangen.[230] Der Iran erklärte, dass eine Anlage zur Entsalzung von Trinkwasser getroffen worden sei.[231]
8. März 2026
Israelische Streitkräfte führten einen Angriff auf ein Hotel im Zentrum von Beirut durch, in dem sich nach Angaben von Presseberichten auch Kommandeure der Al-Quds-Brigaden aufhielten. Medien zufolge befanden sich in dem Gebäude auch Zivilpersonen, darunter Flüchtlinge. Israel, Saudi-Arabien, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Bahrain meldeten iranische Angriffe.[232]
Das kuwaitische Militär bestätigte iranische Angriffe auf Treibstofftanks am Flughafen Kuwait, zudem wurden zwei Grenzbeamte tödlich verletzt. Das saudische Verteidigungsministerium meldete das Abfangen von 15 iranischen Drohnen, welche unter anderem das Diplomatenviertel der Hauptstadt Riad zum Ziel gehabt haben sollen. Beim Einschlag eines Flugkörpers in einem Wohngebiet der Stadt al-Chardsch wurden zwei Menschen getötet und zwölf weitere verletzt. Iran hatte zuvor Angriffe auf Radarsysteme in diesem Gebiet bekanntgegeben.[233] Bei den Toten handelt es sich um einen bangladeschischen und einen indischen Staatsbürger.[234] Bahrain teilte mit, dass drei Menschen durch herabfallende Raketentrümmer auf ein Universitätsgebäude in der Stadt al-Muharraq verletzt worden seien und dass eine Meerwasserentsalzungsanlage beschädigt worden sei.[235][236] Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate meldete bis am frühen Nachmittag den Abschuss von 16 iranischen Raketen und 113 Drohnen. Das Ministerium teilte darüber hinaus mit, dass durch die iranischen Angriffe bislang vier Staatsbürger aus Pakistan, Nepal und Bangladesch getötet sowie 112 Menschen verletzt worden seien.[237] Nach israelischen Polizeiangaben wurden in Zentralisrael mehr als ein Dutzend Einschlagstellen verzeichnet, zurückzuführen auf den iranischen Einsatz von Streumunition. Dabei wurden in Tel Aviv und Petach Tikwa sechs Menschen teils schwer verletzt.[238]
Im Libanon gingen die Kämpfe unvermindert weiter; Israel meldete die Tötung von etwa 200 Mitgliedern der Hisbollah und anderer Terrorgruppen im Libanon seit Beginn der Auseinandersetzungen, wobei die Luftwaffe über 600 Angriffe durchgeführt und dabei über 820 Bomben eingesetzt habe. Das libanesische Gesundheitsministerium vermeldete bislang den Tod von 394 Menschen im Libanon.[239] Am Morgen wurden beim Angriff der Hisbollah auf ein gepanzertes Fahrzeug im Südlibanon zwei israelische Soldaten getötet.[240]
Irans Revolutionsgarde teilte mit, das Land könne mindestens sechs Monate lang die Intensität seiner Angriffe aufrechterhalten, und verkündete, bislang mehr als 200 Standorte in der Region angegriffen zu haben, die mit US-amerikanischen sowie israelischen Stützpunkten und Einrichtungen in Verbindung stünden.[241]
Die deutsche Bundesregierung meldete die temporäre Verlegung von deutschem Botschaftspersonal aus Teheran.[242]
9. März 2026
In der Nacht gab es erneute iranische Angriffe auf Israel. Hierbei wurde nach israelischen Angaben mindestens eine Person getötet.[243] Laut einem israelischen Militärsprecher ging die Zahl der iranischen Raketen bei jedem Angriff zurück.[244] Israel griff weitere Ziele der iranischen Führung an,[245] unter anderem auch in der Stadt Isfahan.[246][247] Weitere israelische Angriffe zielten auf eine Hisbollah-Hochburg südlich von Beirut.[248] Die Golfstaaten meldeten erneuten iranischen Beschuss. Katar meldete den Abschuss mehrerer Raketen und die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten den Abschuss von zwölf iranischen Raketen. Von 18 angreifenden Drohnen seien 17 abgefangen worden. Insgesamt gab es seither 250 Raketen- und 1400 Drohnenangriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate.[249] Bei einem iranischen Drohnenangriff wurden in Bahrain mindestens 32 Menschen verletzt.[250]
Aufgrund der aktuellen militärischen Auseinandersetzung in der Region verschob das libanesische Parlament die für Mai geplante Wahl und verlängerte sein Mandat um zwei Jahre.[251]
Bei seinem Besuch auf Zypern – zuvor wurde hier am 2. März der britische Militärstützpunkt angegriffen – verkündete der französische Präsident Macron die europäische Unterstützung Zyperns bei einem möglichen Angriff.[252] Die Türkei entsendete sechs F-16 Kampfflugzeuge nach Nordzypern.[253]
Eine Sprecherin der NATO bestätigte das erneute Abfangen einer Rakete, die in Richtung Türkei unterwegs war. Zuvor hatte das türkische Verteidigungsministerium das Abfangen einer iranischen ballistischen Rakete gemeldet.[254][255] Trümmerteile fielen im südtürkischen Bezirk Sahinbey herunter.[256] Wenige Stunden zuvor hatte die amerikanische Botschaft in der Türkei US-Staatsbürger dringend aufgefordert, den Südosten der Türkei zu verlassen.[257]
Die Europäische Kommission flog mit Hilfe von zwei gecharterten Flugzeugen 356 Europäer vom Oman nach Rumänien aus.[258]
10. März 2026
Der Zerstörung von seit Kriegsbeginn mehr als 50 Schiffen der iranischen Marine folgten laut dem US-Generalstabschef Dan Caine amerikanische Angriffe auf iranische Minen- und Waffenlager.[259] Laut dem US-Central Command wurden 16 Minenlegeschiffe der iranischen Marine zerstört.[260] Ein Sprecher für das katarische Außenministerium teilte mit, dass Katar weiterhin keine Kriegspartei sei, aber auf Angriffe „angemessen“ reagieren würde.[261] Nach Angaben der iranischen Regierung wurde bei Angriffen auf die Stadt Isfahan der Tschehel-Sotun-Palast, ein Unesco-Welterbe seit 2011, beschädigt.[262] Seit Beginn der Angriffe mussten zudem neun Krankenhäuser in Iran den Betrieb einstellen. Insgesamt gab es Angriffe auf 18 Rettungswachen und 25 Gesundheitszentren, so ein iranischer Abgeordneter.[263] Ein Vertreter der aserbaidschanischen Regierung verkündete ein an Iran gerichtetes Hilfspaket mit zehn Tonnen Mehl, sechs Tonnen Reis, mehr als zwei Tonnen Zucker, vier Tonnen Wasser, etwa 600 Kilogramm Tee und rund zwei Tonnen medizinischer Hilfsgüter.[264]
Israel griff erneut Ziele in Teheran an, darunter einen unterirdischen Komplex, der von den iranischen Revolutionsgarden für Tests zur Entwicklung und Produktion von Raketen genutzt wurde.[265] Bei Angriffen im Osten Teherans wurden nach Angaben des Roten Halbmondes 40 Menschen getötet.[266] Angriffe im Libanon[267] zielten auf eine Kommandozentrale der Hisbollah im Südlibanon. Des Weiteren wurde eine Gruppe „Verdächtiger“ in der Nähe israelischer Soldaten identifiziert und bei Angriffen getötet. Das israelische Militär forderte erneut die Bevölkerung im Südlibanon auf, das Gebiet zu verlassen.[268] Nach Angaben des UNHCR hatten sich im Libanon mehr als 667.000 Menschen auf einer Liste für Vertriebene registriert.[269] Bei einem iranischen Angriff auf Israel starb eine Person. Die Anzahl der israelischen Todesopfer stieg somit auf elf.[270] In der bahrainischen Hauptstadt Manama starb eine Person bei einem iranischen Angriff auf ein Wohngebäude.[271][272]
Als Reaktion auf die am 4. und 9. März abgefangenen Raketen verkündete das türkische Verteidigungsministerium eine Stärkung der Flugabwehr in der osttürkischen Provinz Malatya. Demnach soll ein Patriot-System vorbereitet werden.[273]
Nach Angaben eines Sprechers des Operativen Führungskommandos wurde erneut auch der deutsche Teil des Camps Al-Asrak in Jordanien getroffen.[274]
11. März 2026
Iran griff Ziele in Tel Aviv, Jerusalem und Haifa sowie den Marinestützpunkt der fünften US-Flotte in Bahrain und den US-Armeestützpunkt Arifdschan südlich von Kuwait-Stadt an. Israel fing die angreifenden Raketen ab oder ließ sie in unbewohnten Gebieten einschlagen. Das saudi-arabische Verteidigungsministerium gab bekannt, dass sieben Drohnen und sieben Raketen abgefangen worden seien. In der Nähe des internationalen Flughafens von Dubai wurden dabei fünf Menschen verletzt.[275] Kuwait fing vier Drohnen ab.[276] Durch israelische Angriffe im Libanon gegen die Hisbollah wurden 14 Menschen getötet.[277] Vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate wurde ein Containerschiff, die unter japanischer Flagge fahrende One Majesty, durch ein vermutlich aus Iran abgefeuertes unbekanntes Geschoss getroffen. Ein Massengutfrachter, die Star Gwyneth, wurde zudem vor der Küste Dubais getroffen, ein weiterer, das thailändische Frachtschiff Mayuree Naree, vor der Küste Omans.[278][279] Die Mayuree Naree soll trotz iranischer Drohungen versucht haben, die Straße von Hormus zu durchqueren.[280] Bei einem Angriff auf die vor der Küste liegenden Tanker Safesea Vishnu und Zefryros gerieten diese in Brand.
