Metzlesberg
Ortsteil der Stadt Feuchtwangen
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Metzlesberg ist ein Gemeindeteil der Stadt Feuchtwangen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).[2] Metzlesberg liegt in der Gemarkung Heilbronn.[3]
Metzlesberg Stadt Feuchtwangen | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 9′ N, 10° 22′ O |
| Höhe: | 470–487 m ü. NHN |
| Einwohner: | 40 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 91555 |
| Vorwahl: | 09852 |
Geografie
Unmittelbar nördlich des Weilers mündet der Klingenbach als linker Zufluss in den Schönbach, der wiederum ein linker Zufluss der Sulzach ist. Der Ort liegt in Hanglage inmitten von Grünland mit vereinzeltem Baumbestand und Ackerland. Im Südosten liegt das Flurgebiet In der Lehmgrube, 1 km östlich erhebt sich der Vogelbuck (505 m ü. NHN). Eine Wetterstation befindet sich 0,75 km nördlich des Ortes auf dem Flurgebiet Schäferslacken. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Schönmühle (0,6 km westlich) bzw. nach Lichtenau (1,4 km östlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt nach Bernau (1,3 km südlich).[4]
Geschichte
Der Ortsname bedeutet abgeholzter Berg. Am 15. Juni 1396 verkaufte Hans Pryol aus Metzlesberg u. a. alle seine Güter, die er dort besaß, für 220 rheinische Gulden an das Feuchtwanger Stift. Das Stift hatte dort einen großen Schafhof mit ausgedehnten Weidegerechtigkeiten.[5] In den Kirchenbüchern des 16. Jahrhunderts wurde der Ort als Etzelsberg bezeichnet.[6]
Metzlesberg lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Feuchtwangen. Im Jahr 1732 bestand der Ort aus sieben Anwesen (drei Höfe, vier Halbhöfe) und aus einem Gemeindehirtenhaus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Kastenamt Feuchtwangen.[7] An diesen Verhältnissen hatte sich bis zum Ende des Alten Reiches nichts geändert.[8][9] Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Metzlesberg dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Heilbronn zugeordnet. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Metzlesberg am 1. Januar 1972 nach Feuchtwangen eingemeindet.[10]
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannis (Feuchtwangen) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ulrich und Afra (Feuchtwangen) gepfarrt.[20]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Mezlesberg. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 593 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Mezelsberg. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 353 (Digitalisat).
- Anton Steichele (Hrsg.): Das Bisthum Augsburg historisch und statistisch beschrieben. Band 3. Schmiedsche Verlagsbuchhandlung, Augsburg 1872, OCLC 935210351, S. 376 (Digitalisat).
Weblinks
- Metzlesberg. In: geschichte-feuchtwangen.de. Abgerufen am 31. Juli 2023.
- Metzlesberg in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 23. November 2021.
- Metzlesberg in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 18. September 2019.
- Metzlesberg im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 31. März 2025.