Marsac-sur-l’Isle
französische Gemeinde
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Marsac-sur-l’Isle (Aussprache [maʁˈsak syʁ ˈlil], okzitanisch Marçac d’Eila) ist eine französische Gemeinde mit 3187 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Périgueux und zum Gemeindeverband Le Grand Périgueux. Die Einwohner werden Marsacois und Marsacoises genannt.
| Marsac-sur-l’Isle | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département (Nr.) | Dordogne (24) | |
| Arrondissement | Périgueux | |
| Kanton | Coulounieix-Chamiers | |
| Gemeindeverband | Le Grand Périgueux | |
| Koordinaten | 45° 11′ N, 0° 40′ O | |
| Höhe | 71–187 m | |
| Fläche | 10,05 km² | |
| Einwohner | 3.187 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 317 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 24430 | |
| INSEE-Code | 24256 | |
| Website | www.marsacsurlisle.fr | |
Rathaus (Hôtel de ville) (Schloss Les Bernardoux) | ||
Geografie

Marsac-sur-l’Isle liegt etwa fünf Kilometer westlich des Stadtzentrums von Périgueux in der Landschaft des Périgord central, im touristisch benannten Teil des Périgord blanc. Das Gemeindegebiet befindet sich im Einzugsgebiet der Dordogne am Südufer der Isle und wird außerdem von der Beauronne entwässert, die es im Nordwesten begrenzt.
Das Département Dordogne liegt auf der Nordplatte des Aquitanischen Beckens und grenzt im Nordosten an einen Rand des Zentralmassivs. Es weist eine große geologische Vielfalt auf. Das Gelände ist in der Tiefe in regelmäßigen Schichten angeordnet, die von der Sedimentation auf dieser alten Meeresplattform zeugen. Das Département lässt sich daher geologisch in vier Stufen unterteilen, die sich nach ihrem geologischen Alter unterscheiden. Marsac-sur-l’Isle liegt auf der dritten Stufe von Nordosten, einer Hochebene aus heterogenem Kalkstein aus der Kreidezeit.[1] Die im Gemeindegebiet hervortretenden Schichten bestehen aus Oberflächenformationen aus dem Quartär, die aus dem Känozoikum stammen, sowie Sedimentgesteine aus dem Mesozoikum.
Das Gebiet der Gemeinde erstreckt sich über eine außerhalb der bebauten Flächen teilweise bewaldete Hügellandschaft, die durch das breite Tal der Isle begrenzt wird, und deren Erhebungen nach Süden hin auf Höhen über 185 zunehmen. Der topografisch höchste Punkt liegt mit 187 m im Süden beim Lieu-dit la Bouzonne, der tiefste Punkt mit 71 m im Westen beim Austritt der Isle aus dem Gemeindegebiet. Das Zentrum der Gemeinde befindet sich im Tal der Isle langgestreckt im Charakter eines Straßendorfs, das Rathaus auf etwa 90 m Höhe, die Kirche auf etwa 82 m Höhe.
