Bertric-Burée

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Bertric-Burée (Aussprache [bɛʁˈtʁik byˈʁe], okzitanisch Bertric e Burèia) ist eine französische Gemeinde mit 445 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Périgueux und zum Gemeindeverband Communauté de communes du Périgord Ribéracois. Die Einwohner werden Bertricois und Bertricoises genannt.

Schnelle Fakten
Bertric-Burée
Bertric e Burèia
Bertric-Burée (Frankreich)
Bertric-Burée (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Dordogne (24)
Arrondissement Périgueux
Kanton Ribérac
Gemeindeverband Périgord Ribéracois
Koordinaten 45° 18′ N,  21′ O
Höhe 68–181 m
Fläche 16,73 km²
Einwohner 445 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 27 Einw./km²
Postleitzahl 24320
INSEE-Code

Bürgermeisteramt (Mairie)
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Die Gemeinde erhielt 2025 die Auszeichnung „Eine Blume“, die vom Conseil national des villes et villages fleuris (CNVVF) im Rahmen des jährlichen Wettbewerbs der blumengeschmückten Städte und Ortschaften verliehen wird.[1]

Geografie

Bodenbedeckung, Hydrografie und Infrastruktur der Gemeinde (2018)

Bertric-Burée liegt etwa 34 Kilometer südwestlich von Nontron, etwa 31 Kilometer nordwestlich von Périgueux und etwa 52 Kilometer nordnordwestlich von Bergerac in der Région naturelle des Ribéracois, Teil des touristisch benannten Périgord vert. Das Gemeindegebiet liegt im Einzugsgebiet der Dordogne und wird entwässert von der Sauvanie, die es im Nordwesten begrenzt, von den Flüsschen Boulon, Bournet und Troirieux sowie von kleineren Flussläufen.

Das Département Dordogne liegt auf der Nordplatte des Aquitanischen Beckens und grenzt im Nordosten an einen Rand des Zentralmassivs. Es weist eine große geologische Vielfalt auf. Das Gelände ist in der Tiefe in regelmäßigen Schichten angeordnet, die von der Sedimentation auf dieser alten Meeresplattform zeugen. Das Département lässt sich daher geologisch in vier Stufen unterteilen, die sich nach ihrem geologischen Alter unterscheiden. Bertric-Burée liegt in der dritten Stufe von Nordosten, einer Hochebene aus heterogenem Kalkstein aus der Kreidezeit.[2] Die im Gemeindegebiet hervortretenden Schichten bestehen aus Oberflächenformationen aus dem Quartär, datierend aus dem Känozoikum, und Sedimentgesteinen aus dem Mesozoikum.

Das Relief des Gemeindegebiets weist eine wenig bewaldete Hügellandschaft auf, die durch die Flusstäler markant eingeschnitten wird. Der topographisch höchste Punkt befindet sich mit 181 m Höhe etwa 300 Meter südlich des Zentrums, das nur unwesentlich tiefer auf etwa 177 m Meereshöhe liegt. Der tiefste Punkt befindet sich im äußersten Westen mit 68 m Höhe beim Austritt der Sauvanie aus dem Gemeindegebiet.

Rund 77 % der Fläche der Gemeinde werden landwirtschaftlich, zumeist als Kulturboden genutzt, rund 19 % sind bewaldet, rund 2 % entfallen auf Gebiete mit Strauch- und/oder Kräutervegetation, rund 2 % auf bebaute Flächen.[3]

Bertric-Burée wird von folgenden sieben Gemeinden umgeben:

Lusignac
Saint-Martial-Viveyrol (Berührungspunkt)
Verteillac Coutures
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Celles
Allemans Villetoureix
Risikokarte des Quellungs/Schrumpfungsverhältnisses von Tonmineralen in Böden für Bertric-Burée

Natürliche Risiken

Naturrisiken manifestieren sich in Bertric-Burée als

  • Dürren
  • Waldbrände
  • Bodensetzungen.

Aufgrund von Schäden, die durch Dürre in den Jahren 1989 und 1992 sowie durch Erdrutsche im Jahr 1999 verursacht wurden, wurde für die Gemeinde ein Naturkatastrophenzustand ausgerufen.

Im größten Teil des Gemeindegebiets besteht zur Vorbeugung von Waldbränden eine rechtliche Pflicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser, Straßen und andere Einrichtungen oder Geräte sowie eine zeitliche und räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk.[4]

Wie die Risikokarte zeigt, ist nahezu das gesamte Gemeindegebiet von Bertric-Burée von der starken Gefahr durch Bodensetzungen bei abwechselnden Dürre- und Regenperioden betroffen. Die Erdbebengefahr ist als relativ niedrig einzustufen. Das Gemeindegebiet ist einer schwachen Radongefahr ausgesetzt und wird der Zone 1 zugeordnet.