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas gab weitere Sanktionen gegen 19 iranische Organisationen und Funktionäre bekannt.[281]
Aufgrund der Drohnenangriffe auf britische Militäreinrichtungen auf Zypern schloss sich die italienische Fregatte Federico Martinengo der Groupe aéronaval an.[282][283]
12. März 2026
Iran und Hisbollah-Brigaden im Libanon schossen erneut Raketen auf Israel, was unter anderem zur Auslösung von Luftalarm in Tel Aviv, Akkon, Naharija, den Golanhöhen,[284] Jerusalem[285], Eilat[286] und Safed führte.[287] Dabei kam es zu einem direkten Raketeneinschlag im Moschav Channi’el, bei dem ein Gebäude nahezu vollständig zerstört wurde.[288] Insgesamt seien im Laufe des Tages sechs iranische Raketenangriffe auf Israel registriert worden.[289]
Auch Israel setzte seine Angriffe im Libanon und Iran fort.[290][291] Der Libanon meldete israelische Angriffe im Süden des Landes und in Ramlet Al Baida an der Küste im Zentrum Beiruts, wobei laut libanesischem Gesundheitsministerium mindestens sieben Menschen getötet wurden.[292] Bei einem der Angriffe wurde nach israelischer Mitteilung mit Murtada Hussein Sarour ein Mitglied der Drohneneinheit der Hisbollah getötet, welcher nebenbei als Dozent für Chemie an der Libanesischen Universität in Beirut tätig gewesen sei. Dessen Bruder, Muhammad Hussein Sarour, war nach israelischen Angaben Kommandeur der Drohneneinheit der Hisbollah und war im September 2024 bei einer israelischen Militäroperation getötet worden.[293]
Israels Luftwaffe bestätigte den Angriff auf über 200 Ziele im Westen und Zentrum Irans, darunter ballistische Raketenwerfer, Luftverteidigungssysteme und Waffenproduktionsstätten.[294]
Das saudische Verteidigungsministerium bestätigte Abschüsse von Drohnen, die sich im Anflug auf das Ölfeld Schaiba und einen Bezirk mit ausländischen Botschaften befunden haben sollen. Auch das kuwaitische Verteidigungsministerium und die Zivilluftfahrtbehörde teilten den Abschuss mehrerer Drohnen[295][296] und Sachschäden durch Drohnenangriffe am Flughafen Kuwait mit.[297] Aus dem Zentrum von Dubai wurden Explosionen gemeldet[298], wobei das emiratische Verteidigungsministerium im Laufe des Tages den Abschuss von 10 ballistischen Raketen und 26 Drohnen bekanntgab.[299] 35 Seemeilen nördlich von Dschabal Ali wurde nach britischen Angaben ein Containerschiff von einem nicht identifizierten Geschoss getroffen, wodurch ein Brand an Bord ausgebrochen sei.[300] Dabei handelte es sich um die von Hapag-Lloyd an die Reederei Maersk vercharterte Source Blessing.[301] Bahrainische Behörden bestätigten einen iranischen Angriff auf Öltanks der Insel al-Muharraq, was einen Großbrand ausgelöst habe.[302]
Laut irakischer Hafenbehörde traf ein iranischer Angriff ein Schiff im Hafen von Basra, welches gerade Öl umlud. Dabei sei mindestens ein Mensch getötet worden, und die Behörden stellten daraufhin den Betrieb an allen Ölterminals des Landes ein.[303] Zwei weitere Öltanker wurden etwa 50 km vor der Küste des Irak getroffen und gerieten in Brand, wobei ein Besatzungsmitglied – ein indischer Staatsbürger – getötet und 38 weitere gerettet worden seien.[304] Der italienische Außenminister meldete darüber hinaus einen iranischen Angriff auf einen italienischen Stützpunkt in der irakisch-kurdischen Stadt Erbil, wo italienische Soldaten im Rahmen einer internationalen Koalitionstruppe kurdische Sicherheitskräfte ausbilden.[305]
Das US-Zentralkommando teilte mit, dass die USA seit Beginn des Krieges rund 6000 Ziele angegriffen hätten, darunter mehr als 90 iranische Schiffe.[306] Es gab zudem bekannt, dass es im Luftraum eines Verbündeten zu einem Vorfall mit zwei Tankflugzeugen vom Typ KC-135 gekommen sei. Dabei sei ein Flugzeug über dem Westirak abgestürzt. Die andere Maschine konnte sicher landen. Das Zentralkommando behauptete, die Maschine sei nicht aufgrund gegnerischer Angriffe oder Eigenbeschuss abgestürzt. Gleichzeitig behauptete eine Iran-freundliche Miliz im Irak, die Maschine abgeschossen zu haben.[307][308][309] Das US-Militär bestätigte am 13. März den Tod aller sechs Besatzungsmitglieder des abgestürzten Flugzeugs.[310]
In der Wäscherei des US-Flugzeugträgers Gerald R. Ford brach vermutlich in einem Trockner-Lüftungsschacht ein Feuer aus, das mehr als 30 Stunden anhielt. Das Feuer führte dazu, dass 600 Seeleute ihre Betten verloren und in der Folge auf dem Boden oder Tischen schlafen mussten. Die Wäscherei fiel in der Folge weitgehend aus, so dass die Besatzung ihre Kleidung nicht mehr reinigen konnte. Bei dem Brand erlitten Medienberichten zufolge zudem 200 Matrosen eine Rauchgasvergiftung, eine Person musste zwecks Behandlung ausgeflogen werden. Wegen des Zwischenfalls musste der Flugzeugträger seinen Einsatz aussetzen und die Souda-Bucht auf Kreta ansteuern.[311][312][313]
13. März 2026
Die Vereinigten Staaten führten einen Luftschlag auf die iranische Insel Charg im Persischen Golf durch.[314]
Israel verkündete den Start einer neuen Welle umfangreicher Luftangriffe auf Infrastruktureinrichtungen der iranischen Regierung in Teheran[315] und führte auch weiterhin Luftangriffe im Libanon durch, bei denen unter anderem eine Brücke über den Litani zerstört wurde, welche nach israelischen Angaben von der Hisbollah zur Truppenverlegung genutzt worden war.[316] Laut Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums haben israelische Angriffe seit dem 2. März mindestens 773 Menschen getötet und 1933 verletzt.[317] Die israelischen Streitkräfte gingen davon aus, dass seit Kriegsbeginn zwischen 4000 und 5000 iranische Soldaten bei israelischen Angriffen im Iran getötet wurden. Bislang habe die israelische Luftwaffe seit Kriegsbeginn über 7600 einzelne Angriffe im Iran durchgeführt und dabei mehr als 10.000 Bomben abgeworfen.[318] Iran startete im Laufe des Tages sieben Raketenangriffe auf Israel,[319] wobei im Zentrum des Landes Schäden durch Streumunition verursacht wurden.[320] Im Tagesverlauf seien über 150 Ziele im Westen und Zentrum Irans angegriffen worden, darunter Lagerstätten für ballistische Raketen und Drohnen sowie Raketenwerfer, Luftverteidigungssysteme, Waffenproduktionsanlagen und eine Einrichtung des Geheimdienstdirektorats Chatam al-Anbiya, welches für die Zusammenstellung der von den iranischen Geheimdiensten gesammelten Informationen zuständig sei, um sie der Sicherheitsführung des Regimes vorzulegen.[321][322]
Der französische Präsident Macron verkündete, dass bei einem iranischen Angriff ein französischer Soldat in Erbil, im Norden des Iraks, getötet worden sei.[323] Zudem wurden bei dem Angriff sechs weitere französische Soldaten verletzt.[324] Bei einem weiteren Drohnenangriff im Nordirak wurden zwei Mitglieder einer iranisch-kurdischen Oppositionsgruppe bei Baschiqa getötet.[325]
Bei einem iranischen Drohnenangriff auf das Industriegebiet Al Awahi im Norden Omans wurden nach staatlichen Angaben zwei ausländische Staatsangehörige getötet sowie mehrere weitere verletzt.[326]
Das türkische Verteidigungsministerium teilte mit, dass eine ballistische Rakete aus Iran im türkischen Luftraum von NATO-Abwehrkräften abgeschossen worden sei. Das Ereignis habe zur Auslösung von Luftalarm auf dem Stützpunkt Incirlik geführt, wobei es sich bereits um den dritten derartigen Vorfall innerhalb von nur etwas mehr als einer Woche handelte.[327]
Die Vereinigten Staaten erteilten eine 30-tägige Lizenz, die es erlaubt, russisches Öl, das bis zum 12. März verladen wurde, zu kaufen.[308][328]
14. März 2026
Iran und die Hisbollah im Libanon starteten erneut Raketen und Drohnen auf Israel,[329][330] wobei aus Iran sechs Raketensalven auf Israel registriert wurden.[331] In der südlichen Stadt Eilat wurden drei Menschen durch die Folgen von Einschlägen verletzt.[332]
Libanesische Behörden teilten mit, dass bei einem nächtlichen israelischen Angriff auf ein Gesundheitszentrum in Burj Qalaouiyah 12 Ärzte, Sanitäter und Krankenschwestern getötet worden seien.[333]
Eine Rakete schlug auf dem Gelände der US-Botschaft in Bagdad ein,[334] während die Vereinigten Arabischen Emirate nach einem Drohnenangriff mit anschließendem Brand einige Ölverladearbeiten im Hafen von Fudschaira einstellten.[335] Bei einem iranischen Drohnenangriff auf den Luftwaffenstützpunkt Ahmed Al-Jaber nahe Camp Arifjan in Kuwait wurden drei kuwaitische Soldaten verletzt und Sachschäden verursacht.[336] Zudem trafen mehrere Drohnen den Flughafen Kuwait und beschädigten dessen Radarsystem.[337]
Infolge der iranischen Angriffe auf die für den Ölhandel wichtige Straße von Hormus forderte Trump andere Staaten zur Unterstützung auf. Auf Truth Social schrieb er, die Länder, die über diese Route Öl bezögen, müssten „sich um diese Passage kümmern, und wir werden helfen – SEHR!“. Er hoffe, dass China, Frankreich, Japan, Südkorea, Großbritannien sowie andere Staaten Schiffe dorthin entsendeten.[338]
Die zwei indischen LPG-Tanker Shivalik und Nanda Devi mit 92.700 Tonnen Flüssiggas der staatlichen Shipping Corporation of India konnten die Straße von Hormus passieren. Der indische Ministerpräsident Narendra Modi hatte am Donnerstag mit Irans Präsident Massud Peseschkian gesprochen. Dreimal sprach zudem der indische Außenminister Subrahmanyam Jaishankar mit seinem iranischen Amtskollegen. Laut Jaishankar muss über jede Passage einzeln verhandelt werden. Ein unter liberianischer Flagge fahrender Frachter mit Ziel Indien erhielt ebenfalls die Durchfahrtserlaubnis. Auch Schiffe aus China und der Türkei durften passieren. Die Revolutionsgarden kündigten an, dass Staaten, die Botschafter aus USA und Israel auswiesen, freie Durchfahrt hätten.[339]
15. März 2026
Israel, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain meldeten iranische Angriffe,[340] zudem beschoss auch die Hisbollah Israel mit Raketen.[341] Laut Israels Gesundheitsministerium wurden seit Kriegsbeginn zwölf Menschen bei Raketenangriffen getötet[342] und 3195 in Krankenhäuser eingeliefert, von denen noch 81 stationär behandelt werden – zehn davon in ernstem bis kritischem Zustand. Bisher habe Iran rund 300 ballistische Raketen auf Israel abgefeuert, wobei drei mit konventionellen Sprengköpfen und etwa ein Dutzend Streubombensprengköpfe in Wohngebieten eingeschlagen seien.[343]
Die israelische Luftwaffe gab den Start einer neuen Welle umfangreicher Luftangriffe im Westen Irans bekannt.[344]
Bahrain gab bekannt, dass seine Luftverteidigung seit Beginn des Konflikts 125 Raketen und 211 Drohnen abgefangen habe. Darüber hinaus habe es iranische Treffer an Häfen, einem Hotel, einer Raffinerie und einer Meerwasserentsalzungsanlage gegeben, wobei ein Mensch ums Leben gekommen sei.[345] Nach Angaben ihres Verteidigungsministeriums haben die Vereinigten Arabischen Emirate seit Kriegsbeginn 298 ballistische Raketen, 15 Marschflugkörper und 1606 Drohnen abgeschossen, wobei bei iranischen Angriffen sechs Menschen getötet und 142 verletzt worden seien.[346]
Im Laufe des Tages zielten mehrere Drohnen und Raketen auf einen Militärstützpunkt im Flughafenkomplex von Bagdad[347] und Italiens Militär bestätigte einen Drohnenangriff auf den Luftwaffenstützpunkt Ali Al Salem in Kuwait, auf dem italienische und US-amerikanische Streitkräfte stationiert sind.[348]
16. März 2026
