Unterpurbach
Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Kulmbach in Oberfranken
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Unterpurbach (oberfränkisch: Unde-boawich[1]) ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Kulmbach im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern).[2] Unterpurbach liegt in der Gemarkung Blaich.[3]
Unterpurbach Große Kreisstadt Kulmbach | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 7′ N, 11° 28′ O |
| Höhe: | 327 m ü. NHN |
| Postleitzahl: | 95326 |
| Vorwahl: | 09221 |
Geografie
Das ehemalige Dorf ist mittlerweile in dem Gemeindeteil Blaich als Ortsstraße Unterpurbach aufgegangen. Diese liegt im tief eingeschnittenen Tal des Purbachs, der etwas weiter südlich als rechter Zufluss in den Weißen Main mündet. Die Ortsstraße wird entlang des Purbaches als Gemeindeverbindungsstraße fortgeführt und verläuft nach Oberpurbach (1,3 km nördlich).[4]
Geschichte
Der Ort wurde 1407 als „Purbach“ erstmals urkundlich erwähnt. 1421 wurde in der Urkunde nachgetragen, dass es sich hier um „Niderpurbach“ handelt. Der dem Ortsnamen zugrundeliegende Gewässername verweist auf eine Burg. Von dieser sind allerdings keinerlei Überreste mehr vorhanden. In sämtlichen Belegen zu dem Ort gibt es dazu ebenfalls keinerlei Hinweise.[5]
Unterpurbach gehörte zur Realgemeinde Blaich. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Unterpurbach aus 10 Anwesen. Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach. Grundherren waren das Klosteramt Kulmbach (2 Söldengütlein, 1 Tropfhäuslein) und das Rittergut Kirchleus (5 Güter, 2 Gütlein).[6]
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Gemeindeedikt wurde Unterpurbach dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Kauerndorf und der 1812 gebildeten gleichnamigen Ruralgemeinde zugewiesen. 1818 erfolgte die Überweisung an die neu gebildete Ruralgemeinde Blaich. Am 1. Januar 1902 wurde Unterpurbach nach Kulmbach eingegliedert.[7][8]
Einwohnerentwicklung
Religion
Unterpurbach ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Petrus (Kulmbach) gepfarrt.[6][16]
Literatur
- Rüdiger Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 38). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2012, ISBN 978-3-7696-6554-3.
- Johann Kaspar Bundschuh: Unterpurbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 931 (Digitalisat).
- Erich Freiherr von Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Oberfranken. Band 1). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1952, DNB 451738918, S. 134–135.
- Otto Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland : Lexikon. Ackermann-Verlag, Hof 1993, ISBN 3-929364-08-5, Sp. 722.
Weblinks
- Unterpurbach in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 16. Dezember 2021.
- Unterpurbach in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 7. November 2020.