Zollhaus (Nürnberg)

Gemeindeteil von Nürnberg in Bayern From Wikipedia, the free encyclopedia

Zollhaus ([ˈt͡sɔlˌhaʊ̯s] , fränkisch: Langalou bzw. Zollhaus;[2] ursprünglich Oberlangenlohe genannt[3]) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Nürnberg[4] im Bezirk 37 (Langwasser Südwest) im Statistischen Stadtteil 3 “Südöstliche Außenstadt” im Süden der Gemarkung 3440.[5]

Schnelle Fakten Kreisfreie Stadt Nürnberg ...
Zollhaus
Kreisfreie Stadt Nürnberg
Koordinaten: 49° 23′ N, 11° 8′ O
Höhe: 371 m ü. NHN
Einwohner: 1 (25. Mai 1987)[1]
Postleitzahl: 90471
Vorwahl: 0911
Karte
Lage des statistischen Bezirks 37 Langwasser Südwest in Nürnberg
Zollhaus
Zollhaus
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Geographische Lage

Die Einöde liegt am südlichen Ende der Straße „Am Zollhaus“, die Teil der Staatsstraße 2225 (Nürnberg – Allersberg) ist; inmitten eines Waldgebietes des Nürnberger Stadtteils Langwasser. Südlich angrenzend ist der Forst Kleinschwarzenlohe, ein gemeindefreies Gebiet im mittelfränkischen Landkreis Roth.[6]

Geschichte

Der Ort wurde in den Vetter’schen Oberamtsbeschreibungen von 1732 als „Zollhauß“ erstmals schriftlich erwähnt. Es wurde auf dem Flurgebiet „zur langen Lohe“ (=langgestrecktes Waldstück) gegründet.[7]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Zollhaus 1 Anwesen. Das Hochgericht und die Grundherrschaft übte das brandenburg-ansbachische Richteramt Kornburg aus.[8][9] Bis 1806 war es eine markgräflich-ansbachische Zollstation, zugleich gab es dort ein Gasthaus.

Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Schwabach. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 Zollhaus dem Steuerdistrikt Großschwarzenlohe (II. Sektion) und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Kleinschwarzenlohe zugeordnet.[10][11]

Ausgehend vom Haltepunkt Nürnberg-Zollhaus südöstlich des Rangierbahnhofs wurde der alte Name Zollhaus, der auch in zwei Straßennamen des Distrikts 375 Langwasser Südwest fortlebt (Zollhausstraße, Am Zollhaus), auf die westlich der Rangierbahnhof-Siedlung entstandene Parkwohnanlage Zollhaus übertragen. In reichsstädtischer Zeit wurde auch die Nürnberger Mauthalle nach dem dort befindlichen Zoll- und Waagamt als Zollhaus bezeichnet.

Am 1. Mai 1978 wurde Zollhaus im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Nürnberg eingegliedert.[10]

Auch heute noch ist die Gaststätte des Ortes ein beliebtes Ausflugsziel.

Baudenkmäler

  • Zollhaus
  • Terrasse der Gaststätte
  • Saalbau der Gaststätte

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001840001861001871001885001900001925001950001961001970001987
Einwohner 61018966828981
Häuser[12] 11222231
Quelle [11][13][14][15][16][17][18][19][3][20][1]
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Religion

Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Nikolaus (Kornburg) gepfarrt.[8] Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach St. Sebald (Altenfurt) gepfarrt,[3] heute ist die Pfarrei Zum Guten Hirten (Nürnberg) zuständig.[21]

Literatur

Commons: Zollhaus (Nürnberg) – Sammlung von Bildern

Fußnoten

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