Rund 39 % der Fläche der Gemeinde entfallen auf bebautes Gelände, rund 31 % sind bewaldet, rund 12 % werden landwirtschaftlich genutzt, rund 10 % entfallen auf Industrie-, Gewerbe- und Verkehrsflächen, rund 8 % auf künstliche, nicht landwirtschaftliche Grünflächen (Stand: 2018).[2]
Marsac-sur-l’Isle wird von folgenden sechs Gemeinden umgeben:
| Chancelade | Périgueux | |
| Annesse-et-Beaulieu | Coulounieix-Chamiers | |
| Razac-sur-l’Isle | Coursac (Berührungspunkt) |
Klima
Die klimatischen Bedingungen in Marsac-sur-l’Isle werden als warm und gemäßigt eingestuft. Die Niederschlagsmengen sind bemerkenswert, da es auch im trockensten Monat Juli Niederschlag gibt. Nach der Köppen-Geiger-Klassifikation werden die vorherrschenden Wetterbedingungen in diesem Gebiet als Cfb (Gemäßigtes Ozeanklima) eingeordnet. Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Marsac-sur-l’Isle beträgt 12,9 °C, die niedrigste Durchschnittstemperatur im Januar mit 5,2 °C, die höchste im Juli und im August mit 21 °C. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt gemäß den meteorologischen Aufzeichnungen etwa 922 mm.[3]
Natürliche und technologische Risiken

Natürliche Risiken manifestieren sich in Marsac-sur-l’Isle neben den meteorologischen Risiken (Sturm, Gewitter, Schnee, extreme Kälte, Hitzewelle) vor allem als
- Überschwemmungen und den mit ihnen assoziierten Schlammströmen und Hangrutschungen, besonders entlang der Isle und der Bouzonne
- Waldbrände
- Bodensetzungen
- Bodenbewegungen
Aufgrund der Schäden, die durch Überschwemmungen und Schlammlawinen in den Jahren 1982, 1986, 1993, 1998, 1999, 2009, 2018 und 2025 verursacht wurden, wurde für die Gemeinde der Naturkatastrophenzustand ausgerufen. Im Dossier des Départements über Hauptrisiken sind vorbeugende Maßnahmen zur Reduktion von Hochwasserschäden festgelegt. Dazu gehören u. a. die Ausweisung von Zonen, die nicht oder nur nach Genehmigung bebaut werden dürfen, die Instandhaltung des Wasserlaufs, um Hindernisse zu begrenzen, und die Schaffung von Regenrückhaltebecken.
Auch wenn vor allem nur der südliche Teil des Gemeindegebiets teilweise mit Wald bedeckt ist, ist Marsac-sur-l’Isle insgesamt einer Gefahr von Waldbränden ausgesetzt. Im größten Teil des Gemeindegebiets besteht deshalb zur Vorbeugung eine rechtliche Pflicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser und Zufahrten und eine zeitliche und/oder räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk. Der vom Département erstellte Plan zur Verhütung von Waldbränden (PPRIF) definiert nicht bebaubare und vorbehaltspflichtige Bauzonen, um die Exposition von Gütern zu verringern.[4]
Wie die Risikokarte zeigt, ist der größte Teil des Gemeindegebiets von einer mittleren bis starken Gefahr durch Bodensetzungen bei abwechselnden Dürre- und Regenperioden betroffen. Die Dürreperioden in den Jahren 1989, 1992, 1995, 2005, 2009, 2011, 2018 und 2023 sind als Naturkatastrophen der Gemeinde klassifiziert worden. Die Erdbebengefahr ist als niedrig einzustufen. Das Gemeindegebiet ist nur einer schwachen Radongefahr ausgesetzt und wird der Zone 1 von 3 zugeordnet.
Bodenbewegungen umfassen eine Reihe von Verschiebungen des Bodens oder Untergrunds, manche abrupter als andere. Die dabei auftretenden Volumina können von wenigen Kubikmetern bis zu mehreren Millionen Kubikmetern reichen. Diese Verschiebungen können langsam (einige Millimeter pro Jahr) bis sehr schnell (einige hundert Meter pro Tag) erfolgen. Im Allgemeinen verlaufen Bodenbewegungen mit einem signifikanten Volumen relativ langsam. Eine solche Bodenbewegung im Jahr 1999 ist als Naturkatastrophe der Gemeinde klassifiziert worden. In Marsac-sur-l’Isle besteht die Gefahr von Bodenbewegungen als Senkungen und Einstürzen anthropogenen Ursprungs, natürlich entstandene unterirdische Hohlräume, deren Decken einsturzgefährdet sind.
