Höferänger
Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Kulmbach
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Höferänger (oberfränkisch: Heefer-änge[1]) ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Kulmbach im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern).[2] Die Gemarkung Höferänger hat eine Fläche von 6,299 km². Sie ist in 526 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 11976,22 m² haben.[3] In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Altenreuth, Biegersgut, Höfstätten, Niederndobrach, Rosengrund und Sackenreuth.[4]
Höferänger Große Kreisstadt Kulmbach | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 8′ N, 11° 26′ O |
| Höhe: | 325 m ü. NHN |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1974 |
| Postleitzahl: | 95326 |
| Vorwahl: | 09221 |
Geografie
Durch das Dorf fließt die Dobrach. Der Madelsbach mündet dort als linker und der Mäusbach als rechter Zufluss in die Dobrach. Im Osten liegt der Ziegelhüttener Forst mit den Anhöhen Buchrangen (477 m ü. NHN) und Martersberg (492 m ü. NHN). Die Bundesstraße 85 führt nach Lösau (3,4 km nordwestlich) bzw. nach Kulmbach zur Bundesstraße 289 (2,4 km südlich). Die Kreisstraße KU 3 führt nach Niederndobrach (0,7 km südwestlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Biegersgut (0,4 km westlich) und nach Rosengrund (1,4 km westlich).[5]
Geschichte
Der Ort wurde 1290 als „Hoevelins“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bedeutet kleiner Hof. 1398 wurde der Ort als „Hofleinsanger“ bezeichnet, 1431 als „Hoeffer Anger“, 1740 erstmals in der heutigen Form „Höfferänger“.[6]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Höferänger 13 Anwesen. Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Kulmbach. Grundherren waren das Kastenamt Kulmbach (1 Tropfgütlein), das Klosteramt Kulmbach (4 Söldengüter, 1 Tropfhäuslein, 1 Hofstatt), das Rittergut Oberdornlach (2 Güter, 3 Gütlein) und das Rittergut Wernstein (1 Gut).[7]
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Gemeindeedikt wurde Höferänger dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Oberdornlach und der 1812 gebildeten Ruralgemeinde Oberdornlach zugewiesen. Infolge des Zweiten Gemeindeedikts (1818) wurde der Ort in die neu gebildete Ruralgemeinde Unterdornlach umgemeindet. 1955 wurde diese aufgelöst. Unterdornlach mit Bärnhof kamen an Oberdornlach, während Rosengrund von Oberdornlach an Höferänger abgegeben wurde, so dass die Gemeinde sich aus den Gemeindeteilen Altenreuth, Biegersgut, Höferänger, Höfstätten, Niederndobrach, Rosengrund und Sackenreuth zusammensetzte.[8] Sie hatte eine Gebietsfläche von 6,304 km².[9] Am 1. Januar 1974 wurde Höferänger im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Kulmbach eingegliedert.[10][11]
Baudenkmal
- Haus Nr. 18: Wohnhaus
Einwohnerentwicklung
Gemeinde Höferänger
Ort Höferänger
Religion
Höferänger war ursprünglich nach St. Peter in Kulmbach gepfarrt. Von 1528 bis 1740 war der Ort nach St. Maria Magdalena (Kirchleus) gepfarrt und ist seitdem protestantisch. Seit 1740 ist er wieder nach Kulmbach gepfarrt.[6]
Literatur
- Rüdiger Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 38). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2012, ISBN 978-3-7696-6554-3.
- Johann Kaspar Bundschuh: Höferanger. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 699 (Digitalisat).
- Erich Freiherr von Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Oberfranken. Band 1). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1952, DNB 451738918, S. 61–62.
- Georg Paul Hönn: Hofranger. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 260 (Digitalisat).
Weblinks
- Höferänger in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 11. September 2021.
- Höferänger in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 8. August 2020.
- Höferänger im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 8. August 2020.