Ein Fall für zwei: Bruderhass

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Bruderhass ist der Titel der 76. Episode der Krimiserie Ein Fall für zwei mit Rainer Hunold und Claus Theo Gärtner in den Hauptrollen.

TitelBruderhass
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Länge59 Minuten
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Folge 76 der Reihe Ein Fall für zwei
Titel Bruderhass
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Länge 59 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen Odeon Film
Regie Wolfgang F. Henschel
Drehbuch Karl Heinz Willschrei
Produktion Georg Althammer
Musik
Kamera Helmut Meyer
Schnitt Hedy Altschiller
Premiere 23. März 1990 auf ZDF
Besetzung
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Handlung

Arndt Vasall befindet sich in Untersuchungshaft, da er verdächtigt wird, seinen wohlhabenden Bruder Bernhard getötet zu haben. Hintergrund des Verdachts ist ein Streit zwischen den Brüdern, nachdem Bernhard sich geweigert hatte, Arndt Geld zu leihen. Gegenüber Rechtsanwalt Dr. Franck erklärt Arndt Vasall, er habe seinen Bruder zwar verbal angegriffen, jedoch keine körperliche Gewalt ausgeübt. Seine Pistole sei aus dem Handschuhfach seines unverschlossenen Wagens entwendet worden und seitdem verschwunden. Das Kaliber dieser Waffe stimmt mit dem der Mordwaffe überein.

Der Student Peter Schröder beauftragt den Privatdetektiv Josef Matula damit, seine Freundin Kathrin zu suchen, die ihn plötzlich verlassen hat und lediglich einen Abschiedsbrief zurückließ. Sie ist die Tochter des inhaftierten Arndt Vasall. Kurz darauf berichtet Dr. Franck Matula, dass Kathrin ihn wenige Tage zuvor aufgesucht habe.

Matula sucht das Anwesen des ermordeten Bernhard Vasall auf und spricht mit dessen Haushälterin Martha Herz, die die Leiche entdeckt hatte. Sie ist die Tante von Peter Schröder. Herz erklärt, sie wisse nicht, wer das Anwesen erben werde. Allerdings gebe es einen Sohn des Verstorbenen, Kurt Vasall, der jedoch ein angespanntes Verhältnis zu seinem Vater gehabt habe. Kurz darauf erscheint dieser auf dem Anwesen und lässt den Wert der dort befindlichen Kunstwerke von einem Sachverständigen schätzen. Martha Herz berichtet zudem, dass Kathrin Vasall kurz vor dem Mord bei ihrem Onkel gewesen sei und in einem langen Gespräch versucht habe, ihn dazu zu bewegen, ihrem Vater das benötigte Geld zu leihen. Sie behauptet, den Freund Kathrins weder zu kennen noch gesehen zu haben.

Am folgenden Tag sucht Kathrin Vasall Dr. Franck auf. Dabei verschweigt sie, dass sie gemeinsam mit ihrem Freund Peter zu ihrem Onkel gefahren war. Matula verfolgt sie anschließend bis zu ihrer Wohnung. Kurz darauf trifft auch Kurt Vasall vor dem Haus ein, bleibt jedoch von Matula unbemerkt. Stattdessen folgt Kurt nun seinerseits Matula zu Peter Schröder, bei dem der Detektiv über den erfolgreichen Verlauf seiner Suche nach Kathrin berichtet.

Bei der Verlesung von Bernhard Vasalls Testament durch einen Notar wird bekannt, dass sein Sohn Kurt lediglich den gesetzlich vorgesehenen Pflichtteil erhält. Die Haushälterin Martha Herz wird hingegen mit einer großzügigen Zuwendung bedacht. Als Haupterbin wird seine Nichte Kathrin benannt. Das Testament enthält jedoch die Auflage, dass diese ihren Vater finanziell nicht mit dem ererbten Vermögen unterstützen darf. Sollte sie sich weigern, diese Bedingung zu akzeptieren, fällt auch dieser Teil des Erbes an Martha Herz.

Dr. Franck beobachtet, wie sich Kathrin Vasall nach der Testamentseröffnung mit ihrem Cousin Kurt trifft. Matula findet heraus, dass die beiden sogar gemeinsam wohnen, und stellt sie diesbezüglich zur Rede. Sie behauptet, nicht gewusst zu haben, dass sie zur Haupterbin eingesetzt worden sei, und bietet Matula Geld an, damit er seine Nachforschungen einstellt. Am selben Abend wird Matula vor seiner Wohnung angeschossen. Die Ermittlungen ergeben, dass dabei die Waffe verwendet wurde, mit der auch Bernhard Vasall getötet worden war.

Vor Gericht erklärt Dr. Franck, Kathrin Vasall habe ihren Freund Peter Schröder ohne ersichtlichen Grund verlassen und sei kurz nach der Verhaftung ihres Vaters zu ihrem Cousin Kurt gezogen. Er vermutet, dass Kurt sie erpresse, um Zugriff auf das Erbe zu erhalten. Kathrin bestätigt schließlich diese Annahme. Es stellt sich heraus, dass Kurt Vasall selbst seinen Vater ermordet und versucht hatte, die Tat seinem Onkel Arndt anzulasten. Kathrin kommt daraufhin wieder mit Peter Schröder zusammen.

Hintergrund

Chemische Fabrik Budenheim, aufgenommen aus ähnlicher Perspektive wie in der Episode

Die Episode wurde überwiegend im Rhein-Main-Gebiet gedreht. Die Kulisse der Kanzlei von Dr. Franck befand sich in einem Bürohaus in der Walter-Kolb-Straße 9–11 in Frankfurt-Sachsenhausen. In einer Szene, die vor diesem Gebäude auf der Kreuzung der Walter-Kolb-Straße mit der Schulstraße inszeniert wurde, ist im Hintergrund die Dreikönigskirche zu sehen. Kurz darauf sieht man die Bushaltestelle am Eisernen Steg sowie eine am Opernplatz. Matula trifft sich zudem in einer späteren Szene mit Peter Schröder vor dem Jügelhaus auf dem Campus Bockenheim.

Die erste Einstellung der Episode zeigt die Justizvollzugsanstalt Butzbach von außen. Die Szenen unmittelbar nach der Testamentseröffnung wurden vor dem Portal des damaligen Landgerichts Wiesbaden aufgenommen.

Die Szenen auf dem Anwesen des verstorbenen Bernhard Vasall wurden in Walluf gedreht. In einer Einstellung ist die Chemische Fabrik Budenheim am gegenüberliegenden Rheinufer zu sehen.

Matulas Anschrift wird in dieser Folge konkret mit Schlichterstraße 14 angegeben. Eine solche Straße existiert in der Realität nicht in Frankfurt am Main, sehr wohl jedoch in Wiesbaden. In genau dieser Straße wurden auch die Szenen des vor seiner Wohnung stattfindenden Attentats gedreht.[2]

Einzelnachweise

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