Ein Fall für zwei: Zyankali

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Zyankali ist der Titel der 65. Episode der Krimiserie Ein Fall für zwei mit Rainer Hunold und Claus Theo Gärtner in den Hauptrollen.

TitelZyankali
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Länge58 Minuten
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Folge 65 der Reihe Ein Fall für zwei
Titel Zyankali
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Länge 58 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen Odeon Film
Regie Hartmut Griesmayr
Drehbuch Marran Gosov
Produktion Georg Althammer
Musik
Kamera Charly Steinberger
Schnitt Hedy Altschiller
Premiere 17. Feb. 1989 auf ZDF
Besetzung
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Eine Besonderheit dieser Folge ist, das Dr. Franck und Matula zunächst nicht gemeinsam, sondern für gegnerische Parteien aktiv sind.

Handlung

Rechtsanwalt Dr. Franck wird von der attraktiven Tamara Rakowska in deren Wohnhaus gerufen, nachdem ihr Lebensgefährte, der Schriftsteller Horst Zoller, dort scheinbar durch die Einnahme von Zyankali Suizid begangen hat. Neben dem Toten findet sich ein handschriftlicher Abschiedsbrief. Die herbeigerufene Kriminalpolizei leitet ein Ermittlungsverfahren ein.

Kurz darauf erscheint Zollers Schwester Dora, die der Lebensgefährtin ihres Bruders ablehnend gegenübersteht. Sie fordert Tamara Rakowska auf, das Haus am folgenden Tag zu verlassen, da sie beabsichtige, es künftig selbst zu bewohnen. Der Trauerredner Fackelmann geht zu diesem Zeitpunkt davon aus, dass Dora Zoller Alleinerbin werden dürfte, und bekundet ihr gegenüber Interesse am Erwerb der Filmrechte an Zollers Werken. Bei der Testamentseröffnung, zu der Dora Zoller auf ihren Wunsch hin von Dr. Franck begleitet wird, erweist sich diese Annahme jedoch als unzutreffend, da Tamara Rakowska zur Alleinerbin eingesetzt wird und daraufhin im Haus wohnen bleibt. Dora kündigt an, das Testament anzufechten, findet jedoch in Dr. Franck keinen juristischen Beistand, da dieser bereits ein Mandat von Tamara Rakowska habe.

Daraufhin beauftragt Dora Zoller den Privatdetektiv Josef Matula mit Nachforschungen. Er soll belastendes Material über Tamara Rakowska zusammentragen. Unter dem Vorwand, ein Cousin des Verstorbenen zu sein, verschafft sich Matula Zutritt zum Haus und beobachtet, wie Herr Fackelmann nun an Rakowska herantritt, um die Filmrechte möglichst rasch zu erwerben. Diese setzt einen hohen Preis durch und erteilt zunächst lediglich eine mündliche Zusage. Am Abend trifft sie sich mit Jerzy Rosinsky, mit dem sie seit ihrer gemeinsamen Schulzeit in Polen eine heimliche Beziehung zu unterhalten scheint.

Am folgenden Tag unterzeichnet Tamara Rakowska bei Herrn Fackelmann den Vertrag über die Veräußerung der Filmrechte an einem Werk Horst Zollers und erhält dafür die vereinbarte Summe. Dr. Franck erfährt, dass der Roman von einem Mann handelt, der sich mit Zyankali das Leben genommen hat.

Matula trägt Franck seine Vermutung vor, bei Rakowska und Rosinsky handle es sich um ein betrügerisch agierendes Paar. Rakowska sei vor ihrer Liaison mit Horst Zoller in Hamburg mit einem wohlhabenden Mann verheiratet gewesen, der kurz nach der Eheschließung verstorben sei. Sie habe dessen Vermögen geerbt, das Rosinsky anschließend beim Glücksspiel verloren habe. Dr. Franck begegnet dieser These zunächst mit Skepsis.

Tamara versucht, zeitnah auch das Haus zu verkaufen, erzählt ihrem Freund Jerzy Rosinsky am Telefon davon und verlässt daraufhin das Haus. Matula findet heraus, dass Zoller regelmäßig hohe Geldbeträge an Vera Korff überwiesen hatte, die seine handschriftlichen Manuskripte stets in maschinenschriftliche Form übertrug.

Nachdem Jerzy Rosinsky aufgrund einer Zyankalivergiftung tot in seinem Pensionszimmer aufgefunden worden war, nimmt die Kriminalpolizei Tamara Rakowska als Tatverdächtige fest, da sie von Zeugen kurz zuvor am Tatort gesehen worden war. In ihrem Haus wird zudem Zyankali aufgefunden.

Dr. Franck findet heraus, dass es sich bei Zollers angeblichem Abschiedsbrief in Wirklichkeit um eine Kopie aus seinem Buchmanuskript handelt. Der betreffende Abschnitt war von Vera Korff nicht in die Endfassung übernommen worden. Er übergibt dieser den Abschnitt und beobachtet gemeinsam mit Matula unerkannt ihr darauffolgendes Verhalten. Sie fährt mit einem Taxi zu Zollers Haus und gibt Zyankali in ein Getränk. Matula kann knapp verhindern, dass sie dieses kurz darauf selbst zu sich nimmt. In ihrer anschließenden Aussage gesteht Vera Korff, Horst Zoller aus Rache getötet zu haben. Er habe eine mehrjährige Beziehung mit ihr beendet, obwohl sie von ihm schwanger gewesen sei, und habe sie zur Abtreibung gedrängt. Jerzy Rosinsky habe sie ermordet, um Tamara Rakowska gezielt zu belasten und ihr dauerhaftes Leid zuzufügen. Das Zyankalifläschchen habe sie schließlich im Haus deponiert, um den Verdacht auf Rakowska zu lenken.

Hintergrund

Die Episode wurde überwiegend im Rhein-Main-Gebiet gedreht. Die Kulisse der Kanzlei von Dr. Franck befand sich in einem Bürohaus in der Walter-Kolb-Straße 9–11 in Frankfurt-Sachsenhausen.

Eine Szene während der Verfolgung zwischen Dr. Franck, Matula und Vera Korff wurden auf der Untermainbrücke in nördlicher Fahrtrichtung gedreht.[2]

Einzelnachweise

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