Ein Fall für zwei: Gelegenheit macht Mörder
Episode von Ein Fall für zwei
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Gelegenheit macht Mörder ist der Titel der 110. Episode der Krimiserie Ein Fall für zwei mit Rainer Hunold und Claus Theo Gärtner in den Hauptrollen.
| Folge 110 der Reihe Ein Fall für zwei | |
| Titel | Gelegenheit macht Mörder |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Länge | 59 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen | Odeon Film |
| Regie | Bernhard Stephan |
| Drehbuch | Josef Rölz |
| Produktion | Georg Althammer |
| Musik | Nikolaus Glowna |
| Kamera | Claus Neumann |
| Schnitt | Yvonne Kölsch |
| Premiere | 27. Aug. 1993 auf ZDF |
| Besetzung | |
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| → Episodenliste | |
Handlung
Der zuckerkranke Unternehmer Kleinert wird unmittelbar nach dem Verlassen seines Firmengebäudes von zwei Männern entführt. Nachdem bei seiner Familie eine Lösegeldforderung eingegangen ist, wendet sich seine Ehefrau an den Rechtsanwalt Dr. Franck. Da Kleinert kein Insulinpräparat bei sich führt, steht der Fall unter erheblichem Zeitdruck. Franck vermutet aufgrund dessen, dass es sich bei den Tätern um unerfahrene Entführer handelt, und hält die sofortige Einschaltung der Polizei für ratsam. Frau Kleinert lehnt dies jedoch ab und bittet ihn stattdessen, die Übergabe des Geldes persönlich zu übernehmen. Der Privatdetektiv Josef Matula warnt Franck eindringlich vor diesem Vorgehen und bietet an, ihn unauffällig zu begleiten, was Franck jedoch zurückweist.
Die Entführer nehmen telefonisch Kontakt mit der Familie auf und vereinbaren mit Dr. Franck die Übergabe des Lösegeldes sowie des benötigten Insulins. Um zu beweisen, dass er noch am Leben ist, darf Kleinert kurz mit seiner Familie sprechen. Dabei versucht er, verschlüsselte Hinweise auf seinen Aufenthaltsort zu geben, die zunächst jedoch nicht als solche erkannt werden. Franck begibt sich daraufhin zu der vereinbarten Telefonzelle, wo er auf einen weiteren Anruf warten soll. Entgegen der Absprache beobachtet Matula die Übergabe aus der Distanz und erkennt, dass ein maskierter Motorradfahrer den Geldkoffer an sich nimmt, während der angekündigte Anruf erst nach Francks Abfahrt eingeht. Matula verfolgt den Mann bis zu einem verlassenen Grundstück, auf das dieser den Koffer in hohem Bogen über einen Zaun wirft. Dabei werden einerseits mutmaßlich die Insulinampullen zerstört und da der Koffer andererseits anschließend über zwei Stunden lang unbeachtet liegen bleibt, befürchtet Matula, dass Kleinert ohne medizinische Versorgung nicht überleben wird. Zudem stellt er fest, dass das Kennzeichen des Motorrads mit schwarzem Klebeband manipuliert wurde. Es gelingt ihm jedoch, dessen wahre Beschriftung entziffern. Als er Franck über seine Beobachtungen informiert, reagiert dieser zunächst verärgert, da er Matulas Eingreifen für leichtsinnig hält. Schließlich erkennt er jedoch, dass die neuen Erkenntnisse die Entführung in einem anderen Licht erscheinen lassen.
Am folgenden Tag will Franck die Familie über die neuen Erkenntnisse informieren, wird jedoch von Matula knapp daran gehindert. Dieser hat inzwischen herausgefunden, dass das Grundstück, auf welches der Geldkoffer in der Nacht zuvor geworfen worden war, sich im Besitz der Familie Kleinert befindet und das Motorrad auf Andreas Grabowski zugelassen ist, den Freund der Tochter Erika. Insbesondere diese sowie ihre beiden ebenso erwachsenen Brüder reagieren ablehnend auf Matulas Nachforschungen. Die Haushälterin ist die einzige der während des Telefonanrufs am Vortag anwesenden, der Auffälligkeiten in der Sprache Kleinerts aufgefallen zu sein scheinen. Sie spricht Franck darauf an.
Franck weiht ausschließlich Frau Kleinert in den Verdacht ein, dass die eigenen Kinder an der Entführung ihres Vaters beteiligt sein könnten. Frau Kleinert verdächtigt daraufhin ihren jüngsten Sohn Peter, der seinen Vater hasst. Gemeinsam mit Franck stellt sie ihn zur Rede. Peter weist die Vorwürfe jedoch zurück und verdächtigt stattdessen seine beiden Geschwister.
Nach wiederholtem Anhören des Mitschnitts erkennt Franck schließlich die Bedeutung von Kleinerts verschlüsselten Hinweisen und kann anhand dessen den Ort der Gefangenschaft identifizieren. Gemeinsam mit der Kriminalpolizei durchsucht er das betreffende Gebäude. Die beiden Entführer werden festgenommen. Im Keller wird allerdings nur noch die Leiche Kleinerts entdeckt. Von Seiten der Polizei wird Franck daraufhin vorgeworfen, durch das verspätete Einschalten der Ermittlungsbehörden eine Mitschuld am Tod des Unternehmers zu tragen.
Unterdessen verfolgt Matula Erika und Grabowski. Dabei stellt sich heraus, dass beide den Aufenthaltsort Kleinerts nicht kennen, da sie lediglich die Gelegenheit genutzt haben, um sich das vermeintliche Lösegeld anzueignen. Grabowski setzt Matula in einer Gartenhütte fest und legt Feuer, doch diesem gelingt im letzten Moment die Flucht. Schließlich kommt ans Licht, dass das Lösegeld und das Insulin bereits vor der Übergabe von Kleinerts zweitem Sohn Rüdiger gegen wertlose Attrappen ausgetauscht worden waren. Auch er hatte somit den Tod seines Vaters billigend in Kauf genommen, um sich persönlich zu bereichern. Mit Unterstützung der Haushälterin gelingt es Matula und Franck schließlich, Rüdiger eine Falle zu stellen. Dadurch werden sowohl er als auch seine Schwester Erika gegenüber der Familie und der Polizei als Beteiligte entlarvt. Das einzig unschuldige der drei Kinder ist ausgerechnet der zunächst von seiner Mutter verdächtigte Sohn Peter.
Hintergrund

Die Episode wurde überwiegend im Rhein-Main-Gebiet gedreht. Die Kulisse der Kanzlei von Dr. Franck befand sich in dieser Folge erstmals in der Rotunde im 27. Obergeschoss des Bürocenters am Nibelungenplatz im Frankfurter Nordend. Auch die Aufnahmen in der Wohnung Matulas wurden ab dieser Episode an einem neuen Drehort erstellt. Die Figur des Josef Matula ist zudem erstmals mit einem Alfa Romeo 155 ausgestattet.[2]
