Ein Fall für zwei: Wer die Treue bricht
Episode von Ein Fall für zwei
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Wer die Treue bricht ist der Titel der 114. Episode der Krimiserie Ein Fall für zwei mit Rainer Hunold und Claus Theo Gärtner in den Hauptrollen.
| Folge 114 der Reihe Ein Fall für zwei | |
| Titel | Wer die Treue bricht |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Länge | 58 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen | Odeon Film |
| Regie | Peter Adam |
| Drehbuch | Werner Kließ |
| Produktion | Georg Althammer |
| Musik | Martin Haas |
| Kamera | Anton Peschke |
| Schnitt | Jochen Borth |
| Premiere | 28. Jan. 1994 auf ZDF |
| Besetzung | |
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| → Episodenliste | |
Sie zählt zu den wenigen Folgen der Serie, die nicht als klassische Whodunit-Geschichte, sondern nach dem Prinzip eines Howcatchem inszeniert sind, bei dem die Täterschaft frühzeitig bekannt ist und sich die Handlung auf die Aufklärung beziehungsweise Überführung der Täter konzentriert.
Handlung
Der Spediteur Manfred Seefeld, der eine außereheliche Beziehung mit Lore Potofsky unterhält, wird von seiner Ehefrau Ingrid unter einem Vorwand zu einem abgelegenen Treffpunkt gelockt. Um den Verdacht später gezielt auf Potofsky lenken zu können, hat sich Ingrid Seefeld mittels einer Perücke als diese verkleidet. Nach der Ankunft ihres Mannes telefoniert sie von dessen Autotelefon aus mit Potofsky, um sicherzustellen, dass diese sich allein in ihrer Wohnung befindet und somit kein Zeuge ihre dortige Anwesenheit bestätigen kann. Gleichzeitig achtet Ingrid Seefeld darauf, in ihrer Verkleidung von Passanten gesehen zu werden. Anschließend erschießt sie ihren Ehemann an jenem Ort, an dem dieser ihr einst den Heiratsantrag gemacht hatte. Um sich ein Alibi für die Tatzeit zu verschaffen, veranlasst sie den Disponenten Erich Schumann, dem sie berufliche Aufstiegschancen innerhalb des Unternehmens in Aussicht stellt, ihre Angaben zu bestätigen.
Einige Zeit später sucht Ingrid Seefeld den Rechtsanwalt Dr. Franck auf, nachdem sie ihren Mann zuvor bei der Polizei als vermisst gemeldet hat. Gegenüber Franck erklärt sie, die geschäftlichen Aktivitäten ihres Mannes seien nicht immer legal gewesen. Gemeinsam mit dem Privatdetektiv Josef Matula beginnt sie daraufhin, mögliche Geschäftspartner Manfred Seefelds aufzusuchen. Zu diesen zählt auch Lore Potofsky. Während eines Besuchs deponiert Ingrid Seefeld dort unbemerkt sowohl ihre beim Mord getragene Kleidung als auch ein Amulett, welches sie ihrem Mann nach der Tat abgenommen hatte.
Noch am selben Abend entdeckt die Polizei die Leiche Manfred Seefelds, nachdem dessen Witwe den Ermittlern zuvor einen indirekten Hinweis auf den Tatort gegeben hat. Aufgrund der gegen sie vorliegenden Indizien wird Lore Potofsky am folgenden Tag vorläufig festgenommen. Dr. Franck übernimmt ihre Verteidigung. Nach Angaben der Kriminalpolizei bestätigt Ingrid Seefeld zunächst nicht Potofskys Aussage, zur Tatzeit mit ihr telefoniert zu haben. Obwohl der Erlass eines Haftbefehls mangels ausreichender Beweise zunächst abgelehnt wird, steht Potofsky weiterhin unter Verdacht. Kurz darauf räumt Ingrid Seefeld das Telefonat zwar doch noch ein, behauptet jedoch zugleich, Potofsky habe von ihrem Mann Geld erhalten. Dr. Franck und Matula gewinnen zunehmend den Eindruck, dass Ingrid Seefeld die Ermittlungen gezielt manipuliert.
Wenig später findet die Polizei das Amulett Manfred Seefelds in Potofskys Wohnung. Zuvor hatte Ingrid Seefeld angegeben, ihr Mann habe beabsichtigt, seine Geliebte verlassen zu wollen, was dieser als Tatmotiv für den Mord ausgelegt wird. Nachdem an dem in Potofskys Wohnung ebenfalls sichergestellten Kleid Pollen von Binsen nachgewiesen werden, die in vergleichbarer Form auch am Tatort vorkommen, wird Lore Potofsky erneut festgenommen. Das von Ingrid Seefeld nachträglich bestätigte Alibi wird von den Ermittlern inzwischen angezweifelt. Potofsky erklärt daraufhin, Ingrid Seefeld könne ihr das Kleid während ihres Besuchs wenige Tage zuvor untergeschoben haben. Matula bestätigt, dass hierzu tatsächlich Gelegenheit bestanden habe.
Im weiteren Verlauf belauscht Matula ein Gespräch zwischen Erich Schumann und Ingrid Seefeld, aus dem hervorgeht, dass das von Schumann abgegebene Alibi nicht den Tatsachen entspricht. Als Gegenleistung für sein weiteres Schweigen fordert Schumann Unternehmensanteile, deren Übertragung Ingrid Seefeld ihm zunächst mündlich zusichert.
Daraufhin suchen Dr. Franck und Matula Erich Schumann auf und setzen ihn unter anderem mit der Aussicht auf eine mehrjährige Haftstrafe wegen Meineids unter Druck. Schließlich widerruft Schumann seine Aussage. In der Folge gesteht Ingrid Seefeld den Mord an ihrem Ehemann.
Hintergrund

Die Episode wurde überwiegend im Rhein-Main-Gebiet gedreht. Die Kulisse der Kanzlei von Dr. Franck befand sich in der Rotunde im 27. Obergeschoss des Bürocenters am Nibelungenplatz im Frankfurter Nordend.
Das Zusammentreffen von Ingrid und Manfred Seefeld wurde unter der Mainbrücke Hochheim inszeniert, der darauffolgende Mord im Bereich der nahe gelegenen Eisenbahnbrücke Hochheim.[2]
