Ein Fall für zwei: Tödlicher Gewinn
Episode von Ein Fall für zwei
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Tödlicher Gewinn ist der Titel der 118. Episode der Krimiserie Ein Fall für zwei mit Rainer Hunold und Claus Theo Gärtner in den Hauptrollen.
| Folge 118 der Reihe Ein Fall für zwei | |
| Titel | Tödlicher Gewinn |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Länge | 58 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen | Odeon Film |
| Regie | Charly Weller |
| Drehbuch | Wilfried Viktor Herz |
| Produktion | Georg Althammer |
| Musik | Klaus Doldinger |
| Kamera | Frank Grunert |
| Schnitt | Eva Raasch |
| Premiere | 1. Juli 1994 auf ZDF |
| Besetzung | |
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| → Episodenliste | |
Handlung
Während eines Gerichtsprozesses rät Rechtsanwalt Dr. Dieter Winter seiner Mandantin Bruni Trapp, den Mord an ihrem Lebensgefährten Herbert Meyer zu gestehen. Daraufhin ersucht Trapp Winters Kollegen Dr. Rainer Franck, an dessen Stelle ihre Verteidigung zu übernehmen. Nachdem dieser zunächst ablehnt, wird Winter zum Pflichtverteidiger bestellt, woraufhin Franck als zusätzlicher Wahlverteidiger tätig wird. Sein Antrag auf Vertagung des Verfahrens, um mit Unterstützung des Privatdetektivs Josef Matula eigene Ermittlungen durchführen zu können, wird vom Gericht zurückgewiesen. Franck bittet Matula daher, den weiteren Prozessverlauf als Zuschauer zu beobachten.
Nach den Erkenntnissen der Anklage hatte Herbert Meyer wertvolle Gegenstände im Keller seiner Gaststätte deponiert, in der Bruni Trapp beschäftigt ist. Trapp hatte Meyer eines Abends tot in dessen Wohnung aufgefunden. Sie äußert die Befürchtung, dass sein Vermögen nun seiner getrennt lebenden Ehefrau sowie seiner Tochter zufallen könnte.
Als Zeuge sagt Karl Bublinski aus, ein langjähriger Freund Meyers. Er berichtet, Meyer habe sich nach einem Lottogewinn grundlegend verändert, seine Familie verlassen und eine Beziehung mit Bruni Trapp begonnen. Zuvor habe diese auf seine Annäherungsversuche stets zurückhaltend reagiert. Kurz vor seinem Tod habe Meyer ihm jedoch anvertraut, dass er die Beziehung zu Trapp beenden und zu seiner inzwischen in eine psychiatrische Klinik eingewiesenen Ehefrau zurückkehren wolle. Diese Information habe Bublinski Meyers Tochter Sabrina mitgeteilt. Diese bestätigt anschließend vor Gericht, dass sie sich darüber gefreut habe und gibt an, dass ihr Vater von dem plötzlichen Reichtum überfordert gewesen sei. Kurz vor seinem Tod habe er sie telefonisch kontaktiert, sich für sein Verhalten entschuldigt und das Gespräch abrupt beendet, als Bruni Trapp nach Hause gekommen sei.
Im Zuge seiner Nachforschungen erfährt Matula vom stellvertretenden Wirt in Meyers Gaststätte, dass Bruni Trapp eigentlich mit dem Taxifahrer Akif Günes liiert gewesen sei. Günes erklärt, Trapp habe die Beziehung beendet, da sie angeblich an ihre Zukunft denken müsse. Zudem habe er sie in der Mordnacht deutlich früher als von ihr angegeben die Gaststätte verlassen und in einer Seitenstraße verschwinden sehen. Aufgrund dieser Aussage gelangt auch Dr. Franck zu der Überzeugung, dass Trapp schuldig sein könnte, und erwägt die Niederlegung seines Mandats. Trapp bestreitet jedoch weiterhin die Tat. Sie räumt lediglich ein, die im Keller versteckten Wertgegenstände selbst dort deponiert und dies gegenüber Polizei und Gericht verschwiegen zu haben.