Im Laufe des Tages wurde Israel von Iran und der Hisbollah erneut mit Raketen beschossen, wobei insgesamt acht Menschen in Naharija, Zentralisrael und Jerusalem verletzt wurden. Fragmente abgefangener iranischer Raketen gingen über Jerusalem nieder und trafen Gebiete nahe der Nationalbibliothek, der Knesset und der Grabeskirche.[349][350][351] Die israelische Luftwaffe startete eine neue Welle umfangreicher Luftangriffe auf Infrastruktureinrichtungen des iranischen Regimes in Teheran, Schiras und Täbris[352], wobei nach israelischen Angaben unter anderem ein Geheimdienst-Kommandozentrum[353] und eine Weltraumeinrichtung angegriffen wurden, die vom Regime zur Entwicklung von Fähigkeiten zum Angriff auf Satelliten hätte genutzt werden können.[354] Weiter meldete Israels Militär die Zerstörung eines iranischen Regierungsflugzeugs, das zuvor vom getöteten obersten Führer Irans, Ajatollah Chamenei, genutzt worden war.[355] Zudem meldeten die israelischen Streitkräfte eine neue Welle von Luftangriffen gegen die Infrastruktur der Hisbollah in Beirut[356] und eine gezielte Bodenoperation gegen wichtige Ziele im Südlibanon, wobei weitere Streitkräfte tiefer in das Gebiet vorgeschoben würden, um die Pufferzone zu Nordisrael auszuweiten.[357]
Nach Angaben des emiratischen Verteidigungsministeriums haben iranische Drohnenangriffe in der Ölindustriezone von Fudschaira[358] und in der Nähe des Flughafens Dubai Großbrände ausgelöst, die zur vorübergehenden Einstellung des Flugbetriebs geführt hätten.[359][360] Am Stadtrand von Abu Dhabi sei zudem ein Zivilist durch einen Raketeneinschlag getötet worden.[361] Das Ministerium teilte mit, dass die Luftverteidigung der Vereinigten Arabischen Emirate bislang 304 ballistische Raketen, 15 Marschflugkörper und 1627 Drohnen abgefangen habe.[362]
Das saudische Verteidigungsministerium meldete am Morgen den Abschuss von 61 Drohnen seit Mitternacht[363], während im Irak vier Raketen in der Nähe des Flughafens Bagdad einschlugen, welche nach Angaben von Milizen die Victoria Base zum Ziel gehabt haben sollen, die logistische Unterstützung für US-amerikanische Operationen leistet.[364]
17. März 2026
Am Vormittag bestätigte Israels Verteidigungsminister Katz, dass bei Luftangriffen in der Nacht unter anderem der Sekretär des iranischen Nationalen Sicherheitsrates, Ali Laridschani, sowie der Kommandeur der paramilitärischen Basidsch-Miliz, Gholamreza Soleimani, getötet worden seien.[365] Ihr Tod wurde später am selben Tag vom Nationalen Sicherheitsrat des Iran und iranischen Staatsmedien bestätigt.[366][367]
Bei einem Raketenangriff auf ein Haus in Bagdad kamen zwei Menschen ums Leben, bei denen es sich um iranische Berater gehandelt haben soll.[368] Des Weiteren traf eine Drohne das Gelände der US-Botschaft der Stadt.[369]
Die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten einen erneuten iranischen Angriff auf das Ölindustriegebiet von Fudschaira sowie den Tod eines Menschen durch abgestürzte Raketenfragmente in Abu Dhabi.[370]
Joe Kent, Leiter des National Counterterrorism Center, trat wegen des Irankriegs zurück. Er schrieb Präsident Trump: „Ich kann den andauernden Krieg im Iran nicht guten Gewissens unterstützen. Der Iran stellte keine unmittelbare Bedrohung für unser Land dar.“ Zum Kriegsgrund schrieb er, dass er „aufgrund des Drucks seitens Israels und seiner einflussreichen amerikanischen Lobby“ angefangen worden sei.[371]
18. März 2026
Über die Nacht und den ganzen Tag schoss Iran Raketensalven auf Israel, wobei es zur Auslösung von Luftalarm in Gebieten von Nord-, Zentral- und Südisrael kam.[372][373] In Zentralisrael wurden Schäden durch Streumunition verursacht,[374] wobei in Petach Tikwa und Kfar Qasim Brände ausbrachen. In Petach Tikwa wurden zudem im Laufe des Tages drei Verletzte durch Explosionen gemeldet.[375] Beschädigungen am Bahnhof Tel Aviv Savidor führten zur Einstellung des Bahnbetriebs[376] und am Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv wurden durch herabfallende Raketentrümmer drei Privatflugzeuge beschädigt.[377] In Ramat Gan wurde ein Ehepaar durch Streumunition getötet, während in Bnei Berak ein weiterer Zivilist Splitterverletzungen erlitt.[378] Nahe Hebron wurden drei Frauen und eine Jugendliche durch einen Raketenangriff getötet sowie 13 weitere Menschen verletzt, während ein weiteres Todesopfer der Angriffe – ein ausländischer Arbeiter – in der zentralisraelischen Siedlung Adanim gemeldet wurde.[379][380] Die iranischen Revolutionsgarden bezeichneten die Angriffe, nach eigenen Angaben mit ballistischen Raketen der Modelle Chorramschahr und Ghadr, als Vergeltung für die Tötung von Ali Laridschani.[381] Am Morgen wurde durch Iran die Hinrichtung eines schwedisch-iranischen Doppelstaatsbürgers bekanntgegeben, der Bilder und Informationen über sensible Orte an den israelischen Geheimdienst Mossad weitergegeben haben soll. Die schwedische Außenministerin Stenergard bestätigte die Hinrichtung und teilte mit, dass die dem Hinrichtungsverfahren vorausgegangenen rechtlichen Schritte nicht den Standards eines ordnungsgemäßen Verfahrens entsprochen hätten.[382][383]
Israels Militär verkündete die Tötung des iranischen Geheimdienstministers Esmaeil Chatib bei einem nächtlichen Luftangriff auf Teheran[384], wobei Chatibs Tötung noch am selben Tag vom iranischen Präsidenten Peseschkian bestätigt wurde.[385] Zudem flog Israel Luftangriffe auf das iranische South-Pars-Gasfeld der Provinz Buschehr,[386] wobei laut einem US-Verteidigungsbeamten der Angriff mit der US-Regierung koordiniert und von ihr genehmigt worden war; der Angriff markierte das erste Mal, dass Israel im Rahmen der laufenden Militäroperation Erdgasanlagen im Iran angriff.[387] Iran stellte daraufhin seine Gaslieferungen in den Irak ein.[388] Israels Luftwaffe griff zudem Schiffe der iranischen Marine in der Hafenstadt Bandar Anzali am Kaspischen Meer an, wobei es sich um Israels ersten Angriff auf Ziele im Norden Irans seit Beginn des Konflikts handelte.[389]
Die israelische Luftwaffe flog am Morgen unter anderem Angriffe auf Beirut, Tyros und weitere Gebiete im Südlibanon, wobei nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens 12 Menschen getötet und 41 weitere verletzt wurden.[390] Israels Militär gab bekannt, dort unter anderem Einrichtungen der Al-Qard al-Hasan-Vereinigung und der Imam-Hossein-Division angegriffen zu haben.[391]
Iranische Drohnen- und Raketenangriffe wurden auch aus Saudi-Arabien, Katar, Kuwait, dem Irak und den Vereinigten Arabischen Emiraten gemeldet.[392][393][394] Der katarische Energiekonzern Qatar Energy teilte mit, dass mehrere seiner Flüssigerdgas-Anlagen getroffen und dabei umfangreiche Schäden verursacht worden seien[395], darunter am bedeutenden Umschlagplatz Ras Laffan.[396] Beim Angriff auf Ras Laffan wurden zwei Wärmeübertragungstürme mit hoher Präzision getroffen. Die zwei beschädigten Linien gehören zur wichtigsten LNG-Anlage der Welt.[397] Laut Energieminister Al-Kaabi hätten die iranischen Angriffe zwei der 14 Verarbeitungsanlagen und eine der beiden GtL-Anlagen Katars beschädigt, wobei 17 % der Exportkapazität für Flüssigerdgas in Katar lahmgelegt worden sei. Dies würde Lieferungen nach Europa und Asien gefährden.[398]
19. März 2026

Iran griff nach entsprechenden Ankündigungen der Revolutionsgarden mit Raketen und Drohnen gezielt Anlagen der Energieinfrastruktur in Katar, Saudi Arabien, Kuwait, Israel sowie den Vereinigten Arabischen Emiraten an.[399][400] Irans Außenminister Araghtschi bezeichnete die Angriffe als Reaktion auf Israels Angriff auf die Infrastruktur Irans am Vortag. Sie hätten aus Gründen der Deeskalation mit nur einem Bruchteil der verfügbaren Kräfte stattgefunden. Sollten die Vereinigten Staaten und Israel erneut Energieanlagen im Iran angreifen, werde Teheran keine Zurückhaltung mehr üben oder Einschränkungen in Kauf nehmen.[401]
Das saudische Verteidigungsministerium meldete Schäden an der SAMREF-Raffinerie in der Hafenstadt Yanbuʿ am Roten Meer[402][403], während die staatliche Kuwait Petroleum Corporation einen Brand in der Raffinerie Mina Al-Ahmadi vermeldete.[404] Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten teilten mit, Angriffe auf die Habschan-Gasanlage und das Ölfeld von Bab verzeichnet zu haben, wobei der Betrieb in Habschan eingestellt worden sei.[405] 11 Seemeilen östlich der Küste von Khor Fakkan sei ein Schiff durch einen nicht identifizierten Flugkörper getroffen worden und in Brand geraten.[406][407] In Israel löste ein iranischer Angriff einen Brand an der Ölraffinerie Basan im Norden von Haifa aus, wobei es auch zur Unterbrechung der Stromversorgung kam.[408][409]
Das israelische Militär teilte mit, dass seine Luftwaffe seit Konfliktbeginn in über 8500 Angriffen über 12.000 Bomben im Iran abgeworfen habe, davon allein 3600 bei Angriffen in Teheran. Die US-Luftwaffe hat darüber hinaus laut Verteidigungsminister Hegseth bislang 7000 Ziele im Iran getroffen.[410] Laut Angaben des israelischen Militärs hat Iran seit Kriegsbeginn über 350 ballistische Raketen auf Israel abgefeuert, wobei die Abschussrate in der vergangenen Woche auf 10 bis 20 Raketen pro Tag zurückgegangen sei.[411] Das emiratische Verteidigungsministerium verkündete, dass das Land seit Konfliktbeginn mit 334 ballistischen Raketen, 15 Marschflugkörpern und 1714 Drohnen beschossen worden sei.[412]
Das Pentagon beantragte für den Iran-Krieg die Bewilligung von weiteren 200 Milliarden Dollar.[413] Ein US-amerikanischer Kampfjet vom Typ F-35 wurde durch iranische Streitkräfte getroffen, das rund 100 Millionen Dollar teure Flugzeug musste daraufhin auf einer US-Basis im Mittleren Osten notlanden, der Pilot überlebte.[414][415]
20. März 2026
Israel führte Luftangriffe unter anderem in Beirut,[416] Teheran, Nur und auf weitere Ziele im Zentraliran durch,[417][418] wobei nach Angaben des israelischen Militärs der Sprecher der Revolutionsgarden, Ali Mohammad Naini, getötet wurde. Das Militär gab an, dass Naini im Laufe der Jahre in verschiedenen Funktionen im Bereich Propaganda und Öffentlichkeitsarbeit tätig gewesen sei, unter anderem in den letzten zwei Jahren als „Hauptpropagandist“ der Revolutionsgarden.[419] Die Tötung von Naini war zuvor bereits von den iranischen Staatsmedien mitgeteilt worden.[420] Laut iranischen Medienberichten hätten kombinierte Luftangriffe der USA und Israels auch 16 iranische Frachtschiffe in Hafenstädten am Persischen Golf zerstört.[421] Zum Kriegsschauplatz Libanon teilte das israelische Militär mit, seit Beginn der Feindseligkeiten über mehr als 2000 Ziele im Land angegriffen und dabei über 570 Hisbollah-Kämpfer getötet zu haben, darunter 220 Mitglieder der Eliteeinheit Radwan. Das libanesische Gesundheitsministerium gab an, dass seit Kriegsbeginn durch israelische Angriffe insgesamt über 1000 Menschen getötet worden seien.[422]
Israel verzeichnete erneut Angriffe aus Iran und von der Hisbollah aus dem Libanon,[423] wobei Einschläge von Flugkörpern unter anderem aus Kirjat Ono,[424] Rechovot[425] und Jerusalem gemeldet wurden.[426] Das israelische Gesundheitsministerium gab bekannt, dass als Folge der Raketenangriffe bislang 4099 Israelis in Krankenhäuser eingeliefert worden seien, von denen sich derzeit noch 80 in stationärer Behandlung befänden.[427] Seit Kriegsbeginn seien zudem 15 Zivilisten in Israel durch iranische Raketenangriffe getötet worden, darunter eine philippinische Staatsangehörige und ein Staatsbürger aus Thailand.[428]
Im Tagesverlauf wurden auch wieder iranische Angriffe auf Ziele im Irak,[429] den Vereinigten Arabischen Emiraten,[430] Kuwait,[431] Saudi-Arabien und Bahrain gemeldet.[432]
Besondere Aufmerksamkeit erregte ein laut US-Angaben iranischer Raketenangriff mit zwei ballistischen Raketen auf den fast 4000 Kilometer entfernten britisch-amerikanischen Militärstützpunkt Diego Garcia im Indischen Ozean. Keine der beiden Raketen traf die Militärbasis. Eine der Raketen sei ins Meer gestürzt und die zweite Rakete wurde von einem US-Kriegsschiff mit einer SM-3-Rakete bekämpft, wobei nicht bekanntgegeben wurde, ob ein Abschuss gelang.[433][434] Laut britischen Angaben hatte Iran dabei vermutlich eine Trägerrakete aus der Raumfahrt verwendet, um die Reichweite der eingesetzten ballistischen Rakete zu erhöhen.[435][436] Laut Israels Generalstabschef Zamir handelte es sich um eine zweistufige Interkontinentalrakete.[437] Nach dem Angriff erlaubte Großbritannien den USA die Nutzung seiner Basen auch für offensive Operationen gegen iranische Ziele, die Schiffe in der Straße von Hormus angreifen.[438][439] Das iranische Außenministerium bestritt eine Verantwortung des Irans für den Angriff und bezeichnete die Attacken als „Falsche Flagge“ Israels.[440]
