Ein Fall für zwei: Kopfgeld
Episode von Ein Fall für zwei
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Kopfgeld ist der Titel der 86. Episode der Krimiserie Ein Fall für zwei mit Rainer Hunold und Claus Theo Gärtner in den Hauptrollen.
| Folge 86 der Reihe Ein Fall für zwei | |
| Titel | Kopfgeld |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Länge | 59 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen | Odeon Film |
| Regie | Jörg Grünler |
| Drehbuch | Matthias Herbert |
| Produktion | Georg Althammer |
| Musik | |
| Kamera | Alfred Tichawski |
| Schnitt | Bele Nord |
| Premiere | 12. Apr. 1991 auf ZDF |
| Besetzung | |
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Eiskalt → | |
Handlung
Thomas Kross, der unter der falschen Identität des Unternehmers Dieter Bremser auftritt, beauftragt den Privatdetektiv Josef Matula mit der Observation seines vermeintlichen Mitarbeiters Bruno Lavassani. Während Matula diesem Auftrag nachgeht, dringt Kross in dessen Wohnung ein und entwendet dessen Schusswaffe. Mit dieser wird wenig später ein Mann namens Madarek erschossen, der Lavassani so ähnlich sieht, dass er für diesen gehalten wird. Matula versucht vergeblich, den auf einem Motorrad flüchtenden Täter zu verfolgen, gerät jedoch umgehend selbst unter Tatverdacht und wird per Rundfunkmeldung gesucht. In dieser Situation wendet er sich an den Rechtsanwalt Dr. Franck, der ihm rät, sich den Behörden zu stellen. Der zuständige Kriminalkommissar sieht zunächst von der Anordnung der Untersuchungshaft ab.
Sylvia Lavassani identifiziert die Leiche gegenüber der Polizei als die ihres Ehemannes, gibt jedoch an, einen Dieter Bremser nicht zu kennen. Im Zuge der Ermittlungen stellt sich heraus, dass eine zu diesem Zeitpunkt noch unbekannte Person unter dieser Identität agierte und auf Lavassani von krimineller Seite ein Kopfgeld ausgesetzt worden war. Zudem ist der Kriminalpolizei bekannt, dass Matula sich in finanziellen Schwierigkeiten befindet.
Als die entwendete Waffe am Tatort aufgefunden und als in Matulas Besitz befindlich identifiziert wird, soll dieser festgenommen werden. Es gelingt ihm jedoch, den ermittelnden Kommissar kurzfristig außer Gefecht zu setzen und zu fliehen. Er sucht daraufhin Unterschlupf bei Helga, der Sekretärin von Dr. Franck. Unter einer falschen Identität ermittelt er über einen Autohändler die wahre Person hinter seinem Auftraggeber. Es handelt sich um den Geschäftsführer des Gebrauchtwagenhandels, der im Eigentum Lavassanis steht. Gemeinsam mit Dr. Franck verfolgt Matula diesen bis zum Wohnhaus von Lavassanis Witwe, zu der der Mann offenbar eine persönliche Beziehung unterhält.
Dr. Franck informiert daraufhin die Polizei über die gewonnenen Erkenntnisse, woraufhin Matula sich stellt. Entgegen von Francks Einschätzung wird dieser nun jedoch festgenommen. Thomas Kross wird hinzugezogen und gibt an, der Bruder von Sylvia Lavassani zu sein. Er habe Matula in der Tat mit der Observation Lavassanis, nicht jedoch mit dessen Ermordung beauftragt. Gleichzeitig findet die Polizei in Matulas Wohnung erhebliche Bargeldbeträge, die mutmaßlich von Kross dort deponiert worden waren, um den Verdacht gezielt auf Matula zu lenken.
Weitere Nachforschungen Dr. Francks ergeben, dass Bruno Lavassani womöglich ein Doppelleben geführt hat. Nachdem er diese Erkenntnisse der vermeintlichen Witwe mitteilt, holt diese gemeinsam mit ihrem Bruder ihren in Wahrheit noch lebenden Ehemann aus einem Versteck ab, um mit ihm unter neuer Identität zu fliehen. Franck nimmt zwar zunächst erfolgreich die Verfolgung auf, wird jedoch entdeckt. Dies erfolgt allerdings erst, nachdem er die Polizei informieren konnte. Dieser gelingt es schließlich, das Fluchtfahrzeug mithilfe einer Nagelsperre zu stoppen. Der Mord an Madarek diente dazu, Lavassanis Tod vorzutäuschen und so den auf ihn angesetzten Kopfgeldjägern zu entgehen.
Hintergrund
Die Episode wurde überwiegend im Rhein-Main-Gebiet gedreht. Die Kulisse der Kanzlei von Dr. Franck befand sich in einem Bürohaus in der Walter-Kolb-Straße 9–11 in Frankfurt-Sachsenhausen. Die Beschattung Lavassanis durch Matula wurde teilweise in der Nähe des Steinernen Hauses in der Frankfurter Altstadt inszeniert.
Im Abspanntext ist der Name des Darstellers Horst Günter Marx fehlerhaft als Horst Günther Marx angegeben.[2]
