Ein Fall für zwei: Schleuderkurs
Episode von Ein Fall für zwei
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Schleuderkurs ist der Titel der 85. Episode der Krimiserie Ein Fall für zwei mit Rainer Hunold und Claus Theo Gärtner in den Hauptrollen.
| Folge 85 der Reihe Ein Fall für zwei | |
| Titel | Schleuderkurs |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Länge | 59 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen | Odeon Film |
| Regie | Jörg Grünler |
| Drehbuch | Peter Hemmer |
| Produktion | Georg Althammer |
| Musik | |
| Kamera | Henning Zick |
| Schnitt | Katharina Laske |
| Premiere | 1. März 1991 auf ZDF |
| Besetzung | |
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Kopfgeld → | |
Handlung
Nach einem Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft gerät der ehemalige Rennfahrer Willi Niemann, der als Chauffeur des vermögenden Herrn Direktor Dornhagen beschäftigt ist, unter Tatverdacht. Grundlage ist ein Radarfoto, auf dem er angeblich als Fahrer des Fluchtwagens identifiziert wurde. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um den Wagen seines Arbeitgebers. Niemann wird in Untersuchungshaft genommen, bestreitet jedoch zunächst eine Tatbeteiligung. Seine Ehefrau Elke ist ebenfalls im Haushalt Dornhagens beschäftigt und wohnt gemeinsam mit ihrem Mann und der gemeinsamen Tochter Jutta auf Dornhagens Kosten in einem kleinen Haus auf dessen Grundstück.
Nach einem missglückten Suizidversuch Niemanns in der Justizvollzugsanstalt Butzbach veranlasst der zuständige Rechtsanwalt Dr. Franck, dass der Privatdetektiv Josef Matula dessen Ehefrau Jutta in die Krankenstation des Gefängnisses bringt. Dort entschuldigt sie sich bei ihrem Mann, ohne gegenüber dem Anwalt den Grund hierfür offenzulegen. Kurz vor Prozessbeginn entzieht sie Dr. Franck überraschend das Mandat. Dieser stimmt dem zwar formell zu, fordert allerdings ein ungewöhnlich hohes Honorar und verzögert trotz Zahlung die Herausgabe seiner Akte zu dem Fall, da ihm die Herkunft des Geldes verdächtig erscheint.
Im Gespräch mit Willi Niemann erfährt Franck, dass die Mandatsentziehung nicht auf dessen Wunsch erfolgte und ihm nicht bekannt war. Gleichwohl unterstützt Niemann das Vorgehen seiner Ehefrau. Ein Versuch Francks, eine kurzfristige Verfahrensverschiebung zu erwirken, scheitert. Stattdessen wird bekannt, dass Niemann inzwischen ein schriftliches Geständnis abgelegt hat. Franck vermutet, dass dieses unter Druck der eigentlichen Täter zustande kam und auch die Geldzahlung an die Ehefrau in diesem Zusammenhang steht. Elke Niemann hingegen erklärt, das Geld stamme aus einem Versteck, dessen Lage ihr Mann ihr mitgeteilt habe. Gegenüber der Staatsanwaltschaft behauptet sie zudem, diese Information über Dr. Franck erhalten zu haben.
Matula ermittelt schließlich, dass das Geld von Direktor Dornhagen stammt, der es Elke Niemann zur Verfügung gestellt hat. Dessen Sohn Felix fällt durch Drogenkonsum und illegale Autorennen auf. Gegenüber Matula gibt er an, das Fahren von Willi Niemann erlernt zu haben.
Vor Gericht verspricht Direktor Dornhagen, dass er im Falle einer Verurteilung Willi Niemanns für dessen Frau und Tochter sorgen werde. Niemann bestätigt sein Geständnis, gibt jedoch an, die übrigen Beteiligten nicht zu kennen und nichts über den Verbleib der Beute zu wissen.
Im weiteren Verlauf wird Niemanns Tochter von Matula als Zeugin vor Gericht gebracht. Sie erklärt, ihre Eltern hätten aus Loyalität gegenüber ihrem Arbeitgeber falsche Angaben gemacht. Schließlich erscheint Felix Dornhagen selbst vor Gericht und gesteht, das Fluchtfahrzeug gefahren zu haben.
Hintergrund
Die Episode wurde überwiegend im Rhein-Main-Gebiet gedreht. Die Kulisse der Kanzlei von Dr. Franck befand sich in einem Bürohaus in der Walter-Kolb-Straße 9–11 in Frankfurt-Sachsenhausen. Die Szenen im Büro des Direktors Niemann wurden in einem Hochhaus unweit des Deutsche-Bank-Hochhauses gedreht. Weitere Szenen im Verlauf der Episode entstanden unter anderem am Untermainkai.[2]
