Ein Fall für zwei: Käufliche Herren
Episode von Ein Fall für zwei
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Käufliche Herren ist der Titel der 100. Episode der Krimiserie Ein Fall für zwei mit Rainer Hunold und Claus Theo Gärtner in den Hauptrollen.
| Folge 100 der Reihe Ein Fall für zwei | |
| Titel | Käufliche Herren |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Länge | 58 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen | Odeon Film |
| Regie | Gabriela Zerhau |
| Drehbuch | Klaus Sammer |
| Produktion | Georg Althammer |
| Musik | Nikolaus Glowna |
| Kamera | Anton Peschke |
| Schnitt | Yvonne Kölsch |
| Premiere | 11. Sep. 1992 auf ZDF |
| Besetzung | |
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Gier → | |
Handlung
Die ehemals drogenabhängige und vorbestrafte Künstlerin Sylvia Beckmann sucht den Rechtsanwalt Dr. Franck auf, nachdem ihr Ehemann Klaus am Vorabend spurlos verschwunden ist. Sie fürchtet um dessen Sicherheit, da er als Jurist und Autor eines umstrittenen Buches tätig war und auf seinem stets mitgeführten Laptop belastende Beweise für Geldwäschegeschäfte eines kolumbianischen Drogenkartells, die über den Privatbankier Dr. Wolfgang Fischer laufen sollen, gespeichert hatte. Der Privatdetektiv Josef Matula beginnt daraufhin mit den Ermittlungen, indem er den Wagen des Vermissten mithilfe von Taxifahrern suchen lässt und in Klaus Beckmanns Büro dessen Kollegin Karin Thomas befragt, die jedoch zunächst jede Auskunft verweigert.
Kurz darauf wird die Leiche von Klaus Beckmann am südlichen Mainufer unterhalb der Flößerbrücke aufgefunden. Am Tatort trifft Dr. Franck auf den ihm aus früheren Zeiten bekannten Kriminalkommissar Holger Körbel, der zunächst Sylvia Beckmann unter Tatverdacht stellt. Im Wohnhaus des Ehepaares wird ein unverschlossener und leerer Tresor entdeckt. Zudem fehlt ein Stück einer speziellen Folie, das bei einem angeblichen Einbruch in der Vorwoche entwendet worden sein soll. Die Leiche war darin eingewickelt vorgefunden worden. Diese Indizien reichen dem Ermittlungsrichter jedoch nicht aus, um einen Haftbefehl gegen Sylvia Beckmann zu erlassen.
Angesichts der veränderten Lage gibt Karin Thomas gegenüber Matula schließlich an, Klaus Beckmann habe brisante Informationen auf einer Diskette an einen ihr unbekannten Mann übergeben wollen, den er Sitting Bull genannt habe. Bei einem abendlichen gemeinsamen Abendessen plaudert Kommissar Körbel in seiner Privatwohnung ungewöhnlich offen mit Dr. Franck über den Stand der Ermittlungen.
Dr. Franck sucht den Bankier Dr. Wolfgang Fischer auf, um ihn über den Mord zu informieren. Dieser gibt sich ahnungslos, bietet Franck jedoch in auffällig großzügiger Weise eine Anstellung an und lädt ihn zu einem Empfang ein. Dort begegnet Franck nicht nur dem kolumbianischen Drogenhändler Gabriel Martinez, sondern auch kurzzeitig Körbel.
Wenig später entdeckt Karin Thomas die Diskette von Klaus Beckmann und übergibt diese an Matula und Franck. Auch Körbel hat inzwischen Kenntnis von deren Existenz und fordert die Herausgabe des Originals, erhält jedoch lediglich eine Kopie. Matula schöpft daraufhin Verdacht und hält Körbel für den gesuchten Sitting Bull, was Franck zunächst zurückweist, später jedoch zunehmend in Erwägung zieht. Kurz darauf wird in Beckmanns Büro eingebrochen. Karin Thomas wird erschlagen dort aufgefunden. Körbel erklärt den Vorfall als mutmaßlichen Raubmord und gibt an, die kürzlich erhaltene Diskettenkopie sei defekt gewesen. Das Original ist vom Tatort verschwunden.
Im weiteren Verlauf präsentiert die Polizei Indizien, die Sylvia Beckmann belasten, woraufhin sie verhaftet wird. Ein Fluchtversuch wird von Körbel unterbunden. In der Gefängniszelle werden ihr Drogen untergeschoben, die sie schließlich zum Suizid nutzt.
Schließlich dringt Körbel nachts in Matulas Wohnung ein, wo er von diesem und Franck überwältigt und entwaffnet wird. Er behauptet, die beiden befänden sich in Lebensgefahr, da sie im Besitz der Diskette seien. Diese Information hatte er offenbar von Dr. Fischer erhalten, nachdem Matula diesen zuvor entsprechend kontaktiert hatte. Körbel räumt ein, gegen Bezahlung Informationen weitergegeben und nun den Auftrag erhalten zu haben, Franck und Matula zu töten, wovor er jedoch zurückschrecke. Als er das Haus verlässt, um gemeinsam mit Franck zwecks des Ablegens eines Geständnisses zur Staatsanwaltschaft zu fahren, wird er vor dem Gebäude von Gabriel Martinez erschossen.
Hintergrund
Die Episode wurde überwiegend im Rhein-Main-Gebiet gedreht. Die Kulisse der Kanzlei von Dr. Franck befand sich in einem Bürohaus in der Walter-Kolb-Straße 9–11 in Frankfurt-Sachsenhausen. Die Aufnahmen am Taxistand wurden am Affentor inszeniert.
Als angeblicher Wohnsitz Wolfgang Fischers diente die Henkell-Villa in Wiesbaden-Nordost. Ein Bürogebäude unweit des Hauptbahnhofs in Wiesbaden-Südost diente als Außenkulisse für das Bankhaus Fischer. Die Schlussszenen, die sich vor Matulas angeblicher Wohnung abspielen, wurden in der Schlichterstraße gedreht.[2]
