Dietendorf (Burgebrach)
Ortsteil im Markt Burgebrach, Landkreis Bamberg, Bayern, Deutschland
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Dietendorf ist ein Gemeindeteil des Marktes Burgebrach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[2] Dietendorf liegt in der Gemarkung Ampferbach.[3]
Dietendorf Markt Burgebrach | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 51′ N, 10° 44′ O |
| Höhe: | 269 m ü. NHN |
| Einwohner: | 228 (31. Dez. 2024)[1] |
| Postleitzahl: | 96138 |
| Vorwahl: | 09546 |

Geografie
Das Dorf liegt auf freier Flur am Dietenbächlein, der etwas weiter südlich als linker Zufluss in die Rauhe Ebrach mündet. Die Staatsstraße 2262 führt nach Ampferbach (0,4 km südlich) bzw. nach Steinsdorf (1,6 km nördlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Grasmannsdorf (2,5 km südöstlich).[4]
Geschichte
Der Ort wurde im Jahr 1446 als „Dittendorf“ erstmals urkundlich genannt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Dieter. Trotz später Erwähnung ist das Kettendorf, keine junge Ausbausiedlung.[5]
Dietendorf bildete mit Ampferbach eine Realgemeinde. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Dietendorf 10 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Burgebrach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Amt Burgebrach. Grundherren waren
- das Amt Burgebrach: 2 Höflein, 1 Höflein mit Schmiederecht, 1 Sölde, 1 Gütlein, 1 Hirtenhaus;
- das Kollegiatstift St. Stephan (Bamberg): 2 Halbhöflein, 1 Sölde;
- Kloster Ebrach: 1 Tropfhäuslein.[6]
Der Getreidebau galt damals als ertragreich.[7]
Im Jahre 1802 kam Dietendorf an das Herzogtum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Dietendorf dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Ampferbach und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Ampferbach zugewiesen.[8] Am 1. Mai 1978 wurde Dietendorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Burgebrach eingemeindet.[9]
Baudenkmäler
In Dietendorf gibt es drei Baudenkmäler:[10]
- Dietendorf 10: Wohnstallhaus
- Backhaus auf dem Anwesen Dietendorf 19
- Bildhäuschen
- ehemaliges Baudenkmal
- Dietendorf 19: Wohnstallhaus
Einwohnerentwicklung
Religion
Dietendorf ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach St. Vitus (Burgebrach) gepfarrt,[6] seit den 1960er Jahren ist die Kuratie Auffindung des Heiligen Kreuzes (Ampferbach) zuständig.[18]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Diedendorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 593 (Digitalisat).
- Peter Schneider: Der Steigerwald in der Gesamtschau. Stürtz, Würzburg 1958, DNB 454428790, OCLC 1070929849, S. 153.
- Hildegard Weiß: Stadt- und Landkreis Bamberg (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 21). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1974, ISBN 3-7696-9884-3 (Digitalisat).
Weblinks
- Dietendorf in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 22. November 2025.
- Dietendorf in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 22. November 2025.
- Dietendorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 22. November 2025.