21. März 2026
Israels Luftwaffe flog laut eigenen Angaben weiterhin Angriffe im Iran, darunter auf mehrere Luftabwehrsysteme, einen Komplex des Verteidigungsministeriums, Anlagen zur Herstellung und Lagerung von Raketenkomponenten[441] sowie einen Nuklearforschungs- und Entwicklungsstandort der Malek-Aschtar-Universität.[442] Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim fand ein US-amerikanisch-israelischer Angriff auf die Urananreicherungsanlage Natanz statt.[443] Das israelische Militär teilte hingegen mit, es habe sich um einen ausschließlich US-amerikanischen Angriff gehandelt.[444]
Bei Angriffen mit Raketen und Streumunition auf Israel wurden Einschläge in bewohnten Gebieten von Rischon LeZion,[445] Metulla,[446] Safed,[447] Maʿalot-Tarschiha[448] Dimona[449] und Arad gemeldet,[450] wobei allein in Dimona und Arad 175 Menschen durch Einschläge ballistischer Raketen verletzt wurden, elf davon schwer.[451]
Zudem wurden iranische Angriffe aus Saudi-Arabien,[452] Kuwait[453] und Bahrain gemeldet.[454]
22. März 2026
Bei einer Welle israelischer Luftangriffe in Teheran sind laut israelischem Militär mehrere iranische Waffenproduktionsstätten und verschiedene Hauptquartiere des Regimes getroffen worden.[455] Irans Energieminister Aliabadi gab bekannt, dass die lebenswichtige Wasser- und Strominfrastruktur des Landes durch „Terror- und Cyberangriffe“ der USA und des „zionistischen Regimes“ schwer beschädigt worden sei. Die Angriffe hätten sich unter anderem gegen Dutzende von Wassertransport- und -aufbereitungsanlagen und somit auf Teile kritischer Wasserversorgungsnetze gerichtet. Der Iranische Rote Halbmond verkündete, dass die Gesamtzahl der beschädigten zivilen Einrichtungen nach jüngsten Einschätzungen 81.365 erreicht habe.[456] Nach offiziellen iranischen Angaben wurden seit Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe mehr als 1500 Menschen in Iran getötet und mehr als 21.000 Menschen verletzt.[457] Nach Angaben der britischen Organisation NetBlocks besteht im Iran seit dem 28. Februar weiterhin eine staatliche Internetblockade.[458]
Israel startete zudem eine weitere umfangreiche Welle von Luftangriffen gegen die Infrastruktur der Hisbollah im Südlibanon,[459] wobei unter anderem die Qasmiyeh-Brücke über den Litani getroffen worden sei, um laut israelischen Angaben die Hisbollah daran zu hindern, Kämpfer und Waffen in das Gebiet zu verlegen.[460] Die Angriffe wurden unter anderem vom libanesischen Premierminister Salam und dem Staatspräsidenten Aoun als gefährliche Eskalation verurteilt.[461][462]
In Israel wurden durch Beschuss aus Iran und von der Hisbollah Schäden in Tel Aviv,[463] Bat Jam und Cholon gemeldet,[464] zudem wurde im nördlichen Misgav’ Am ein Zivilist getötet.[465] Am 23. März wurde durch Israels Militär bekanntgegeben, dass der Zivilist in Misgav’ Am irrtümlich durch israelischen Artilleriebeschuss getötet wurde.[466]
Weitere iranische Angriffe wurden auf Ziele im Irak,[467] in den Vereinigten Arabischen Emiraten[468] und Saudi-Arabien gemeldet.[469] Nach Angaben der britischen Seefahrtsbehörde UK Maritime Trade Operations (UKMTO) wurde ein Schiff 15 Seemeilen vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate von einem unbekannten Geschoss getroffen. Es habe dabei keine Verletzten gegeben.[470]
US-Präsident Trump drohte in einem Ultimatum damit, iranische Kraftwerke zu zerstören, falls das Land die Straße von Hormus nicht innerhalb von 48 Stunden öffne.[471] Daraufhin drohte ein Sprecher der Revolutionsgarde mit einer vollständigen Abriegelung der Straße von Hormus[472] sowie mit Angriffen auf sämtliche Energie-, Informationstechnologie- und Entsalzungsanlagen in mit den USA verbündeten Golfstaaten.[473][474]
Bei einem Hubschrauberabsturz aufgrund einer technischen Störung über den Hoheitsgewässern Katars sind vier katarische Soldaten und drei türkische Staatsbürger, ein Soldat und zwei Techniker von Aselsan, ums Leben gekommen.[475]
23. März 2026
Trump verlängerte sein Ultimatum von zwei Tagen auf fünf Tage. Er hatte damit gedroht, iranische Kraftwerke zu zerstören, wenn der Iran die Straße von Hormus nicht öffne. Trump berichtete von guten und produktiven Gesprächen mit dem Iran an den beiden Vortagen. Iranische Quellen bestritten Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA.[476] Der iranische Parlamentspräsident Ghalibaf teilte mit, dass keine Verhandlungen mit Amerika stattgefunden hätten. Trumps Falschmeldungen würden dazu dienen, die Finanz- und Ölmärkte zu manipulieren.[477] Der iranische Verteidigungsrat drohte mit einer Verminung der Schifffahrtswege im Persischen Golf, sollten die iranische Südküste oder Inseln wie Charg besetzt oder blockiert werden.[478]
Im Laufe des Tages wurden iranische Angriffe auf Israel,[479] die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait, Saudi-Arabien[480][481] und Bahrain gemeldet.[482]
24. März 2026
Israel führte über Nacht Luftangriffe im Norden und Zentrum Irans durch, wobei laut israelischen Militärangaben zwei Hauptquartiere des Geheimdienstes der Revolutionsgarden, ein Hauptquartier des Geheimdienstministeriums, Waffenlager und Luftverteidigungssysteme sowie Anlagen, die zur Lagerung und zum Abschuss ballistischer Raketen dienten, ins Visier genommen wurden.[483] Zudem führte die Luftwaffe auch Angriffe gegen Ziele der Hisbollah im Libanon durch, wobei in Beirut und At Tiri Stützpunkte der Eliteeinheit Radwan und des Geheimdienstes der Terrorgruppe sowie ein Kommandozentrum, das sich in einem Studio des Radiosenders al-Nour befand, zerstört wurden.[484] Weiters wurden bei Luftangriffen mehrere Tankstellen[485] und die Al-Dalafa-Brücke über den Litani getroffen, welche laut israelischen Angaben von Streitkräften der Hisbollah zur Betankung von Fahrzeugen bzw. Verlegung von Truppen genutzt worden seien.[486] Israels Verteidigungsminister Katz teilte die Einrichtung einer Sicherheitszone im Südlibanon bis zum Fluss Litani mit, rund 30 Kilometer nördlich der israelischen Grenze. Bewohner des Südlibanon, die nach Norden evakuiert wurden, werden nicht südlich des Litani zurückkehren, bis die Bedrohung durch die Hisbollah beseitigt sei. Alle Brücken über den Litani, die von der Hisbollah genutzt werden, um Kämpfer und Waffen in den Südlibanon zu verlegen, würden zerstört oder von israelischen Truppen besetzt.[487] Das libanesische Außenministerium erklärte den iranischen Botschafter Mohammad Reza Schibani zur Persona non grata und forderte ihn zur Ausreise auf, während auch der libanesische Botschafter aus Iran zurückgerufen wurde. Das Ministerium begründete diesen Schritt mit Verstößen Teherans gegen diplomatische Normen und etablierte Gepflogenheiten zwischen den beiden Ländern.[488] Die Hisbollah forderte eine Rücknahme dieses Schrittes, während der Libanon erstmals seit Konfliktbeginn das Abfangen einer iranischen Rakete über seinem Territorium bekanntgab.[489]
Zwischen Mitternacht und Vormittag wurden sieben Raketenangriffe auf Israel durch Iran und die Hisbollah registriert.[490] Ein direkter Raketentreffer in Tel Aviv verletzte vier Menschen und verursachte erhebliche Schäden an Gebäuden in der Nähe des Einschlagpunkts.[491] Weitere Schäden an Wohngebäuden entstanden unter anderem in Bnei Berak und Petach Tikwa als Folge iranischer Angriffe mit Streumunition, wobei auch mindestens neun Menschen verletzt wurden.[492][493][494]
Die Hisbollah schoss nach israelischen Militärangaben am Vormittag unter anderem eine Salve von etwa 30 Raketen auf die Bucht von Haifa.[495] Durch einen weiteren Raketenangriff der Hisbollah auf den Norden Israels wurde nahe Rosch Pina ein Zivilist getötet.[496]
Iran schoss auch erneut Raketen und Drohnen auf mehrere Länder im Nahen Osten. Bahrain gab bekannt, dass durch einen iranischen Angriff ein marokkanischer Staatsbürger getötet und fünf weitere Menschen verletzt wurden.[497][498] Die Vereinigten Arabischen Emirate gaben den Abschuss von mehr als 20 ballistischen Raketen und Drohnen bekannt,[499] während Saudi-Arabien die Bekämpfung von Drohnen über dem Osten des Landes bestätigte.[500] In Kuwait beschädigten Trümmerteile abgefangener Raketen und Drohnen sieben Hochspannungsleitungen, was zu Stromausfällen führte.[501][502]
Iran ernannte Mohammad Bagher Zolghadr, einen ehemaligen Kommandeur der Revolutionsgarden, als Nachfolger des getöteten Ali Laridschani zum neuen Leiter des Obersten Nationalen Sicherheitsrates.[503] Die Revolutionsgarden bestätigten die Durchführung von Vergeltungsschlägen im Laufe des Tages, wobei Angriffe auf israelische Militärziele unter anderem in Eilat, Dimona, Tel Aviv, Ramat Gan und Beʾer Scheva sowie US-Stützpunkte in der Golfregion durchgeführt worden seien. Iran habe dabei ballistische Raketen der Typen Emad, Ghadr, Kheibar Shekan und Sejjil sowie Kampfdrohnen eingesetzt.[504][505]
Bei Drohnenangriffen schiitischer Milizionäre auf den Victory Base Complex am Bagdader Flughafen wurden ein Radarsystem vom Typ AN/MPQ-64 sowie ein Hubschrauber vom Typ Sikorsky UH-60 („Black Hawk“) getroffen. Auf Videoaufnahmen der Attacke sind verschiedene Bereiche des Helikopters unkenntlich gemacht. Analysten vermuten, dass in den Bereichen ein rotes Kreuz zu sehen war und es sich um einen Evakuierungshubschrauber für Verletzte handelte, die Milizionäre dies jedoch nicht zeigen wollten. Der genaue Schadensumfang ist unbekannt.[506][507]
25. März 2026
Die Revolutionsgarde gab bekannt, ihre inzwischen 80. Welle von Vergeltungsangriffen durchgeführt und dabei speziell strategische Punkte und militärische Zentren im Norden Israels, darunter den Sitz des Nordkommandos in Safed, ins Visier genommen zu haben; diese Angriffe hätten zur Unterstützung der Operationen der libanesischen Hisbollah gedient. Zudem hätten Angriffe auf Ziele in Tel Aviv, Kirjat Schmona und Bnei Berak sowie auf die US-Stützpunkte Ali Al Salem und Arifjan in Kuwait, Muwaffaq Salti in Jordanien und Isa in Bahrain stattgefunden.[508] Israel bestätigte iranische Raketenangriffe, welche unter anderem zur Auslösung von Luftalarm in Gebieten von Nord-, Zentral- und Südisrael führten.[509][510][511] Zudem beschoss auch die Hisbollah vom Südlibanon aus erneut Gebiete in Nordisrael.[512] Bei Chadera kam es zum Einschlag einer Rakete, welche auf ein von der IEC betriebenes Kraftwerk gerichtet gewesen sein soll.[513][514]
Das irakische Verteidigungsministerium berichtete, dass bei einem US-Luftangriff auf einen Stützpunkt der Volksmobilisierungskräfte in al-Habbaniyya, einer Koalition pro-iranischer Milizen, die Teil des irakischen Militärs ist, sieben Soldaten getötet und 13 weitere verletzt worden seien. Der Angriff traf nach Angaben des Ministeriums eine Militärklinik und eine nahegelegene Pioniereinheit.[515][516] Der irakische Premierminister as-Sudani wies daraufhin das Außenministerium an, den US-Geschäftsträger in Bagdad einzubestellen.[517]
Israels Verteidigungsminister Katz erklärte am Morgen bei einer Lagebesprechung, dass er zusammen mit Generalstabschef Zamir eine neue Reihe von Zielen für Angriffe im Iran und im Libanon genehmigt habe. Zudem teilte er mit, dass die israelische Luftwaffe seit Beginn des Krieges über 15.000 Bomben im Iran abgeworfen habe, was dem Vierfachen der Anzahl entspreche, die während des 12-tägigen Krieges im Juni 2025 eingesetzt wurde.[518] Die israelische Staatsanwaltschaft gab bekannt, am heutigen Tag Anklage gegen einen 14-Jährigen beim Jugendgericht Tel Aviv wegen Spionage eingebracht zu haben. Dem Jugendlichen werden Kontakte zu einem iranischen Agenten und die Weitergabe von Geheimdienstinformationen an den Feind vorgeworfen. Laut Anklage soll der 14-Jährige gegen Bezahlung Filmaufnahmen des Militärhauptquartiers und eines Krankenhauses in Tel Aviv angefertigt sowie iranfreundliche bzw. israelfeindliche Graffiti-Botschaften im Stadtgebiet gesprüht haben. Zudem soll er den Auftrag erhalten haben, eine Wohnung nahe des Militärhauptquartiers anzumieten und Außenminister Sa’ar bei seinen täglichen Aktivitäten auszuspionieren.[519]