Ein technologisches Risiko bildet ein verschmutzter oder potenziell verschmutzter Standort, der weniger als 500 Meter vom Zentrum entfernt ist. Aufgrund früherer Abfallablagerungen oder des Eindringens von Schadstoffen stellt er eine potenzielle Verschmutzung dar, die möglicherweise eine Belästigung oder ein dauerhaftes Risiko für Menschen oder die Umwelt bildet. Im Falle der Gemeinde Marsac-sur-l'Isle ist dies eine frühere Speicheranlage für Kohlenwasserstoffe.
Als klassifizierte Anlagen zum Schutz der Umwelt (ICPE) gelten industrielle oder landwirtschaftliche Betriebe, die wahrscheinlich Risiken bergen oder Verschmutzungen oder Belästigungen verursachen, insbesondere für die Sicherheit und Gesundheit der Anwohner. Zwei als „Nicht-SEVESO“ klassifizierte Fabrikanlagen, im Nordwesten bzw. im Nordosten der Gemeinde gelegen, gehen mit Gefahrstoffen und -gemischen um.[5]
Etymologie und Geschichte
Der Name von Marsac ist am Ende des 12. Jahrhunderts in der Schreibweise Marszac belegt (1181). Er entstammt einem gallorömischen Personennamen, Marcius, dem das Suffix -acum als Eignertitel angehängt wurde (somit Marciacum, Anwesen des Marcius). Marcius, Name einer römischen Familie, ist der Ursprung von zahlreichen Ortsnamen in Frankreich. Die geografische Lage von Marsac erklärt den Zusatz „sur-l'Isle“ in 1961, um den Namen von anderen, gleichnamigen Gemeinden in Frankreich zu unterscheiden. Der Name des Flusses erschien am Ende des 11. Jahrhunderts in der Schreibweise Elle im Jahr 1090. Im 12. Jahrhundert lassen sich mehrere ähnliche Varianten finden mit Hela (1107), Ella (1160) und Esla (1182). Die Form mit einem initialen i- erschien später (Ilia, 1281) und die heutige Schreibweise im 16. Jahrhundert. In dieser Zeit und bis zum 19. Jahrhundert wurde der Fluss weiter als Ille benannt. Der Name bezieht sich nicht auf die ägyptische Göttin Isis. Er kommt vom gallorömischen °Illa, das auf eine präkeltische Wurzel °el- (auch in der Variante °al-) zurückgeht. Die Änderung des initialen e- zu i- entstand durch den Einfluss des okzitanischen illa (deutsch Insel) und der Schreibweise Isle einer Französisierung. Isle ist die alte Form des französischen île. Dieser Einfluss wird bestätigt, da der Fluss zu einer Zeit Insula (lateinisch Insel) im Lateinischen genannt wurde (1305).[6]
Im Jahr 2023 führten archäologische Ausgrabungen im Gebiet Péri-Ouest zur Entdeckung von Amphoren und Vasen aus der gallischen Zeit.[7]
Der Grenzstein Panlaire steht am Straßenrand an der Kreuzung der Straßen von Coulounieix nach Razac-sur-l’Isle und von Marsac-sur-l’Isle nach Coursac, nahe den Weilern Perlijoux und Peyrelade. Ursprünglich am Treffpunkt von vier Gemeinden gelegen, wurde er um etwa zehn Meter versetzt und befindet sich nun innerhalb des Gemeindegebiets von Coulounieix. Es handelt sich um einen einteiligen Grenzstein aus Kalkstein mit rechteckigem Sockel. Dieser Stein wurde gegen Ende des 15. Jahrhunderts errichtet, um die Grenze zwischen dem Zuständigkeitsbereich der Stadt Périgueux und dem des Bischofs von Périgueux zu markieren (die Pfarrei Coulounieix gehörte zur Stadt, die Pfarreien Coursac, Marsac und Razac zum Bischof).
