Ein Fall für zwei: Lebenszeichen
Episode von Ein Fall für zwei
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Lebenszeichen ist der Titel der 98. Episode der Krimiserie Ein Fall für zwei mit Rainer Hunold und Claus Theo Gärtner in den Hauptrollen.
| Folge 98 der Reihe Ein Fall für zwei | |
| Titel | Lebenszeichen |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Länge | 58 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen | Odeon Film |
| Regie | Wolfgang F. Henschel |
| Drehbuch | Josef Rölz |
| Produktion | Georg Althammer |
| Musik | Mick Baumeister |
| Kamera | Helmut Meyer |
| Schnitt | Yvonne Kölsch |
| Premiere | 10. Juli 1992 auf ZDF |
| Besetzung | |
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| → Episodenliste | |
Handlung
Frau Sieburg entdeckt bei einem Juwelier ein Medaillon, das ihrem Ehemann gehörte. Bei diesem handelt es sich um den Unternehmer Erwin Sieburg, der vier Jahre zuvor unter ungeklärten Umständen verschwunden war. Sie informiert daraufhin umgehend den Rechtsanwalt Dr. Franck und äußert die Vermutung, ihr Mann sei zurückgekehrt und habe möglicherweise Kontakt zu seiner Mutter aufgenommen. Aufgrund ihres angespannten Verhältnisses zu dieser bittet sie Dr. Franck, das Gespräch mit ihr zu suchen.
Während Dr. Franck von Sieburgs Mutter erfährt, dass dieser ihr sowie seinem ehemaligen Chauffeur Anton Kofler regelmäßig Briefe zukommen lasse, ermittelt der Privatdetektiv Josef Matula beim Juwelier die Herkunft des Medaillons. Dieses habe er von einem Kommissionär namens Freddy Neumann erhalten. In dem Schmuckstück befindet sich ein verborgenes Foto von Evelyn Kallway, der früheren Sekretärin und Geliebten Sieburgs. Diese gibt an, gemeinsam mit ihm ein Verschwinden geplant zu haben. Entgegen dieser Absprache habe Sieburg sie jedoch trotz ihrer Schwangerschaft allein zurückgelassen. In der Folge habe sie den Prokuristen der Firma, Thomas Kallway, geheiratet, der auch ihre Tochter als eigenes Kind anerkannt habe.
Im Zuge seiner Nachforschungen verfolgt Matula den Flohmarkthändler Neumann von der Alten Oper in Frankfurt bis nach Niedernhausen-Engenhahn, wo dieser ein Ferienhaus aufsucht. Es stellt sich heraus, dass sich das Anwesen im Besitz von Thomas Kallway befindet und dort kürzlich ein Einbruch stattgefunden hat. Kallway beschwert sich derweil bei Dr. Franck über Matulas Nachforschungen und berichtet, Sieburg habe ihm am Tag vor seinem Verschwinden angekündigt, sich ins Ausland absetzen zu wollen, um sich der Verantwortung für die drohende Firmenpleite zu entziehen. Zudem habe er ihm eine größere Geldsumme überlassen.
Von Anton Kofler erfahren Matula und Dr. Franck, dass die angeblichen Briefe Sieburgs gefälscht sind. Kofler räumt ein, diese selbst verfasst zu haben, um dem Drängen von Sieburgs Mutter nach Nachrichten ihres Sohnes nachzukommen. Auch er habe vor Sieburgs Verschwinden Geld von diesem erhalten. Sein Aufenthalt in einem Seniorenheim werde von Thomas Kallway als Gegenleistung für sein Schweigen über die Beobachtung, dass Sieburg das Firmengelände zuletzt gemeinsam mit Kallway verlassen hatte, finanziert.
Matula beobachtet, wie Kallway über mehrere Tage hinweg im Garten des Ferienhauses gräbt. Gemeinsam mit Dr. Franck informiert er die Polizei diesbezüglich und veranlasst somit eine Durchsuchung des Grundstücks. Als Kallway und Neumann hinzukommen, wird zunächst lediglich der vergrabene Kadaver eines Hundes entdeckt. Auf Matulas Drängen hin werden die Grabungen dennoch fortgesetzt. Unterhalb des Tierkörpers werden schließlich menschliche Knochen gefunden. Angesichts der Beweislage gesteht Thomas Kallway, Sieburg getötet zu haben, nachdem er dessen Fluchtpläne erkannt hatte. Das Geld aus dem Firmentresor habe er an sich genommen, während er Wertgegenstände wie das Medaillon im Ferienhaus versteckt hielt. Durch den Einbruch sei Neumann in den Besitz des Schmuckstücks gelangt.
Abschließend deutet sich im Vorfeld der Beerdigung Erwin Sieburgs eine mögliche Annäherung zwischen dessen Mutter und dessen Witwe an, da die Mutter nun die Gewissheit hat, dass ihre Schwiegertochter keinerlei Schuld am Verschwinden Sieburgs trägt.
Hintergrund
Die Episode wurde überwiegend im Rhein-Main-Gebiet gedreht. Die Kulisse der Kanzlei von Dr. Franck befand sich in einem Bürohaus in der Walter-Kolb-Straße 9–11 in Frankfurt-Sachsenhausen. In einer Szene spazieren Matula und Dr. Frank am nördlichen Mainufer in Höhe der Ignatz-Bubis-Brücke. Ein Flohmarkt wurde auf der Südseite des Mainufers unweit des Eisernen Stegs inszeniert. Als Außenkulisse für ein angebliches Seniorenheim diente das Joseph-Baum-Haus bei Wiesbaden. Weitere Dreharbeiten wurden in der Idsteiner Altstadt durchgeführt, unter anderem vor dem Killingerhaus. Einstellungen, die angeblich das Innere eines Gerichtsgebäudes zeigen, wurden im Neuen Rathaus in Wiesbaden aufgenommen.[2]
- Drehorte (Auswahl), aus identischer Perspektive wie in der Episode aufgenommen
- Ignatz-Bubis-Brücke
- Joseph-Baum-Haus
- Killingerhaus