Iran gab am selben Tag bekannt, dass der Geheimdienst der Provinz Teheran 39 Personen festgenommen habe, die einem operativen Netzwerk des „amerikanisch-zionistischen Feindes“ und terroristischer Gruppen angehören sollen. Ihnen wird unter anderem der Aufbau einer bewaffneten Zelle und das Liefern von Standortdaten über Sicherheitskräfte und deren Einsätze an den Feind vorgeworfen.[520]
Die US-Regierung ließ über Pakistan einen 15 Punkte umfassenden Plan zur Beendigung des Krieges an Iran übermitteln. Dieser sieht unter anderem eine Demontage der iranischen Atomanlagen, die Übergabe des bisher angereicherten Uranvorrats an die IAEA, eine vollständige Überwachung der iranischen Nuklearinfrastruktur durch die IAEA, eine Begrenzung der Reichweite und Anzahl des Raketenbestandes sowie die Beendigung der iranischen Unterstützung für regionale Milizen vor. Zudem sollten die iranischen Angriffe auf die regionale Energieinfrastruktur eingestellt und die Straße von Hormus wieder geöffnet werden. Im Gegenzug würden die USA Sanktionen gegen Iran aufheben und den „Snapback“-Mechanismus zur Wiedereinführung von Sanktionen bei Nichteinhaltung von Verpflichtungen Irans einstellen. Darüber hinaus würden die USA Unterstützung bei der Stromerzeugung im iranischen Kernkraftwerk Buschehr bereitstellen.[521][522] Irans Außenminister Araghtschi bestätigte zwar regionale diplomatische Kontakte, es würden jedoch mit den USA keine Verhandlungen stattfinden. Die Politik Irans bestehe derzeit darin, den Widerstand fortzusetzen. Er bezeichnete internationale Garantien als nicht verlässlich und teilte mit, dass die jüngsten Entwicklungen gezeigt hätten, dass die Zulassung der Errichtung von Außenposten durch die Vereinigten Staaten innerhalb regionaler Gebiete die Sicherheit der Gastländer eher gefährden als zu ihrer Sicherheit beitragen würde. Die Durchfahrt durch die Straße von Hormus werde weiterhin befreundeten Staaten wie China, Russland, Indien, Irak und Pakistan gestattet.[523] Das Wall Street Journal berichtete unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, dass Iran selbst Forderungen für ein Kriegsende übermittelt habe. Iran fordere demnach Reparationen für erlittene Kriegsschäden, die Aufhebung aller Sanktionen und die Schließung aller US-Militärbasen im Persischen Golf sowie einen Stopp der israelischen Angriffe auf die Hisbollah im Libanon. Zudem fordere Iran angeblich eine neue Vereinbarung im Golf, die es der Islamischen Republik ermöglichen würde, Zölle von Schiffen zu erheben, die die Straße von Hormus passieren.[524][525]
Das Pentagon bestätigte unterdessen die Entsendung von Soldaten der 82. Luftlandedivision in den Nahen Osten.[526] Irans Parlamentspräsident Ghalibaf teilte mit, über Informationen zu verfügen, dass die Feinde Irans mit Unterstützung eines der Länder der Region eine Operation zur Besetzung einer der iranischen Inseln vorbereiten würden. Sollte nur ein Schritt unternommen werden, würde die gesamte lebenswichtige Infrastruktur dieses Landes zu einem uneingeschränkten Ziel für Angriffe.[527] Sollten feindliche Landoperationen oder Marinebewegungen im Persischen Golf und im Golf von Oman durchgeführt werden, könnten laut Militärvertretern neue Fronten eröffnet werden, wobei konkret die Meerenge Bab al-Mandab genannt wurde.[528][529]
Die Philippinen riefen als Reaktion auf den Irankrieg den nationalen Energie-Notstand aus. Der Krieg bedrohe die Verfügbarkeit und Stabilität der Energieversorgung des Landes. Zuvor hatten Südkorea, Thailand und der Vietnam ihre Bürger zum Energiesparen aufgerufen.[530]
26. März 2026
Die US-Nachrichtenwebsite Axios teilte unter Berufung auf vier informierte Quellen mit, dass die USA an Optionen für einen finalen Schlag gegen den Iran arbeiteten, bei dem Bodentruppen auf iranischem Gebiet eingesetzt werden könnten, sowie an einer großangelegten Bombardierungsaktion. Dies solle dazu dienen, die Position der USA in künftigen Gesprächen mit dem Iran zu verbessern oder es Präsident Trump zu ermöglichen, den Krieg einseitig durch eine siegreiche Aktion zu beenden. Laut der Mitteilung umfassen die Optionen die Einnahme oder Blockade der Insel Charg als wichtigstem Umschlagplatz für iranisches Öl, die Einnahme der Insel Larak in der Straße von Hormus, auf der sich iranische Stützpunkte und Radaranlagen befinden, oder eine Invasion der Insel Abu Musa, von der aus Iran die Kontrolle über den Westteil von Hormus ausübt. Zudem gebe es Pläne, US-Truppen einzusetzen, um das hochangereicherte Uran Irans zu sichern, das sich vermutlich in zerstörten Atomanlagen tief im iranischen Hinterland befindet. Alternativ könnten die USA die Anlagen aus der Luft bombardieren.[531] Ein pakistanischer Beamter teilte gegenüber der internationalen Nachrichtenagentur Reuters mit, dass Pakistan in Gesprächen mit den USA erreicht habe, dass Irans Außenminister Araghtschi und Parlamentspräsident Ghalibaf von Israels Liste gezielter Tötungen gestrichen worden seien, und bezeichnete die beiden Personen als wichtigste Gesprächspartner im Iran.[532] Der pakistanische Außenminister Ishaq Dar bestätigte, dass indirekte Verhandlungen zwischen den USA und Iran zur Beendigung ihres Krieges geführt würden, wobei die jeweiligen Botschaften durch Islamabad übermittelt würden. Die Initiative werde auch von der Türkei und Ägypten unterstützt.[533] Eine iranische Militärquelle gab bekannt, dass aufgrund der Möglichkeit einer Bodeninvasion an der Südfront im Iran mehr als eine Million Soldaten mobilisiert worden seien.[534]
Israels Militär gab bekannt, dass seine Luftwaffe bei einem Angriff in der Hafenstadt Bandar Abbas die oberste Führungsriege der Marine der Revolutionsgarde getötet habe, darunter den Kommandeur Alireza Tangsiri und den Chef des Marinegeheimdienstes, Behnam Rezaei.[535][536] Die israelischen Streitkräfte teilten später mit, dass alle wichtigen Kommandeure der Marine des IRGC bei dem Angriff getötet worden seien.[537]
Iran gab die Festnahme von 14 Personen in vier Provinzen des Landes bekannt, welche als Agenten des „amerikanisch-zionistischen Feindes“ und Mitglieder terroristischer Gruppen bezeichnet wurden. Ihnen wird unter anderem zur Last gelegt, bewaffnete Angriffe auf Regierungs- und Medienzentren geplant sowie Informationen und Standorte über iranische Militär- und Sicherheitskräfte bzw. kritische Infrastruktur an den Feind weitergeleitet zu haben.[538]
Die Hisbollah bestätigte bewaffnete Zusammenstöße mit israelischen Bodentruppen bei Qantara, Taybeh und Debel im Südlibanon, wobei mehrere israelische Panzer getroffen worden seien.[539] Das israelische Militär bestätigte Gefechte mit der Hisbollah, bei denen zwei israelische Soldaten getötet und mehrere verwundet wurden.[540] In Naharija starb ein israelischer Zivilist an den Folgen eines Raketenangriffs der Hisbollah.[541][542]
Die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Saudi-Arabien meldeten erneut iranische Raketen- und Drohnenangriffe,[543][544] wobei in Abu Dhabi zwei Menschen tödlich verletzt wurden.[545] Auch Israel wurde erneut von Iran und der Hisbollah angegriffen, wobei von Mitternacht bis Mittag allein sieben iranische Raketensalven in Richtung Israel gestartet wurden.[546]
Laut Arab News schoss Iran vom 28. Februar bis 26. März 4391 Raketen und Drohnen auf die Staaten des Golf-Kooperationsrates und weitere 930 Flugkörper auf Israel.[547]
27. März 2026
Das israelische Militär bestätigte erneute Raketenangriffe Irans und der Hisbollah auf Israel, darunter mit Streubombensprengköpfen, wobei es zur Auslösung von Luftalarm über Gebieten im Norden, Zentrum und Süden des Landes kam[548] und mindestens ein Mensch getötet wurde.[549] Israel selbst gab an, unter anderem Luftangriffe auf den Schwerwasserreaktor IR-40 bei Arak, welcher als Schlüsselinfrastruktur für die Plutoniumproduktion bezeichnet wurde,[550] als auch auf eine Yellowcake-Produktionsanlage bei Yazd durchgeführt zu haben, welche als einzige ihrer Art im Iran bezeichnet wurde, um aus dem Boden gewonnene Rohstoffe einer mechanischen und chemischen Verarbeitung zu unterziehen, um später als Vorläufermaterialien für die Urananreicherung verwendet zu werden.[551] Die israelischen Streitkräfte gaben zudem bekannt, seit Beginn des Irankrieges mehr als 60 Terroristen im Gazastreifen getötet zu haben, die entweder die Waffenstillstandslinie überschritten oder Angriffe auf Truppen geplant hätten.[552]
Laut einer Mitteilung der kuwaitischen Hafenbehörde traf ein iranischer Drohnen- und Marschflugkörperangriff den Handelshafen im Küstenbezirk Schuwaich von Kuwait-Stadt und den Hafen Mubarak-al-Kabir auf Bubiyan, wobei Sachschäden verursacht wurden.[553][554][555] Das saudische Verteidigungsministerium gab bekannt, mehrere in Richtung Riad fliegende Raketen und Drohnen über dem Ostteil des Landes abgeschossen zu haben. Weitere seien in unbesiedelten Gebieten eingeschlagen oder ins Meer gestürzt.[556][557] Es kam zu Treffern auf der Prince Sultan Air Base, wobei nach ersten Berichten mindestens zwölf US-Soldaten verletzt und mehrere Tankflugzeuge beschädigt wurden.[558][559] Bei diesem Angriff wurde auch ein US-Frühwarnflugzeug des Typs E-3 Sentry zerstört, wobei Bilder, die im Laufe des 29. März 2026 veröffentlicht wurden, zeigen, dass die Hecksektion des Flugzeuges abgerissen wurde. Die Zerstörung dieses Flugzeuges, wobei auf der Prince Sultan Air Base sechs Maschinen dieses Typs stationiert sind, wird als empfindlicher Verlust gewertet.[560]
Auch das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate meldete Angriffe mit ballistischen Raketen und Drohnen aus dem Iran.[561] Die Revolutionsgarden verkündeten, präzise Mehrfachangriffe gegen US-Ziele im Hafen von Schuwaich und an den Stränden sowie im Hafen von Dubai durchgeführt und dabei sechs Landungsboote (LTU) getroffen zu haben. Weitere Ziele seien eine US-Drohneneinheit und ein von US-Truppen genutztes Hotel gewesen.[562]
28. März 2026
Die israelischen Streitkräfte teilten mit, dass eine aus dem Jemen in Richtung Israel abgefeuerte Rakete von der Luftabwehr abgefangen worden sei, welche in Beʾer Scheva und Umgebung Luftalarm ausgelöst habe. Es handelte sich um den ersten Angriff der Huthis auf Israel seit einem von den USA vermittelten Waffenstillstand im Oktober 2025.[563] Ein jemenitischer Militärsprecher bezeichnete den Angriff als direkte militärische Intervention zur Unterstützung der Islamischen Republik Iran und der Widerstandsfronten im Libanon, im Irak und in Palästina.[564] Das israelische Militär gab zudem bekannt, Stunden später auch einen Marschflugkörper der Huthis[565] und am Abend eine mutmaßliche Drohne der Organisation über der südlichsten Stadt Eilat abgefangen zu haben.[566] Zudem wurde Israel auch vom Iran und der Hisbollah unter Beschuss genommen, wobei das Militär von Mitternacht bis am Abend sieben iranische Raketensalven auf Israel registrierte.[567] Die Hisbollah habe innerhalb von 24 Stunden über 250 Raketen auf israelische Ziele abgefeuert, die meisten davon auf Truppen im Südlibanon. 23 der Flugkörper seien in den israelischen Luftraum eingedrungen.[568] Die iranische Armee gab bekannt, massive Angriffe auf das strategische Zentrum für elektronische Kriegsführung im Hafen von Haifa und Treibstofflager am Flughafen Ben Gurion durchgeführt zu haben.[569]