Nach der 1240 besiegelten Union zwischen der Cité und Puy-Saint-Front (die zusammen die heutige Stadt Périgueux bilden) kam es wiederholt zu Streitigkeiten zwischen der neu entstandenen Stadtgemeinde und entweder den Bischöfen oder den Grafen von Périgord. 1382 klagte Bischof Pierre Tison gegen die Stadt bezüglich der Grenzen ihrer jeweiligen Gerichtsbarkeiten. Der Rechtsstreit wurde erst 1491 abgeschlossen – zu dieser Zeit war Gabriel du Mas Bischof von Périgueux – und es wurde beschlossen, Grenzsteine zu errichten, die auf der einen Seite das Wappen der Stadt Périgueux (drei Türme) und auf der anderen Seite das Wappen des Bischofs (drei von einem Schrägbalken gekreuzte Kugeln, ein Krummstab und eine Mitra) trugen.[8]

Am 11. Juli 1944 besetzte eine Abteilung der Widerstandsgruppe „Roland“ den Bahnhof La Cave der Gemeinde und wartete auf einen Zug. Bei dessen Ankunft stiegen ein deutscher Unteroffizier und mehrere bewaffnete Soldaten auf dem Bahnsteig aus. Es kam zu einem 15-minütigen Gefecht, bei dem sechs Deutsche getötet wurden. Als Vergeltung kehrten am 15. Juli vier Lastwagen mit deutschen Soldaten nach La Cave zurück. In Anspielung auf die sechs am 11. Juli getöteten Kameraden wählten die Soldaten sechs jüdische Männer aus und exekutierten sie in der Nähe des heutigen Standorts der Gedenkstätte, einer Stele.[9]
Bevölkerungsentwicklung
| Marsac-sur-l’Isle: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2020 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1793 | 460 | |||
| 1800 | 517 | |||
| 1806 | 496 | |||
| 1821 | 545 | |||
| 1831 | 453 | |||
| 1836 | 485 | |||
| 1841 | 505 | |||
| 1846 | 552 | |||
| 1851 | 484 | |||
| 1856 | 502 | |||
| 1861 | 549 | |||
| 1866 | 556 | |||
| 1872 | 541 | |||
| 1876 | 577 | |||
| 1881 | 609 | |||
| 1886 | 581 | |||
| 1891 | 568 | |||
| 1896 | 566 | |||
| 1901 | 520 | |||
| 1906 | 502 | |||
| 1911 | 430 | |||
| 1921 | 446 | |||
| 1926 | 455 | |||
| 1931 | 468 | |||
| 1936 | 488 | |||
| 1946 | 597 | |||
| 1954 | 630 | |||
| 1962 | 1.053 | |||
| 1968 | 1.216 | |||
| 1975 | 1.569 | |||
| 1982 | 1.657 | |||
| 1990 | 1.939 | |||
| 1999 | 2.200 | |||
| 2006 | 2.491 | |||
| 2013 | 3.117 | |||
| 2020 | 3.147 | |||
| Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1999,[10] INSEE ab 2006[11] Anmerkung(en): Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz | ||||
Sehenswürdigkeiten
- Kirche Saint-Saturnin, erbaut im 12. Jahrhundert, erweitert im 15. Jahrhundert, seit 1926 als Monument historique eingeschrieben
- Schloss Marsac
- Schloss Les Bernardoux (heutiges Rathaus) aus dem 19. Jahrhundert
- Schloss Saltgourde mit Golfparcours aus dem 15. Jahrhundert
- Herrenhaus von Chambon aus dem 19. Jahrhundert
- Schleuse La Roche
- Kirche Saint-Saturnin
- Schloss Marsac
- Schloss Saltgourde
Bildung
Marsac-sur-l’Isle verfügt über
- eine öffentliche Vorschule (École maternelle) mit 97 Schülerinnen und Schülern in vier Klassen (2025) und
- eine öffentliche Grundschule (École élémentaire) „Henri Jacquement“ mit 141 Schülerinnen und Schülern in sieben Klassen (2025).[12]
Wirtschaft
Erwerbstätigkeit
