Ein Fall für zwei: Scheine spielen schwarz

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Scheine spielen schwarz ist der Titel der 99. Episode der Krimiserie Ein Fall für zwei mit Rainer Hunold und Claus Theo Gärtner in den Hauptrollen.

TitelScheine spielen schwarz
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Länge59 Minuten
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Folge 99 der Reihe Ein Fall für zwei
Titel Scheine spielen schwarz
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Länge 59 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen Odeon Film
Regie Michael Meyer
Drehbuch Constantin Kilian
Produktion Georg Althammer
Musik Birger Heymann
Kamera Martin Meyer
Schnitt Bele Nord
Premiere 31. Juli 1992 auf ZDF
Besetzung
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Handlung

Die Verkäuferin Marion Schultheiss wendet sich hilfesuchend an den Rechtsanwalt Dr. Franck, da ihr spielsüchtiger Ehemann Gerd ebenso wie die gemeinsame Tochter Lissy verschwunden sei. Auslöser hierfür sei vermutlich eine zwei Monate zuvor auf Anraten Francks hin in der Spielbank Wiesbaden veranlasste Spielsperre gewesen. Der Privatdetektiv Josef Matula wird mit der Suche nach Gerd Schultheiss beauftragt und nimmt zunächst Ermittlungen in dem Getränkehandel auf, den dieser gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Michael Reiser betreibt. Dort trifft er neben Reiser auch auf den Zuhälter und Drogenschmuggler Heinz Kottke, der einen Schuldschein vorlegt, den Schultheiss ihm wenige Tage zuvor im Nachtlokal Moulin Rouge ausgestellt hatte.

Im Moulin Rouge stößt Matula schließlich auf Gerd Schultheiss, der seine Tochter Lissy aufsucht, die dort als Prostituierte tätig ist. Schultheiss leiht sich Geld von ihr, das er unmittelbar darauf in einem illegal betriebenen Spielcasino im hinteren Bereich des Lokals beim Roulette verspielt. In der Folge nimmt er erneut Geld von Kottke an, der im Gegenzug wiederholt dessen Mithilfe bei einem Kokainschmuggel einfordert und sich zugleich Lissy gegenüber zudringlich verhält. Als Schultheiss dagegen einschreitet, wird er von Kottke tätlich angegriffen. Matula greift ein und fordert Vater und Tochter zu einem Gespräch auf, da Marion Schultheiss nach ihnen suche. Lissy versucht, Matula mit Geld zum Schweigen zu bewegen. Dieser informiert jedoch kurz darauf vertragsgemäß seine Auftraggeberin über den Aufenthaltsort ihrer Familienangehörigen.

Eines Nachts sucht der stark alkoholisierte Gerd Schultheiss Kottke im Hinterhof des Lokals auf. Es kommt zu einer körperlichen Auseinandersetzung, in deren Verlauf Schultheiss mit einer mitgeführten Pistole auf Kottke schießt und ihn am Oberarm verletzt. Am nächsten Tag wird Schultheiss festgenommen, da ihm vorgeworfen wird, Kottke getötet zu haben. Dr. Franck übernimmt seine Verteidigung. Schultheiss gibt an, auf Kottke geschossen zu haben, könne sich jedoch aufgrund seiner Alkoholisierung nicht mehr vollständig an den Tathergang erinnern. Zugleich beschuldigt er Kottke, Lissy zur Prostitution gezwungen zu haben. Den Verbleib der Tatwaffe kann er nicht angeben. Diese wird kurz darauf von der Polizei in einer Mülltonne in Tatortnähe aufgefunden.

Marion Schultheiss sucht ihre Tochter auf und versucht, sie zur Rückkehr nach Hause zu bewegen. Lissy lehnt dies ab und beabsichtigt, bei ihrem Freund Michael Reiser unterzutauchen. Dr. Franck folgt den beiden zu dessen Getränkehandel. Am nächsten Morgen erscheinen dort mehrere Männer aus Kottkes Umfeld, um Lissy gewaltsam in das Bordell zurückzubringen. Trotz des Eingreifens von Matula und Reiser gelingt es den beiden nicht, dies zu verhindern.

Im weiteren Verlauf erklärt Gerd Schultheiss gegenüber Dr. Franck, er habe beobachtet, wie seine Tochter Kottke erschossen habe. Er habe sie an ihrer auffälligen Jacke erkannt. Gleichwohl sei er bereit, die Tat auf sich zu nehmen, um sie vor strafrechtlichen Konsequenzen zu bewahren, da er sich aufgrund seiner Spielsucht für ihre Lebenssituation verantwortlich fühle. Matula erhält den Auftrag, Lissy im Moulin Rouge aufzusuchen und zu Dr. Franck zu bringen. Dort berichtet sie, ihr Vater habe die Tatwaffe wenige Tage zuvor bei seiner Ehefrau abgeholt. Als Franck ihr mitteilt, dass ihr Vater sie für die Mörderin hält, reagiert sie bestürzt und gibt an, sich zur Tatzeit gemeinsam mit Michael Reiser im Kino aufgehalten zu haben, was durch einen dort beschäftigten Mitarbeiter bestätigt werden kann.

Schließlich stellt sich heraus, dass Marion Schultheiss über eine mit der ihrer Tochter identische Jacke verfügt. Als ihr Ehemann die Pistole abholte, habe er verzweifelt berichtet, weder er noch Lissy könnten sich aus Kottkes Einflussbereich lösen. Anerkennend fügt sie hinzu, dass es ihr Mann gewesen sei, der ihr selbst einst den Ausstieg aus der Prostitution ermöglicht habe. Daraufhin sei sie ihm gefolgt und habe Kottke nach der vorangegangenen Auseinandersetzung zwischen diesem und ihrem Mann mit der dadurch zu Boden gefallenen Waffe erschossen. Aufgrund der identischen Kleidung habe der betrunkene und verletzte Gerd Schultheiss die daraufhin flüchtende Person irrtümlich für seine Tochter gehalten.

Hintergrund

Die Episode wurde überwiegend im Rhein-Main-Gebiet gedreht. Die Kulisse der Kanzlei von Dr. Franck befand sich in einem Bürohaus in der Walter-Kolb-Straße 9–11 in Frankfurt-Sachsenhausen. In einer nächtlichen Szene wird die Querung der Untermainbrücke in südlicher Fahrtrichtung gezeigt.[2]

Einzelnachweise

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