Vorschlag für Mittwoch, 25. März 2026: Bergsturz von Wildalpen
Der
Bergsturz von Wildalpen ist einer der größten bekannten Bergstürze in den Alpen. Er ereignete sich im frühen vierten Jahrtausend v.
Chr. in der Hochschwabgruppe am Gebiet der heutigen Gemeinde Wildalpen. Bei dem zweiphasigen Ereignis stürzte eine rund 3,5
km breite Bergflanke talwärts, insgesamt gerieten dabei rund 1,3 bis 1,4
km³ (1
km³ = 1
Milliarde Kubikmeter) Gestein in Bewegung. Nach rund 5
Kilometern traf der Schuttstrom im rechten Winkel auf die Salza, teilte sich dort und füllte das Flussbett auf einer Länge von rund 10
Kilometern aus. Als Auslöser des Bergsturzes kommen außergewöhnlich hohe Niederschläge oder ein Erdbeben in Frage.
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Wikidata-Kurzbeschreibung für Bergsturz von Wildalpen:
Prähistorischer Bergsturz in der Hochschwabgruppe, Österreich. (
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Vorschlag für Dienstag, 24. März 2026: Johan Cruyff
Johan Cruyff (*
25. April 1947 in Amster
dam, Nieder
lande; †
24.
März 2016 in Barcelona, Spanien) war ein nieder
ländischer Spieler, Trainer und Funktio
när im Fußball
sport. 1964 gab er sein Debüt bei Ajax Amster
dam. In den frühen 1970ern domi
nierte Ajax mit Cruyff als bestimmen
dem Spieler den Vereins
fußball. 1973 wech
selte er zum FC Barcelona und führte „Barca“ zur Meister
schaft. Bei der WM
1974 in der BRD war er domi
nanter Spieler der nieder
ländi
schen Elftal, die die Öffent
lichkeit begeis
terte. In der Folge konnte Cruyff an die Erfolge nicht anknüpfen und trat 1978 zurück, war aber nach einem finan
ziellen Bankrott gezwungen, seine Spieler
karriere fort
zusetzen, und wech
selte in die amerika
nische NASL. 1981 kehrte er zu Ajax zurück und führte das Team zur Meister
schaft und Double 1983. Nach Vertrags
streitig
keiten wech
selte Cruyff zum Rivalen Feyenoord Rotter
dam, wo er erneut das Double gewann. 1984 beendete er seine Spieler
karriere und wurde bei Ajax Trainer. 1988 wurde er Trainer des FC Barcelona, wo er von 1990 bis 1994 die Meister
schaft und 1992 den Europa
pokal der Landes
meister gewann. Nach zwei erfolg
losen Jahren und öffent
lich ausge
tragenem Klein
krieg mit Präsident Núñez wurde Cruyff im Mai 1996 entlassen. Er zog sich auf die Rolle als graue Eminenz des Welt
fußballs zurück, die im Hinter
grund bei Ajax und Barcelona wirkte. Neben
her gründete er diverse Stif
tungen. 2016 starb er an einer Krebserkrankung.
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Wikidata-Kurzbeschreibung für Johan Cruyff:
niederländischer Fußballspieler und -trainer (1947–2016) (
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Vorschlag für Montag, 23. März 2026: Keuchhusten
Keuchhusten (auch
Pertussis, lateinisch für
starker Husten; volkstümlich
Stickhusten, früher auch
Keichhusten und
Tussis convulsiva) ist eine durch das Bakterium
Bordetella pertussis, seltener durch
Bordetella parapertussis, ausgelöste hochansteckende, durch typische Hustenanfälle charakterisierte Infektionskrankheit der Atemwege. Die Infektion erfolgt dabei über Körperflüssigkeiten vor allem der Atemwege (Tröpfcheninfektion). Nach einem unspezifischen Anfangsstadium verläuft sie regelhaft über mehrere Wochen. Auf das Anfangsstadium mit erkältungsartigem Husten, das
Stadium catarrhale genannt wird, folgen im
Stadium convulsivum anfallsartig typische stakkatoartige Hustenattacken. Bei Säuglingen können sich die Hustenanfälle untypisch als Atemstillstände äußern und somit lebensbedrohlich verlaufen. Schließlich nehmen die Hustenattacken an Zahl und Schwere im
Stadium decrementi allmählich ab. Eine ursächliche Therapie ist nur im Anfangsstadium möglich. Zur Prophylaxe existiert eine allgemein empfohlene wirksame Impfung. Keuchhusten ist in Deutschland und in Österreich eine meldepflichtige Krankheit.
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Wikidata-Kurzbeschreibung für Keuchhusten:
Infektionskrankheit (
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Vorschlag für Sonntag, 22. März 2026: Kiebitz (Art)
Der
Kiebitz (
Vanellus vanellus) ist eine Vogelart aus der Familie der Regen
pfeifer (Charadriidae). Er brütet typischer
weise in den Marsch
wiesen, auf Vordeich
wiesen
flächen und anderen Weide
land
schaften der Niederungen. Der Watvogel mit den breiten, paddel
förmigen Flügeln ist für seine spekta
kulären Balz
flüge bekannt, die auch als Gaukeln bezeichnet werden. Kiebitze kommen in Eurasien vor. Außerhalb der Paarungs
zeit, also von Juli bis März, können sie in größeren Schwärmen im Watt und auf küsten
nahen Flächen auftreten. Kiebitze sind Boden
brüter; ihre Eier galten früher als Delikatesse, dürfen heute aber nicht mehr gesammelt werden, da der Kiebitz in seinem Bestand global bedroht ist. 2015 wurde die Art auf die inter
nationale Rote Liste gefährdeter Vogel
arten gesetzt. Der Kiebitz war 1996 und 2024 „Vogel des Jahres“ in Deutschland.