Israels Militär gab bekannt, dass im Tagesverlauf bei Kämpfen im Südlibanon ein israelischer Soldat der Fallschirmjäger-Brigade getötet und mehr als 20 weitere verwundet worden seien, sieben davon schwer.[570]
Der Oman bestätigte einen iranischen Drohnenangriff auf den Hafen von Salala, wobei ein Hafenkran beschädigt und ein ausländischer Arbeiter schwer verletzt worden sei.[571] Das iranische Militär gab bekannt, ein US-amerikanisches Logistikschiff in der Nähe des Hafens angegriffen zu haben.[572] Die kuwaitische Luftfahrtbehörde bestätigte mehrere Drohnenangriffe auf den Flughafen Kuwait, die erhebliche Schäden an dessen Radarsystem verursacht hätten.[573] Das Innenministerium von Bahrain meldete einen iranischen Angriff, der zu einem Brand in einer nicht näher bezeichneten Einrichtung geführt habe.[574] Nach iranischen Angaben sei das Werk von Aluminium Bahrain angegriffen worden, welches eine bedeutende Rolle bei der Herstellung von Gütern für die US-Rüstungsindustrie spiele.[575]
Weitere iranische Angriffe wurden aus den Vereinigten Arabischen Emiraten gemeldet,[576] wo herabfallende Trümmerteile mehrere Brände in Abu Dhabi auslösten.[577] Emirates Global Aluminium meldete erhebliche Schäden und mehrere Verletzte durch einen iranischen Angriff auf eine von ihnen betriebene Anlage in Al Taweelah.[578] Irans Militär gab bekannt, ein ukrainisches Depot für Drohnenabwehrsysteme in Dubai angegriffen zu haben, das zur Unterstützung der US-Streitkräfte genutzt worden sei.[579] Die in Dohuk gelegene Residenz von Nêçîrvan Barzanî, dem Präsidenten der Autonomen Region Kurdistan im Irak, war nach Angaben der Regionalregierung Ziel eines Drohnenangriffs, wobei Sachschäden verursacht worden seien.[580] Bei einem Angriff im nordirakischen Kirkuk wurden bei einem Luftangriff drei Kämpfer der Volksmobilisierungskräfte getötet und vier weitere verletzt, wobei die ehemalige paramilitärische Koalition die USA und Israel für den Angriff verantwortlich machte.[581]
Bei einem israelischen Luftangriff auf ein Fahrzeug im südlibanesischen Jezzine wurden zwei libanesische Journalisten getötet; der für den Fernsehsender al-Manar tätige Ali Shoeib und die für Al Mayadeen arbeitende Fatima Ftouni.[582] Der libanesische Präsident Aoun bezeichnete die Tötung als Verstoß gegen das Völkerrecht und das Kriegsrecht,[583] während Shoeib von Israels Militär als Terrorist der Hisbollah bezeichnet wurde, der unter dem Deckmantel eines Journalisten daran gearbeitet habe, die Standorte von israelischen Truppen im Südlibanon und entlang der Grenze aufzudecken.[584]
Während eines israelischen Luftangriffs auf Teheran wurde der iranische Generalmajor Dschamschid Eshaghi (* 1961) getötet, sein Tod wurde am 31. März von den Revolutionsgarden bestätigt.[585]
Die „Expeditionary Strike Group“ mit der USS Tripoli als Flaggschiff, einem amphibisches Angriffsschiff der America-Klasse, erreichte die Golfregion. An Bord des Flottenverbandes befanden sich etwa 5000 Seeleute und Marineinfanteristen der 31st Marine Expeditionary Unit (MEU).[586]
Die Weltgesundheitsorganisation meldete im Südlibanon neun getötete und sieben verletzte Sanitäter. Vier Krankenhäuser und 51 Gesundheitszentren mussten geschlossen werden. Die Foreign Press Association in Israel berichtet über die gewaltsame Festnahme eines Teams von CNN seitens Israel im Westjordanland. Zwei LPG-Tanker durchfuhren die Straße von Hormus in Richtung Indien. 20 Schiffe unter pakistanischer Flagge, zwei pro Tag, dürfen ebenfalls die Meerenge passieren.[587]
29. März 2026
Die iranische Revolutionsgarde gab bekannt, einen mehrstufigen Drohnen- und Raketenangriff auf die operative Infrastruktur sowie auf Waffenlager und Stützpunkte der US-Streitkräfte durchgeführt zu haben, unter anderem auf Victoria im Irak, Arifjan in Kuwait, Al Dhafra in den Vereinigten Arabischen Emiraten, NSA Bahrain und Prince Sultan in Saudi Arabien. Weitere Angriffe hätten der Komalah in Erbil sowie Israel gegolten.[588] Irans Parlamentspräsident Ghalibaf verkündete, dass die iranischen Streitkräfte auf das Szenario einer Bodeninvasion vorbereitet seien und der Iran Forderungen, die einer Kapitulation gleichkämen, nicht akzeptieren werde. Widerstandsgruppen im gesamten Nahen Osten hätten den Druck auf die gegnerischen Streitkräfte verstärkt und so zu einer Verschiebung des Kräfteverhältnisses beigetragen. Washington und seine Verbündeten hätten ihr ursprüngliches Kriegsziel nicht erreicht und würden mit zunehmenden Herausforderungen konfrontiert sein, darunter militärischen Rückschlägen und wirtschaftlichen Belastungen. Die nationale Einheit habe die feindseligen Bemühungen vereitelt, die iranische Gesellschaft zu spalten.[589] Die Washington Post hatte zuvor berichtet, dass sich das Pentagon auf wochenlange Bodenoperationen im Iran vorbereite, bei denen möglicherweise Angriffe von Spezialeinsatzkräften und konventionellen Infanterietruppen stattfinden würden.[590]
Bahrain,[591] Saudi-Arabien, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate bestätigten Einsätze ihrer Luftabwehr zur Bekämpfung iranischer Drohnen und Raketen.[592]
Israel wurde aus Iran und von der Hisbollah erneut mit Raketen beschossen,[593] wobei es durch die iranischen Angriffe zu einem Großbrand im Industriegebiet Neot Chovav kam.[594] Israels Luftwaffe bombardierte nach Militärangaben Dutzende iranische Waffenproduktionsstätten, darunter eine von nur zwei Anlagen ihrer Art im Iran, in der wichtige Komponenten für die Montage und Einsatzbereitschaft ballistischer Raketen entwickelt würden.[595] Die israelischen Streitkräfte gaben zudem an, elf bewaffnete Hamas-Kämpfer im zentralen Gazastreifen getötet zu haben, darunter einen, der Anfang 2025 im Rahmen eines Waffenstillstandsabkommens von Israel freigelassen worden war.[596] Im Südlibanon wurde bei einem Raketenangriff der Hisbollah ein israelischer Soldat der 401. Panzerbrigade getötet und ein weiterer Soldat schwer verwundet. Laut Israels Militär war es der bereits sechste Soldat, der im Zuge der Offensive gegen die Hisbollah seit Konfliktbeginn mit Iran getötet wurde.[597]
Iran teilte in einer diplomatisch außergewöhnlichen Entscheidung mit, dass der am 24. März vom Libanon zur Persona non grata erklärte und bis 29. März zur Ausreise aufgeforderte iranische Botschafter im Land, Mohammad Reza Schibani, gemäß den Wünschen des Parlamentspräsidenten Nabih Berri und der Hisbollah den Libanon nicht verlassen werde.[598]
30. März 2026
Die iranische Armee meldete weitere Angriffe auf Einrichtungen der US-Streitkräfte und Israels, darunter auf Anlagen, die mit der Erkennung und Verfolgung von Raketen und Drohnen befasst sind sowie auf Kommandozentralen, Drohnenhangars und Waffenlager.[599] Weiters seien Orte ins Visier genommen worden, welche von US-amerikanischen und israelischen Piloten genutzt würden.[600] Israel bestätigte iranische Raketeneinschläge in Kirjat Ata, Haifa und Schefar’am,[601] wobei am Gelände der Basan-Ölraffinerie in Haifa ein Brand ausbrach.[602] Kuwait,[603] Saudi-Arabien,[604] die Vereinigten Arabische Emirate,[605] Jordanien[606] und Bahrain meldeten Einsätze ihrer Luftabwehr gegen iranische Drohnen und Raketen.[607] Das türkische Verteidigungsministerium meldete den Abschuss einer iranischen Rakete im türkischen Luftraum, wobei es sich um den bereits vierten derartigen Vorfall seit Kriegsbeginn handelte.[608] Der kuwaitische Öltanker Al Salmi wurde vor dem Hafen von Dubai von einer iranischen Drohne getroffen, was zu Schäden am Rumpf und zum Ausbruch eines Feuers an Bord geführt habe.[609]
Irans Außenministeriumssprecher Esmail Baghaei teilte mit, dass bis dato keine direkten Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten geführt worden seien. Der einzige Kontakt habe aus Gesprächsanfragen der USA bestanden, die über Drittländer übermittelt wurden. Die unterbreiteten Vorschläge bezeichnete er dabei als übertrieben und unangemessen. Solange die Aggression gegen Iran andauere, würden sich die Bemühungen seines Landes weiterhin auf die Verteidigung konzentrieren.[610] Er teilte auch mit, dass Iran einen möglichen Austritt aus dem Atomwaffensperrvertrag prüfe.[611][612]
Die spanische Regierung gab durch Verteidigungsministerin Robles eine Sperrung des spanischen Luftraums für alle Flugzeuge bekannt, die mit dem Krieg der USA und Israels gegen den Iran in Verbindung stehen, und bezeichnete diese Maßnahme als Teil der Entscheidung der Regierung, sich an diesem einseitig begonnenen Krieg, der gegen das Völkerrecht verstoße, nicht zu beteiligen und ihn nicht zu unterstützen.[613][614]
Das libanesische Militär teilte mit, dass beim ersten direkten Angriff Israels auf eine Stellung der libanesischen Armee seit Kriegsbeginn ein libanesischer Soldat an einem Kontrollpunkt in der Region Tyros getötet worden sei.[615] Darüber hinaus wurde nach Angaben der UNIFIL ein indonesischer UN-Friedenssoldat nahe Aadshit al-Qusayr im Südlibanon durch den Einschlag eines Kampfmittels getötet.[616] Israels Militär teilte mit, dass bei einem Gefecht mit der Hisbollah im Südlibanon vier Soldaten der Nachal-Brigade getötet und zwei weitere schwer verwundet worden seien.[617]
31. März 2026
US-amerikanisch-israelische Luftangriffe zielten nach Armeeangaben auf Munitionsbunker in Isfahan[618] sowie Waffenproduktionsstätten und ein Pharmaunternehmen in Teheran.[619][620][621] In Mahallat wurde nach israelischen Angaben mit Mahdi Vafaei der Chefingenieur der Quds-Einheit der Revolutionsgarden im Libanon getötet.[622] Das libanesische Gesundheitsministerium teilte mit, dass im Laufe des Tages bei israelischen Luftangriffen mindestens acht Menschen in den Regionen Tyros, Sidon und Bint Dschubail getötet worden seien.[623] Israels Militär gab auch die Tötung von Hajj Hashem bei einem Luftangriff in Beirut bekannt, der im September 2024 die Hisbollah-Südfront von Ali Karaki übernommen hatte.[624] Im Gazastreifen wurden nach palästinensischen Angaben fünf Menschen bei israelischen Luftangriffen in Dschabaliya und Chan Yunis getötet.[625]
Irans Armee meldete Angriffe auf US-Einheiten des Luftwaffenstützpunktes Prince Sultan in Saudi-Arabien[626], ein israelisches Containerschiff in den zentralen Gewässern des Persischen Golfs, einen Sammelpunkt von US-Marines an der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate, ein Drohnenabwehrsystem der 5. US-Flotte außerhalb deren Stützpunktes in der Nähe des Flughafens Bahrain und auf zwei Radarsysteme auf dem US-Stützpunkt Ahmad al-Dschabir in Kuwait.[627] Zudem seien eine MQ-9-Drohne über Isfahan und eine LUCAS-Drohne über Qeschm abgefangen und zerstört worden, womit die Anzahl abgeschossener US-amerikanisch-israelischer Drohnen seit Kriegsbeginn 147 erreicht habe.[628] Saudi-Arabien[629] und die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten Einsätze ihrer Luftabwehr[630], während Israel aus Iran und von der Hisbollah erneut mit Raketen beschossen wurde.[631][632]
Das irakische Innen- und das US-Außenministerium teilten mit, dass die US-amerikanische freiberufliche Journalistin Shelly Kittelson von der mit dem Iran verbündeten Terrorgruppe der Hisbollah-Brigaden in Bagdad entführt worden sei.[633][634] Am 7. April 2026 wurde von irakischer Seite ihre Freilassung verkündet.[635]
April 2026
1. April 2026
Die iranische Armee meldete die Durchführung der inzwischen 89. Angriffswelle ihrer Vergeltungsoperation, wobei Militäreinrichtungen und Truppenansammlungen Israels in Eilat, Tel Aviv und Bnei Berak sowie der USA in Bahrain, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten ins Visier genommen worden seien. Zu den angegriffenen Zielen gehörten nach Armeeangaben US-amerikanische Flugzeuge auf dem Flughafen Ben Gurion und der Al Udeid Air Base sowie Frühwarnradarsysteme und Anlagen zur elektronischen Kriegsführung. Bei den Angriffen seien neben rund 300 Raketen und Marschflugkörpern auch Langstreckendrohnen vom Typ Arasch-2 eingesetzt worden.[636][637] Die Revolutionsgarde teilte mit, mehrere Wellen von Angriffsdrohnen auf die US-Flugzeugträgergruppe Abraham Lincoln im nördlichen Indischen Ozean abgefeuert zu haben, wobei sich die Gruppe basierend auf Satellitenbildern und Dokumentationen von ihrer vorherigen Position tiefer ins Meer zurückgezogen habe. Weiterhin sei die Straße von Hormus weiterhin vollständig unter Kontrolle der IRGC-Seestreitkräfte.[638]
