Hitzmain
Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Kulmbach
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Hitzmain (oberfränkisch: Hidsmah[2]) ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Kulmbach im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern).[3] Hitzmain liegt in der Gemarkung Katschenreuth.[4]
Hitzmain Große Kreisstadt Kulmbach | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 5′ N, 11° 25′ O |
| Höhe: | 308 m ü. NHN |
| Einwohner: | 30 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 95326 |
| Vorwahl: | 09221 |
Geografie
Der Weiler liegt im breiten Talgrund des Roten Mains, der nördlich des Ortes vorbeifließt. Die Flur zwischen Hitzmain und dem Roten Main heißt Obere Bruckwiese. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Staatsstraße 2190 bei Katschenreuth (0,5 km nordwestlich) bzw. nach Windischenhaig (0,7 km südöstlich). Ein Anliegerweg führt nach Affalterhof (0,7 km östlich).[5]
Geschichte
Der Ort wurde 1361 als „Hyzmans“ erstmals urkundlich erwähnt. Dem Ortsnamen liegt der Personenname Hizman im Genetiv vor, d. h. „des Hizmans [Siedlung]“. 1740 wurde der Ort erstmals „Hitzmayn“ genannt, offensichtlich eine Angleichung an den Main, da der Personenname zu dieser Zeit nicht mehr geläufig war.[6]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Hitzmain aus 5 Anwesen (3 Güter, 2 Halbgüter). Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach aus. Es hatte zugleich die Dorf- und Gemeindeherrschaft. Das Rittergut Thurnau war Grundherr sämtlicher Anwesen.[7]
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach.[8] Mit dem Gemeindeedikt wurde Hitzmain dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Melkendorf zugewiesen.[9] 1812 erfolgte die Überweisung an den Steuerdistrikt Katschenreuth und der neu gebildeten gleichnamigen Ruralgemeinde.[8] Am 1. Juli 1976 wurde Hitzmain im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Kulmbach eingegliedert.[10]
Einwohnerentwicklung
Religion
Hitzmain ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Aegidius (Melkendorf) gepfarrt.[7][19]
Literatur
- Rüdiger Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 38). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2012, ISBN 978-3-7696-6554-3.
- Johann Kaspar Bundschuh: Hitzmain. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 687 (Digitalisat).
- Erich Freiherr von Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Oberfranken. Band 1). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1952, DNB 451738918, S. 61.
Weblinks
- Hitzmain in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 16. Dezember 2021.
- Hitzmain in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 12. November 2020.
- Hitzmain im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 12. November 2020.