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Wikidata-Kurzbeschreibung für Kiebitz (Art):
Art der Gattung Kiebitze (Vanellus) (
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Vorschlag für Samstag, 21. März 2026: Carl Kellner (Optiker)
Carl Kellner (* 21. oder 26. März 1826 in Hirzenhain; † 13. Mai 1855 in Wetzlar) war ein deutscher Entwickler und Hersteller von Teleskopen und Mikroskopen. Er erlangte erste Bekanntheit als Entwickler und Produzent des heute nach ihm benannten Kellner-Okulars. Seine Geräte wurden nach ganz Deutschland und ins Ausland geliefert und fanden in Wissenschaftskreisen Anerkennung für ihre Qualität. Das von ihm in Wetzlar gegründete Optische Institut war die Keimzelle der Wetzlarer optischen Industrie. Diese Werkstatt hatte unter Kellner bis zu 12 Mitarbeiter. In den knapp sechs Jahren unter seiner Leitung wurden etwa 130 Mikroskope und etwa 100 kleine und große Teleskope und Fernrohre produziert. Über mehrere Jahre arbeitete Kellner eng mit seinem Freund Moritz Hensoldt zusammen, der einen weiteren Wetzlarer Optikbetrieb gründete.
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Wikidata-Kurzbeschreibung für Carl Kellner (Optiker):
deutscher Optiker, Hersteller von Mikroskopen und Teleskopen (1826-1855) (
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Vorschlag für Freitag, 20. März 2026: Lörracher Rathaus
Das
Lörracher Rathaus ist ein von 1972 bis 1976 (Eröffnung heute vor 50 Jahren) errichtetes siebzehngeschossiges Verwaltungshochhaus in der Lörracher Innenstadt und seit 2012 ein Baudenkmal. Das vom Architekten Thomas Heiß entworfene Bauwerk mit dunkelgrüner Fassade ist mit knapp 72 Metern das höchste Gebäude im Landkreis Lörrach und höchstes Rathaus in Baden-Württemberg. Das markante Bauwerk gliedert sich in einen auskragenden Sockelbereich aus hellem Beton, in dem sich unter anderem der große Ratssaal wie die Fraktionsräume befinden. Mittig ragt aus dem grünen Hochhaus der zentrale Versorgungskern hervor. Das Rathaus beherbergt neben den städtischen Ämtern auch den Amtssitz des Oberbürgermeisters von Lörrach und das Lörracher Stadtarchiv. Im Rathaus existiert ein Zugang zum unterirdischen Parkhaus, das sich westlich vom Hochhaus befindet und zum Baukomplex dazugehört. Der Verwaltungsbau mit einigen seiner baulichen und technischen Sonderlösungen wurde im Laufe der Jahre sanierungswürdig. Entsprechende Sanierungsoptionen wurden öffentlich diskutiert und schließlich im Frühjahr 2024 die Sanierung durch den Lörracher Gemeinderat beschlossen.
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Wikidata-Kurzbeschreibung für Lörracher Rathaus:
Verwaltungshochhaus in Lörrach, Baden-Württemberg, Deutschland (
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Vorschlag für Donnerstag, 19. März 2026: Eudaimonie
Eudaimonie (auch
Eudämonie) ist ein Begriff der antiken Philosophie. Er bezeichnet eine gelungene Lebens
führung nach den Anfor
de
rungen und Grund
sätzen einer philoso
phischen Ethik und den damit verbundenen ausge
glichenen Gemüts
zustand. Das Wort wird gewöhnlich mit „Glück“ oder „Glück
seligkeit“ übersetzt. Diese Über
setzungen werden aber in der Forschung als ungenau kritisiert. Daher wird in der altertums
wissen
schaftlichen Fach
literatur „Eudaimonie“ oft unübersetzt gelassen. Für die zahlreichen antiken Denker, die eine „eudaimonis
tische“ – auf die Eudaimonie ausgerichtete – Ethik vertraten, war es selbst
verständlich, dass das mit diesem Begriff bezeichnete Ideal eigentlich das Ziel aller Menschen ist. Diese Annahme wird als „eudaimonis
tisches Axiom“ bezeichnet. Das Ziel galt als prinzipiell erreichbar. Den beschwer
lichen Weg zur Eudaimonie sahen die Philosophen in ihrer jeweiligen Lehre. Ein mit der Ziel
vorstellung verbundenes, sehr verbreitetes Ideal war die Selbst
genügsam
keit (Autarkie).
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Wikidata-Kurzbeschreibung für Eudaimonie:
gelungene Lebensführung nach den Grundsätzen einer philosophischen Ethik (
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