US-amerikanisch-israelische Luftangriffe wurden unter anderem in Beirut[639] und Teheran durchgeführt.[640][641]
Israels Armee bestätigte erneute Raketenangriffe aus Iran, dem Jemen und von der Hisbollah im Libanon[642][643][644], wobei Einschläge in bewohnten Gebieten mit mehreren Verletzten in Rosch haAjin, Petach Tikwa[645], Kirjat Schmona[646] und Bnei Berak verzeichnet wurden.[647]
Jordanien[648], die Vereinigten Arabischen Emirate[649], Saudi-Arabien, Katar, Bahrain und Kuwait[650] meldeten Einsätze ihrer Luftverteidigung zur Abwehr iranischer Drohnen und Raketen, wobei in Fudschaira ein Staatsbürger aus Bangladesch durch herabfallende Raketentrümmer getötet wurde.[651] Am Flughafen Kuwait gerieten Treibstofftanks in Brand[652], während Batelco als größtes Telekommunikationsunternehmen Bahrains und Betreiber von Amazon Web Services einen Angriff auf sein Hauptquartier in Hamala bekanntgab.[653] Der unter panamaischer Flagge fahrende und von Qatar Energy gecharterte Treibstofftanker Aqua 1 wurde 17 Seemeilen nördlich von Doha Ziel eines Angriffs. Das Unternehmen gab bekannt, dass zwei Flugkörper das Schiff getroffen und dabei einen Brand verursacht hätten, welcher hätte gelöscht werden können. Es sei jedoch niemand verletzt worden.[654]
Iranisch unterstützte Gruppen im Irak starteten ebenfalls Angriffe auf US-amerikanische Einrichtungen und die Energieinfrastruktur. Zwei Drohnen schlugen im Bereich des Flughafens Bagdad ein, während Brände durch weitere Drohnenangriffe aus einem Öllager bei Erbil und dem Sarsang-Ölfeld gemeldet wurden.[655] Die Volksmobilisierungskräfte im Irak gaben bekannt, dass zwei ihrer Angehörigen bei einem „zionistisch-amerikanischen“ Angriff im Bezirk Tal Afar getötet und sechs weitere verletzt worden seien.[656]
Das Präsidialamt Argentiniens stufte die iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation ein und führte diesen Schritt auf die Unterstützung der IRGC für die Hisbollah zurück.[657]
US-Präsident Trump erklärte gegenüber Besuchern im Weißen Haus, dass die US-Regierung nicht mehr die Finanzierung von Kinderbetreuung und Gesundheitsfürsorge (original Zitat englisch „Medicaid or Medicare“) übernehmen könne, was er mit der Kriegsführung begründete.[658]
2. April 2026
US-amerikanisch-israelische Luftangriffe trafen unter anderem einen Treibstofftank nahe dem Flughafen Maschhad[659] und die B1-Autobahnbrücke, auch Bileghan-Brücke genannt, welche die iranische Hauptstadt Teheran mit der westlichen Stadt Karadsch verbindet. Laut US-Mitteilung diente die Brücke dem Transport von Raketen und Raketenkomponenten von Teheran zu Abschussrampen im Westen des Landes.[660] Der iranische UN-Botschafter Amir-Saeid Iravani bestätigte auch einen Angriff auf das Pasteur-Institut in der Provinz Teheran, das er als ältestes und renommiertestes Forschungs- sowie Gesundheitszentrum im Nahen Osten bezeichnete und sprach von einem Kriegsverbrechen.[661]
Israel wurde erneut von den Huthis aus dem Jemen[662], der Hisbollah aus dem Libanon und dem Iran unter Beschuss genommen, wobei es zu Raketeneinschlägen in besiedelten Gebieten von Naharija[663], Bi’ina[664], Petach Tikwa[665], Bnei Berak[666] und Kirjat Schmona kam.[667]
Die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait, Bahrain, Katar und Saudi-Arabien meldeten Einsätze ihrer Luftabwehr gegen iranische Drohnen-, Raketen- und Marschflugkörperangriffe.[668]
Nachdem bereits die Schweiz, Spanien und Italien ihre Lufträume für Flugzeuge gesperrt hatten, die für Militäroperationen gegen den Iran genutzt werden, verweigerte auch Österreich mit Verweis auf das Neutralitätsgesetz US-amerikanischen Flugzeugen die Nutzung seines Luftraumes für derartige Einsätze.[669]
Argentinien erklärte den iranischen Geschäftsträger im Land – Mohsen Soltani Tehrani – zur Persona non grata und forderte ihn zum Verlassen des Landes auf. Begründet wurde dieser Schritt mit Irans Kritik an Argentiniens Einstufung der Revolutionsgarden als Terrororganisation.[670][671]
Das irakische Ölministerium gab bekannt, mit dem Export von Rohöl per Tankwagen über Syrien begonnen zu haben, um die Blockade der Straße von Hormus zu umgehen.[672]
Die preisgekrönte Menschenrechtsaktivistin Nasrin Sotudeh wurde im Iran verhaftet. Die Festnahme wurde von ihrer Tochter Mehraveh Khandan sowie von Sotudeh selbst im Zuge eines kurzen Telefonats mit ihrer Schwester bestätigt.[673][674]
3. April 2026
Siehe auch Rettung einer US-Flugzeugbesatzung im Irankrieg 2026
Die iranische Luftabwehr schoss eine F-15E der U.S. Air Force im Südwesten des Iran ab. Es war der bis dahin erste Verlust einer US-Maschine durch feindliche Streitkräfte seit über 20 Jahren. Der Pilot konnte später gerettet werden,[675] der Waffensystemoffizier galt zunächst als vermisst.[676] Ebenfalls durch den Iran abgeschossen wurde ein Erdkampfflugzeug vom Typ A-10, welches nach der F-15 -Besatzung suchte.[677] Die Maschine stürzte ins Meer, der Pilot konnte den Schleudersitz betätigen und wurde gerettet.[677] Auch zwei Mehrzweckhubschrauber vom Typ Sikorsky UH-60 („Black Hawk“), ebenfalls auf der Suche, wurden von iranischem Feuer getroffen. Hierbei wurden mehrere Crew-Mitglieder verletzt, ihnen gelang es jedoch mit beiden Maschinen zur Basis zurückzukehren. Iranische Behörden versprachen für die Ergreifung von US-Crewmitgliedern eine Prämie.[678][679]
Die israelischen Streitkräfte verkündeten, dass sie eine umfangreiche Welle von Luftangriffen in Teheran und Beirut gestartet hätten.[680][681] Am Abend gab das Militär bekannt, in den letzten 24 Stunden auch über 70 Angriffe gegen iranische Raketen- und Drohnenstellungen im Westen und Zentrum des Iran durchgeführt zu haben.[682] Ein Sprecher der IFRC gab bekannt, dass bei einem Drohnenangriff unbekannter Herkunft in der Provinz Buschehr ein Lagerhaus getroffen wurde, in dem Hilfsgütercontainer und Einsatzfahrzeuge gelagert waren.[683] Eine von der Hisbollah abgefeuerte Rakete traf einen UN-Posten bei Odaisseh im Südlibanon. Die UN-Interimstruppe UNIFIL teilte mit, dass bei der Explosion drei Mitglieder der Beobachtertruppe verletzt wurden, zwei davon schwer.[684] Libanesische Staatsmedien berichteten, dass Israel in der Bekaa-Ebene im Osten des Libanon eine Brücke zerstört habe, die Sohmor mit Mashghara verbindet.[685]
Raketenangriffe der Hisbollah und aus Iran gegen Israel führten zu Einschlägen in besiedelten Gebieten von Gesher Haziv, Metulla[686], Kafr Kanna[687], Kirjat Ata[688], Ramat Gan, Givʿat Schmuel und Petach Tikwa.[689]
Weiters kam es zu erneuten Angriffen Irans auf Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait, Bahrain und Saudi-Arabien.[690] Die Revolutionsgarden bestätigten Angriffe auf US-amerikanische Ziele in der Golfregion, darunter auf Sammelpunkte US-amerikanischer Flugingenieure und Kampfpiloten, ein Zentrum amphibischer Landungsboote, ein Frühwarnradarsystem, Drohneneinheiten, Standorte einer Panzerbrigade sowie auf Logistikausrüstung, Unterstützungseinrichtungen und Unterkunftszentren. Weitere Ziele seien Infrastruktureinrichtungen gewesen, welche die US-Rüstungsindustrie unterstützen würden, sowie die US-Flugzeugträgergruppe Abraham Lincoln im nördlichen Indischen Ozean.[691][692][693] Später veröffentlichte Iran Bilder eines schwer beschädigten Hubschraubers CH-47 auf einem Flugfeld in Kuwait.[694] Die Mina al-Ahmadi-Raffinerie in Kuwait wurde von einem Drohnenangriff getroffen, wodurch in mehreren Betriebseinheiten Brände ausbrachen.[695] Weiters meldete Kuwait erhebliche Beschädigungen an einem Kraftwerk zur Stromerzeugung und einer Meerwasserentsalzungsanlage.[696][697][698] In Abu Dhabi wurde der Betrieb der Habschan-Gasanlagen eingestellt, nachdem Flugkörpereinschläge erhebliche Schäden an den Anlagen verursacht und zwei Brände ausgelöst hatten.[699] Dabei wurden ein ägyptischer Staatsbürger getötet und vier weitere Menschen verletzt. Im Gebiet von Ajban wurden durch Fragmente abgefangener Raketen zwölf Personen verletzt, eine davon schwer.[700]
Die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA meldete, dass ein israelischer Panzer im Gebiet von Quneitra auf den Golanhöhen ein Auto beschossen und dabei einen Mann getötet habe. Die israelischen Streitkräfte gaben an, auf einen Verdächtigen geschossen zu haben, der sich der israelischen Grenze im Süden Syriens genähert hatte.[701]
4. April 2026
Mehrere hundert Such- und Rettungskräfte der US-Armee, darunter das Navy SEAL Team 6, bargen auch den vermissten Waffensystemoffizier der abgeschossenen F-15E. Er hatte sich verletzt über 24 Stunden in einer Felsspalte versteckt und Feuerschutz durch US-Kampfflugzeuge erhalten, die in der Nähe befindliche iranische Fahrzeugkonvois angriffen. Bei der Rettung feuerten US-Spezialkräfte ihre Waffen in Richtung iranischer Einheiten ab, um diese auf Abstand zu halten – zu einem Feuergefecht kam es nicht.[702] Das US-Militär zerstörte zudem zwei auf einer provisorischen Landebahn feststeckende eigene Transportflugzeuge Typ C-130 und zwei Hubschrauber Hughes OH-6, damit diese nicht dem Iran in die Hände fallen.[703]
Die Revolutionsgarde gab bekannt, verschiedene militärische und industrielle Zentren sowie Standorte von Kommandeuren und Einheiten der Armee Israels mit ballistischen Raketen angegriffen zu haben, darunter solche mit gelenkten und Mehrfachsprengköpfen.[704] Nach israelischen Angaben kam es dabei zu Sachschäden und/oder mehreren Verletzten in Tel Aviv, Petach Tikwa, Ramat Gan, Givʿatajim und Bnei Berak[705][706], mit teilweisen Gebäudeeinstürzen und Stromausfällen.[707] Zu den beschädigten Objekten gehörte auch das Wohnhaus des Parteivorsitzenden von Degel haTora, Mosche Gafni.[708] Im Industriegebiet Neot Chovav kam es zu einem Brand.[709] Durch Raketenbeschuss der Hisbollah kam es zu einem Einschlag im besiedelten Gebiet von Kirjat Schmona.[710] Die Huthis aus dem Jemen gaben bekannt, den Flughafen Ben Gurion und militärische Ziele im Süden Israels mit einer ballistischen Rakete und mehreren Drohnen angegriffen zu haben. Israel bestätigte den Einschlag einer aus dem Jemen abgefeuerten Rakete in unbewohntem Gelände.[711][712]
Israel führte unter anderem Luftangriffe auf Teheran[713], ein Zementwerk in Bandar Chamir[714] und petrochemische Anlagen in Mahschahr durch.[715] Bei einem Einschlag nahe des Kernkraftwerk Buschehr wurde nach iranischen Angaben ein Mitarbeiter getötet.[716] Zudem führte Israel erneut Angriffe auf Ziele der Hisbollah in Beirut[717] und bei Tyros durch.[718] Bei einem gemeinsamen Angriff der USA und Israels auf ein Handelsterminal des Grenzübergangs Schalamcheh in Chorramschahr an der Grenze zum Irak wurde ein Mensch getötet.[719][720]
Die Revolutionsgarde teilte zudem mit, US-amerikanische HIMARS-Raketenartilleriebatterien in Kuwait, ein US-amerikanisches Patriot-Raketensystem in Bahrain sowie die Versammlungsorte von Bedienungspersonal und Ausbildern der in den USA hergestellten Raketensysteme in den Vereinigten Arabischen Emiraten ins Visier genommen zu haben. Zu den weiteren Zielen gehörte eine Einrichtung des amerikanischen KI-Technologieunternehmens Oracle in den Vereinigten Arabischen Emiraten und das Handelsschiff MCS Ishika in einem Hafen in Bahrain, das sich Berichten zufolge im Besitz Israels befindet und unter der Flagge eines Drittlandes fährt.[721] Bahrain[722], die Vereinigten Arabischen Emirate[723] und Kuwait[724] meldeten Einsätze ihrer Luftabwehr zur Bekämpfung iranischer Angriffe.