Etymologie und Geschichte

Bertric-Burée ist das Ergebnis der Zusammenlegung im Jahre 1824 der ehemaligen Gemeinden Bertric und Burée, die beide eine alte Geschichte besitzen. Bertric ist 1219 Beltricorador genannt worden, in seine Bestandteile Bertric und orador zerlegt, bedeutet es l’oratoire de Bertric (deutsch Oratorium von Bertric). Der Name Bertric entstammt einer ursprünglich germanischen Person namens Bertericus. Die Erwähnung des Oratoriums erscheint im 14. Jahrhundert in der latinisierten Form Bertricum (1383). Die Schreibweise änderte sich leicht ab dem 17. Jahrhundert: Bertricq (1650) und Bertrix (1700). Der Name von Burée hat sich seit der erstmaligen Erwähnung Bureia im 12. Jahrhundert wenig verändert. Sein Ursprung wurde diskutiert. Er wurde im Zusammenhang mit dem germanischen Wort bûr gesehen, das ein kleines Haus bezeichnet. Es entstammt aber wahrscheinlicher vom Namen einer gallorömischen Person namens Burius, gefolgt von villa, also „Landgut des Burius“.[5]

Das Herrenhaus von Burée ist ein ehemaliger Wohnsitz der Familien Tessières-Miremont, de La Filolie und Buade. Dieser im 13. Jahrhundert bezeugte ehemalige Adelssitz hatte 1760 die hohe Gerichtsbarkeit über Burée inne. Die Französische Revolution zerstörte die Verteidigungselemente, aus denen das Herrenhaus bestand.[6]

Bevölkerungsentwicklung

Bertric-Burée: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2020
Jahr  Einwohner
1793
 
585
1800
 
585
1806
 
610
1821
 
646
1831
 
798
1836
 
822
1841
 
887
1846
 
876
1851
 
774
1856
 
792
1861
 
782
1866
 
743
1872
 
720
1876
 
706
1881
 
675
1886
 
674
1891
 
624
1896
 
599
1901
 
560
1906
 
551
1911
 
556
1921
 
548
1926
 
529
1931
 
513
1936
 
524
1946
 
465
1954
 
432
1962
 
360
1968
 
330
1975
 
308
1982
 
314
1990
 
340
1999
 
393
2006
 
405
2013
 
455
2020
 
430
Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1999,[7] INSEE ab 2006[8][9][10]
Anmerkung(en): Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Pfarrkirche Saint-Pierre-et-Saint-Paul

Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche Saint-Pierre-et-Saint-Paul aus dem 13. Jahrhundert, Umbauten aus dem 19. Jahrhundert
  • Herrenhaus, genannt „Schloss Burée“, aus dem 17./18. Jahrhundert

Bildung

Die Gemeinde verfügt über eine öffentliche Vor- und Grundschule (École primaire).[11]

Wirtschaft

Erwerbstätigkeit

Im Jahre 2022 waren 205 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in Bertric-Burée erwerbstätig, entsprechend 78,4 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersklasse. Die Zahl der Arbeitslosen ist mit 16 im Jahr 2022 niedriger als im Jahr 2019 (21). Die Arbeitslosenquote sank von 10,0 % (2016) auf 7,9 % (2022).[12]

Branchen und Betriebe

42 nicht-landwirtschaftliche Gewerbebetriebe waren im Jahr 2022 in Bertric-Burée wirtschaftlich aktiv:[12]

Weitere Informationen Branche, Anzahl ...
Branche
Anzahl%
Gesamt42
Fertigung, Bergbau und andere Industrien37,1 %
Baugewerbe716,7 %
Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie1023,8 %
Information und Kommunikation37,1 %
Immobilien24,8 %
Fachbezogene, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten sowie administrative und unterstützende Dienstleistungstätigkeiten1331,0 %
Öffentliche Verwaltung, Bildung, menschliche Gesundheit und soziales Handeln37,1 %
Andere Dienstleistungen12,4 %
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Landwirtschaft

Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Polykulturen und/oder Mischbetriebe in der Tierhaltung.[13] Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 29 bei der Landwirtschaftszählung von 1988 auf 18 im Jahr 2000, auf 15 im Jahr 2010 und schließlich auf 14 im Jahr 2020, insgesamt ein Rückgang von 51,7 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche hingegen verringerte sich von 1005 Hektar im Jahre 1988 auf 947 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb stieg hingegen signifikant von 34,7 Hektar auf 67,6 Hektar.[14][15][16]

Verkehr

Die zur Departementsstraße D 708 herabgestufte ehemalige Nationalstraße N 708 von Saint-Martial-de-Valette über Verteillac nach Marmande über Villetoureix durchquert Bertric-Burée von Nord nach Süd. Nachgeordnete Departementsstraßen und lokale Landstraßen verbinden das Zentrum mit weiteren Nachbargemeinden.

Regionalbusse einer Linie im Auftrag der Region Nouvelle-Aquitaine verbinden Bertric-Burée mit Mareuil en Périgord und mit Ribérac.[17]

Literatur

  • Chantal Tanet, Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. Editions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).
Commons: Bertric-Burée – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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