Die Beschäftigungsrate der Gemeinde ist höher als die des Départements Dordogne und die von Metropolitan-Frankreich. Im Vergleich zu 2016 sank die Gesamtquote der Gemeinde um 0,5 %. Die meisten Beschäftigten der Bewohner arbeiteten 2022 in anderen Gemeinden als Marsac-sur-l’Isle (75,3 %), 4,5 % mehr als in 2016. Dabei benutzten sie zur Arbeitsstelle zu 90 % ein Auto, einen Last- oder Lieferwagen, nur 1,8 % ein öffentliches Verkehrsmittel.[13]
Im Vergleich zu 2016 fiel die Gesamtarbeitslosenquote der Gemeinde um 2,8 %, in der Altersklasse der 15- bis 24-Jährigen um 9,0 %.[13]
Branchen und Betriebe
Die fünf umsatzstärksten Unternehmen mit Sitz in der Gemeinde im Jahr 2025 waren:[16]
- Pautard Loisirs, Kraftfahrzeughandel (17.711.497 €)
- SAS Tarondeau, Großhandel (B2B) mit Erzen und Metallen (4.093.917 €)
- Erival Diffusion, Einzelhandel mit Blumen, Pflanzen, Saatgut, Düngemitteln, Haustieren und Tierfutter in einem Fachgeschäft (237.966 €)
- CM Alimentation, Schnellrestaurant (203.928 €)
- VB Finances, Aktivitäten der Hauptverwaltung (120.000 €)
487 nicht-landwirtschaftliche Gewerbebetriebe waren im Jahr 2023 in Marsac-sur-l’Isle wirtschaftlich aktiv:[13]
| Branche | Anzahl | % |
|---|---|---|
| Fertigung, Bergbau und andere Industrien | 28 | 5,7 % |
| Baugewerbe | 56 | 11,5 % |
| Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie | 202 | 41,5 % |
| Information und Kommunikation | 7 | 1,4 % |
| Finanzen und Versicherungen | 27 | 5,5 % |
| Immobilien | 18 | 3,7 % |
| Fachbezogene, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten sowie administrative und unterstützende Dienstleistungstätigkeiten | 75 | 15,4 % |
| Öffentliche Verwaltung, Bildung, menschliche Gesundheit und soziales Handeln | 36 | 7,4 % |
| Andere Dienstleistungen | 38 | 7,8 % |
| Gesamt | 487 |
Landwirtschaft
Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Polykulturen und/oder Mischbetriebe in der Tierhaltung.[17] Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde stieg von 8 bei der Landwirtschaftszählung von 1988 auf 9 im Jahr 2000, sank auf 2 im Jahr 2010 und stieg auf 5 im Jahr 2020, insgesamt ein Rückgang von 37,5 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche verkleinerte sich von 136 Hektar im Jahre 1988 auf 105 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb erhöhte sich hingegen von 17 Hektar auf 20,9 Hektar.[18][19][20]
Verkehr
Die zur Departementsstraße D 6089 herabgestufte ehemalige Route nationale 89 von Lyon über Périgueux nach Bordeaux durchquert das Zentrum der Gemeinde. Dort trifft sie auf die D 710e, die die Isle überquert und nach Chancelade führt. Lokale Landstraßen verbinden das Zentrum mit den südlich gelegenen Weilern und Nachbargemeinden.
Marsac-sur-l’Isle ist über Stadtbusse von mehreren Linien des Netzwerkes Péribus des Gemeindeverbands Le Grand Périgueux innerhalb der Gemeinde und an Périgueux verkehrstechnisch gut angebunden.[21]
Die Gemeinde verfügt über einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Coutras–Tulle und wird im Regionalverkehr mit Zügen der TER Nouvelle-Aquitaine zwischen Mussidan und dem Lieu-dit Niversac in der Gemeinde Boulazac Isle Manoire über Périgueux bedient.[22]
Literatur
- Chantal Tanet, Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. Editions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).