Israels Militär gab bekannt, dass im Südlibanon ein israelischer Soldat der Kommandobrigade durch Eigenbeschuss getötet und ein weiterer schwer verletzt wurde.[725]
Iran genehmigte die Durchfahrt von Schiffen mit lebenswichtigen Gütern durch die Straße von Hormus.[726]
5. April 2026
Trump setzte dem Iran eine Frist bis zum 7. April 2026, 8 p.m. Eastern Daylight Time (EDT) (UTC-4) bzw. 8. April 2026, 02:00 Uhr MESZ (UTC+2) entsprechend 03:30 Uhr morgens am 8. April 2026 IRST (UTC+3:30), die Straße von Hormuz freizugeben, andernfalls drohe eine Vernichtung durch Zerstörung ziviler Infrastruktur. Das Posting schloss mit „Open the Fuckin’ Strait, you crazy bastards, or you’ll be living in Hell - JUST WATCH! Praise be to Allah.“[727]
Die israelische Luftwaffe griff über 120 Ziele im Westen und Zentrum Irans an, darunter Raketenanlagen, Drohnenlager- und Startplätze sowie Luftverteidigungssysteme.[728] Weiters wurden Hisbollah-Kommandozentralen in Beirut[729][730] und ein Ziel in Kfar Hatta angegriffen, wobei von libanesischer Seite sieben Tote gemeldet wurden.[731] Bei einem israelischen Luftangriff in Gaza-Stadt wurden drei Menschen getötet.[732]
Die Hisbollah beschoss vom Libanon aus erneut Nordisrael, wobei durch einen Drohnentreffer ein Haus in Schomrat beschädigt[733] sowie durch einen Raketeneinschlag in Deir al-Asad sechs Menschen verletzt wurden.[734]
Es kam erneut zu iranischen Angriffen auf Ziele in Israel, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain und Kuwait.[735] In Israel traf eine Rakete das Industriegebiet Neot Chovav und verursachte Schäden an einem Fabrikgebäude.[736] In Haifa wurde durch einen Raketentreffer ein Wohngebäude schwer beschädigt, wobei mehrere Stockwerke einstürzten. Bei dem Vorfall wurden vier Zivilisten getötet und vier weitere teils schwer verletzt. Die Bergung der Opfer nahm wegen eines Brandes und Einsturzgefahr rund 18 Stunden in Anspruch. Laut einer Untersuchung der Luftwaffe sei die Rakete bereits in der Luft auseinandergebrochen – was eine Abfangaktion verhindert habe – und der unexplodierte Sprengkopf sei in das Gebäude eingeschlagen.[737][738]
In Kuwait teilte die Petroleum Corporation mit, dass nach einem Drohnenangriff in einem Ölkomplex im Stadtteil Schuwaich von Kuwait-Stadt ein Feuer ausgebrochen sei. Das Ministerium für Elektrizität, Wasser und erneuerbare Energien teilte zudem mit, dass auch zwei Kraftwerke und eine Meerwasserentsalzungsanlage Ziel von Drohnenangriffen geworden seien und auch ein Regierungskomplex in der Hauptstadt von iranischen Drohnen getroffen wurde, wobei Sachschaden entstand.[739]
In den Vereinigten Arabischen Emiraten brach nach Angaben der Behörden in der petrochemischen Anlage Borouge in Abu Dhabi ein Brand aus, nachdem es von Raketenfragmenten getroffen worden war.[740] In Bahrain meldete die Gulf Petrochemical Industries Company, dass mehrere ihrer Betriebsanlagen von Drohnen getroffen wurden, was zu Feuer geführt habe. Auch Bapco Energies teilte mit, dass eines ihrer Lagergebäude Ziel eines Drohnenangriffs wurde, wodurch ein Brand in einem Lagertank entstanden sei.[741]
6. April 2026
In der Nacht und am Tag wurden US-amerikanisch-israelische Luftangriffe auf Ziele im Iran durchgeführt. Zu den angegriffenen Objekten gehörten drei Flughäfen im Raum Teheran, darunter Mehrabad, eine Drohnenfabrik der Quds-Einheit[742][743], die Scharif-Universität für Technologie in Teheran[744] sowie petrochemische Anlagen in Fars[745], Marvdascht[746] und Assaluyeh.[747] Israel und Iran bestätigten auch die Tötung des Geheimdienstchefs der Revolutionsgarde, Majid Chademi, sowie des Leiters der IRGC-Geheimdiensteinheit 840, Yazdan Mir.[748][749] Ein israelischer Luftangriff traf in Baharestan in der Provinz Teheran zwei Wohnhäuser, wobei laut iranischen Medienberichten 23 Menschen starben.[750] Weitere nächtliche Angriffe in Bandar Lengeh und Kong führten laut iranischen Angaben zum Tod von sechs Personen und verletzten 17.[751]
Israels Luftwaffe führte darüber hinaus erneut Angriffe gegen Ziele der Hisbollah in Beirut.[752] Bei einem israelischen Drohnenangriff östlich des Flüchtlingslagers Maghāzī im zentralen Gazastreifen wurden nach Angaben von Gesundheitsbeamten im von der Hamas kontrollierten Sektor mindestens zehn Menschen getötet. Vor den Angriffen waren in dem Gebiet einige Palästinenser mit Mitgliedern einer von Israel unterstützten Miliz aneinandergeraten.[753]
Israel wurde von Iran, der Hisbollah aus dem Libanon und den Huthi aus dem Jemen erneut unter Beschuss genommen. Durch den iranischen Einsatz von Raketen mit Mehrfachsprengköpfen kam es nach israelischen Angaben zu rund 30 Einschlägen in besiedelten Gebieten des Zentral-, Haifa- und Tel-Aviv-Bezirks mit Sachschäden, Bränden und mehreren Verletzten.[754][755][756] Die Huthis bestätigten einen Angriff mit Marschflugkörpern und Drohnen auf mehrere militärische Einrichtungen in Eilat, wobei Israels Militär den Abschuss mehrerer Drohnen bekanntgab, während andere in unbesiedelten Gebieten niedergegangen seien.[757]
Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate, Jordanien und Katar meldeten Einsätze ihrer Luftabwehr gegen Angriffe aus Iran.[758][759][760] In einem Wohngebiet im Norden Kuwaits wurden sechs Verletzte gemeldet,[761] während es in den Emiraten vier Verletzte durch abstürzende Raketenfragmente gab.[762][763] Ein Drohnenangriff habe ein Gebäude eines Telekommunikationsunternehmens in Fudschaira getroffen, während ein Ghanaer im Industriegebiet Musaffah durch abstürzende Trümmer schwer verletzt worden sei.[764]
US-Präsident Donald Trump drohte in einer Pressekonferenz am Abend, den Iran „in die Steinzeit zurückzuversetzen“, sollte bis zum Ablauf seines Ultimatums keine Einigung erzielt werden.[765]
7. April 2026
Die israelischen Streitkräfte gaben bekannt, acht Eisenbahnbrücken und Straßenabschnitte in den Provinzen Teheran, Karadsch, Täbris, Kaschan und Ghom bombardiert zu haben, die vom Iran zum Transport von Waffen und militärischer Ausrüstung genutzt wurden.[766] Israel bestätigte auch einen Angriff in Teheran, bei dem versehentlich die Rafi-Niya-Synagoge schwer beschädigt wurde. Das eigentliche Ziel des Angriffs sei ein hochrangiger iranischer Kommandeur gewesen.[767] Das US-Militär bestätigte Angriffe auf militärische Ziele auf der iranischen Insel Charg.[768] Im Libanon bombardierte Israels Luftwaffe die inzwischen siebente Brücke über den Fluss Litani.[769] Die israelischen Streitkräfte gaben darüber hinaus bekannt, dass inzwischen Einheiten aus sechs Divisionen an der laufenden Bodenoffensive gegen die Hisbollah im Südlibanon beteiligt seien.[770] Bei einem Gefecht im Südlibanon wurden ein israelischer Soldat der Golani-Brigade getötet und fünf weitere teils schwer verwundet. Laut Armeeangaben handelte es sich um den bereits 12. Soldaten, der während der laufenden Bodenoperation im Libanon getötet wurde.[771]
Israel stand erneut unter Beschuss aus Iran und von der Hisbollah, wobei Einschläge in besiedelten Gebieten von Nord-,[772] Zentral-[773] und Südisrael gemeldet wurden.[774][775] In Saudi-Arabien[776] kam es durch iranische Angriffe zu einem Großbrand im petrochemischen Komplex al-Dschubail.[777][778] Katar[779] und die Vereinigten Arabischen Emirate[780] bestätigten ebenfalls Einsätze ihrer Luftabwehr gegen iranische Angriffe mit Raketen und Drohnen.
Laut kurdischer Regionalregierung traf ein Drohnenangriff ein Haus in Daraschakran bei Erbil, wobei ein Ehepaar getötet wurde. Weitere Angriffe hätten auf Stellungen der Volksmobilmachungskräfte in Kirkuk, Salahaddin und al-Anbar stattgefunden. Dabei seien eine weitere Person getötet und mehrere verletzt worden. Die Angriffe wurden den USA bzw. Israel zugeschrieben.[781] Bei einem aus Richtung Kuwait gemeldeten Raketenangriff wurden nahe Basra drei Menschen getötet.[782]
Wenige Stunden vor Ablauf der von ihm gesetzten Frist erklärte US-Präsident Donald Trump in einem Social-Media-Posting, dass wahrscheinlich an diesem Abend eine ganze Zivilisation ausgelöscht werde.[783][784]
Mehrere Demokraten forderten angesichts der Drohungen, Trump seines Amtes zu entheben. Bis zum frühen Nachmittag (Ortszeit) waren es laut Wall Street Journal über zwei Dutzend Kongressmitglieder.[785] Yassamin Ansari, demokratische Abgeordnete im Repräsentantenhaus und Tochter iranischer Auswanderer, kündigte ein Amtsenthebungsverfahren gegen Verteidigungsminister Pete Hegseth an: „Trump eskaliert einen verheerenden, illegalen Krieg, droht mit massiven Kriegsverbrechen und nimmt zivile Infrastruktur in Iran ins Visier. Allein in den letzten 48 Stunden hat die Rhetorik jede Grenze überschritten. Pete Hegseth macht sich mitschuldig.“[786][787]
Pakistan forderte Trump auf, das Ultimatum zu verlängern. China und Russland legten im UN-Sicherheitsrat ihr Veto gegen einen Resolutionsentwurf Bahrains für die Wiedereröffnung der Straße von Hormus ein.[788]
Trump erklärte sich bereit, für zwei Wochen auf Bombardierungen und Angriffe zu verzichten, wenn der Iran die Straße von Hormus öffne. Dabei werde es sich um eine beidseitige Waffenruhe handeln, wie er abends auf seiner Plattform Truth Social mitteilte.[785] Die Revolutionsgarden warnten, dass sie die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten jahrelang von Öl- und Gaslieferungen in der Region abschneiden würden, sollte Washington „rote Linien“ überschreiten. Zusätzlich würde die entsprechende Infrastruktur der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten in der Golfregion ins Visier genommen, wobei bisher aus Gründen der guten Nachbarschaft große Zurückhaltung geübt worden sei.[789] Der Vorsitzende der Internationalen Energieagentur, Fatih Birol, teilte mit, dass durch die Unterbrechung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus die gravierendste Öl- und Gaskrise der Geschichte ausgelöst wurde. Er sagte, dass die europäischen Länder sowie Japan, Australien und andere darunter leiden werden, aber am stärksten gefährdet seien die Entwicklungsländer, die unter höheren Öl- und Gaspreisen, höheren Lebensmittelpreisen und einer allgemeinen Beschleunigung der Inflation leiden werden.[790]