Später beobachtet Matula Sabrina Meyer bei einem Treffen mit Dr. Dieter Winter im Frankfurter Zoo. Das Verhalten der beiden lässt auf eine persönliche Beziehung schließen. Nachdem Matula Sabrina mit einem von ihm in der dies naheliegenden Situation aufgenommenen Foto konfrontiert, gesteht sie, seit etwa drei Monaten mit Winter liiert zu sein. Beide hätten die Beziehung geheim gehalten, um den Eindruck eines Interessenkonflikts im Verfahren zu vermeiden. Sabrina bietet Matula Geld für die Herausgabe der Fotos an, was dieser ablehnt. Stattdessen informiert er Dr. Franck über seine Entdeckung. Dieser wirft Winter daraufhin vor, Bruni Trapp absichtlich unzureichend verteidigt zu haben, um Sabrina Meyer zu begünstigen. Den Verdacht, selbst in den Mord verwickelt zu sein, kann Winter jedoch durch ein belastbares Alibi entkräften.
Daraufhin ziehen Franck und Matula Sabrina Meyer als mögliche Täterin in Betracht. Sie vermuten, dass sie den durch Telefonverbindungsdaten nachgewiesenen Anruf von Herbert Meyers Apparat an ihren eigenen Anschluss selbst inszeniert haben könnte. Matula sucht erneut Karl Bublinski auf, um dessen Aussage zu überprüfen. Dieser verweigert jedoch weitere Auskünfte.
Die Staatsanwaltschaft fordert schließlich eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren wegen Totschlags für Bruni Trapp. In seinem Schlussvortrag argumentiert Franck, die Tat könne ihr nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden. Zudem sei das ihr zugeschriebene Tatmotiv wenig plausibel, da sie durch Meyers Tod keinen Zugriff mehr auf dessen Vermögen gehabt hätte. Kurz vor der Urteilsverkündung erscheint Matula mit Akif Günes im Gerichtssaal. Als neuer Zeuge sagt Günes aus, er habe in der Tatnacht Karl Bublinski aus Meyers Wohnhaus kommen sehen. Dieser wird daraufhin erneut vernommen. Dabei wird bekannt, dass er hoch verschuldet war und sich von Meyer nach dessen Lottogewinn Geld geliehen hatte. Franck rekonstruiert daraufhin den Tathergang, wonach Bublinski in der Mordnacht den entsprechenden Schuldschein aus Meyers Wohnung habe entwenden wollen und Meyer dabei erschlug. Anschließend habe er den Anruf bei Sabrina Meyer getätigt. Diese sei seine Komplizin gewesen und habe ihn für die Tat bezahlt, nachdem ihr Vater erklärt hatte, weder zu ihr noch zu ihrer Mutter zurückkehren zu wollen und sein Vermögen gemeinsam mit Bruni Trapp auszugeben.
Unter dem Druck der Beweise legt Bublinski schließlich ein Geständnis ab. Er und Sabrina Meyer werden festgenommen. Bruni Trapp wird freigesprochen.
Hintergrund

Die Episode wurde überwiegend im Rhein-Main-Gebiet gedreht. Die Kulisse der Kanzlei von Dr. Franck befand sich in der Rotunde im 27. Obergeschoss des Bürocenters am Nibelungenplatz im Frankfurter Nordend. Die Szenen vor Gericht wurden im Amtsgericht Frankfurt am Main erstellt, anschließende Aufnahmen vor dem Haupteingang von dessen Gebäude A. Kurze Einstellungen zeigen später die Kaiserstraße. Die Aufnahmen vor und in der Kneipe Hessen-Eck wurden an der Einmündung der Görresstraße in die Raiffeisenstraße in Frankfurt-Riederwald gedreht.
In dieser Folge stellt sich die von Renate Kohn verkörperte Sekretärin Helga, die eigentlich Helga Sommer heißt, gegenüber Dr. Winter als Helga Bachmann vor.[2]
